Erstellung und empirische Untersuchung einer didaktischen Reihe zur Einführung in den Gebrauch des Trekkers (GPS-Navigationsgerät) für Menschen mit Sehschädigung


Examensarbeit, 2005
100 Seiten, Note: 1,0

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Spezifische Aspekte der Sehschädigung
2.1 Menschen mit Sehschädigung
2.2 Orientierung und Mobilität
2.2.1 Begriffsklärung
2.2.1.1 Orientierung
2.2.1.2 Mobilität
2.2.2 Trainingsziel
2.2.3 Theoretisches Modell zur zielorientierten Lokomotion
2.2.3.1 Bestätigung des Orientierungskonzepts
2.2.3.2 Umorientierung
2.2.3.3 Orientierungsverlust

3. Technische Aspekte
3.1 Global Positioning System (GPS)
3.1.1 Entwicklung
3.1.2 Aufbau und Funktionsweise
3.1.3 Ziele und Anwendungsbereiche
3.1.4 Probleme und Ausblick
3.2 GPS-Navigationsgeräte für Menschen mit Sehschädigung: Forschungsstand, bisherige Ergebnisse und Ausblick
3.3 Trekker
3.3.1 Entwicklung
3.3.2 Technische Daten (Trekker – Version 2.5)
3.3.3 Bedienelemente und Funktionsweise
3.3.3.1 Arbeitsmodi
3.3.3.2 Offline-Nutzung
3.3.3.3 Online-Nutzung
3.3.4 Preise und Kostenübernahme

4. Didaktische Reihe
4.1 Didaktische Analyse
4.1.1 Gegenwarts- und Zukunftsbedeutung
4.1.2 Inhaltliche Strukturierung und Lernziele
4.1.3 Exemplarischer Ansatz
4.1.3.1 Praxisrelevante und organisatorische Testvoraussetzungen
4.1.3.2 Strukturierung der Einheiten
4.1.4 Methoden, Medien und Formen
4.2 Didaktische Reduktion der Lerninhalte
4.3 Anforderungsprofil
4.4 Verlaufsskizzen
4.4.1 Erste Einheit
4.4.2 Zweite Einheit
4.4.3 Dritte Einheit

5. Durchführung und Auswertung der didaktischen Reihe
5.1 Praxisrelevante und organisatorische Aspekte
5.2 Vergleich der Trainingspartner untereinander

6. Bilanz der Ergebnisse
6.1 Didaktische Reihe
6.2 Nutzen des Trekkers
6.3 Probleme und Verbesserungsvorschläge

7. Resümee und Ausblick
7.1 Resümee
7.2 Ausblick

Abbildungsverzeichnis

Tabellenverzeichnis

Literaturverzeichnis

Anhang
A 1. Minimalprogramm
A 2. Zweite Einheit (Variante)
A 3. Routenbeschreibung
A 3.1 Erste Route
A 3.2 Zweite Route
A 3.3 Dritte Route
A 4. Plan der Test-Routen

1. Einleitung

Orientierung und Mobilität stellen für sehgeschädigte Personen komplexe und schwierig zu erlernende Kompetenzen dar. In Deutschland sind davon ca. 155.000 blinde Menschen und ca. 500.000 Menschen mit Sehbehinderung betroffen (vgl. DBSV). Der Langstock oder der Blindenführhund ermöglicht es ihnen sich weitestgehend frei zu bewegen. Diese Autonomie endet allerdings, wenn sie sich ohne Hilfe in einer unbekannten Umgebung orientieren müssen (vgl. HARRASSER 2003: 6). Massive Einschränkungen in der geographischen Orientierung bewirken, dass sich Menschen mit Sehschädigung nur in Ausnahmefällen eigenständig neue Wegstrecken aneignen können. In der Regel benötigen sie eine präzise und umfassende Routen­beschreibung oder eine sehende Begleitung, damit sie die Landmarks kennen lernen, die ihnen beim erneuten Abgehen eine Orientierung ermöglichen.

Seit dem Jahr 2003 ist ein P ersonal D igital A ssistant (PDA) mit der Software „Trekker“ auf dem Markt, ein „Orientierungshilfsmittel für sehgeschädigte Menschen mit dem G lobal P ositioning S ystem (GPS) und digitalem Kartenmaterial“ (Trekker 2.0 – Benutzerhandbuch). Die Firma VisuAide in Kanada hat dieses Gerät entwickelt und vertreibt es in Deutschland über die Firma Papenmeier (BEHRENDT, 10. Juni 2004). Das Gerät verspricht eine „wesentlich bessere Orientierung, sowohl in der Stadt als auch in ländlicher Umgebung“ (VISUAIDE: Trekker – Version 2.0 Benutzerhandbuch). Der Benutzer kann sich ansagen lassen, wo genau er sich auf einem Streckenabschnitt befindet. Zusätzlich erhält er Informationen über lokale Sehenswürdigkeiten. Hierdurch wächst die Unabhängigkeit sehgeschädigter Menschen. Als Orientierungshilfe ergänzt der „Trekker“ den Langstock oder den Blindenführhund, vermag diese Mobilitätshilfen jedoch nicht zu ersetzen (vgl. Trekker 2.0 – Benutzerhandbuch).

Ich freue mich, dass mir vom Prüfungsamt für Lehramtsprüfungen in Berlin in Absprache mit Herrn Prof. Dr. P. Nater die Aufgabe gestellt wurde, eine didaktische Reihe zu entwickeln, mit der es möglich ist Menschen mit Sehschädigung auf den Umgang mit dem „Trekker“ vorzubereiten. Die Praxistauglichkeit möchte ich anschließend mit Trainingspartnern testen und die Ergebnisse hiermit veröffentlichen. Dabei kann ich auf die während meiner Ausbildung zum O&M-trainer in Prag (September 2003 bis Juni 2004) vermittelten Kenntnisse und Erfahrungen zurückgreifen.

Mögliche Schwierigkeiten können durch die nur spärliche Literatur zu diesem Thema und durch die notwendigen Terminabsprachen mit den zuständigen Firmen und den jeweiligen Trainingspartnern auftreten. Das Gerät ist in der aktuellen Version 2.5 erst seit Anfang 2005 auf dem Markt. Deshalb bin ich auf Informationen der Firma VisuAide (jetzt Humanware, vgl. Kapitel 3.2) und auf deren Unterstützung angewiesen. Die Mitarbeiter des Berliner Vertriebs der Firma Papenmeier werden mir freundlicherweise das Gerät für die Dauer meiner Arbeit zur Verfügung stellen. Ich freue mich auch, dass sich eine ausreichende Anzahl interessierter Menschen mit Sehschädigung bereit erklärt hat die von mir entwickelte didaktische Reihe in der Praxis zu erproben.

