Die Arbeit befasst sich mit der Darstellung der öffentlichen Meinung zu Lehrkräften in Verbindung mit der Digitalisierung in der Bildung und der Umsetzung im Fernunterricht während der Schulschließung in der Zeit von März 2020 bis April 2021. Erste aktuelle Studien zum Fernunterricht während der Corona-Krise und die darin einhergehende Meinung über Lehrkräfte werden aufgegriffen und mit den Darstellungen in modernen Printmedien verglichen. Die daraus folgende Frage "Wie berichten die Onlinemedien "Die Zeit" und "Der Spiegel" über Lehrkräfte?" wird unter Betrachtung von Belegen nachverfolgt und analysiert.
Im Anschluss daran zeigt ein Diskurs auf, was die Öffentlichkeit, bestehend aus Eltern, Schüler*innen und Lehrkräften, aber auch die Politik, über die Einstellung und das Engagement der Lehrkräfte in Deutschland während der Schulschließung zwischen März 2020 und April 2021 sagt. Dazu werden online verfügbare Artikel der Zeitschriften "Der Spiegel" und "Die Zeit" im Zeitraum März 2020 bis April 2021 unter den Schlagworten "Fernunterricht" und "Schulschließung" sowie "Lehrer", "Lehrerin", "Lehrer*innen", "Lehrkraft" und "Lehrkräfte" untersucht und analysiert.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Theorie/ Begriffsklärung
2.1 Der politische Beschluss zur Schulschließung und deren schrittweise Wiedereröffnung in Folge der Corona-Krise 2020 und 2021
2.2 Fernunterricht
2.3 Der „DigitalPakt“ und „Bildung in der digitalen Welt“
2.4 Der Grundgedanke der Digitalisierung bei Lehrkräften
2.4.1 Das Erscheinungsbild von Lehrkräften
2.4.2 Die Professionalisierung & Lehrkraftbildung
2.4.3 Die Medienkompetenzen von Lehrkräften
2.5 Die Corona-Krise als Sonderfall für Lehrkräfte
3 Forschungsstand
3.1 Die besondere Situation des Fernunterrichtes während der Corona-Krise für die Schüler*innen und Eltern
3.2 Der Einsatz digitaler Medien vor der Corona-Krise
3.3 Der Einsatz digitaler Medien zur Zeit der Corona-Krise
4 Fragestellungen
5 Methode
5.1 Datenerhebung der Beiträge „Der Spiegel-Online“ und „Die Zeit-Online“
5.2 Datenauswertung der Beiträge „Der Spiegel-Online“ und „Die Zeit-On- line“
5.3 Die Diskursanalyse der Beiträge „Der Spiegel-Online“ und „Die Zeit-On- line“
6 Ergebnisdarstellung
6.1 Verteilung der Berichte
6.2 Lehrkräfte als Mittelpunkt der Berichterstattung
6.3 Der Fernunterricht als Mittelpunkt der Berichterstattung
6.3.1 Die Lehrkraft und die negative Umsetzung des Fernunterrichts
6.3.2 Die Lehrkraft und die positive Umsetzung des Fernunterrichts
6.4 Neue Möglichkeiten von Fernunterricht als Mittelpunkt der Berichterstat- tung
6.5 Die Bedenken der Öffentlichkeit zu Lehrkräften in Verbindung mit Fern- unterricht als Mittelpunkt der Berichterstattung
6.6 Der Wunsch der Öffentlichkeit zur Rückkehr zum regulären Unterricht in Verbindung mit Lehrkräften als Mittelpunkt der Berichterstattung
7 Diskussion
8 Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht das öffentliche Meinungsbild zu Lehrkräften im Kontext der Digitalisierung und des Fernunterrichts während der COVID-19-Pandemie in Deutschland (März 2020 bis April 2021) durch eine Diskursanalyse von Online-Artikeln der Zeitschriften „Der Spiegel“ und „Die Zeit“.
