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Traumatisierte Kinder und Jugendliche in Schule und Unterricht

Título: Traumatisierte Kinder und Jugendliche in Schule und Unterricht

Trabajo de Seminario , 2019 , 10 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Julia Jenner (Autor)

Pedagogía - Escuelas pedagógicas
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Die vorliegende Seminararbeit versucht die Problematik traumatisierter Schülerinnen und Schüler in Unterricht und Schule näher zu beleuchten. Dazu wird zunächst auf den theoriebezogenen Aspekt, demnach auf das Wissen um das Trauma im Allgemeinen, sprich was ein Trauma ist und wodurch es ausgelöst werden kann, eingegangen. Was folgt ist ein Einblick in die Traumapädagogik, wobei Leitideen dieser herausgegriffen werden. Anschließend wird den Fragen nachgegangen, welche Strategien es im Umgang mit traumatisierten Kindern und Jugendlichen gibt.

Traumatisierte Schüler und Schülerinnen stellen eine Herausforderung für jede Lehrperson dar. Um das Verhalten traumatisierter Kinder und Jugendlicher besser nachvollziehen zu können, ist es hilfreich als Lehrkraft Wissen aus der Hirn- und Traumaforschung heranzuziehen. Die Erkenntnisse unterstützen die Lehrperson in ihrem Handeln und beugen potenzieller Überforderung bei Konfrontation mit der Problematik im eigenen Unterricht vor. Dahingehend erweist sich das nötige Fachwissen über Traumata sowie Strategien für den richtigen Umgang mit traumatisierten Schülern und Schülerinnen als essentiell.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Abstract

2. Einleitung

3. Grundlagenwissen Trauma

3.1 Definition

3.2 Zwei Formen von Traumata

3.3 Was geschieht bei der Bedrohung?

3.4 Traumafolgen

4. Traumapädagogik in der Schule

4.1 Leitgedanken der Traumapädagogik

4.1.1 Pädagogik des sicheren Orts

4.1.2 Pädagogik der Selbstbemächtigung

4.1.3 Pädagogik des „guten Grunds“

4.1.4 Pädagogik des Fallverstehens als Handlungsbasis

4.2 Strategien der Traumapädagogik in der Schule

4.2.1 Selbstwertsteigerung

4.2.2 Festlegung von Klassenregeln und Grenzen

4.2.3 Weitere Strategien

5. Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Seminararbeit zielt darauf ab, Lehrkräften fundiertes Wissen über Traumata zu vermitteln, um das Verhalten betroffener Schülerinnen und Schüler besser nachvollziehen und adäquate pädagogische Strategien im Unterricht anwenden zu können.

  • Grundlagenwissen zur Definition und Entstehung von Traumata
  • Neurobiologische Prozesse und Folgen von Bedrohungssituationen
  • Zentrale Leitgedanken der Traumapädagogik
  • Praktische Handlungsstrategien für den Schulalltag
  • Förderung von Selbstwertgefühl und Orientierung durch klare Grenzen

Auszug aus dem Buch

4.2.2 Festlegung von Klassenregeln und Grenzen

Traumatisierte Kinder und Jugendliche weisen ein gesteigertes Bedürfnis nach Kontrolle auf, weshalb das Achtgeben auf Klassenregeln und Grenzen in seiner Wichtigkeit zunimmt. Klare Regeln und die Einhaltung dieser in der Klasse dienen den traumatisierten Kindern und Jugendlichen zur Orientierung. Ihnen fällt es oftmals schwer, ihre eigenen und die Grenzen anderer wahrzunehmen, da diese in den erlebten traumatisierenden Erlebnissen überschritten wurden. Das gemeinsame Aufstellen von Regeln stärkt durch das Mitspracherecht die Selbstkompetenz der Kinder und Jugendlichen. Diese Grenzen sollen ihnen allerdings nie ein Gefühl des Ausgeliefertseins vermitteln. Verhält sich ein traumatisiertes Kind unangemessen, so gilt, schnell, ruhig und ohne es zu beschuldigen zu reagieren. Auch soll nicht das Herausfinden des Auslösers für auffälliges Verhalten im Vordergrund stehen, sondern die Schaffung eines Umfelds, das der/dem Betroffenen Halt und Sicherheit gibt. Es erweist sich als sinnvoll, Absprachen für Auszeiten bei potentieller Reizüberflutung zu treffen. Beispielsweise können Signale eingesetzt werden, um zu vermitteln, dass eine kurze Auszeit benötigt wird. Ausweichmechanismen traumatisierter Schülerinnen oder Schüler könnten als provokantes Verhalten interpretiert werden, stellen sich bei näherer Betrachtung aber als deren Methode, inneren Stress abzubauen, heraus. Die Dauer dieser kurzfristigen Aufenthalte in beispielsweise einem Nebenraum muss jedoch klar definiert und die Absprachen eingehalten werden. (Lohmann, 2016, S. 77-79)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Abstract: Kurze Zusammenfassung der Thematik traumatisierter Schülerinnen und Schüler im schulischen Kontext sowie der verwendeten Literaturquellen.