Der Schwerpunkt meiner Arbeit liegt auf der Erstellung und empirischen Untersuchung einer didaktischen Reihe zur Einführung in den Gebrauch des Trekkers. Gleichwohl möchte ich zu Beginn einen kurzen Überblick sowohl über die speziellen Aspekte der Sehschädigung (Kapitel 2.) als auch über technische Details des „Trekkers“ (Kapitel 3.) liefern. Sie dienen als Grundlage und sind Voraussetzung für das Verständnis der didaktischen Reihe (Kapitel 4.), welche so konzipiert wurde, dass sie allgemein gültig ist und an jedem Ort durchgeführt werden kann. Deshalb stellt der exemplarische Ansatz ein zentrales Anliegen meiner Arbeit dar. Auf die konkrete Durchführung und Auswertung der Testphase komme ich in Kapitel 5. zu sprechen, bevor ich eine Bilanz der Ergebnisse (Kapitel 6.) ziehe, welche in ein Resümee (Kapitel 7.) meiner Arbeit mündet.

Ich habe mich für die Sans-Serif-Schrift „Arial“ entschieden. Durch die ausreichend großen Zwischenräume nimmt sie im Vergleich zu anderen Schriften zwar mehr Platz in Anspruch, erleichtert somit jedoch die Lesbarkeit, besonders für Menschen mit Sehschädigung (vgl. KRUG: 2001, 224).

Da ich in meiner Arbeit einige Begriffe häufiger verwende, kürze ich diese wie folgt ab:

Orientierung und Mobilität: O&M

Markante(r) Punkt(e): MP

Trainingspartner: Tp

Trainer: T

Für die verwendete männliche Form bitte ich um Verständnis. Sie dient allein der Lese- und Schreiberleichterung und ist nicht geschlechtsspezifisch aufzufassen.

2. Spezifische Aspekte der Sehschädigung

2.1 Menschen mit Sehschädigung

Sehschädigung bezeichnet jede Art von Beeinträchtigung der Sehfähigkeit. Zur Festlegung von Grenzwerten wird meist der Fernvisus (Visus: Maß für die Sehschärfe; Fernvisus: Ermittlung aus 5 m Entfernung) nach optimaler Refraktionskorrektur in Zusammenhang mit dem Gesichtsfeld herangezogen (vgl. NATER, 2001). Der Bruch nennt im Zähler (= Istwert), aus welcher Entfernung ein Optotyp (Sehzeichen zur Visusbestimmung) von der Person erkannt wird. Der Nenner (= Sollwert) gibt darüber Auskunft, aus welcher Entfernung normalsichtige Menschen diesen Optotypen identifizieren können (vgl. NATER, 2001).

Nach der mir vorliegenden Literatur (z. B. BRAMBRING, 2002: 22; NATER, 2001 und 2005: 61; RATH, 1987) und der WHO Klassifikation (2001) dürfte folgende medizinische Klassifikation, die an dieser Stelle nur kurze Erwähnung finden soll, legitim und gebräuchlich sein: Bei einem Fernvisus von unter 4/5 beginnt man eine Sehbehinderung anzunehmen. Sie wird subkategorisiert in geringgradige Sehbehinderung (Visus 4/5 bis 1/3), mittelgradige (gesetzliche) Sehbehinderung (1/3 bis 1/25) und hochgradige Sehbehinderung (1/25 bis 1/50 oder Gesichtsfeld kleiner als 10°). Bei einem Sehschärfespektrum zwischen 1/50 und 1/200 oder einem Gesichtsfeld kleiner als 5° spricht man von pädagogischer Blindheit, da noch eine Lichtscheinwahrnehmung und gegebenenfalls eine intakte Projektion (Lichtrichtung erkennbar) zu Orientierungszwecken genutzt werden kann (vgl. ICF, 2001). Vom Vorliegen einer Sehbehinderung von 1/50 sind Unterstützungsleistungen wie Blindengeld und Sozialhilfe abhängig. Bei Amaurose (nulla lux) ist kein Lichtschein mehr wahrzunehmen und der Visus beträgt 0 (vgl. ICF, 2001; NATER, 2001).

Die funktionale Sehleistung wird jedoch nicht vollkommen vom Visus determiniert. Für ein ausreichendes Verständnis sind, neben dem Nah- und Fernvisus, die Bereiche Gesichtsfeld, Farbensinn, Lichtsinn, Blendungsempfindlichkeit und das beidäugige Sehen zu betrachten (vgl. APPELHANS/KREBS, 1985: 17 - 34). Zudem sind Sehleistungen keine fotografischen Abbildungen, sondern Resultat eines komplexen Verarbeitungsprozesses, in dem kognitive, sensorische, motorische, sozial-emotionale, motivationale und voluntative Komponenten beteiligt sind. Gerade unter pädagogischem Blickwinkel sollte man sich mit einer rein medizinischen Klassifikation also nicht zufrieden geben. Menschen mit dem gleichen Sehvermögen können auf Grund ihrer unterschiedlichen und miteinander in Wechselwirkung stehenden Anlage-, Erziehungs- und Umweltfaktoren (z.B. Erfahrung, praktische Intelligenz, intentionale Gerichtetheit, Begriffsbildung, intersensorielle Reiz­verarbeitung etc.) ihr objektives Sehvermögen höchst unterschiedlich nutzen und erfordern somit an sie angepasste Kompensationsansätze (vgl. WALTHES, 2003: 54). „Ziel [einer funktionalen Diagnostik] ist es, Erkenntnisse für Unterstützungsmaßnahmen und den Einsatz von Hilfsmitteln zu gewinnen“ (WALTHES, 2003: 64). Auch die WHO (2001) betont in ihrer neuen Klassifikation, dass eine Kenntnis der Schädigung noch keine Schlüsse auf die Funktionsfähigkeit der Menschen und erst recht nicht auf ihre Behinderung zulässt.

Bisher gibt es kein allgemeingültiges Klassifikationssystem, dennoch ist es mir wichtig den Personenkreis der Menschen mit Sehschädigung in seiner Heterogenität kurz vorzustellen. Auf das für den Umgang mit dem Trekker benötigte Anforderungsprofil in Bezug auf die didaktische Reihe gehe ich in Kapitel 4.3 ein.

2.2 Orientierung und Mobilität

2.2.1 Begriffsklärung

Der Begriff „Orientierung und Mobilität“ wurde in den 60er Jahren wörtlich vom Englischen „orientation and mobility“ (BRAMBRING, 2002: 2) übersetzt und wird auch heute noch international verwendet, z. B. im amerikanischen Standardwerk „Foundations of Orientation and Mobility“ (BLASCH, B. B. / WELSH, R. L., 1980).

2.2.1.1 Orientierung

Im Allgemeinen versteht man unter Orientierung die richtige Positions- und Richtungsbestimmung (Wo bin ich? Wo muss ich hin?), indem man sich einen Überblick verschafft, sich erkundigt und sich umsieht (vgl. WIKIPEDIA: „Orientierung“; WISSENSCHAFT­LICHER RAT UND MITGLIEDER DER DUDENREDAKTION, 1989: 1106).

