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Holocaust als Thema für die Grundschule? Das gemeinsame Erinnern an den Nationalsozialismus

Eine Untersuchung des Buches "Die Tochter, die wir uns immer gewünscht haben" von Yad Vashem

Título: Holocaust als Thema für die Grundschule? Das gemeinsame Erinnern an den Nationalsozialismus

Trabajo , 2020 , 30 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Katharina Schnirring (Autor)

Didáctica - Historia
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Angesichts der weiter ansteigenden Relevanz von Themen, die heutzutage in enger Verbindung mit dem „Holocaust“ stehen, soll in der Arbeit der Frage nachgegangen werden, ob sich das Thema „Holocaust“ und die daraus resultierende „Holocaust Education“ bereits für Schülerinnen und Schüler der Primarstufe eignet. Die Arbeit thematisiert diese Fragestellung, anhand theoretisch fundierten Wissens und einen eigens für die Grundschule angefertigtem Werk „Die Tochter, die wir uns immer gewünscht haben“, um die Möglichkeit einer praktischen und kindgerechten thematischen Umsetzung mit einzubeziehen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. HISTORISCHES LERNEN IN DER GRUNDSCHULE

2.1. ENTWICKLUNG HISTORISCHEN LERNENS

2.2. BEGRIFFSKLÄRUNG „HISTORISCHES LERNEN“

2.3. METHODEN HISTORISCHEN LERNENS

2.4. ZIELE HISTORISCHEN LERNENS IN DER GRUNDSCHULE

3. „HOLOCAUST EDUCATION FOR YOUNG AGERS“

3.1. ENTSTEHUNG UND DEFINITION DER HOLOCAUST EDUCATION

3.2. AKTUALITÄT AN AUSEINANDERSETZUNG MIT DEM HOLOCAUST

3.2.1. Lehrplanbezug

3.2.2. Begründungslinien für eine frühe Auseinandersetzung

3.3. ZIELE DER HOLOCAUST EDUCATION

3.4. KRITERIEN – MÖGLICHKEITEN DER ERSTBEGEGNUNG

3.4.1. Aufbau einer empathischen Lernhaltung

3.4.2. Selbstschutz, Historizität und Handlungskompetenz als Ziele immanent historischen Lernens

3.4.3. Erste Auseinandersetzung mit historiographischen Grundlagen

4. „DIE TOCHTER, DIE WIR UNS IMMER GEWÜNSCHT HABEN“

4.1. ENTWICKLUNG DES BUCHES

4.2. AUFBAU UND INHALT

4.3. BEHANDELTE THEMEN

4.3.1. Warschauer Ghetto

4.3.2. Displaced – Persons – Lager (DP – Lager)

4.4. KRITERIEN ANHAND DES BUCHES

4.4.1. Die Lernhaltung im Buch „Die Tochter, die wir uns immer gewünscht haben“

4.4.2. Immanent – historischer Bezug im Buch

4.4.3. Die Auseinandersetzung mit historiographischen Grundlagen mit Hilfe des Buches

5. DAS ERINNERN NICHT VERGESSEN

6. FAZIT

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Forschungsfrage, ob das komplexe und belastende Thema „Holocaust“ bereits in der Primarstufe im Rahmen einer kindgerechten „Holocaust Education“ vermittelt werden kann, um Antisemitismus und Rassismus präventiv entgegenzuwirken.

  • Historisches Lernen in der Grundschule
  • Grundlagen und Ziele der Holocaust Education
  • Kriterien für eine erste, empathische Erstbegegnung mit dem Holocaust
  • Analyse des Werks „Die Tochter, die wir uns immer gewünscht haben“
  • Pädagogische Umsetzungsmöglichkeiten im Unterricht

Auszug aus dem Buch

3.3. Ziele der Holocaust Education

Der Philosoph und Soziologe Theodor W. Adorno konkretisierte in seiner Arbeit „Erziehung nach Auschwitz“ aus dem Jahre 1966 zwei Aspekte. Zum einen befasste er sich allgemein mit der Thematik, dass den Schülerinnen und Schüler einen angemessen Zugang zu dem Thema Holocaust ermöglicht wird, zum anderen zielt Adorno auf eine allgemeine Erziehung der Schülerinnen und Schüler, die in einem Fünf-Punkte-Plan verankert sind. Die Erziehung, stellvertretend für die Entbarbarisierung, ist das erste Ziel Adornos. Er bezeichnet Auschwitz als Barbarei, die sowohl das Produkt fehlender Wärme und Liebe, aber auch die fehlende Fähigkeit, sich in andere Personen und deren Leben hineinzuversetzen.

Im Gegenzugessen formuliert er im zweiten Ziel seiner Holocaust Education, die Erziehung zu Empathie und Wärme, also die Förderung der Fähigkeiten, sich in andere Personen hineinzuversetzen (Empathie) und das Gefühl von Geborgenheit und Sicherheit (Wärme) zu vermitteln. Ziel ist es, dass sich die Kinder mit anderen Menschen, Gefühlen und Situationen beschäftigen, Gedanken reflektieren, über ihr Handeln nachdenken und sich bewusst mit negativen Emotionen, wie Hass und Aggression auseinandersetzten, um diese nicht an anderen Menschen auszuleben. Es geht um die Entwicklung von Autonomie, also der Fähigkeit zur Selbstbestimmung und zum Nachdenken.

