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Die Evolution der Inklusion

Zur Verschiebung von Inklusionsmechanismen

Titre: Die Evolution der Inklusion

Mémoire d'Examen Intermédiaire , 2008 , 57 Pages , Note: 1

Autor:in: Dipl. Soz. Carolin Schneider (Auteur)

Sociologie - Individu, Groupe, Société
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Die Idee zur theoretischen Konzeptionierung dieser Arbeit ist entstanden im Rahmen der Beobachtung wachsender Konkurrenz zwischen Universitäten. Es herrscht nicht mehr das „wissenschaftliche Miteinander“, das kann man bestenfalls noch auf der Ebene der Forschung behaupten, vielmehr wachsen die Universitäten zu „Bildungsdienstleistern“ heran, die sich um die Studierenden bemühen, wie einst nur Unternehmen um ihre Kunden. Auch die Universität Bielefeld ist davon betroffen. Im Rahmen von Bologna und der Umstrukturierung der Hochschullandschaft nimmt die Universität an verschiedensten Ausschreibungen statt, die ihre „Exzellenz“ auf bestimmten Gebieten bestätigen sollen. Die erst vor kurzem entstandene Stelle des Hochschulmarketings soll das Bild der Universität nach außen hin stärken und verbessern und der Bewerbung auf die bundesweit ausgeschriebenen „Eliteuniversitäten“ begegnet die Universität mit der Bildung von „Exzellenzclustern“. Und das alles nur, um mehr Studierende, bessere Studierende an die Universität zu binden.
Was passiert hier? Ist die Universität tatsächlich plötzlich ein „Unternehmen Bildung“? Ist das die funktionale Differenzierung des Bildungssystems?

Nach den gültigen Definitionen in der Systemtheorie werden psychische Systeme in die einzelnen Funktionssysteme inkludiert. Wie wir im Verlauf dieser Arbeit zeigen wollen, findet Inklusion jedoch im Rahmen der funktionalen Differenzierung von Gesellschaft immer häufiger bereits auf der Ebene der Organisationen statt.
Führt also funktionale Differenzierung zwangsläufig die Verschiebung des Inklusionskontextes herbei, oder handelt es sich vielmehr um Partizipation der einzelnen Individuen auf der Ebene der Organisationen, findet doch eine Inklusion in das Funktionssystem statt, die hier nur einen Umweg nimmt?

Um diese Fragestellung adäquat beantworten zu können, müssen wir vor der eigentlichen Erhebung und der Diskussion, einige begriffliche und theoretische Bezüge näher definieren.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Funktionssystem ist nicht gleich Funktionssystem

2.1 Kommunikation

2.1.1 Die binäre Codierung der Kommunikation

2.1.2 Zum Begriff der strukturellen Kopplung und der Beobachtung

2.2 Die Bedeutung der Inklusion

2.2.1 Inklusion als zwingender Mechanismus

3. Operationalisierung

4. Verfahren der Datenerhebung

4.1 Die Stichprobe der Untersuchung

4.2 Datenerhebung

5. Datenanalyse

5.1 Forschungsfrage 1:

5.2 Forschungsfrage 2

5.3 Forschungsfrage 3

6. Diskussion der Ergebnisse

7. Kritische Reflexion

8. Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, inwieweit Internetauftritte von Hochschulen zur Inklusion von Individuen in die Organisation beitragen und ob das Medium Internet eine Verschiebung der Inklusionsmechanismen von der Ebene der Funktionssysteme hin zur Organisationsebene abbildet.

  • Systemtheoretische Analyse der Inklusion in Funktionssysteme vs. Organisationen
  • Empirische Untersuchung der Verweismentalität und Vernetzung von Hochschulwebseiten
  • Analyse von Partizipations- und Inklusionsangeboten für Studierende und Mitarbeiter
  • Untersuchung der Bedeutung des Mediums Internet für die Benutzerfreundlichkeit und Studienrekrutierung
  • Betrachtung der Internationalisierung als Inklusionsstrategie

Auszug aus dem Buch

2.1.1 Die binäre Codierung der Kommunikation

Jedes bekannte System operiert und kommuniziert nach einem so genannten binären Code. Im Funktionssystem der Wissenschaft ist der Code die Unterscheidung zwischen wahr und unwahr, also lässt sich alle ablaufende Kommunikation des Wissenschaftssystems erklären, durch die Frage ob die kommunizierten Informationen wahr oder unwahr sind. Die strenge Binarität erlaubt es dem System, die Komplexität der Kommunikation drastisch zu reduzieren (Baraldi u.a. 1997: 34ff.) und zugleich die eigenen Operationen zu beobachten und zu entscheiden, ob sie dem System zugehörig sind, oder nicht. Diesen Vorgang der Selbstbeobachtung bezeichnet man als operative Schließung des Systems (siehe hierzu auch Luhmann 1973: 101 ff.; ebd. 1996: 32ff.). Das Mediensystem verwendet den binären Code Information/Nichtinformation (Luhmann 1996: 40).