Räumliche Orientierung ist die kognitive Fähigkeit unter Anwendung und Ausnutzung aller zugänglichen Sinnesinformationen, die eigene Position im wahrnehmbaren Raum einzuordnen, d. h. in Relation zu anderen Objekten oder Personen (vgl. BRAMBRING, 2002: 7; KRUG, 2001: 23; STAATSINSTITUT FÜR SCHULPÄDAGOGIK UND BILDUNGSFORSCHUNG, 2000: 17; WALTHES, 2003: 156), um reale oder gedachte Manipulationen ausführen (vgl. WIENER, 2003: 8) und eine bestimmte Raumlage beibehalten oder zielgerichtet verändern zu können (Erstellung von Bewegungsplänen und deren Realisierung). Orientierung beruht vor allem auf verschiedenen Reizen aus der Umwelt (z.B. visuell, akustisch, sensorisch, olfaktorisch), aber auch auf kognitiven Gedächtnisleistungen und motorischen Fähigkeiten bzw. Lernvorgängen (vgl. MEYERS LEXIKONREDAKTION, Band 16, 1999: 215). Bei Menschen mit Sehschädigung fallen die visuellen Informationen, die „über zwei Drittel aller Informationen [. . .] in unserer auf das Sehen ausgerichteten Umwelt“ (KRUG, 2001: 105) ausmachen, weg oder können nur begrenzt genutzt werden. „Dann ist es schwer, hilfreiche Umgebungsinformationen aufzunehmen, und eine zielsichere Bewegung ist kaum möglich“ (23). Folge ist eine „unzureichende Mobilität und eine eingeschränkte Selbstständigkeit“ (23). Damit eine sachgerechte Reizverarbeitung stattfinden kann, müssen besonders die akustischen und taktilen Informationen optimiert (vgl. 24) und die Sinne der Menschen mit Sehschädigung geschult werden.

Die geographische Orientierung (Navigation vom lat. Wort „navigare“ = steuern) (WIKIPEDIA: „Navigation“) bereitet den Sehenden sowie den Menschen mit Sehschädigung ähnliche Probleme. Es handelt sich hierbei um die Fähigkeit, sich im nicht-wahrnehmbaren Raum zu orientieren (vgl. BRAMBRING, 2002: 7). Die Tätigkeit des Navigierens besteht aus drei Teilbereichen:

- Bestimmen des Standorts durch Ortung nach verschiedenen Methoden,
- Berechnen des Weges zum Ziel (Entfernung zu den Landmarks)
- sowie das Halten des gewählten und optimalen Kurses.

(vgl. WIKIPEDIA: „Navigation“; WISSENSCHAFT­LICHER RAT UND MITGLIEDER DER DUDENREDAKTION, 1989: 1065).

Genau diese Informationen liefern Stadtpläne, Routenplaner im Internet, schriftliche oder mündliche Wegbeschreibungen, GPS-Navigationsgeräte etc. Für Menschen mit Sehschädigung besteht die Schwierigkeit jedoch in der adäquaten Verfügbarkeit dieser Informationen. Genau hier setzt der „Trekker“ als Orientierungshilfe“ (vgl. VISUAIDE: Trekker – Version 2.0 Benutzerhandbuch) an.

2.2.1.2 Mobilität

Mobilität leitet sich ab von dem lateinischen Wort mobilitas „Beweglichkeit“ (MEYERS LEXIKONREDAKTION, Band 15, 1999: 42). Sie beinhaltet zum einen die Möglichkeit, räumliche Entfernungen zu überwinden und Objekte von einem Punkt im Raum zu einem anderen zu bewegen (vgl. WIENER, 2003: 8), zum anderen die geistige und soziale Beweglichkeit (vgl. KRUG, 2001: 105). „Mobilität umfasst Fähigkeiten, Fertigkeiten und Bereitschaft von Blinden und hochgradig Sehbehinderten, sich weitestgehend unabhängig, sicher und zielgerichtet in der Umwelt zu bewegen“ (STAATSINSTITUT FÜR SCHULPÄDAGOGIK UND BILDUNGSFORSCHUNG, 2000: 17), wobei sie erworbene Fortbewegungstechniken gebrauchen und Informationen sammeln (vgl. WIENER, 2003: 9). Voraussetzung für eine selbstständige Mobilität ist ein ausreichendes Maß an Orientierung und Lokomotion. Mobilität ist gegeben, wenn der eigene Lebensraum genutzt und erlebt werden kann (vgl. KRUG, 2001: 106), eine Auswahl zwischen unterschiedlichen Möglichkeiten der Fortbewegung besteht, eine hohe Flexibilität und Spontaneität gegeben ist und/oder der zeitliche Aufwand für die Überwindung einer Distanz relativ gering ist (vgl. WIKIPEDIA: „Mobilität“).

Auch insoweit dient der „Trekker“ – wie oben bereits ausgeführt – als Orientierungshilfe, welche die Mobilität der Menschen mit Sehschädigung erhöhen soll.

2.2.2 Trainingsziel

Ziel eines O&M-Trainings ist es, Menschen mit Sehschädigung zu befähigen selbstständig und „ohne Gefährdung der eigenen Person oder anderer Personen Wegstrecken in einem für sie angemessenen Tempo zurückzulegen“ (BRAMBRING, 2002: 2). Es soll versucht werden auf die jeweils individuell vorhandenen Fähigkeiten der Menschen mit Sehschädigung aufzubauen und diese optimal zu nutzen (vgl. WIENER, 2003: 19).

Die soziale Zielsetzung spielt besonders für die Menschen mit Sehschädigung eine bedeutende Rolle: O&M-Erziehung bietet ihnen die Grundlage vorhandene Fähigkeiten zu stärken, behinderungsbedingte Beeinträchtigungen auszugleichen, aktiv am Leben der sehenden Mitmenschen teilzunehmen, sich in dieser Welt zurechtzufinden und zu integrieren, Unabhängigkeit und Selbstständigkeit „mit dem Ziel einer eigenverantwortlichen Lebensgestaltung“ (STAATSINSTITUT FÜR SCHULPÄDAGOGIK UND BILDUNGSFORSCHUNG, 2000: 18; vgl. WALTHES, 2003: 101 - 104) zu erlangen, Kontakte zu knüpfen, Selbstvertrauen und Selbstbestimmtheit aufzubauen und das Selbstwertgefühl zu steigern (vgl. STAATSINSTITUT FÜR SCHULPÄDAGOGIK UND BILDUNGSFORSCHUNG, 2000: 18; GRUBER/HAMMER, 2002: 165).

2.2.3 Theoretisches Modell zur zielorientierten Lokomotion

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Theoretisches Modell zur zielorientierten Lokomotion (in Anlehnung an: MEINEL/SCHNABEL, 1987: 59)

Erläuterung des obigen Modells an einem Beispiel:

Ausgangssituation: Ein Mensch mit Sehschädigung läuft auf dem linken Bürgersteig der Straße A. Die nächste Kreuzung ist eine 3er Kreuzung: Die Straße A verläuft weiter geradeaus und Straße B biegt links ab.

