In diesem Artikel geht es um den Sohn des Maximinus Thrax, Maximinus Caesar. Der jüngere Maximini wird dabei in der bekannten "Historia Augusta" näher analysiert. Wichtig dabei ist auch die Sammlung der Bibliographien und jene Verweise, die auf die Authentizität des Werkes Rückschlüsse bieten. Außerdem wird folgende Forschungsfrage beantwortet: Entspricht der Sohn des Maximinus Thrax nach dem literarischen Werk "Historia Augusta" dem Leitbild eines sittlichen Römers zur damaligen Zeit?
Inhaltsverzeichnis
2.1 Tugenden, die man als sittlicher Römer zu Zeiten des Maximus Caesar besitzen sollte
2.2 Die Tugenden des Maximus Caesar in der Historia Augusta
3.1 Glaubwürdigkeit der Historia Augusta durch Attribuierungen
3.2 Darstellungsvergleiche mit Zeitzeugen des Maximus Caesars
4. Fazit
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit untersucht die Forschungsfrage, ob Gaius Iulius Verus Maximus, der Sohn des Soldatenkaisers Maximinus Thrax, gemäß der Darstellung in der Historia Augusta dem antiken Leitbild eines sittlichen Römers entsprach.
- Analyse des römischen Tugendbegriffs (virtutes, dignitas, pietas, liberalitas)
- Untersuchung der Charakterisierung des Maximus Caesar in der Historia Augusta
- Kritische Bewertung der Subjektivität antiker Geschichtsschreibung
- Vergleich mit zeitgenössischen Quellen und Darstellungen
- Reflektion über das Spannungsfeld zwischen persönlichem Ansehen und politischem Wirken
Auszug aus dem Buch
Die Tugenden des Maximus Caesar in der Historia Augusta
Maximus Caesar besaß laut der vorliegenden Quelle einige Tugenden. Dennoch muss man aufgrund der genutzten Attributen davon ausgehen, dass aus subjektiver Sicht erzählt wird, denn sein Vater wird in einigen Passagen des Textes mit negativen Attribuierungen versehen: „ [...] rücksichtsloser Vater [...]“ 14. Ob er nun den genannten Aspekten eindeutig entspricht, ist aufgrund der langen Zeitspanne von Schwierigkeiten, wird jedoch anhand des Werkes mit dieser Kenntnis erforscht.
Maximus Caesar war a priori gebildet. Er wurde von guten Mentoren gelehrt, wodurch seine Bildung fortgeschrittener war als manch andere: „Sein Lehrer in lateinischer Grammatik war Philemon, in der Rechtskunde Modestinus, in der Beredsamkeit Titianus [...]“15. Maximus Ceasar wird jedoch auch ins negative Licht gerückt an einigen Textstellen. So heißt es, dass er: „von unerträglichem Hochmut“ gewesen sei. Er wird mit eher jugendlichen Deskriptionen versehen, so verzehrte jener die feinsten Speisen zulande.
Maximus habe a priori auch selbst verehrt. Er sei additiv auch von Schönheit geprägt gewesen sein, weshalb er auch: „verunglimpft(en)“ wurde von einigen Anhängern seiner hostes. Die persönliche Verehrung wird hierbei durch das Ornamentieren der eigenen Schönheit (pulchritudo) pointiert: „Er ließ sich auch silberne sowie goldene Schwerter anfertigen, und überhaupt alles, was seine Schönheit zu heben vermochte; er ließ sich auch mit Edelsteinen besetzte Helme und Backenstücke machen.“ Er wurde aufgrund seiner Schönheit von einigen Menschen als „unsittlich“ betrachtet.18 Er sei jedoch : „weit entfernt“ gewesen von jener Unsittlichkeit. Dies bedeutet, dass er dieser Unsittlichkeit nicht entsprach, andere Menschen - wie die Senatoren- ihn jedoch versuchten in diese Schiene zu drängen durch seine äußere Schönheit.
Zusammenfassung der Kapitel
2.1 Tugenden, die man als sittlicher Römer zu Zeiten des Maximus Caesar besitzen sollte: Dieses Kapitel definiert zentrale römische Tugenden wie virtutes, dignitas, pietas und liberalitas, die als Maßstab für die Bewertung des Herrscherbildes dienen.
2.2 Die Tugenden des Maximus Caesar in der Historia Augusta: Hier wird der Charakter des Maximus Caesar anhand der Quelle untersucht, wobei insbesondere seine Bildung und sein Auftreten in den Fokus rücken.
3.1 Glaubwürdigkeit der Historia Augusta durch Attribuierungen: Das Kapitel kritisiert die mangelnde Neutralität des Werkes, da der Autor durch wertende Adjektive eine subjektive Sichtweise vermittelt.
3.2 Darstellungsvergleiche mit Zeitzeugen des Maximus Caesars: Ein Vergleich mit anderen Geschichtsschreibern wie Herodian verdeutlicht die unterschiedliche Wahrnehmung der Ereignisse und die negative Ausstrahlung der Taten des Vaters auf den Sohn.
4. Fazit: Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass Maximus Caesar zwar Ansätze römischer Tugenden zeigte, jedoch durch das negative Image seines Vaters und seine eigene Lebensweise als Jüngling keine uneingeschränkte Anerkennung als Idealrömer fand.
Schlüsselwörter
Historia Augusta, Maximus Caesar, Maximinus Thrax, Soldatenkaiser, Römische Tugenden, Virtutes, Dignitas, Pietas, Liberalitas, Geschichtsschreibung, Antike, Kaiserzeit, Quellenkritik, Rom, Herrscherbild
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?
Die Arbeit untersucht das Bild des Gaius Iulius Verus Maximus in der Historia Augusta und prüft, ob er den Kriterien eines "sittlichen Römers" seiner Zeit entsprach.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Im Zentrum stehen die römischen Tugendbegriffe, die Darstellung von Herrscherpersönlichkeiten in der Historia Augusta und die Einordnung in die Ära der Soldatenkaiser.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, durch eine quellenkritische Analyse zu klären, inwieweit der Sohn des Maximinus Thrax als positives oder negatives Beispiel in der antiken Literatur gezeichnet wurde.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Es wird eine literaturwissenschaftliche und historische Analyse der verwendeten Attribute und rhetorischen Mittel in der Historia Augusta angewandt, ergänzt durch Vergleiche mit anderen Geschichtsquellen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil befasst sich mit der Definition antiker Tugenden, der konkreten Charakterisierung des Maximus Caesar in der Quelle sowie der Glaubwürdigkeit der Darstellung durch den Autor Iulius Capitolinus.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?
Wichtige Begriffe sind Historia Augusta, Maximus Caesar, Soldatenkaiser, Römische Tugenden, Pietas, Liberalitas und Quellenkritik.
Wie beeinflusste das Wirken des Vaters das Bild des Sohnes?
Da der Vater, Maximinus Thrax, oft als rücksichtslos und negativ dargestellt wird, färben diese negativen Attribute in der Geschichtsschreibung auch auf den Sohn ab, was seine Wahrnehmung nachhaltig belastet.
Welche Rolle spielt die "liberalitas" in der Bewertung des Maximus Caesar?
Die liberale Freigiebigkeit gegenüber dem Volk wurde als eine der wichtigsten Herrschertugenden betrachtet; Maximus Caesar erfüllte diese in Ansätzen, was als positives Element seines Charakters hervorgehoben wird.
- Citar trabajo
- Nesrin Gin (Autor), 2021, Maximinus Caesar als sittlicher Römer?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1164141