Diese Kommunikation ermöglicht uns also die Differenzierung zwischen Information und „Nichtinformation“. Es schließen sich durch den Besuch weiterer Webseiten, durch Verlinkung zwischen Webseiten, Kommunikationen an.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende Konkurrenz zwischen Universitäten und stellt die Frage, ob diese zu einer Inklusionsverschiebung in das Organisationssystem führt.

2. Funktionssystem ist nicht gleich Funktionssystem: Dieses Kapitel erörtert die systemtheoretischen Grundlagen von Kommunikation, Inklusion und der Bedeutung von Organisationen im Vergleich zu Funktionssystemen.

3. Operationalisierung: Hier wird dargelegt, wie das latente Konstrukt "Inklusionseffekte" anhand von Internetseiten operationalisiert und in manifesten Variablen messbar gemacht wurde.

4. Verfahren der Datenerhebung: Das Kapitel beschreibt den Prozess der Dokumentenanalyse von 195 Hochschul-Webseiten und die Vorgehensweise bei der Stichprobenziehung und Datenerhebung.

5. Datenanalyse: In diesem zentralen Teil werden die drei forschungsleitenden Fragen mithilfe von statistischen Auswertungen der erhobenen Daten analysiert.

6. Diskussion der Ergebnisse: Die Ergebnisse werden kritisch reflektiert, wobei festgestellt wird, dass keine netzwerkartige Inklusion in das Funktionssystem Wissenschaft nachweisbar ist.

7. Kritische Reflexion: Dieses Kapitel beleuchtet methodische Mängel bei der Erhebung, etwa hinsichtlich der Kodieranweisungen und der Konsistenz der Daten.

8. Ausblick: Der Ausblick diskutiert die zukünftige Entwicklung von Hochschulen im globalen Wettbewerb und die zunehmende Bedeutung von Inklusionsstrategien im Internet.

Schlüsselwörter

Systemtheorie, Inklusion, Organisation, Hochschule, Internet, Kommunikation, Forschungsbericht, Datenerhebung, Webseitenanalyse, Wissenschaftssystem, Partizipation, Verweismentalität, Bologna-Prozess, Eliteuniversitäten, Systemdifferenzierung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, wie moderne Hochschulen als Organisationen versuchen, durch ihren Internetauftritt Individuen in ihr System zu inkludieren.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Felder sind die systemtheoretische Inklusionsforschung, die Bedeutung von Internetauftritten für Hochschulorganisationen und die empirische Untersuchung von Hochschul-Webseiten.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es zu untersuchen, ob sich Inklusionsmechanismen von der Ebene der Funktionssysteme hin zur Ebene der einzelnen Organisationen verschoben haben.

Welche wissenschaftliche Methode wurde für die Studie verwendet?

Es wurde eine quantitative Dokumentenanalyse von 195 Internetseiten von deutschen und amerikanischen Hochschulen durchgeführt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung, die Operationalisierung der Forschungsfragen, die Datenerhebung und die statistische Datenanalyse.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Systemtheorie, Inklusion, Organisation, Hochschule, Internet, Kommunikation und Webseitenanalyse.

Warum lassen sich Inklusionseffekte anhand der Verlinkung nicht nachweisen?

Die Untersuchung ergab, dass Hochschulen nur sehr selten auf andere Hochschulen verlinken, was darauf hindeutet, dass sie sich eher exklusiv als "Unternehmen Bildung" präsentieren, anstatt als vernetztes Funktionssystem.

Welche Rolle spielt die Benutzerfreundlichkeit der Webseite für die Inklusion?

Eine nutzerfreundliche Gestaltung (z.B. Sitemap, Hilfefunktionen) erleichtert den Zugang zu Informationen, was die Inklusion in die Organisation Hochschule fördern kann, auch wenn dies primär hypothetisch bleibt.

Warum ist die "Zentrale Vergabestelle" (ZVS) für Hochschulen ein vernachlässigtes Thema?

Hochschulen verlinken die ZVS nur selten, da sie als Organisation ein Eigeninteresse an der direkten Rekrutierung haben und sich nicht auf die Zuweisung durch ein externes Vergabesystem verlassen wollen.

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Résumé des informations

Titre
Die Evolution der Inklusion
Sous-titre
Zur Verschiebung von Inklusionsmechanismen
Université
Bielefeld University
Note
1
Auteur
Dipl. Soz. Carolin Schneider (Auteur)
Année de publication
2008
Pages
57
N° de catalogue
V116418
ISBN (ebook)
9783640179077
ISBN (Livre)
9783640179190
Langue
allemand
mots-clé
Evolution Inklusion
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Dipl. Soz. Carolin Schneider (Auteur), 2008, Die Evolution der Inklusion, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/116418
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Extrait de  57  pages
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