Bei gegebener Intentionalität (Motivation, Interesse, Wunsch) in die Straße B links einzubiegen, nimmt der Mensch mit Sehschädigung an der Kreuzung z.B. wahr, dass die Leitlinie (Häuserwand) plötzlich aufhört, der Wind jetzt auch von links kommt, Fahrzeuggeräusche nicht mehr nur parallel, sondern auch orthogonal verlaufend wahrzunehmen sind, etc. Er analysiert diese Wahrnehmungen und synthetisiert sie (sensorische Integration) „zu einer Gesamtinformation“ (MEINEL/SCHNABEL, 1987: 59): Registrierung der Ecke. In Kombination mit den in verschiedenen Regionen des Gedächtnisses gespeicherten Erfahrungen wird der Plan zur zielorientierten Lokomotion programmiert: Drehung um 90° nach links und Weitergehen. Über Nervenimpulse wird der Befehl an die Muskeln weitergegeben die Bewegungsorgane zu aktivieren und somit die Bewegung (Drehung und Weitergehen) auszuführen. Ein kontinuierlicher Sollwert-Istwert-Vergleich, der die Qualität der Orientierung bestimmt, findet statt: Die Bewegungsausführung erlaubt eine sensorische Auswertung in dem Sinne, als über ihren Verlauf und Erfolg sowohl kinästhetische und vestibuläre als auch Rückmeldungen aus der Umwelt (Istwerte) erfolgen, die mit dem vorgegebenen Ziel „und dem aktuellen motorischen Verlaufsprogramm (Sollwert) verglichen werden“ (MEINEL/SCHNABEL, 1987: 59) und unter Umständen eine Anpassung veranlassen (vgl. 59).

Den Begriff der Orientierung aus Abbildung 1 möchte ich im Folgenden ein wenig näher beleuchten und auf die unterschiedliche Qualität von Orientierung und deren Bedingungen eingehen. Dabei soll deutlich werden, an welcher Stelle der „Trekker“ einsetzt und was er zu leisten im Stande ist. Auf die konkrete Funktionsweise gehe ich in Kapitel 3.3.3 ein.

2.2.3.1 Bestätigung des Orientierungskonzepts

Variante a: ohne den „Trekker“ – Version 2.5 (nachfolgend Trekker)

Innere Bedingungen:

- Richtige Reproduktion des Plans zur zielorientierten Lokomotion
- Stimmige Informationsaufbereitung
- Subjektiv und objektiv richtiger Ist- und Sollwert
- Innere Ruhe / wachsame Aufmerksamkeit

Äußere Bedingungen:

- Günstige Umweltbedingungen (Ausreichende Gestaltung visueller, akustischer, sensorischer und olfaktorischer Informationen), die als Landmarks dienen können
- Korrekte Auskünfte von Passanten

Variante b: mit dem Trekker

- Echtzeit-Informationen (Online): Straßenname, Hausnummernbereich, Kreuzung, „Markante Punkte“ (nachfolgend MP), Entfernungsangabe
- Erkundungsmodus (Offline): „Stadtplanfunktion“

(vgl. Kapitel 3.3.3)

2.2.3.2 Umorientierung

Variante a: ohne den Trekker

Innere Bedingungen:

- Richtige Abänderung des Plans zur zielorientierten Lokomotion
- Subjektiv und objektiv falscher Istwert, jedoch subjektiv und objektiv richtiger Sollwert
- Ausreichendes Maß an Erfahrung, Intelligenz, Konzentration, Verhaltensstrategien, O&M-Techniken, Kompensations­möglichkeiten
- Emotionale Stärke, Innere Ruhe / wachsame Aufmerksamkeit: Situation besonnen bewerten und lösen

Äußere Bedingungen:

- Hindernisse (z.B. Baustellen, parkende Autos etc.)
- Ausreichende Anzahl von Landmarks, übrigen Informationen oder Auskunftsmöglichkeiten und Hilfe von Passanten Variante b: mit dem Trekker
- Neuberechnung oder Umkehrung der Route

2.2.3.3 Orientierungsverlust

Variante a: ohne den Trekker

Innere Bedingungen:

- Falsche Reproduktion des Plans zur zielorientierten Lokomotion
- Mangelhafte Informationsaufbereitung
- Subjektiv richtiger (zunächst nicht als solches wahrgenommener Orientierungsverlust) oder falscher (wahrgenommener Orientierungsverlust), bei objektiv falschem Ist- und/oder Sollwert; Unmöglichkeit von Orts- und Richtungsbestimmung
- Mangel an Erfahrung, Intelligenz, Konzentration, Verhaltensstrategien, O&M-Techniken, Kompensationsmöglichkeiten
- Emotionale Schwäche, Nervosität, Mangel an innerer Ruhe / wachsamer Aufmerksamkeit

Äußere Bedingungen:

- Ungünstige Umweltbedingungen (Unzureichende Gestaltung visueller, akustischer, sensorischer und olfaktorischer Informationen)
- Mangel an Landmarks, übrigen Informationen oder Auskunftsmöglichkeiten und fehlende oder fehlerhafte Hilfe von Passanten
- Ablenkung durch z.B. Lärm und/oder Wetter

Variante b: mit dem Trekker

- Ort ohne Satellitenempfang
- Ausfall oder Fehler des Geräts

3. Technische Aspekte

3.1 Global Positioning System (GPS)

Wenn man heute von GPS redet meint man eigentlich NAVSTAR GPS (Nav igation S atellite using T ime A nd R ange).

3.1.1 Entwicklung

1973: Amerikanisches Verteidigungsministerium beschließt die Einführung.

1977: Erster Satellit wurde ins All geschossen.

seit 1983: Einsatzbereitschaft des Systems

28.12.1993: NAVSTAR-GPS wurde für den offiziellen und kommerziellen Einsatz zur Verfügung gestellt.

17.07.1995: Volle Betriebsbereitschaft (F ull O perational C apability, FOC)

01.05.2000: Abschaltung der künstlichen Verfälschung für den offiziellen Einsatz und damit Erhöhung der Genauigkeit für zivile Nutzer von bislang ca. 100 m auf nunmehr 20 m.

3.1.2 Aufbau und Funktionsweise

Das GPS-System lässt sich in drei grundlegende Teilstücke unterteilen:

- Weltraumsegment (Satelliten)

Das System besteht seit März 2004 aus mittlerweile 50 Satelliten, von denen meist 30 aktiv sind. Die Satelliten umkreisen in einer Höhe von ca. 23.000 Kilometern im 12-Stunden-Takt die Erde und stellen speziell verschlüsselte Satellitensignale zur Verfügung.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2: Satelliten­lauf­bahne­n (WÖSSNER: 2005)

- Kontrollsegment (Kontrollstationen)

Die Kontrolle über das GPS-System liegt vollständig in der Hand der US-Armee, die damit auch allein verantwortlich für die Verfügbarkeit und Genauigkeit ist. Zur Überwachung der Satelliten dienen eine "Master Control Station" sowie vier weitere Monitorstationen.

