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Elite durch Bildung

Eine Analyse des Zusammenhangs zwischen deutscher Macht-Elite und dem Einfluss der Bildung

Titel: Elite durch Bildung

Hausarbeit , 2008 , 19 Seiten

Autor:in: Dipl. Soz. Carolin Schneider (Autor:in)

Soziologie - Arbeit, Ausbildung, Organisation
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Der Begriff Elite begegnet uns im alltäglichen Sprachgebrauch immer häufiger in den unterschiedlichsten Kontexten. Wir sprechen über Finanz-Eliten, Bildungs-Eliten, Sport-Eliten, etc. Eine genaue Begriffsdefinition haben wir dabei meistens nicht im Kopf. Der Begriff Elite hat sich eingebürgert und beschreibt etwas, wovon man eigentlich kein klares Bild hat, aber trotzdem Subjekte der Gesellschaft zuordnen kann. Auch über die Frage, wie sich Eliten konstituieren machen wir uns keine Gedanken, wenn wir über Eliten sprechen.

In dieser Arbeit soll der Frage nachgegangen werden, was der Begriff Elite in der Soziologie überhaupt bedeutet und wie sich Eliten eigentlich rekrutieren. Zu Beginn wird der Begriff Elite unter Berücksichtigung verschiedener theoretischer Ansätze vorgestellt. Im Anschluss wird die Entstehung, bzw. Rekrutierung von Eliten genauer beleuchtet. Daran anschließend erfolgt eine Diskussion der Zugangschancen zum Bildungssystem in Deutschland und wie diese mit dem Zugang zur deutschen Macht-Elite zusammenhängen. Es werden die Ähnlichkeiten der Auswahl in beiden Systemen aufgezeigt und herausgearbeitet wie Bildungsabschlüsse den Einzug in Eliten beeinflussen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Begriff Elite und seine soziologische Bedeutung

2.1 Elite nach Dahrendorf

2.2 Elite nach Scheuch

2.3 Elite nach Geißler

2.3.1 Die deutsche Macht-Elite

2.3.2 Elite, Schicht und Bildungszugang

2.3.3 Bildungstendenzen und Bildungschancen in Deutschland

2.3.4 Die Ursachen der Bildungsungleichheit

3. Resümee

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen der deutschen Macht-Elite und dem Einfluss der Bildung. Ziel ist es zu analysieren, wie sich Eliten rekrutieren, welche Rolle Bildungsabschlüsse beim Zugang zu diesen Führungspositionen spielen und inwieweit die soziale Herkunft die Bildungschancen und damit den Aufstieg in die Elite determiniert.

  • Soziologische Definition und theoretische Ansätze zum Begriff "Elite"
  • Analyse der Rekrutierungsmechanismen für deutsche Machteliten
  • Untersuchung des Zusammenhangs zwischen Schichtzugehörigkeit, Bildungsabschluss und Elite-Status
  • Darstellung der Bildungstendenzen und deren Auswirkungen auf die soziale Mobilität

Auszug aus dem Buch

2.3.1 Die deutsche Macht-Elite

Im Gegensatz zu früheren Zeiten, in denen der Adel gleichzeitig die herrschende Elite repräsentierte, weil nur Adelige herrschten und die Positionen der Macht innerhalb des Adels vererbt wurden, besteht die deutsche Elite nicht mehr nur aus Adeligen. Interessant erscheint aber zumindest, dass auch heutzutage noch der Adel innerhalb der Elite stark vertreten ist.

Besonders häufig trifft man Adelige innerhalb der deutschen Elite im diplomatischen Dienst und der Generalität an. Dabei leben in Deutschland lediglich 60 – 70 000 Adelige. Verglichen mit dem übrigen Anteil der deutschen Bevölkerung ist das eine sehr geringe Anzahl und dementsprechend gering sollte ihr Anteil an der Elite sein. Dies ist jedoch nicht der Fall. Obwohl kaum mehr Machtpositionen in Deutschland vererbt werden, scheint der Adel noch immer einen großen Einflussfaktor darzustellen. Man könnte sagen, dass es sich durchaus um ein Rekrutierungskriterium handelt. Es lässt sich die Hypothese aufstellen, Adel erhöht die Wahrscheinlichkeit in die deutsche Elite rekrutiert zu werden. Vermutlich hängt dies auch mit dem nach wie vor in den Köpfen der Bevölkerung verhafteten Prestigedenken zusammen, das Adelstiteln grundsätzlich ein höheres Prestige unterstellt als den Bürgerlichen. Auch die Bekleidung einer Position innerhalb der Elite geht mit einem höheren Prestige einher (vgl. Dornheim 1990: 49).

Die Elite in Deutschland kann nicht als in sich homogene Elite und geschlossene Einheit betrachtet werden. In diesem Punkt sind sich alle drei vorgestellten Elitemodelle einig. Auch stellt die Elite kein repräsentatives Spiegelbild der deutschen Bevölkerungsschichten dar. Unabhängig von der Tatsache, dass besonders Adelige stark in der Elite vertreten sind, kann man dennoch nicht von einer Vererbung der Eliteposten sprechen, sondern muss vielmehr den Begriff Aufsteigerelite verwenden, „allerdings wird das Vordringen ganz nach oben umso schwieriger, je tiefer die Herkunftsgruppe in der Schichtungshierarchie angesiedelt ist“ (Geißler 1996: 93).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Relevanz des Begriffs Elite im Alltag ein und formuliert die Forschungsfrage bezüglich der soziologischen Bedeutung und Rekrutierung von Eliten sowie deren Zusammenhang mit dem Bildungssystem.

