Das Ziel dieser Hausarbeit ist es eine Antwort auf die Fragestellung "Wie können Gespräche mit Adressaten der Sozialen Arbeit professionell geführt werden? Wie werden die Gespräche strukturiert und gesteuert?", zu finden.
Diese Fragestellung die Kommunikation ist ein Grundbestandteil der Sozialen Arbeit, um Konfliktsituationen lösen zu können.
Unter Kommunikation wird der Informationsaustausch von mindestens zwei Interakteuren bezeichnet. Die Kommunikation findet in einem wechselseitigen Prozesse statt. Damit man von einer Kommunikation sprechen kann, muss es immer einen Sender und einen Empfänger geben. Der Sender spricht oder signalisiert eine Nachricht und der Empfänger muss diese hören, lesen oder deuten. Die Kommunikation kann auf verschiedene Weise erfolgen: Verbal, non-verbal und para-verbal.
Inhaltsverzeichnis
1. EINLEITUNG
2. GESPRÄCHSSTEUERUNG IN DER SOZIALEN ARBEIT
2.2 Definition Kommunikation
2.3 Professionelle Kommunikation
3. PROFESSIONELLE GESPRÄCHSFÜHRUNG IN DER MEDIATION
3.1 Definition Mediation
3.2 Professionelle Gesprächsführung
3.3 Struktur einer Mediation (Phasenmodell)
3.4 Prinzipien der Mediation
4. REFLEXION
5. ABSCHLUSSDISKUSSION
Zielsetzung & Themen
Das primäre Ziel dieser Arbeit ist es, Strategien und Methoden aufzuzeigen, mit denen Gespräche mit Adressaten der Sozialen Arbeit professionell strukturiert und gesteuert werden können, um Konfliktsituationen erfolgreich zu bearbeiten.
- Grundlagen der professionellen Kommunikation im Vergleich zur Alltagskommunikation
- Anwendung professioneller Gesprächsführung nach Carl Rogers
- Strukturierung von Mediationsprozessen mittels Phasenmodell
- Zentrale Prinzipien der Mediation zur Konfliktlösung
Auszug aus dem Buch
3.2 Professionelle Gesprächsführung
Meist entsteht ein Konflikt in der oben beschriebenen Alltagskommunikation, da diese anfällig für Missverständnisse ist. Deshalb ist es für die Mediation umso wichtiger, die professionelle Kommunikation zur Anwendung zur bringen. Für die professionelle Gesprächsführung in der Mediation hat der US- amerikanische Psychologe und Psychotherapeut Carl Rogers einen Leitfaden entwickelt, dieser besteht auch drei Hauptkomponenten: Aktives Zuhören, Paraphrasieren und Spiegeln. Diese werden nun genauer beleuchtet.
Aktives Zuhören: Beim aktiven zuhören geht es um eine zwischenmenschliche Kommunikation. Jedoch steht die Kommunikation nicht im Fokus, sondern was diese beinhalten. Hier sollen vor allem Zwischenmenschliche Beziehungen anhand von Beobachtungen und Kommunikation bewertet und analysiert werden. Durch das aktive zuhören kann auch zwischen den Zeilen gelesen werden um Gefühle, Hoffnungen und Bedenken besser verstehen zu können.
Paraphrasieren: Paraphrasieren bedeutet die Inhalte des Gesprächs in den Worten des Klienten wiederzugeben. Dies ist ein wichtiges Werkzeug, um zu verstehen, ob das gesendete beim Empfänger in dem Fall der Mediator richtig angekommen ist. Außerdem werden die Klienten durch diese Methode ermutigt das Gespräch fortzusetzten.
Spiegeln: Bei dieser Methode geht es um die emotionalen Inhalte des Gesprächs. Der Mediator gibt in eigenen Worten den emotionalen Inhalt des Klienten wieder. Es soll dem Klienten vermitteln, dass der Mediator seine Gefühle und Wünsche erkannt hat. Das Ziel ist es, dass der Klient sich wie in einem Spiegel selbst sieht und neu erkennt.
Zusammenfassung der Kapitel
1. EINLEITUNG: Das Kapitel führt in die Fragestellung ein, wie Gespräche in der Sozialen Arbeit professionell geführt und gesteuert werden können.
2. GESPRÄCHSSTEUERUNG IN DER SOZIALEN ARBEIT: Es erfolgt eine theoretische Einordnung der Kommunikation, wobei der Kontrast zwischen Alltagskommunikation und professioneller Kommunikation hervorgehoben wird.
3. PROFESSIONELLE GESPRÄCHSFÜHRUNG IN DER MEDIATION: Dieses Kapitel erläutert die praktische Anwendung professioneller Gesprächstechniken und Mediationsmodelle zur Konfliktbewältigung.
4. REFLEXION: Die Autorin reflektiert ihren persönlichen Erkenntnisgewinn bezüglich der Bedeutung strukturierter Kommunikation für ihre zukünftige Tätigkeit in der Sozialen Arbeit.
5. ABSCHLUSSDISKUSSION: Hier werden die wesentlichen Ergebnisse der Arbeit zusammengefasst und die Bedeutung der strukturierten Gesprächsführung für erfolgreiche Mediationsprozesse betont.
Schlüsselwörter
Soziale Arbeit, Kommunikation, Mediation, Gesprächsführung, Konfliktlösung, Aktives Zuhören, Phasenmodell, Professionelle Kommunikation, Allparteilichkeit, Eigenverantwortlichkeit, Deeskalation, Konfliktmanagement.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht, wie Gespräche zwischen Fachkräften und Adressaten in der Sozialen Arbeit professionell gestaltet, strukturiert und zielorientiert gesteuert werden können.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themenfelder umfassen die Abgrenzung von Alltags- zu professioneller Kommunikation sowie die Anwendung von Mediationsverfahren zur außergerichtlichen Konfliktlösung.
Was ist die primäre Forschungsfrage?
Die zentrale Fragestellung lautet: „Wie können Gespräche mit Adressaten der Sozialen Arbeit professionell geführt werden? Wie werden die Gespräche strukturiert und gesteuert?“
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt eine literaturbasierte Analyse theoretischer Konzepte, insbesondere das Kommunikationsmodell nach Carl Rogers und das Fünf-Phasen-Modell der Mediation nach Rabe und Wode.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung der professionellen Kommunikation und die konkrete Anwendung dieser Techniken innerhalb des strukturierten Mediationsprozesses.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Mediation, professionelle Kommunikation, Konfliktmanagement und klientenzentrierte Gesprächsführung charakterisiert.
Warum ist das "Aktive Zuhören" für die Mediation essenziell?
Es dient dazu, nicht nur den Wortlaut, sondern auch die zwischen den Zeilen mitschwingenden Gefühle, Ängste und Wünsche der Klienten zu erfassen und Missverständnisse zu minimieren.
Welche Bedeutung haben die fünf Phasen der Mediation?
Die fünf Phasen bieten einen verbindlichen Rahmen, der den Prozess von der ersten Vereinbarung bis zur Abschlussvereinbarung deeskalierend und produktiv gestaltet.
- Arbeit zitieren
- Ivana Matic (Autor:in), 2021, Gesprächsführung in der Sozialen Arbeit. Professionelle Strukturierung und Steuerung mit den Adressaten, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1163344