- Benutzersegment (GPS-Empfänger)

GPS-Satellitenempfänger entschlüsseln die Signale und liefern Informationen über Position, Geschwindigkeit und Zeit. Zur Berechnung der Position muss der Empfänger von mindestens drei Satelliten abgedeckt werden. Je mehr Satelliten den Empfänger abdecken, desto genauer kann eine Berechnung erfolgen. Die Signale sind relativ schwach und so kann es in Straßen mit hohen Gebäuden oder auch in sehr schmalen Straßen zu Empfangsproblemen kommen. Dies führt zu Ungenauigkeiten oder dazu, dass eine sehr wage bzw. keine Abdeckung des Empfängers durch die Satelliten erfolgt. Unter Bedachungen und in Gebäuden kann der Empfänger die Wellen der Satelliten nicht empfangen. Eine Ortung der Position ist hier also unmöglich. Ebenso wirken sich Satellitenumdrehungen, Uhrzeit, Datum, Wochentag, Jahr und Wetter auf den Empfang des GPS-Signals aus (vgl. VISUAIDE: Trekker – Version 2.0 Benutzerhandbuch). Mittlerweile lassen sich die Empfangsgeräte so kompakt fertigen, dass sie sogar in eine Armbanduhr integriert werden können. Die meisten der heute angebotenen Geräte für den Privatgebrauch haben etwa die Größe eines Handys und können die Daten von bis zu 12 Satelliten gleichzeitig verarbeiten und auswerten.

(vgl. ASENDORPF, 2003; WÖSSNER, 2005).

3.1.3 Ziele und Anwendungsbereiche

Das System wurde ursprünglich zur Steuerung von Waffensystemen und Militärfahrzeugen von dem US-Verteidigungsministerium entwickelt. Hauptziel war, „die Effektivität der Militärstreitkräfte der USA und ihrer Alliierten zu erhöhen“ (vgl. ASENDORPF, 2003).

Dafür wurden folgende Anforderungen an das System gestellt:

- Weltweite, dreidimensionale Positionsbestimmung
- Einheitliches Bezugssystem
- Erreichbarkeit zu jedem beliebigem Zeitpunkt
- Echtzeit
- Geschwindigkeits- und Zeitinformationen

Heute wird GPS sowohl im militärischen Bereich, aber verstärkt auch im zivilen Bereich genutzt, auf welchen ich kurz eingehen möchte: Hauptsächlich wird es in der Schifffahrt, in Flugzeugen, in Autos, bei Expeditionen und in Verkehrsleitsystemen verwendet. Wegen der noch vorhandenen Ungenauigkeit findet das System jedoch für Fußgänger nur selten Verwendung. Beim Betrieb eines Kraftfahrzeugs kann man „durch Sensoren an den Rädern Entfernungen und Richtungsänderungen erkennen und dadurch Ungenauigkeiten korrigieren“ (HARRASSER, 2003: 12), was bei Fußgängern naturgemäß ausscheidet. Durch den C/A (C lear A ccess)-Code werden die Nutzungsmöglichkeiten erheblich eingeschränkt. SA (S elective A vailability = künstliche Verfälschung) und AS (A nti S poofing = Störschutz) begrenzen die Genauigkeit auf 100m für 95% Wahrscheinlichkeit. Darüber hinaus hat das US Department jederzeit die Möglichkeit in Krisensituationen das System abzuschalten. Dessen ungeachtet verbleibt ein großer Vorteil für den zivilen Nutzer: Das System kann an jedem Ort der Welt und zu jeder Zeit lizenz- und kostenfrei in Anspruch genommen werden (vgl. KRAEMER, 2001).

3.1.4 Probleme und Ausblick

Das größte Problem bei der zivilen Nutzung besteht in dem Umstand, dass das System zu jeder Zeit geändert werden und deshalb die Funktionsfähigkeit von Navigationsgeräten beeinflussen kann. Zudem ist die Positionsgenauigkeit von ca. zehn Metern noch nicht zufriedenstellend; dies gilt erst recht für den Einsatz von Navigationsgeräten durch Menschen mit Sehschädigung (vgl. VISUAIDE: Trekker – Version 2.0 Benutzerhandbuch).

Die Wissenschaftler der ESA entwickelten den '"E uropean G eostationary N avigation O verlay S ervice" (EGNOS), welcher laufend optimiert wird. Nach einer Mitteilung der Pressestelle der ESA soll damit ein GPS-Signal unter idealen Bedingungen auf eine Genauigkeit von zwei Metern korrigiert werden können (UNTERLUGGAUER, 05. Oktober 2003). Da in Innenstädten jedoch der Kontakt zu diesen Satelliten nicht immer gewährleistet ist, können die Korrekturdaten auch über den S ignal- i n- S pace (SISnet) Service via Internet abgerufen werden. "Zum ersten Mal konnten wir sowohl die Genauigkeit des Systems als auch die Echtzeit-Lieferung der Daten über das Internet demonstrieren" (WISSENSCHAFT.DE, 09. Januar 2003), fasst Javier Ventura-­­Traveset, Entwickler von SISnet, den Erfolg eines Probelaufs in Finnland zusammen. Das EGNOS-System befindet sich jedoch nach wie vor in der Testphase und kann noch nicht vollständig eingesetzt werden (vgl. WÖSSNER, 2005). Bis heute sind erst einige Stationen vorhanden; die Testreihe soll in den nächsten zwei bis drei Jahren beendet werden. „Mit Referenzsignalen kommen wir in Deutschland inzwischen auf 60 bis 70 Zentimeter Genauigkeit“, sagt Patrick Noack von der Firma geo-konzept, einem bayerischen Hersteller von Navigationssystemen (ASENDORPF, 2003). Ein weiteres System wurde in Redwood City, Kalifornien, von Rosum Corporation erst vor kurzem einwickelt. Es nutzt starke Fernsehsignale, um die Löcher im GPS zu stopfen. Diese Signale sollen sogar Wände durchdringen und können somit in Gebäuden zur Navigation genutzt werden (vgl. DALEY, 2005). In Europa sollen bis zum Jahre 2008 auch die 30 Galileo-Satelliten auf drei Umlaufbahnen in knapp 24.000 Kilometern Höhe ständig um die Erde kreisen (vgl. GÖRING, 2002). Sie ermöglichen ähnlich den GPS-Satelliten eine Positionsbestimmung – „allerdings viel exakter und zuverlässiger, wie die EU-Protagonisten nicht müde werden zu erklären“ (HEEG, 2005: 42).

3.2 GPS-Navigationsgeräte für Menschen mit Sehschädigung: Forschungsstand, bisherige Ergebnisse und Ausblick

Auf dem Markt, der Artikel für Menschen mit Sehschädigung herstellt und verkauft, sind bislang nur zwei Produkte erhältlich, die auf GPS-Basis funktionieren und Menschen mit Sehschädigung als Orientierungshilfe einsetzen. Das ist zum einen das bereits zuvor genannte Gerät namens Trekker der Firma VisuAide und das BrailleNotes GPS der Firma Pulse Data International, welches ausschließlich mit Brailleeingabe funktioniert. Beide Firmen schlossen sich Anfang des Jahres 2005 zur Firma Humanware (HUMANWARE, 20. Januar 2005) zusammen. Deshalb werde ich nachfolgend ausschließlich die neue Firma Humanware als Vertreiber des Trekkers benennen.

