Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publicación mundial de textos académicos
Go to shop › Ciencias de la enfermería - Gestión de enfermería

Transkulturelle Pflege als Aufgabenfeld der Pflegedienstleitung aus kritisch-reflexiver Sicht

Título: Transkulturelle Pflege als Aufgabenfeld der Pflegedienstleitung aus kritisch-reflexiver Sicht

Trabajo de Investigación (Colegio) , 2019 , 41 Páginas , Calificación: sehr gut

Autor:in: Muharrem Akar (Autor)

Ciencias de la enfermería - Gestión de enfermería
Extracto de texto & Detalles   Leer eBook
Resumen Extracto de texto Detalles

Einleitung

In den letzten Jahren ist in dem professionellen Pflegediskurs2 ein verstärktes Interesse an der Thematik der transkulturellen Pflege zu beobachten. Unter dem Stichwort der transkulturellen, interkulturellen und kultursensiblen Pflege werden Programme entwickelt und praktisch erprobt, die den Anspruch erheben, den „besonderen Bedarfen“ der Zielgruppe der Migrant/-innen in kultureller (v.a. natio-ethno-kultureller, religiöser und sprachlicher) Hinsicht entgegenzukommen und diese im Pflegealltag verstärkt zu berücksichtigen. Nicht selten wird dabei ein problematischer Kulturbegriff genutzt oder vorausgesetzt, der mit den Grundideen der Transkulturalität nicht zwingend Hand in Hand geht. Welche Risiken und Probleme sich daraus auf der Ebene der theoretischen und praktischen Arbeitsfelder der PDL ergeben können, soll in der vorliegenden Arbeit kritisch-reflexiv diskutiert werden.

Als angehender PDL und Nachkomme der ersten Generation von Gastarbeiter/-innen, der „Gestalter“ und „Gegenstand“ des transkulturellen Pflegediskurses in einem ist3 , spricht sich der Verfasser der Arbeit für eine transkulturell kritisch-reflexive Pflegetheorie und -praxis aus. Was das bedeutet, soll am Beispiel von natio-ethno-soziokulturellen (darunter auch religiösen sowie sprachlichen) Bedarfen der Pflegeklient/-innen und Pflegemitarbeiter/-innen diskutiert werden. Die Wahl der genannten Bereiche ist durch die thematische Vielfalt begründet, da es dem Verfasser nicht möglich ist, im Rahmen dieser Arbeit alle Aspekte der transkulturellen Pflege zu diskutieren.

In einem ersten Schritt der Arbeit werden die wichtigsten Begriffe und statistischen Daten genannt sowie problematisiert. Danach folgt ein theoretischer Teil, in dem zunächst die Grundprobleme der gängigen theoretischen Modelle der transkulturellen Pflege und deren Auswirkung auf die Arbeit der PDL am Beispiel des Modells der transkulturellen Kompetenz von Dagmar Domening besprochen werden. In einem weiteren Schritt wird kurz dargestellt, anhand welcher Motivationsmodelle die PDL ihr Team und sich selbst für die nachhaltige transkulturelle Aufgabe motivieren kann. Anschließend folgt eine v.a. praktisch vertiefende transkulturell-kritische Reflexion der organisatorischen Aufgaben der PDL, die Aspekte von den allgemeinen Kernaufgaben der transkulturellen Pflege bis hin zu den speziellen Aufgaben der der Öffentlichkeits-, Kooperations-und Netzwerkarbeit bis hin zur Qualifizierung umfasst.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Vorwort