Besonderen Fokus legt Theodor W. Adorno ist seinem Werk „Erziehung nach Auschwitz“ auf das Wort „nach“. Die Bedeutung des Wortes definiert er wie folgt: „Das Grauen von Auschwitz ist das Grauen unserer Welt, und die Sinnlosigkeit der Grausamkeiten von Auschwitz ist die Sinnlosigkeit aller Grausamkeiten“ Auschwitz gehört zu unsrer heutigen Welt, auch wenn es bereits 80 Jahre in der Vergangenheit zurückliegt, darf es nicht in Vergessenheit geraten. Das ist das dritte Ziel der Erziehung. Die neuen Generationen müssen an die damaligen Geschehnisse erinnert werden, die Grausamkeiten und das sinnlose Handeln, das während des Holocausts stattgefunden hat, muss von den Schülerinnen und Schüler als falsch erkannt werden, um eine Wiederholung der Geschehnisse zu verhindern.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Die Arbeit beleuchtet die Notwendigkeit, das Thema Holocaust trotz Tabuisierungen und gesellschaftlicher Herausforderungen frühzeitig pädagogisch fundiert in den Unterricht zu integrieren.

2. HISTORISCHES LERNEN IN DER GRUNDSCHULE: Dieses Kapitel definiert historisches Lernen als Kompetenzerwerb zur Reflexion von Geschichte und erläutert dessen methodische Entwicklung im Sachunterricht.

3. „HOLOCAUST EDUCATION FOR YOUNG AGERS“: Hier werden die Ursprünge der Holocaust Education, die Bedeutung der Ziele nach Adorno und spezifische Kriterien für eine kindgerechte Erstbegegnung dargelegt.

4. „DIE TOCHTER, DIE WIR UNS IMMER GEWÜNSCHT HABEN“: Das Kapitel analysiert das autobiografische Werk von Marta Goren als exemplarisches Medium, um Kindern im Grundschulalter den Holocaust empathisch und historisch fundiert näherzubringen.

5. DAS ERINNERN NICHT VERGESSEN: Es wird die gesellschaftliche Relevanz des aktiven Erinnerns thematisiert, um Antisemitismus und die Wiederholung vergangener Grausamkeiten zu verhindern.

6. FAZIT: Die Arbeit schließt mit der Erkenntnis, dass Holocaust Education in der Grundschule durch geeignete, altersgerechte Medien möglich und notwendig ist, um die Identitätsbildung und Werteerziehung zu unterstützen.

Schlüsselwörter

Holocaust Education, Grundschule, Historisches Lernen, Nationalsozialismus, Antisemitismus, Empathie, Sachunterricht, Marta Goren, Holocaust, Erinnerungskultur, Yad Vashem, Pädagogik, Geschichtsbewusstsein, Kinderbuch, Wertedialog

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es grundsätzlich in dieser Seminararbeit?

Die Arbeit untersucht, ob und wie der Holocaust als historisches Thema bereits für Schülerinnen und Schüler der Primarstufe aufbereitet und vermittelt werden kann.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die thematischen Schwerpunkte liegen auf der Didaktik des historischen Lernens, den pädagogischen Zielen der Holocaust Education und der Analyse eines konkreten Kinderbuchs als Unterrichtsmittel.

Welches primäre Ziel verfolgt die Autorin?

Das Ziel ist es, Möglichkeiten aufzuzeigen, wie Kinder durch eine kindgerechte Erstbegegnung mit dem Thema Holocaust zu einem reflexiven Geschichtsbewusstsein gelangen und gegen Vorurteile immunisiert werden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretisch fundierte Analyse, die sich auf fachdidaktische Konzepte (z.B. nach Adorno und Mkayton) und eine qualitative Untersuchung des Buches „Die Tochter, die wir uns immer gewünscht haben“ stützt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen des historischen Lernens, die Konzepte der Holocaust Education für junge Altersgruppen und die Anwendung dieser Kriterien auf das Fallbeispiel von Marta Goren.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Publikation?

Zu den prägenden Begriffen gehören Holocaust Education, Grundschule, Empathie, Geschichtsbewusstsein, Antisemitismusprävention und Erinnerungskultur.

Warum ist laut der Arbeit eine frühe Auseinandersetzung mit dem Holocaust notwendig?

Die Autorin argumentiert, dass Kinder in einer durch Medien und digitale Einflüsse geprägten Umwelt ohnehin mit dem Thema in Kontakt kommen; eine pädagogisch begleitete Aufarbeitung schützt sie vor fehlerhaften Informationen und Vorurteilen.

Welche Rolle spielt das Buch „Die Tochter, die wir uns immer gewünscht haben“?

Das Buch dient als praktisches Beispiel, das durch seine autobiografische Erzählweise, die Identifikationsfigur im Kindesalter und die bewusste Aussparung traumatisierender Details besonders für den Grundschulunterricht geeignet ist.

Final del extracto de 30 páginas  - subir

Detalles

Título
Holocaust als Thema für die Grundschule? Das gemeinsame Erinnern an den Nationalsozialismus
Subtítulo
Eine Untersuchung des Buches "Die Tochter, die wir uns immer gewünscht haben" von Yad Vashem
Universidad
University of Passau
Calificación
1,3
Autor
Katharina Schnirring (Autor)
Año de publicación
2020
Páginas
30
No. de catálogo
V1165428
ISBN (PDF)
9783346573575
ISBN (Libro)
9783346573582
Idioma
Alemán
Etiqueta
Grundschule Yad Vashem Noa Mkayton Holocaust
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Katharina Schnirring (Autor), 2020, Holocaust als Thema für die Grundschule? Das gemeinsame Erinnern an den Nationalsozialismus, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1165428
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Extracto de  30  Páginas
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