In Deutschland ist der Trekker das erste und bisher einzige auf GPS basierende Navigationsgerät für Menschen mit Sehschädigung. Die neue Version 2.6 der Trekker-Software kommt inklusive neuem „tactile keyboard“ voraussichtlich Ende 2005 auf den deutschen Markt. Sie kostet als Update ca. 250 bis 300 Euro und kann dann auch europaweit in Kombination mit der „Maestro“-Software erworben werden, die den Zugang zum PDA mit all seinen Funktionen (Adressbuch, Kalender, Text- und Sprachnachrichten, daisy player etc.) für Menschen mit Sehschädigung ermöglicht. In der Entwicklung ist die Integration von Window Media Player (mp3, WMA und andere Formate), VR Pocket, einem Internet Browser und einem E-Mail Manager (E-Mail von Frau Gomez der Firma Humanware vom 30. August 2005).

Voraussichtlich zu Beginn des Jahres 2006 wird die deutsche Firma IPD-Hannover (vgl. IPD-HANNOVER: „PAC Mate – die neue Organizer Generation“) den von der amerikanischen Firma Freedom Scientific (FREEDOM SCIENTIFIC: „PAC Mate“) entwickelten PAC (P ersönlicher A llzweck C omputer) Mate in Kombination mit der GPS-Navigationssoftware „Streettalk“ vertreiben. Der PAC Mate ist seit ca. zwei Jahren käuflich zu erwerben und vereint JAWS®, den Marktführer unter den Bildschirmleseprogrammen, und Microsoft® Pocket PC zum weltweit ersten Pocket PC für Blinde. Der PAC Mate kostet je nach Ausstattung (Braille- oder QWERTZ-Tastatur; keine, 20- oder 40-stellige Braillezeile) ab 2.795 Euro + Mehrwertsteuer. „Streettalk“ funktioniert ausschließlich in Kombination mit dem PAC Mate und kostet nach Auskunft der Firma IPD-Hannover (Herr Jaklin, E-Mail vom 07. Juni 2005) im Gesamtpaket mit dem Destinator, einem GPS-Empfänger und einer CF Speicherkarte ca. 600 Euro inklusive Mehrwertsteuer. In dem Preis enthalten ist zudem die komplette Deutschlandkarte.

Die Firma Dolphin (DOLPHIN, 2004) brachte im Mai 2005 einen Screenreader für handelsübliche PDAs der Firma Hewlett-Packard auf den amerikanischen Markt (vgl. EUAIN Portal News, 2005). Mit dessen Hilfe könnten alle Navigationssysteme auf hp PDAs auch für Menschen mit Sehschädigung zugänglich gemacht werden. Voraussichtlich wird der Screenreader Anfang Oktober 2005 auch in Deutschland erhältlich sein (Herr Schneider der Firma flusSoft, E-Mail vom 29. August 2005).

Die in Schweden entwickelte, nicht sehbehindertenspezifische „Wayfinder“-Software auf GPS-Basis (vgl. WAYFINDER, 2005) wurde bereits von einigen blinden Nutzern getestet. Somit könne man die Integration mehrerer Bestandteile in einem Gerät erreichen und die Rückmeldungen sind nach Auskunft von Herrn Karahasan (IT-Dozent und -Berater / Microsoft Certified Professional sowie autorisierter Trainer für den Screenreader JAWS des Förderzentrums für Blinde und Sehbehinderte gGmbH Berlin, E-Mail vom 20. Juli 2005) überwiegend positiv. Die Software ist in verschiedenen Paketen mit unterschiedlicher Laufzeit zu erwerben, kostet zwischen 9,90 Euro (einmonatige E-Mail-Version) und 299 Euro (Lebenslange Version mit GPS-Paket) und kann auf „Smart Phones“ heruntergeladen werden, die auch mit der Software Talks (Sprachausgabe) bedient werden können (z.B. 60er Reihe von Nokia).

Ein weiteres Produkt wurde in Spanien unter dem Namen "Tormes", jetzt „Orienta“, vorgestellt. Das GPS-Navigationsgerät für Menschen mit Sehschädigung wurde von der E uropean S patial A gency (ESA) in Zusammenarbeit mit internationalen Firmen und der spanischen Blindenorganisation ONCE entwickelt. Ihre Lösung wird bisher allerdings noch nicht vertrieben.

Das finnische System NOPPA (vgl. VTT, 2004) stellt Informationen über Verkehrsmittel bzw. Navigationshilfen für Fußgänger bereit. Aus Mobilfunktechnik, GPS-Navigation und Spracherkennung wurde eine Art „elektronischer Blindenführer“ entwickelt (vgl. DBSV, 2005). Um den Wissensstand möglichst aktuell zu halten, werden über das Internet aktuelle Informationen von öffentlichen Datenbanken bezogen (vgl. HARRASSER, 2003: 22). Das System wird derzeit mit einer Gruppe von Blinden im Großraum Helsinki getestet (vgl. DBSV, 2005).

Dies sind nur einige internationale Forschungsansätze der vergangenen Zeit, von denen ich glaube, dass sie gute Chancen hätten sich weltweit durchzusetzen. Beschreibungen weiterer bereits bestehender Navigationssysteme sind nachzulesen bei HARRASSAR (2003: 13 – 24).

3.3 Trekker

3.3.1 Entwicklung

Bereits im Jahr 1996 beschäftigte sich die Firma Papenmeier in einem EU-Projekt mit dem Thema Mobilität für Blinde (BEHRENDT, 10. Juni 2004). Das System „MoBIC“ (Mo bilität für B linde durch die I nteraktion mit einem C omputer) wurde im Rahmen einer EU-Initiative von deutschen Universitäten und englischen Forschungseinrichtungen entwickelt und getestet (vgl. SWR, 1999). Die Anforderungen, die sie an ein Navigationssystem für Blinde stellten, waren hoch. So sollte die Genauigkeit 1,5 m betragen und auf den Karten sollte jeder noch so kleine Fußweg abgebildet sein. Prototypen wurden gebaut und Versuche angestellt. Praktische Erfahrungen im täglichen Einsatz waren jedoch kaum zu sammeln, da das System Tausende DM kostete, einen ganzen Rucksack mit technischem Equipment füllte und mit ca. acht Kilogramm Gewicht für einen normalen Einsatz schlicht ungeeignet war. Die Entwicklung wurde auf Eis gelegt und auch andere Firmen nahmen sich des Themas zunächst nicht mehr an. Am 21. März 2003 präsentierte dann die Firma VisuAide aus Kanada mit dem Trekker die Wiederauflage dieses Projekts. Der Vorteil bestand in der eindeutigen Verbesserung der Rahmenbedingungen im Verlauf der letzten Jahre. Das technische Equipment war durch Weiterentwicklungen für den kommerziellen Markt der Sehenden um mehr als den Faktor zehn billiger und leichter geworden. Gleichzeitig ging man, aufbauend auf den Erfahrungen der vorangegangenen Projekte, deutlich pragmatischer an die Entwicklung heran. So akzeptierte man die Genauigkeit handelsüblicher GPS-Empfänger und griff beim Kartenmaterial auf vorhandenes Material für Kfz-Navigationssysteme zurück, um Kosten zu sparen und eine flächendeckende Kartographierung zu gewährleisten. Diese verbesserten Voraussetzungen bewogen die Firma Papenmeier sich erneut mit diesem technisch ebenso anspruchsvollen wie interessanten Thema zu befassen. Sie schloss mit der Firma VisuAide einen Vertrag über den Vertrieb des Trekkers in Deutschland, wobei die deutsche Übersetzung des Trekkers bei Papenmeier erfolgte (vgl. BEHRENDT, 10. Juni 2004). Nach Auskunft der Firma Papenmeier wurden bis April 2005 weltweit ca. 700 Trekker verkauft, davon 400 Geräte in Europa (Herr Rapp, E-Mail vom 25. Juli 2005) und davon nach Angabe der Firma Papenmeier ca. 40 Geräte in Deutschland, bis Ende des Jahres 2005 ca. 50 - 100 Geräte (E-Mail vom 31. August 2005).