2. Einleitung

3. Die Organisation der transkulturellen Pflege als Aufgabenfeld der Pflegedienstleitung

3.1 Transkulturelle Pflege: Begriffe, Definitionen, Statistiken

3.1.1 Zum Begriff der Transkulturalität

3.1.2 Die „besonderen“ Akteur/-innen der transkulturellen Pflege

3.1.3 Datenlage & Prävalenzen

3.2 Theorie und Praxis der transkulturellen Pflege & die kritisch-reflexive Arbeit der PDL

3.2.1 Kritisch-reflexive Konzeptionsarbeit & die Wahl der transkulturellen Pflegemodelle

3.2.2 Die Kernaufgaben der Organisation der transkulturellen Pflegearbeit durch die PDL aus kritisch-reflexiver Sicht

3.2.3 Motivation der Mitarbeiter/-innen & Selbstmotivation für die transkulturelle Pflegearbeit: zwei Motivationsmodelle

3.2.3.1 Abraham Maslows Motivationsmodell als Beispiel für eine Inhaltstheorie der Motivation

3.2.3.2 Edwin Lockes Zieltheorie als Beispiel für eine Prozesstheorie der Motivation

3.2.4 Transkulturell-reflexive Personalplanung und -einsatz als Aufgabe der PDL

3.2.5 Transkulturell-reflexive Öffentlichkeits-, Kooperations- und Netzwerkarbeit als Aufgabe der PDL

3.2.6 Transkulturell-reflexive Personalqualifizierung als Aufgabe der PDL

4. Schlussteil

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht kritisch-reflexiv, wie eine Pflegedienstleitung (PDL) die Organisation der transkulturellen Pflege gestalten kann, um den theoretischen und praktischen Herausforderungen gerecht zu werden, ohne dabei problematische Kulturbegriffe zu reproduzieren oder Menschen zu stigmatisieren.

  • Kritische Auseinandersetzung mit dem Begriff der Transkulturalität
  • Analyse theoretischer Modelle der transkulturellen Pflegekompetenz
  • Einsatz von Motivationsmodellen zur Führung transkulturell arbeitender Teams
  • Organisatorische Kernaufgaben wie Personalplanung und Öffentlichkeitsarbeit aus kritisch-reflexiver Sicht

Auszug aus dem Buch

3.1.1 Zum Begriff der Transkulturalität

Der Begriff der Transkulturalität, der in den 1990er Jahren durch den Philosophieprofessor - Wolfgang Welsch - geprägt wurde, wandte sich gegen ein Kulturverständnis, das Kulturen als natio-ethno-soziokulturell geprägte kugelartige Gebilde (sog. Kulturkreise) auffasste und das leider bis in die Gegenwart in der Theorie und Praxis vieler Arbeitsfelder unkritisch gebraucht wird (siehe Anhang 7.1). Welsch erklärte dieses kugelartige (kreisartige) Verständnis von Kulturen, deren Menschen vermeintlich gleiche Eigenschaften haben und deshalb bei Berührungen mit Menschen anderer Kulturkreise Unterschiede, Missverständnisse zur Folge haben, für historisch falsch und überflüssig. Nicht nur hat es nach Welsch schon immer Transmigration als Überschreitung natio-ethno soziokultureller Grenzen gegeben, sondern die Unterschiede zwischen den Menschen angeblich verschiedener Kulturkreise sind unter Umständen sogar kleiner als die Unterschiede zwischen den Menschen innerhalb einer Kultur. Eigentlich sind die Menschen nach Welsch schon seit immer „kulturelle Mischlinge“ gewesen. Deshalb beschreibt Welsch Kulturen anhand eines Bildes von komplexen Fäden, Verästelungen, Verflechtungen, in denen es Kreuzpunkte, Parallelen, Annäherungen, Abstände etc. gibt und die sich besser durch ein Rhizom als durch Kreise und/oder Kugeln beschreiben lassen (siehe Anhang 7.2).

Welsch übt in diesem Zusammenhang grundlegend Kritik an den Begriffen der Interkulturalität und Multikulturalität, die seines Erachtens den alten Kulturbegriff benutzen und Unterschiede sowie Ähnlichkeiten zwischen den Kulturen mithilfe starker Vereinfachungen beschreiben. In der Fachliteratur wurde deshalb schon früh kritisiert, dass Welsch die gängigen Konzepte der Interkulturalität/Multikulturalität nicht kannte und dass auch er den alten Kulturbegriff benutzte, indem er ihn kritisierte.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Vorwort: Einleitende Reflexion über die Vieldeutigkeit transkultureller Konzepte und die Notwendigkeit für eine PDL, diese organisatorisch fundiert einzuordnen.

