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Die Jesuitenmissionen in Japan im 20. Jahrhundert. Das Missionsprojekt der Sophia Universität in Tokyo

Titel: Die Jesuitenmissionen in Japan im 20. Jahrhundert. Das Missionsprojekt der Sophia Universität in Tokyo

Hausarbeit , 2020 , 26 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Martina Hölge-Cordier (Autor:in)

Kulturwissenschaften - Sonstiges
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit befasst sich mit dem Missionsprojekt der Sophia Universität in Tokyo während des zwanzigsten Jahrhunderts. Das Ziel des Projekts war, die japanischen Einwohner für den christlichen Glauben zu gewinnen und die katholische Kirche in Japan zu verankern.

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Entwicklung der Sophia Universität in den Anfangsjahren sowie mit den Umständen der Universitätsgründung und die damit einhergehende, erneute Sendung der Jesuiten nach Japan. Danach wird auf existenzbedrohende Rückschläge eingegangen, die das Missionsprojekt in der ersten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts zu verkraften hatte.

Außerdem wird sich mit akademischen Aktivitäten der Sophia Universität, wie der Etablierung weiterer Fakultäten, die Herausgabe wissenschaftlicher Zeitschriften und Veröffentlichungen mit dem Ziel, in japanischen wissenschaftlichen Kreisen anerkannt und als Kirche wahrgenommen zu werden, befasst. Anschließend wird die Entwicklung der Sophia Universität in der zweiten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts thematisiert. Nach dem Zweiten Weltkrieg erfolgte ein Aufschwung. Noch mehr Fakultäten wurden etabliert, unter anderem die Theologische Fakultät im Jahr 1958.

Zum Schluss befasst sich die Arbeit mit dem missionarischen Engagement der Jesuitenkommunität. Es wird der Wandel des Missionsverständnisses und wie sich an der Sophia Universität die Erziehungsprinzipien der Gesellschaft Jesu zu diesem Wandel verhalten, behandelt. Der Schluss wird eine Antwort auf die Frage nach dem Missionserfolg der Gesellschaft Jesu, in Verbindung mit dem Missionsprojekt Sophia Universität geben.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Die Gesellschaft Jesu und das Missionsprojekt Sophia Universität in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

2.1 Die Rückkehr der Jesuiten nach Japan und die Gründung der Sophia Universität.

2.2 Rückschläge für das Missionsprojekt

2.3 Wissenschaftliche Unternehmungen an der Sophia Universität

2.4 Bildungsangebote und sozial-karitative Werke der Missionare in Verbindung mit der Sophia Universität.

3 Missionarischer Aufbruch nach dem zweiten Weltkrieg und die weitere Entwicklung der Sophia Universität.

3.1 Jesuiten an der Sophia Universität und ihr missionarisches Engagement.

3.2 Ausbau und Wachstum der Sophia Universität

4 Die Sophia Universität und das gewandelte Missionsverständnis

5 Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle der 1913 gegründeten Sophia Universität in Tokio als Instrument der Jesuitenmission im Japan des 20. Jahrhunderts. Ziel ist es zu analysieren, ob das Missionsprojekt erfolgreich dazu beitragen konnte, den katholischen Glauben in der japanischen Gesellschaft nachhaltig zu verankern und welchen Wandel das Missionsverständnis durch interne und externe Einflüsse, insbesondere durch das II. Vatikanische Konzil, erfahren hat.

  • Gründung und Etablierung der Sophia Universität als katholische Bildungseinrichtung.
  • Herausforderungen, Krisen und existenzielle Bedrohungen für das Missionsprojekt in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.
  • Die Bedeutung von Bildung, Wissenschaft und sozial-karitativen Werken für die jesuitische Missionsarbeit.
  • Entwicklung und Ausbau der Universität in der Nachkriegszeit sowie die Bedeutung internationaler Partnerschaften (z.B. Erzdiözese Köln).
  • Wandel des jesuitischen Missionsverständnisses hin zum Fokus auf soziale Gerechtigkeit.

Auszug aus dem Buch

2.2 Rückschläge für das Missionsprojekt

Der Eintritt Japans in den ersten Weltkrieg und die Kriegserklärung an Deutschland 1914, führten zu einer Stagnation im Wachstum der Universität. Möglicherweise auf Grund ihres internationalen Charakters, war die Kommunität, bestehend aus mittlerweile acht Missionaren, die aus Amerika, Deutschland, Frankreich, Schweiz und Japan stammten, jedoch keinen Repressalien ausgesetzt. Die Jesuiten durften ihrer gewohnten Missionsarbeit weiterhin nachgehen, aber die Einreise weiterer Missionare war nicht gestattet. Die Universität konnte daher ihr Lehrangebot nicht erweitern, so dass der akademische Ausbau der Universität stagnierte. Erst ab 1920 kamen wieder Jesuiten für den Lehrbetrieb ins Land.

Das Kanto Erdbeben 1923 zerstörte Teile der Universitätsgebäude. Im gleichen Jahr vernichtete die deutsche Inflation die gesamte, gesammelte Fundationssumme, welche auf Grund der japanischen Hochschulverordnung von 1918 bei der staatlichen Bank hätte deponiert werden müssen um die staatliche Anerkennung als Volluniversität zu erlangen. Die zerstörten Gebäude wurden wieder aufgebaut und die erforderliche Kautionssumme konnte 1928 mit Hilfe einer Großspende aus Rom bei den Banken hinterlegt werden.