3.3.2 Technische Daten (Trekker – Version 2.5)

Als Rechnereinheit verwendet die Firma Humanware einen hp iPAQ Pocket PC h4000 series und ab der neuen Version 2.6 hat man die Wahl zwischen einem iPAQ oder einem Dell Axim X50 PDA (VisuAide: “Trekker 2.6 User’s Guide”). Als Betriebssystem kommt Pocket PC 2003 von Microsoft zum Einsatz, das ähnlich zu den bekannten Windows Betriebssystemen von Desktop PCs zu benutzen ist. Die Bedienung der Trekker Version 2.5 erfolgt über einen Touchscreen und häufig benötigte Anwendungen wurden auf separate Knöpfe gelegt (vgl. WIKIPEDIA: „iPAQ“; ERLE, 2003). Die wichtigsten aktuellen technischen Daten sind:

- Betriebssystem auf 56 Megabytes ROM (Read Only Memory): Daten gehen auch ohne Strom nicht verloren.
- Trekker-Software auf 3 Megabytes RAM (Read Access Memory): Nach ca. zwei Wochen ohne Akkuaufladung ist ein erneutes Aufspielen der Trekker-Software notwendig.
- Gebietskarte auf SD-Flash-Karte (mit Updatemöglichkeit), auf welcher auch die Routen und MP gespeichert werden.

(vgl. VisuAide: “Version 2.6 User’s Guide“, Telefonat mit Herrn Rapp der Firma Papenmeier am 11. August 2005)

- Zum Lieferumfang gehört die Gebietskarte der Region des Käufers. Ferner werden eine komplette Deutschlandkarte sowie Karten diverser Nachbarländer der Firma NavTech als Zubehör angeboten.

- Gewicht: 600 g

- Betriebsdauer: ca. acht Stunden

- GPS-Antenne

- TTS (T ext- T o- S peech) Sprachsynthese basierend auf Eloquenz (nach Auskunft von Herrn Marc der Firma Humanware, E-Mail vom 13. Juni 2005)
- Mikrophon
- Tragegurt mit Akkupack und Lautsprecher
- Genauigkeit: ca. zehn Meter

(vgl. BEHRENDT, 10. Juni 2004)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 3: Trekker-Nutzer und der Trekker (LEVENTHAL: 2005)

3.3.3 Bedienelemente und Funktionsweise

Der Trekker dient als reine Orientierungshilfe. Langstock und Blindenführhund haben immer noch eine durch den Trekker nicht ersetzbare Schutz- und Sicherheits-, eine Signal- und eine Orientierungsfunktion (vgl. WIENER, 2003: 12). Ohne den geübten Umgang mit diesen Hilfsmitteln auf der Grundlage eines entsprechenden O&M-Trainings wären Menschen mit Sehschädigung nicht ausreichend mobil, um den Trekker sinnvoll nutzen zu können (s. Kapitel 4.3).

Die Dateneingabe erfolgt über fünf Knöpfe und einen Cursor bzw. über den Touchscreen. Des Weiteren hat der iPAQ noch einen An- und Ausschalter und einen Navigationsknopf zum Durchblättern von Listen. Die Escape-Taste übernimmt in allen Modi die Funktion des Abbruchs, während die Enter–Taste immer Bestätigung bedeutet. Alle anderen Tasten haben eine dem Modus entsprechende Funktion. Über den Touchscreen kann Text eingegeben werden, wobei durch die Sprachausgabe entsprechendes Feedback gegeben wird. Der Sensorbereich ist dabei wahlweise als eine Braille- oder Telefontastatur benutzbar. Die Brailletastatur besteht aus drei Spalten und vier Zeilen, wobei die äußeren Spalten 8-Punkt-Braille bilden. Es wird empfohlen, das Gerät in beide Hände zu nehmen und mit beiden Daumen zu tippen.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 1: Braille-Tastatur (vgl. HARRASSER, 2003: 22)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 2: Telefon-Tastatur (vgl. VISUAIDE: Trekker – Version 2.0 Benutzerhandbuch)

3.3.3.1 Arbeitsmodi

Das Gerät arbeitet in drei Arbeitsmodi (Werkzeugen), die im Folgenden kurz erläutert werden und sowohl offline als auch online genutzt werden können (s. Kapitel 3.3.3) (vgl. VISUAIDE: Trekker – Version 2.0 Benutzerhandbuch):

- Fußgängermodus

In diesem Modus werden die detailliertesten Informationen über die Umgebung mitgeteilt und MP können per Mikrophon gespeichert werden. Zwei Werkzeuge sollten hier besonders erwähnt werden: Die Routenplanung und die Erkundungsmöglichkeit. Die Routenplanung ermöglicht die Erstellung einer Route, indem Start- und Zielpunkt eingegeben werden. Sobald man sich auf den Weg macht, ermittelt der GPS-Empfänger die eingenommene Position (online). Bei aktivierter Route erteilt der Trekker Anweisungen und führt per Sprachausgabe zum Zielpunkt oder auch wieder zum Ausgangspunkt zurück. Mit Hilfe der Erkundungsmöglichkeit kann man virtuell (offline) eine Route entlanggehen oder sich von einem bestimmten Startpunkt aus auf der Karte bewegen.

- Fahrzeugmodus

Der Fahrzeugmodus kann sowohl im Bus als auch im Auto (z.B. Taxi) genutzt werden. Auf Grund der Geschwindigkeit eines Fahrzeugs wird der Informationsgehalt im Fahrzeugmodus gekürzt und die gesprochenen Meldungen erfolgen verkürzt.

- Freier Modus

Der Freie Modus dient zur Orientierung in nicht kartographierten Gebieten wie Parks, Geländen, auf Feldwegen etc. Der Trekker schaltet sich automatisch in den Freien Modus, sobald man sich ein Stück weit in ein unkartographiertes Gebiet begeben hat. Man kann den Freien Modus aber auch manuell über das Menü aufrufen. Informationen über MP werden im Freien Modus ebenfalls mitgeteilt. Zusätzlich sagt der Trekker an, wie weit (Meterzahl) der nächste MP entfernt ist und in welcher Richtung er liegt (mit Angabe der Gradzahl). Beim Betätigen der „Wo bin ich“ – Taste erhält man die Informationen zu jedem beliebigen Zeitpunkt. Weiterhin stehen Namen von Parks, Geländen, Feldwegen etc. zur Verfügung, soweit solche vorhanden sind. Wenn die nächste reguläre Straße nicht allzu weit entfernt liegt, wird auch dieser Straßenname mitgeteilt.