- Darstellung von Lehrkräften in deutschen Online-Printmedien
- Herausforderungen der digitalen Transformation im Schulwesen
- Analyse von positiven und negativen Diskursen zum Fernunterricht
- Einfluss der Corona-Krise auf das professionelle Selbstbild von Lehrkräften
- Vergleich der Berichterstattung zwischen „Der Spiegel“ und „Die Zeit“
Auszug aus dem Buch
6.2 Lehrkräfte als Mittelpunkt der Berichterstattung
In den insgesamt 157 Artikeln aus „Der Spiegel“ und „Die Zeit“ wurde 111 Mal darüber berichtet, wie die Öffentlich über Lehrkräfte, im Zusammenhang mit der Corona-Krise und der Schulschließung, spricht. Die Verteilung auf „Der Spiegel“ und „Die Zeit“ ist, wie bereits in Kapitel 6.1 beschrieben, auf Seiten des Spiegelmagazins. Häufig steht im Mittelpunkt der Berichterstattung das negative Erscheinungsbild der Lehrkraft in der Öffentlichkeit. So zeigt „Der Spiegel“ bspw. auf, dass
Lehrerinnen und Lehrer […] zu einer der wenigen Berufsgruppen [gehören], die weitgehend unbeschadet durch die Pandemie gehen: Sie haben keine Einkommens einbußen, keine Kurzarbeit - aber viel zu wenig angeboten. Dabei bilden wir seit vielen Jahren dafür aus, individualisierte Unterrichtsangebote zu machen. (Der Spiegel_alle Artikel: 4: 1087 - 4: 1478)
Weiterhin wird häufig über die mangelnde Qualität und Kompetenzen mit dem Umgang digitaler Medien im Fernunterricht berichtet (vgl. Der Spiegel_alle Artikel: 90: 956 - 90: 1070). Jedoch zeigen die Artikel des Spiegelmagazins auch auf, dass Lehrkräfte zu Beginn der Corona-Krise „weitgehend auf sich allein gestellt [sind]“ (Der Spiegel_alle Artikel: 132: 311 - 132: 482) und die Gestaltung des Fernunterrichts sowie den Einsatz von digitalen Medien eigenständig bewältigen mussten (vgl. ebd.). Problematisch bleibt die Verteilung der Arbeitsaufträge von den Lehrkräften an die Schüler*innen sowie deren Kontrolle. Hier zeigt sich das schlechte Meinungsbild der Lehrkraft, da die
[…] große Mehrheit der Lehrkräfte zwar Aufgaben schickt, aber gar nicht erwartet, dass Kinder ihnen die Bearbeitung zusenden. Nur rund ein Drittel der Lehrerinnen und Lehrer fordere dies einmal pro Woche ein. Es bleibt in vielen Fällen also unklar, ob die Schülerinnen und Schüler ihre Aufgaben überhaupt erledigen- falls dies nicht von den Eltern kontrolliert wird. (Der Spiegel_alle Artikel: 134: 1123 - 134: 1484)
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung skizziert die Herausforderungen für Lehrkräfte und Schüler durch die plötzlichen Schulschließungen im Zuge der COVID-19-Pandemie und leitet die Forschungsfrage ab.
2 Theorie/ Begriffsklärung: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe wie Fernunterricht und erörtert die Rolle der Lehrkraft sowie die Anforderungen der Digitalisierung im Bildungswesen.
3 Forschungsstand: Hier werden aktuelle Studien zur Fernunterrichtssituation und zum Einsatz digitaler Medien vor und während der Krise zusammengefasst.
4 Fragestellungen: Basierend auf dem Forschungsstand wird die zentrale Frage nach der mediale Darstellung von Lehrkräften in „Der Spiegel“ und „Die Zeit“ formuliert.
5 Methode: Die Methodik beschreibt die Datenerhebung aus Online-Archiven sowie die Durchführung einer wissenssoziologischen Diskursanalyse mittels MAXQDA.
6 Ergebnisdarstellung: Die Analyseergebnisse werden kategorisiert und präsentieren die diskursive Auseinandersetzung mit dem Lehrerbild, Fernunterricht und digitalen Möglichkeiten.
7 Diskussion: Die Ergebnisse werden im Kontext der vorangegangenen Theorie und Studien kritisch reflektiert und interpretiert.
8 Fazit: Das Fazit fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen und stellt fest, dass in den Medien ein mehrheitlich negatives Lehrerbild dominiert, trotz erkennbarer Ansätze zur Digitalisierung.
Schlüsselwörter
Corona-Krise, Fernunterricht, Lehrkräfte, Digitalisierung, Schulschließung, Medienanalyse, Diskursanalyse, Lehrerbild, Unterricht, Bildungspolitik, Medienkompetenz, Chancengleichheit, Der Spiegel, Die Zeit, Schulentwicklung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Masterarbeit grundlegend?
Die Arbeit untersucht das öffentliche Meinungsbild zu Lehrkräften in Deutschland während der durch die COVID-19-Pandemie bedingten Schulschließungen zwischen März 2020 und April 2021.
Welche Medien bilden die Grundlage der Untersuchung?
Die Analyse stützt sich auf online verfügbare Artikel der Magazine „Der Spiegel“ und „Die Zeit“.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?
Ziel ist es zu klären, wie die beiden genannten Online-Medien über Lehrkräfte im Zusammenhang mit der Digitalisierung und der Umsetzung des Fernunterrichts während der Corona-Krise berichten.
Welche wissenschaftliche Methode wird zur Auswertung verwendet?
Die Autorin führt eine Mediendiskursanalyse durch, wobei die Daten mithilfe der Software MAXQDA codiert und in sechs induktive Kategorien unterteilt wurden.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil umfasst die theoretische Fundierung, den aktuellen Forschungsstand, die methodische Vorgehensweise und die detaillierte Darstellung sowie Diskussion der Analyseergebnisse.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zentrale Begriffe sind Corona-Krise, Fernunterricht, Digitalisierung, Lehrkräfte, Medienanalyse und Chancengleichheit.
Wie unterscheidet sich die Berichterstattung von „Der Spiegel“ und „Die Zeit“?
Die Analyse zeigt unter anderem, dass „Der Spiegel“ häufiger über die allgemeine Meinung zu Lehrkräften berichtet, während „Die Zeit“ stärker negative Aspekte des Fernunterrichts sowie dessen Chancen thematisiert.
Welches Bild von Lehrkräften zeichnen die untersuchten Medien vorwiegend?
Die Medien zeichnen überwiegend ein negatives Bild von Lehrkräften, insbesondere bezüglich mangelnder digitaler Kompetenzen und unzureichender Struktur im Fernunterricht, wobei jedoch auch engagierte Ansätze dokumentiert werden.
- Citation du texte
- Phillip Wisotzky (Auteur), 2021, Die Darstellung von Lehrkräften während der Corona-Krise. Ein Mediendiskurs zur Zeit der Schulschließung von März 2020 bis April 2021, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1163522