2. Der Begriff Elite und seine soziologische Bedeutung: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über theoretische Ansätze zur Elite-Beschreibung, insbesondere durch Dahrendorf, Scheuch und Geißler, und beleuchtet die sozialstrukturelle Zusammensetzung der Macht-Elite.

2.1 Elite nach Dahrendorf: Dieser Abschnitt beschreibt die deutsche Elite als pluralistische Struktur ohne einen gemeinsamen Nenner, die sich weitgehend selbst aus höheren sozialen Schichten rekrutiert.

2.2 Elite nach Scheuch: Scheuch erklärt die Elite systemtheoretisch-funktionalistisch als eine Ansammlung von Teilbereichen, die zur Bewältigung gesellschaftlicher Komplexität notwendige Entscheidungen treffen.

2.3 Elite nach Geißler: Hier steht die sozialstrukturanalytische Untersuchung im Fokus: Wer bekleidet Elitepositionen, welche Faktoren begünstigen die Rekrutierung und wie ist die Chancenverteilung?

2.3.1 Die deutsche Macht-Elite: Es wird analysiert, warum trotz des Wegfalls erblicher Macht Adelige noch immer überproportional stark in der Elite vertreten sind und welche Rolle das Prestigedenken spielt.

2.3.2 Elite, Schicht und Bildungszugang: Dieses Kapitel verneint die Gleichsetzung von Elite mit Oberschicht, betont aber die Unumgänglichkeit von Abitur und Hochschulabschluss für den Aufstieg in diese Positionen.

2.3.3 Bildungstendenzen und Bildungschancen in Deutschland: Es wird untersucht, wie trotz Bildungsexpansion der Zugang zu höheren Bildungsabschlüssen weiterhin schichtspezifisch ungleich verteilt bleibt und Kindern aus unteren Schichten den Zugang erschwert.

2.3.4 Die Ursachen der Bildungsungleichheit: Hier werden die Gründe für Bildungsungleichheit, wie fehlende Bildungsnähe, sprachliche Defizite und unterschiedliche Lebensräume im Elternhaus, identifiziert.

3. Resümee: Das Resümee fasst zusammen, dass die Elite wie ein Sieb funktioniert, in dem aufgrund der hohen Korrelation von Bildungsabschluss und sozialem Hintergrund fast nur Mitglieder der oberen Schichten verbleiben.

Schlüsselwörter

Elite, Macht-Elite, Bildungschancen, soziale Mobilität, Bildungsexpansion, Schichtzugehörigkeit, Rekrutierung, Soziologie, Dahrendorf, Scheuch, Geißler, Bildungsungleichheit, Aufsteigerelite, Machtverhältnisse, Bildungsabschlüsse.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den soziologischen Begriff der Elite, speziell am Beispiel der deutschen Macht-Elite, und erforscht deren Rekrutierungsmechanismen unter Berücksichtigung des Bildungssystems.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Arbeit fokussiert sich auf die theoretische Definition von Eliten, die Analyse von Rekrutierungskriterien (wie Adel, Bildung und Schicht) sowie die Untersuchung schichtspezifischer Bildungschancen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es aufzuzeigen, wie Bildungsabschlüsse und soziale Herkunft den Aufstieg in die deutsche Macht-Elite beeinflussen und warum diese trotz postulierter Offenheit stark sozial selektiv bleibt.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewendet?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf soziologischen Modellen von Autoren wie Dahrendorf, Scheuch und Geißler basiert und empirische Daten zu Bildungsstatistiken interpretiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert theoretische Elite-Modelle, diskutiert die Bedeutung von Herkunft und Ausbildung und erläutert die Ursachen für die Reproduktion von Bildungsungleichheit in Deutschland.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Elite, Macht-Elite, soziale Selektivität, Bildungschancen, Bildungsexpansion und Schichtzugehörigkeit.

Warum spielt das Jura-Studium laut der Analyse eine besondere Rolle?

Das Jura-Studium wird als eines der ausschlaggebenden Kriterien für den Eintritt in die deutsche Macht-Elite identifiziert, da ein signifikanter Anteil der Elitemitglieder über einen juristischen Abschluss verfügt.

Welche Auswirkung hat die soziale Herkunft auf den Aufstieg in die Elite?

Die soziale Herkunft korreliert stark mit dem Zugang zu höherer Bildung. Kinder aus der Unter- oder Arbeiterschicht haben aufgrund fehlender bildungsnaher Ressourcen statistisch gesehen deutlich schlechtere Chancen, den akademischen Weg zu gehen, der eine Voraussetzung für Elitepositionen ist.

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Details

Titel
Elite durch Bildung
Untertitel
Eine Analyse des Zusammenhangs zwischen deutscher Macht-Elite und dem Einfluss der Bildung
Hochschule
Universität Bielefeld
Autor
Dipl. Soz. Carolin Schneider (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2008
Seiten
19
Katalognummer
V116423
ISBN (eBook)
9783640181520
ISBN (Buch)
9783640181605
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Elite Bildung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Dipl. Soz. Carolin Schneider (Autor:in), 2008, Elite durch Bildung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/116423
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Leseprobe aus  19  Seiten
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