3.3.3.2 Offline-Nutzung

Während der Offline-Nutzung (ohne GPS-Empfang) können folgende Funktionen genutzt werden:

- Erstellung und Erkundung von Routen

Der Trekker berechnet und speichert Routen, die mittels Eingabe eines Start- und eines Zielpunkts erstellt werden können. Diese gespeicherte Route kann anschließend erkundet werden, so dass man sich zuhause in Ruhe eine Vor­stellung von der geplanten Strecke machen kann. Gleichzeitig kann auch der Rückweg gespeichert werden ohne alle Eingaben erneut tätigen zu müssen.

- Erkundung des Digitalen Stadtplans

Auch ohne GPS ist es möglich vorausschauend den digitalen Stadtplan mit Hilfe des Cursors von einem einzugebenden Startpunkt aus zu erkunden. Bei Betätigung der oberen Pfeiltaste des Cursors bewegt man sich in aktueller Bewegungsrichtung zur nächsten Kreuzung, mittels der rechten oder linken Pfeiltaste dreht man sich in die entsprechende Richtung und mittels der unteren Pfeiltaste dreht man sich um 180°.

3.3.3.3 Online-Nutzung

Während der Online-Nutzung (bei bestehendem GPS-Empfang) gelangen die Satellitendaten mit den Koordinaten der aktuellen Position über den Sensor am Gurt in den PDA. Die Navigationssoftware gleicht diese mit der Gebietskarte ab, zeigt die jeweiligen Informationen in Textform auf dem Display an und liest diese mittels „Eloquenz“ vor. Folgende Echtzeit-Informationen stehen sodann zur Verfügung:

- Positionsbestimmung

Die Position wird automatisch bestimmt. Sobald man sich auf einer Straße befindet, hört man einen Signalton gefolgt vom gegenwärtigen Straßennamen.

- Das Erkennen von Kreuzungen

Das Erkennen von Kreuzungen erfolgt automatisch. Hierbei erhält man folgende Informationen über die vor einem liegende Kreuzung:

1. Ein Signal ertönt
2. Es wird beschrieben, um welche Kreuzung es sich handelt:

- Zweier-, Dreier, oder Viererkreuzung
- Name der gegenwärtigen Straße, gefolgt vom Namen der Kreuzung
- Erkennen markanter Punkte

Das Erkennen markanter Punkte erfolgt automatisch. Die Informationen erhält man wie folgt:

- Signalton
- Ansage des markanten Punktes mit damit verbundener Sprachnotiz, die durch das Mikrophon eingegeben werden kann.
- Mitteilung, welcher Kategorie der markante Punkt zugeordnet ist.
- Richtung des markanten Punkts wird angesagt. Wenn der Trekker die Bewegungsrichtung nicht genau bestimmen kann, so hört man „In der Nähe“. Andernfalls erhält man die Angabe „Links“ oder „Rechts“.
- „Wo bin ich“ – Informationen

Zu jeder Zeit besteht die Möglichkeit, sich seinen Standort erneut ansagen zu lassen. Dies setzt voraus, dass eine GPS-Verbindung besteht und das Signal verfügbar ist (vgl. VISUAIDE: Trekker – Version 2.0 Benutzerhandbuch).

3.3.4 Preise und Kostenübernahme

Derzeit ist von folgenden Preisen auszugehen:

- Trekker (eine Gebietskarte ist bei Lieferung enthalten) : 2500,00 €

- Auslieferung, Inbetriebnahme und Einweisung (ca. ein Arbeitstag): 725,00 €

Inklusive Mehrwertsteuer (derzeit 16%) und zweijähriger Garantie beträgt der Brutto-Preis insgesamt 3741,00 €.

- Jede weitere Gebietskarte (nur die Dateninformation; ohne Speicherkarte): 55,00 € + Mehrwertsteuer, Gebietskarten-Update: 25,00 €

- Gesamte Deutschlandkarte (nur die Dateninformation; ohne Speicherkarte): 625,00 € + Mehrwertsteuer

(E-Mail von Frau Spahr der Firma Papenmeier, 29. Mai 2005 und von Herrn Rapp der Firma Papenmeier, 25. Juli 2005).

Die Frage der Kostenübernahme ist derzeit noch weitestgehend ungeklärt. Zum einen befindet sich der Trekker erst in der Einführungsphase, so dass auch erst einige wenige Geräte erworben wurden. Zum anderen ist – wegen der Neuartigkeit des Hilfsmittels und der geringen Fallzahl – der Meinungsbildungs- und Entscheidungsprozess bei den in Betracht kommenden Kostenträgern entweder noch nicht eingeleitet oder noch nicht abgeschlossen. Über das Integrationsamt wurde der Trekker in Einzelfällen bewilligt und die Kosten übernommen (Herr Rapp der Firma Papenmeier, E-Mail vom 31. August 2005), bislang allerdings ausschließlich für Angestellte. Bei den Krankenkassen hat sich indes noch keine Praxis herausgebildet. Dies dürfte erst bei einer gesteigerten Nachfrage der Fall sein.

4. Didaktische Reihe

4.1 Didaktische Analyse

4.1.1 Gegenwarts- und Zukunftsbedeutung

Bereits im Berliner Rahmenplan der Schule für Blinde von 1988 sind „Entwicklungen, die sich zeitgemäßer Technologien – vor allem der Elektronik – bedienen“ (Senator für Schulwesen, 1988: 8), von großer Bedeutung. Ein Lernziel der Mobilitätserziehung ist dabei, dass die Schüler „derzeitig in der Entwicklung befindliche elektronische Leitgeräte [. . .] kennen“ (32) und „serienreife, von der Preis-Nutzen-Relation her wirtschaftliche elektronische Geräte während des Trainings“ (32) erproben. Da der sichere Umgang mit elektronischen Hilfen jedoch wegen zahlenmäßig unzureichender Unterrichtsstunden und der mangelnden Erfahrung der Schüler im Umgang mit dem Langstock nicht in der Schule erlernt werden kann, „bedarf [es] eines erweiterten Trainings“ (32).

[...]

Ende der Leseprobe aus 100 Seiten

Details

Titel
Erstellung und empirische Untersuchung einer didaktischen Reihe zur Einführung in den Gebrauch des Trekkers (GPS-Navigationsgerät) für Menschen mit Sehschädigung
Hochschule
Humboldt-Universität zu Berlin  (Institut für Rehabilitationswissenschaften)
Note
1,0
Autor
Jahr
2005
Seiten
100
Katalognummer
V116427
ISBN (eBook)
9783640183159
ISBN (Buch)
9783640183371
Dateigröße
1189 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Erstellung, Untersuchung, Reihe, Einführung, Gebrauch, Trekkers, Menschen, Sehschädigung, Blind, Navigationsgerät, GPS, Sehbehinderung, Blindenhund, Didaktik
Arbeit zitieren
Anne Graefen (Autor), 2005, Erstellung und empirische Untersuchung einer didaktischen Reihe zur Einführung in den Gebrauch des Trekkers (GPS-Navigationsgerät) für Menschen mit Sehschädigung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/116427

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