2. Einleitung: Darstellung der Herausforderung, die traumatisierte Schüler für Lehrpersonen darstellen, sowie Erläuterung der Relevanz von Fachwissen für den Unterricht.

3. Grundlagenwissen Trauma: Einführung in die Begriffsdefinition, verschiedene Traumata-Formen, die neurobiologischen Folgen bei Bedrohung und die Symptomatik wie Flashbacks.

4. Traumapädagogik in der Schule: Erläuterung der vier Leitgedanken der Traumapädagogik und konkrete Strategien wie Selbstwertsteigerung und die Etablierung von Klassenregeln.

5. Fazit: Zusammenfassende Betrachtung der Notwendigkeit interdisziplinärer Zusammenarbeit von Lehrkräften, Psychologen und Eltern bei der Traumabewältigung.

Schlüsselwörter

Traumapädagogik, Traumatisierung, Schule, Unterricht, Selbstbemächtigung, sicherer Ort, Fallverstehen, Reizüberflutung, Selbstwertsteigerung, Dissoziation, Flashbacks, Trauma, Schüler, Lehrer, Pädagogik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Situation traumatisierter Kinder und Jugendlicher im schulischen Umfeld und wie Lehrkräfte professionell mit dieser Problematik umgehen können.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen das theoretische Grundlagenwissen zu Traumata, die Traumapädagogik als pädagogischer Ansatz und spezifische Umsetzungsstrategien für den Unterricht.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, Lehrkräften das nötige Fachwissen zu vermitteln, um das Verhalten betroffener Schüler besser zu verstehen und durch traumapädagogische Ansätze professionell zu unterstützen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin stützt sich auf eine fundierte Literaturrecherche, unter Einbezug von Fachliteratur aus der Hirn- und Traumaforschung sowie der ICD-Klassifikation.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Auseinandersetzung mit dem Wesen des Traumas und einer praxisorientierten Darstellung der traumapädagogischen Arbeit in der Schule.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich primär über die Begriffe Traumapädagogik, Traumatisierung, Unterricht, Schüler und Handlungsstrategien definieren.

Warum ist das "Fallverstehen" für Lehrkräfte so wichtig?

Es dient dazu, den "verborgenen Grund" für auffälliges Verhalten zu dechiffrieren, anstatt nur die Oberfläche des Verhaltens zu sehen, um so angemessen pädagogisch reagieren zu können.

Welche Rolle spielt die Dissoziation im schulischen Alltag?

Dissoziation wird als ein Schutzmechanismus beschrieben, um bedrohliche Situationen erträglicher zu machen, äußert sich jedoch im Unterricht oft durch Unaufmerksamkeit oder Tagträume.

Können Klassenregeln traumatisierten Kindern schaden?

Nein, wenn sie partizipativ entwickelt werden, dienen sie der notwendigen Orientierung und Sicherheit, vorausgesetzt sie werden nicht zur Instrumentalisierung des Ausgeliefertseins genutzt.

Ist die Arbeit für alle Schulformen relevant?

Die behandelten Prinzipien der Traumapädagogik sind als generelle pädagogische Haltung für den Umgang mit Kindern und Jugendlichen über verschiedene Schulstufen hinweg konzipiert.

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Detalles

Título
Traumatisierte Kinder und Jugendliche in Schule und Unterricht
Universidad
Private Pädagogische Hochschule der Diözese Linz
Curso
Entwicklung und Lernen im Kindes- und Jugendalter mit besonderer Berücksichtigung der geschlechtsspezifischen Sozialisation
Calificación
1,0
Autor
Julia Jenner (Autor)
Año de publicación
2019
Páginas
10
No. de catálogo
V1163775
ISBN (PDF)
9783346568663
Idioma
Alemán
Etiqueta
Trauma Traumafolgen Traumapädagogik in der Schule
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Julia Jenner (Autor), 2019, Traumatisierte Kinder und Jugendliche in Schule und Unterricht, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1163775
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