2. Einleitung: Darstellung der Relevanz transkultureller Pflege im heutigen Pflegediskurs und die Absicht des Verfassers, eine kritisch-reflexive Perspektive einzunehmen.

3. Die Organisation der transkulturellen Pflege als Aufgabenfeld der Pflegedienstleitung: Untersuchung der Begrifflichkeiten und statistischen Grundlagen sowie der spezifischen organisatorischen Handlungsfelder einer PDL.

4. Schlussteil: Zusammenfassende Diskussion der theoretischen Widersprüche und der komplexen, langfristigen Anforderungen an eine transkulturell handelnde Pflegedienstleitung.

Schlüsselwörter

Transkulturelle Pflege, Pflegedienstleitung, Transkulturalität, Organisationsentwicklung, Kulturbegriff, Migration, Pflegediskurs, Personalmanagement, Motivationsmodelle, Kritische Reflexion, Pflegeanamnese, Netzwerkarbeit, Qualifizierung, Interkulturalität, Diskriminierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die theoretischen und praktischen Aspekte der transkulturellen Pflege aus der Perspektive einer Pflegedienstleitung und hinterfragt kritisch gängige Ansätze.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themenfelder umfassen den Kulturbegriff, Pflegemodelle, Mitarbeiterführung durch Motivationsmodelle, Personalplanung und die Öffentlichkeits- sowie Netzwerkarbeit im Kontext transkultureller Pflege.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, eine kritisch-reflexive Haltung zu entwickeln, um organisatorische Aufgaben in der Pflege ohne stigmatisierende Vereinfachungen zu bewältigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Reflexion und Auseinandersetzung mit pflegewissenschaftlichen Konzepten sowie sozialwissenschaftlichen Diskursen über Migration und Kultur.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Definition von Transkulturalität, der Kritik an bestehenden Modellen (z.B. von Leininger und Domening), der Motivation von Personal und der konkreten Organisation von Pflegeabläufen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind Transkulturalität, Pflegedienstleitung, kritische Reflexion und organisationale Gestaltung.

Warum wird Dagmar Domenings Modell kritisch betrachtet?

Obwohl es die transkulturelle Kompetenz betont, kritisiert der Autor die Gefahr, Klientel anhand von Gegensätzen ("fremd kontra eigen") auf ein problematisches Schema festzulegen.

Welche Rolle spielt die Netzwerkarbeit?

Die Netzwerkarbeit ist essenziell, um Ressourcen zu bündeln und bedarfsgerechte Angebote (z.B. seelsorgliche Begleitung) nachhaltig zu organisieren.

Was bedeutet "kritisch-reflexive Personalqualifizierung"?

Es bedeutet, dass kulturelles Wissen nicht starr als "Checkliste" erlernt werden darf, sondern die Fähigkeit zur ständigen Reflexion von Differenz und Ausgrenzung im Pflegealltag gefördert werden muss.

Final del extracto de 41 páginas  - subir

Detalles

Título
Transkulturelle Pflege als Aufgabenfeld der Pflegedienstleitung aus kritisch-reflexiver Sicht
Calificación
sehr gut
Autor
Muharrem Akar (Autor)
Año de publicación
2019
Páginas
41
No. de catálogo
V1164022
ISBN (PDF)
9783346568755
Idioma
Alemán
Etiqueta
transkulturelle pflege aufgabenfeld pflegedienstleitung sicht
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Muharrem Akar (Autor), 2019, Transkulturelle Pflege als Aufgabenfeld der Pflegedienstleitung aus kritisch-reflexiver Sicht, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1164022
Leer eBook
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
Extracto de  41  Páginas
Grin logo
  • Grin.com
  • Envío
  • Contacto
  • Privacidad
  • Aviso legal
  • Imprint