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Der Uses-and-Gratifications-Ansatz

Title: Der Uses-and-Gratifications-Ansatz

Seminar Paper , 2008 , 19 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Franziska Loth (Author)

Sociology - Media, Art, Music
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Die nachfolgende Hausarbeit bildet die Abschlussarbeit des Seminars „Medienwirkung“. Die Aufgabenstellung besteht darin, eine der behandelten Theorien und eine dazugehörige, aktuelle empirische Studie zu präsentieren. Die Gliederung dieser Arbeit erfolgt nach den Vorgaben der Seminarleiterin.
Der Uses-and-Gratifications-Ansatz, auf Deutsch Nutzen- und Belohnungsansatz, wird das Thema dieser Arbeit sein. Er wurde gewählt, weil er eine besondere Stellung innerhalb der Medienwirkungsforschung einnimmt. Der Uses-and-Gratifications-Ansatz untersucht die Perspektive des Publikums. Damit kann man diesen Ansatz als eine Erweiterung oder Gegenreaktion auf den klassischen Wirkungsansatz ansehen, welcher sich auf die Medien konzentriert.
Zunächst wird diese Theorie vorgestellt, wobei an dieser Stelle schon darauf verwiesen sei, dass der Uses-and-Gratifications-Ansatz im Grunde keine Theorie ist. (Vgl. Suckfüll 2004)
Den Schwerpunkt bildet die Auseinandersetzung mit der Studie „Ursachen der Programmflucht“ von Fahr und Böcking. Diese Studie wurde gewählt, weil sie in ihrer Thematik unüblich ist. In der Regel beschäftigten sich die Nutzen- und Belohnungsforscher mit befriedigten Bedürfnissen bei der Mediennutzung. Fahr und Böcking analysieren hingegen den Programmwechsel beim Fernsehen, welcher Ausdruck einer Unzufriedenheit mit einer Sendung ist. Diese Untersuchung wird ausführlich vorgestellt und erläutert. Danach folgt eine kritische Betrachtung. Dies geschieht in Hinblick auf die Forschungsziele der Studie selbst, aber auch bezogen auf den Uses-and-Gratifications-Ansatz. Es wird untersucht, ob und in welchem Umfang diese Studie zur Weiterentwicklung des Ansatz beiträgt. Außerdem soll geprüft werden inwiefern diese Studie der allgemeinen Kritik am Nutzen- und Belohnungsansatz begegnet.
Am Ende erfolgt eine Zusammenfassung der Arbeit und es wird ein Fazit gezogen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Uses-and-Gratifications-Ansatz

2.1 Entstehung, Annahmen und Entwicklung

2.2 Begriffe und Konzepte

2.2.1 Publikumsaktivität

2.2.2 Eskapismus

2.2.3 Parasoziale Interaktion

2.3 Forschung

3. Eine aktuelle empirische Studie

3.1 Beschreibung und Forschungsfragen

3.2 Herangehensweise und Methode

3.3 Durchführung

3.4 Ergebnisse

4. Kritik

4.1 Weiterentwicklung

4.2 Stärken der Studie

4.3 Schwächen der Studie

5. Resümee

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht den Uses-and-Gratifications-Ansatz innerhalb der Medienwirkungsforschung und analysiert kritisch die Studie "Ursachen der Programmflucht" von Fahr und Böcking, um zu prüfen, inwieweit die Perspektive der Vermeidung zur Weiterentwicklung dieses Ansatzes beiträgt.

  • Grundlagen, Entstehung und zentrale Konzepte des Uses-and-Gratifications-Ansatzes
  • Analyse der Publikumsaktivität, des Eskapismus und der parasozialen Interaktion
  • Untersuchung von Vermeidungsursachen bei der Fernsehnutzung ("Programmflucht")
  • Kritische Reflexion der theoretischen und methodischen Aspekte der Studie
  • Vergleich zwischen Zuwendungsmotiven und reaktiver Schadensminimierung

Auszug aus dem Buch

3.1 Beschreibung und Forschungsfragen

Im Folgendem soll die empirische Studie „Nichts wie weg? Ursachen der Programmflucht“ dargestellt werden. Sie wurde von Fahr und Böcking 2003 durchgeführt und 2005 in der Fachzeitschrift Medien- und Kommunikationswissenschaft publiziert. Die beiden Wissenschaftler arbeiten am Institut für Kommunikationswissenschaft und Medienforschung der Ludwig-Maximilians-Universität München.

Diese Untersuchung widmet sich den Vermeidungsursachen bei der Fernsehnutzung. Das Umschalten zu einer anderen Sendung wird hier als eine „reaktive Schadensminimierung“ (Fahr/ Böcking 2005: 5) aufgefasst. Den Anlass für diese Arbeit lieferte das bisher mangelnde Vorhandensein von präzisen Untersuchungen zu dieser Thematik. Eine Vermeidungsperspektive wurde bei Gratifikationsforschungen bisher kaum eingenommen, denn man suchte vorrangig nach befriedigten Bedürfnissen und widmete sich weniger den unbefriedigten.

