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Phraseologismen der Herkunftssprecher. Eine empirische Studie zur multilingualen Sprachrezeption

Titre: Phraseologismen der Herkunftssprecher. Eine empirische Studie zur multilingualen Sprachrezeption

Dossier / Travail , 2020 , 18 Pages , Note: 1,7

Autor:in: Natalia Zohhova (Auteur)

Russe / Slavistique
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Feste Wortverbindungen, Kollokationen und Phraseologismen sind ein grundlegender Bestandteil einer jeder Sprache. Doch was passiert mit solchen Verbindungen, wenn Herkunftssprecher des Russischen diese auf die russische Sprache
anwenden sollen? In der folgenden Arbeit soll die Frage beantwortet werden, inwiefern Herkunftssprecher mit dem Phänomen der Phraseologismen vertraut sind, ob sie diese erkennen und deuten können und vor allem, ob solche festen
Wortverbindungen von Herkunftssprechern nicht nur erkannt, sondern auch in den korrekten semantischen Kontext gesetzt werden können.

Die Arbeit teilt sich in mehrere Teile auf, die sich jeweils mit einem anderen Thema beschäftigen. So sollen im ersten Teil die Theorie der Phraseologismen sowie die Theorie der Herkunftssprache und ihrer Sprecher erklärt werden. Dabei soll die Frage nach der Definition von Phraseologismen, Herkunftssprache und -sprechern sowie ihren Unterschied zu Muttersprachlern beantwortet werden. Im nächsten Teil werden die beiden Disziplinen, Phraseologismen und
Herkunftssprecher, einander gegenübergestellt und in Symbiose betrachtet. Hier soll vor allem auf die Schwierigkeiten eingegangen werden, welchen die Herkunftssprecher unbewusst entgegenstehen.

Der dritte Teil zeigt eine eigene empirische Studie, bei der die Theorie in der Praxis untersucht worden ist. Zwanzig Herkunftssprecher wurden hierzu aufgefordert einen Fragebogen auszufüllen. Die Fragen hierzu wurden teilweise von dem Fragebogen von Katrin Karl übernommen. Durch den Fragebogen soll erneut untersucht werden, welche Phraseologismen den Herkunftssprechern bekannt sind, ob die bekannten Bedeutungen auch den tatsächlichen entsprechen und ob die Herkunftssprecher solche Bedeutungen in ihrer Sprache verwenden. Anhand dessen soll dann entschieden werden, ob die in dem früheren Teil aufgeführten Hindernisse tatsächlich in der Praxis aufzufinden sind oder ob diese durch die Studie widerlegt werden können.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Phraseologismen und Herkunftssprache

2.1. Definition von Phraseologismen

2.2. Herkunftssprache und Herkunftssprecher

2.3. Exkurs: Mehrsprachige Sorgenkinder

3. Phraseologismen im Bereich der Herkunftssprache

4. Phraseologismen und Hekrunftssprecher: eine kleine empirische Studie

4.1. Herkunftssprecher und Kollokationen

4.2 Herkunftssprecher und Idiome

5. Zusammenfassung und mögliche Forschungsfortführungen

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Verständnis und die Verwendung von Phraseologismen bei Herkunftssprechern des Russischen. Dabei wird analysiert, inwieweit diese Sprechergruppe in der Lage ist, feste Wortverbindungen korrekt zu deuten, und welche Rolle dabei der semantische Transfer aus der Mehrheitssprache sowie der soziolinguistische Kontext spielen.

  • Definition und Abgrenzung von Phraseologismen und Kollokationen.
  • Charakterisierung von Herkunftssprache und Herkunftssprechern.
  • Auswirkungen der Mehrsprachigkeit und instabiler Zweisprachigkeit auf den Sprachgebrauch.
  • Empirische Untersuchung des Phraseologismus-Verständnisses bei jungen russischen Herkunftssprechern in Deutschland.
  • Analyse von Bedeutungstransfer und Fehlinterpretationen bei idiomatischen Ausdrücken.

Auszug aus dem Buch

4.2 Herkunftssprecher und Idiome

Da die Herkunftssprecher Kollokationen, also nicht idiomatische Ausdrücke, nicht zu Phraseologismen zählen, sollen nun im Vergleich dazu idiomatische Ausdrücke und ihre Interpretation der Herkunftssprecher näher untersucht werden. Insgesamt wurden den Teilnehmern elf idiomatische Ausdrücke vorgestellt. Diese wurden bereits von allen als Phraseologismen erkannt, unabhängig davon, ob diese den Befragten bekannt waren oder nicht. Ein idiomatischer Ausdruck, unabhängig von der Kenntnis dieses Ausdrucks, wird demnach von den Herkunftssprechern als ein Phraseologismus gekennzeichnet, nur weil die Semantik nicht klar nachvollziehbar zu sein scheint. Einige dieser Ausdrücke sollen hier etwas näher vorgestellt werden, da diese bestimmte Besonderheiten aufweisen.

