Diese Arbeit befasst sich mit den unterschiedlichen Formen des bilingualen Spracherwerbs, den Erwerbsfaktoren und auch der bilingualen Sprachentwicklung. Ziel der Arbeit ist es, herauszuarbeiten, welche Arten der Sprachmischung es gibt und wie die Sprachmischung bei Kindern im Alter von null bis fünf Jahren zu definieren ist.
Der Stellenwert von Bilingualität wird immer höher geschrieben. Englisch ist zusammen mit Chinesisch und Hindi die weltweit am meisten verbreitete Sprache. Sie wird als Muttersprache oder Zweitsprache genutzt. Immer mehr Eltern wollen ihren Kindern deshalb Englisch als Zweitsprache vermitteln. Bereits im Kindergartenalter werden Kindern durch den Kindergarten oder privat finanzierte Programme im Erwerb einer zweiten Sprache fördern. Bilingualität wird in der Gesellschaft sehr wertgeschätzt, weshalb Institutionen und Eltern Ressourcen auf-bringen, damit das Kind optimalerweise fast bilinguale Sprachkompetenzen erreichen kann
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Bilingualer Spracherwerb
2.1. Simultaner Spracherwerb
2.2. Sukzessiver Spracherwerb
2.3. Erwerbskonstellationen in der Theorie und Praxis
2.3.1. One Person- One Language
2.3.2. Non-dominant Home Language/ One Language- One Environment
2.3.3. Non-dominant home language without Community Support
2.3.4. Double non-dominant home language without Community Support
2.3.5. Non-native Parents
2.3.6. Mixed Languages
2.4. Spracherwerbsfaktoren bilingualer Kinder
2.5. Bilinguale Sprachentwicklung
2.5.1. Phonetik und Phonologie
2.5.2. Semantik und Lexikon
2.5.3. Grammatik
2.5.4. Pragmatik
3. Sprachmischung
3.1. Code-Switching
3.1.1. Funktionales Code-Switching
3.1.2. Nicht-funktionales Code-Switching
3.1.3. Unterkategorien des Code-Switchings
3.1.4. Code-Switching bei Kindern
3.2. Transfer
3.2.1. Übernahme von Sprachmaterial
3.2.2. Transfer von Bedeutungen
3.2.3. Übernahme von Regeln und Strukturen
4. Sprachförderung
5. Fazit
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit untersucht die komplexen Phänomene des bilingualen Spracherwerbs bei Kindern im Alter von null bis fünf Jahren, mit einem besonderen Fokus auf die verschiedenen Formen und Definitionen von Sprachmischung. Das primäre Ziel ist es, die wissenschaftlichen Grundlagen von Code-Switching und Transfer zu erläutern und deren Rolle im kindlichen Spracherwerbsprozess einzuordnen.
- Formen und Bedingungen des bilingualen Spracherwerbs
- Definition und Kategorisierung von Sprachmischung
- Unterscheidung zwischen Code-Switching und Transfer
- Rolle der Sprachdominanz bei Sprachmischprozessen
- Methoden zur Sprachförderung im Kindergartenalter
Auszug aus dem Buch
3.1. Code-Switching
Unter Code-Switching versteht man den Wechsel zwischen zwei oder mehreren Sprachen. Dieser Wechsel kommt bei mehrsprachigen Menschen vor, die beide Sprachen gut anwenden können. Das Code-Switching stellt einen Sprachstil dar, den es auf pragmatischer, struktureller, psycholinguistischer und soziolinguistischer Ebene darzustellen gilt. Menschen, die zwischen ihren Sprachen wechseln verhalten sich bilingual, sind jedoch durchaus in der Lage sich in ihren Sprachen monolingual zu verhalten. Wichtig ist zu sagen, dass das Code-Switching kein Zeichen für eine unzureichende Kompetenz darstellt (Müller, 2015, S. 24f.).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Einführung in die Thematik der Bilingualität, Formulierung der Forschungsfragen und Vorstellung der behandelten Phänomene wie Code-Switching und Transfer.
2. Bilingualer Spracherwerb: Darstellung der verschiedenen Erwerbsformen, Einflussfaktoren und der Sprachentwicklung in den Bereichen Phonetik, Semantik, Grammatik und Pragmatik.
3. Sprachmischung: Detaillierte Analyse der Phänomene Code-Switching und Transfer, inklusive Kategorisierungen und deren Bedeutung bei Kindern.
4. Sprachförderung: Aufzeigung von Möglichkeiten und Notwendigkeiten der Sprachförderung in Kindertageseinrichtungen sowie die Rolle der Eltern.
5. Fazit: Zusammenfassende Betrachtung der Ergebnisse zum Mehrsprachenerwerb und der Bewertung von Sprachmischung als Kompetenz.
Schlüsselwörter
Bilingualer Spracherwerb, Sprachmischung, Code-Switching, Transfer, Sprachdominanz, Sprachentwicklung, Mehrsprachigkeit, Kindheit, Kindergarten, Sprachförderung, Muttersprache, Zweitsprache, Linguistik, Kommunikative Kompetenz, Spracherwerbsfaktoren.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt das Phänomen der Sprachmischung bei Kindern im Alter von null bis fünf Jahren im Kontext des bilingualen Spracherwerbs.
Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?
Die zentralen Themen sind der simultane und sukzessive Spracherwerb, die verschiedenen Ausprägungen von Sprachmischung sowie pädagogische Ansätze zur Sprachförderung.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, die Arten der Sprachmischung zu identifizieren und zu definieren, wie diese bei jungen Kindern im Alter von bis zu fünf Jahren auftreten.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Auseinandersetzung mit einschlägiger Fachliteratur und linguistischen Studien zum Mehrsprachenerwerb.
Was wird im Hauptteil detailliert behandelt?
Im Hauptteil werden der bilinguale Erwerbsprozess, die Differenzierung zwischen Code-Switching und Transfer sowie spezifische Einflussfaktoren wie das Alter und die Sprachdominanz analysiert.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Bilingualität, Code-Switching, Sprachtransfer, kindlicher Spracherwerb und Sprachförderung.
Ist Sprachmischung ein Anzeichen für mangelnde Sprachkompetenz?
Nein, die Autorin betont ausdrücklich, dass Sprachmischung kein Anzeichen für eine unzureichende Sprachkompetenz ist, sondern ein normaler Prozess bei mehrsprachigen Kindern.
Welchen Einfluss hat die Sprachdominanz auf das Code-Switching?
Die Sprachdominanz ist eng mit der Häufigkeit von intersententialen Mischungen verknüpft; Kinder, die ihre Sprachen ausgeglichen beherrschen, zeigen seltener solche Mischungen.
Warum ist das Code-Switching bei Kindern oft Gegenstand von Theorien?
Es existieren Annahmen, dass Kinder ihre Sprachen nicht trennen können, wobei die Forschung hiergegen argumentiert, dass Sprachwechsel oft bestimmten Mustern folgen.
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- Lia Marie Sibum (Author), 2021, Sprachmischung im bilingualen Spracherwerb, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1163329