Wachsender Nationalismus und Militarismus machten die Arbeit der Missionare nicht einfacher. Vorangetrieben wurde der Staatsshinto. In diesem Zusammenhang kam es zu einem Vorkommnis, das eine ernsthafte Bedrohung für den Fortbestand des Missionsprojekts darstellte, und zwar der Yasukuni-Schrein Zwischenfall im Jahr 1932. Das gesellschaftliche Ansehen und die Integrität des Missionsprojektes Sophia-Universität erlitten einen gravierenden Rückschlag, als Studenten der Universität bei einem Besuch des Yasukuni-Schrein die geforderte Ehrenbezeugung verweigert hätten mit dem Hinweis auf die Nichtvereinbarkeit dieser Geste mit ihrem katholischen Glauben. Der sie begleitende Trainingsoffizier meldete den Vorfall dem Armeeministerium.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Fragestellung ein, inwieweit das Missionsprojekt Sophia Universität zur Verbreitung des katholischen Glaubens in Japan beigetragen hat, und bettet dies in den historischen Kontext der jesuitischen Mission ein.

2 Die Gesellschaft Jesu und das Missionsprojekt Sophia Universität in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.: Dieses Kapitel beleuchtet die Umstände der Universitätsgründung, die schwierigen Anfangsjahre unter dem Einfluss politischer Spannungen sowie die ersten wissenschaftlichen und sozial-karitativen Aktivitäten.

3 Missionarischer Aufbruch nach dem zweiten Weltkrieg und die weitere Entwicklung der Sophia Universität.: Der Fokus liegt auf dem Wiederaufbau und dem Wachstum der Universität nach 1945, dem intensiven missionarischen Engagement einzelner Patres sowie der strategischen Unterstützung durch internationale Partnerschaften.

4 Die Sophia Universität und das gewandelte Missionsverständnis: Das Kapitel analysiert, wie sich das Missionsverständnis unter dem Einfluss des II. Vatikanischen Konzils wandelte und der Fokus stärker auf soziale Gerechtigkeit und den christlichen Humanismus rückte.

5 Fazit und Ausblick: Das Fazit bilanziert den Erfolg des Missionsprojekts und kommt zu dem Ergebnis, dass eine umfassende Verwurzelung des katholischen Glaubens in Japan nicht erreicht wurde, die Universität jedoch als Zentrum katholischer Werte und interreligiösen Dialogs fortbesteht.

Schlüsselwörter

Jesuitenmission, Sophia Universität, Japan, katholische Kirche, Mission, Bildungsapostolat, Christentum, Evangelisierung, soziale Gerechtigkeit, II. Vatikanisches Konzil, Yasukuni-Schrein Zwischenfall, Klaus Luhmer, christlicher Humanismus, interreligiöser Dialog, Missionar.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht das Wirken der Jesuiten in Japan durch die Gründung und den Betrieb der Sophia Universität in Tokio während des 20. Jahrhunderts.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Arbeit behandelt die Gründung der Universität, die Herausforderungen durch Krieg und Nationalismus, die Rolle von Bildung und sozialer Arbeit als Missionsinstrumente sowie den Wandel des Missionsverständnisses nach 1962.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Hauptziel ist es zu bewerten, ob das Missionsprojekt Sophia Universität dazu beigetragen hat, den katholischen Glauben in Japan erfolgreich und nachhaltig in der Gesellschaft zu verankern.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Es handelt sich um eine historische Analyse, die auf der Auswertung von Fachliteratur, zeitgenössischen Dokumenten sowie autobiografischen Berichten von Japanmissionaren basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Phasen vor und nach dem Zweiten Weltkrieg, beleuchtet die akademischen und karitativen Aktivitäten sowie die strategische Neuausrichtung des Ordens.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die wichtigsten Begriffe sind Jesuitenmission, Sophia Universität, Evangelisierung, Bildungsapostolat, japanische Gesellschaft und der Wandel des Missionsverständnisses durch das II. Vatikanische Konzil.

Welche Rolle spielte der Yasukuni-Schrein Zwischenfall für die Universität?

Der Vorfall von 1932 führte zu einer massiven Bedrohung für den Fortbestand der Universität durch den Staat und schädigte das Ansehen der Hochschule nachhaltig, was zu einem drastischen Rückgang der Bewerberzahlen führte.

Wie veränderte das II. Vatikanische Konzil die Ausrichtung der Sophia Universität?

Das Konzil führte zu einer Verschiebung des Fokus von der reinen Evangelisierung hin zum sozialen Apostolat und zur Förderung der Gerechtigkeit, was sich im heutigen Erziehungsmotto "Men and Woman for Others" widerspiegelt.

Ende der Leseprobe aus 26 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Jesuitenmissionen in Japan im 20. Jahrhundert. Das Missionsprojekt der Sophia Universität in Tokyo
Hochschule
FernUniversität Hagen
Note
1,7
Autor
Martina Hölge-Cordier (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
26
Katalognummer
V1163927
ISBN (PDF)
9783346580399
ISBN (Buch)
9783346580405
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Jesuiten Mission Japan Sophia Universität Glaube Erziehung Bildung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Martina Hölge-Cordier (Autor:in), 2020, Die Jesuitenmissionen in Japan im 20. Jahrhundert. Das Missionsprojekt der Sophia Universität in Tokyo, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1163927
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  26  Seiten
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