Eine sehr auffällige Eindeutigkeit zeigt der Phraseologismus „za derevjami lesa ne videt“. Es ist der einzige Phraseologismus aus der gesamten Befragung, den nicht nur alle kennen, sondern auch die richtige Bedeutung und das richtige deutsche Äquivalent dazu angeben können. Die Antworten der Befragten weichen im Bezug auf diesen Ausdruck keinerlei ab, jeder kann dem Ausdruck das deutsche Äquivalent „den Wald lauter Bäume nicht sehen“ zuordnen. Es stellt sich die Frage, weshalb dieses Sprichwort ein so eindeutiges Ergebnis erzielt, obwohl die anderen Phraseologismen nicht weniger bekannt sein müssten. Eine Antwortmöglichkeit darauf wäre der semantische und lexikalische Transfer. Sowohl die Bedeutung des Ausdrucks als auch dessen Wortlaut ist in der deutschen Sprache sehr ähnlich. Herkunftssprecher, die beide Sprachen kennen, können diesen daher leichter übersetzen und verstehen als andere Ausdrücke, die vom Deutschen abweichen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Thematik der Phraseologismen bei Herkunftssprechern ein und formuliert die Forschungsfrage bezüglich des Erkennens und Deutens dieser festen Wortverbindungen.

2. Phraseologismen und Herkunftssprache: Theoretische Grundlagen zu Phraseologismen, Kollokationen sowie die soziolinguistische Einordnung der Herkunftssprache und der Herkunftssprecher werden dargelegt.

3. Phraseologismen im Bereich der Herkunftssprache: Es wird erörtert, wie Herkunftssprecher mit Phraseologismen umgehen und warum der semantische Transfer aus der Mehrheitssprache zu Problemen führen kann.

4. Phraseologismen und Hekrunftssprecher: eine kleine empirische Studie: Die methodische Durchführung und die Ergebnisse einer Befragung von 20 Herkunftssprechern werden vorgestellt und analysiert.

5. Zusammenfassung und mögliche Forschungsfortführungen: Die Ergebnisse werden synthetisiert und aufzeigen, dass insbesondere der semantische Transfer und das Umfeld des Sprachgebrauchs die Korrektheit der Interpretation beeinflussen.

Schlüsselwörter

Herkunftssprache, Herkunftssprecher, Phraseologismen, Kollokationen, Idiome, Mehrsprachigkeit, Spracherwerb, Semantiktransfer, Sprachrezeption, Empirische Studie, Russisch, Sprachattrition, Bedeutungstransfer, Interdependenzhypothese, Soziolinguistik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, ob und wie Herkunftssprecher des Russischen Phraseologismen (feste Wortverbindungen) in ihrer Herkunftssprache erkennen und deuten können.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die Schwerpunkte liegen auf der linguistischen Definition von Phraseologismen, den Besonderheiten von Herkunftssprachen sowie den Auswirkungen von Mehrsprachigkeit auf das Sprachverständnis.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Es soll geklärt werden, inwiefern Herkunftssprecher Phraseologismen korrekt in einen semantischen Kontext setzen können und ob sie diese als solche identifizieren.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Autorin führte eine empirische Studie durch, bei der 20 russische Herkunftssprecher zwischen 14 und 29 Jahren mittels eines Fragebogens zu verschiedenen Phraseologismen und Kollokationen befragt wurden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst theoretische Begriffe geklärt, anschließend die Situation von Herkunftssprechern beleuchtet und schließlich die Ergebnisse der empirischen Studie zu Kollokationen und Idiomen detailliert ausgewertet.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Herkunftssprache, Herkunftssprecher, Phraseologismen, Mehrsprachigkeit, Semantiktransfer und Sprachattrition.

Welche Rolle spielt der semantische Transfer für die Probanden?

Der semantische Transfer aus der dominanten Mehrheitssprache (Deutsch) führt häufig zu Missverständnissen oder Fehlinterpretationen bei der Deutung russischer Phraseologismen.

Welches überraschende Ergebnis lieferte die Studie bezüglich der Sprachidentifikation?

Trotz teils erheblicher Unterschiede im Sprachniveau und bei den Sprachkenntnissen identifizieren sich alle befragten Herkunftssprecher ausnahmslos mit dem Russischen als ihrer Muttersprache.

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Résumé des informations

Titre
Phraseologismen der Herkunftssprecher. Eine empirische Studie zur multilingualen Sprachrezeption
Université
Ruhr-University of Bochum  (Lotman-Institut für Slavistik)
Cours
Phraseologismen
Note
1,7
Auteur
Natalia Zohhova (Auteur)
Année de publication
2020
Pages
18
N° de catalogue
V1163849
ISBN (PDF)
9783346567215
ISBN (Livre)
9783346567222
Langue
allemand
mots-clé
Phraseologismen Mehrsprachigkeit Herkunftssprecher Russisch
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Natalia Zohhova (Auteur), 2020, Phraseologismen der Herkunftssprecher. Eine empirische Studie zur multilingualen Sprachrezeption, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1163849
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Extrait de  18  pages
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