Neben bisherigen Forschungsresultaten auf dem Gebiet des Uses-and-Gratifications-Ansatzes wurden auch Einsichten der Psychologie für die Untersuchung herangezogen. Dies geschah konkret folgendermaßen: „Das klassische Gratifikationsdiskrepanzmodell wird um die Fluchtperspektive ergänzt und auf Basis kognitions- und emotionspsychologischer Erkenntnisse reflektiert:“ (Vgl. ebd.) Das Gratifikationsdiskrepanzmodel wurde unter 2.3 als GS/ GO-Modell vorgestellt. Dieses Modell besagt, dass der Zuschauer einen Programmwechsel vornimmt, wenn die Anzahl der erhaltenen Gratifikationen kleiner wird als die der gesuchten. Fahr und Böcking modifizierten die Postulate dieses Modells. Anlass dafür ist zum Beispiel, dass das Modell nur unzureichende Erklärungen für die Vermeidung negativer Emotionen als Ursache für eine Programmflucht liefert. Sie postulieren, dass der Rezipient sich darüber im Klaren sei, was er nicht zu konsumieren wünscht. Er sei ein Schadensminimierer anstelle eines Nutzenmaximierers. Sein Ziel wäre es Schaden zu entgehen. Seine Aktionen werden vom Affekt geleitet und nicht durch seine Bedürfnisse.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema der Hausarbeit ein, definiert den Uses-and-Gratifications-Ansatz und stellt die gewählte empirische Studie zur Analyse vor.

2. Der Uses-and-Gratifications-Ansatz: Das Kapitel erläutert die theoretischen Wurzeln, die Entwicklung des aktiven Publikumsbildes und zentrale Begriffe wie Publikumsaktivität und Eskapismus.

3. Eine aktuelle empirische Studie: Dieses Kapitel präsentiert die methodische Vorgehensweise und die Ergebnisse der Untersuchung von Fahr und Böcking zur "Programmflucht".

4. Kritik: Die Arbeit bewertet kritisch, inwieweit die Studie den Uses-and-Gratifications-Ansatz weiterentwickelt und beleuchtet die methodischen Stärken sowie Schwächen der Untersuchung.

5. Resümee: Das abschließende Kapitel fasst die Ergebnisse der Hausarbeit zusammen und reflektiert den aktuellen Forschungsstand sowie den zukünftigen Bedarf an Studien.

Schlüsselwörter

Uses-and-Gratifications-Ansatz, Medienwirkungsforschung, Publikumsaktivität, Programmflucht, Schadensminimierung, Gratifikationsdiskrepanzmodell, Fernsehkonsum, Mediennutzung, Emotionspsychologie, Rezipientenverhalten, Medienrezeption, parasoziale Interaktion, Eskapismus, Motivforschung, empirische Sozialforschung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt den Uses-and-Gratifications-Ansatz, welcher die Perspektive des Publikums in den Mittelpunkt der Medienwirkungsforschung rückt, anstatt sich primär auf die Wirkung der Medienbotschaften zu konzentrieren.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Die Schwerpunkte liegen auf der aktiven Mediennutzung, den psychologischen Hintergründen der Rezipienten sowie der Untersuchung spezifischer Vermeidungsstrategien beim Fernsehen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die kritische Vorstellung des Nutzen- und Belohnungsansatzes und dessen Anwendung auf die empirische Studie "Ursachen der Programmflucht", um den Mehrwert der Vermeidungsperspektive zu evaluieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie der deskriptiven Darstellung und kritischen Prüfung einer quantitativen empirischen Studie, die auf einer schriftlichen Befragung und Faktorenanalyse basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden der theoretische Rahmen des Ansatzes, die empirische Studie von Fahr und Böcking inklusive deren Durchführung und Ergebnissen sowie eine kritische Diskussion zu Stärken und Schwächen der Untersuchung dargelegt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Medienwirkungsforschung, Publikumsaktivität, Schadensminimierung, Programmflucht und Gratifikationsforschung charakterisiert.

Wie unterscheidet sich der Ansatz von klassischen Wirkungsmodellen?

Während klassische Wirkungsansätze untersuchen, was Medien mit den Menschen machen (Stimulus-Response), fragt dieser Ansatz, was die Menschen mit den Medien machen.

Warum betrachten Fahr und Böcking Rezipienten als "Schadensminimierer"?

Sie argumentieren, dass Zuschauer bei negativem Affekt oder Unzufriedenheit aktiv Umschaltentscheidungen treffen, um negativen Emotionen oder Stress zu entgehen, statt lediglich auf eine Nutzenmaximierung zu setzen.

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Details

Title
Der Uses-and-Gratifications-Ansatz
College
http://www.uni-jena.de/  (Institut für Soziologie)
Course
Medienwirkungsforschung
Grade
1,3
Author
Franziska Loth (Author)
Publication Year
2008
Pages
19
Catalog Number
V116557
ISBN (eBook)
9783640186617
ISBN (Book)
9783640188376
Language
German
Tags
Uses-and-Gratifications-Ansatz Medienwirkungsforschung Eskapismus Parasoziale Interaktion Nutzen- Belohnungsansatz Massenmedien
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Franziska Loth (Author), 2008, Der Uses-and-Gratifications-Ansatz, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/116557
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