Die vorliegende Arbeit gibt einen groben Überblick über die Krankheitsbilder KHK, Herzinfarkt und Herzinsuffizienz. Im weiteren Verlauf werden kurz die Potentiale von körperlicher Bewegung und Sport im Rahmen der Prävention und Rehabilitation von Herzkrankheiten dargestellt.
Der jüngste Herzbericht zeigt einen Rückgang der Sterblichkeit durch Herzkrankheiten. Dennoch bleiben Herz-Kreislauf-Erkrankungen mit über 338000 Sterbefällen pro Jahr weiterhin die Haupttodesursache in Deutschland. Aus diesem Grund kommt der Prävention und Rehabilitation kardiovaskulärer Erkrankungen eine große Bedeutung zu. In diesem Zusammenhang können körperliche Aktivität und Sport einen wichtigen Beitrag leisten.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Herzkrankheiten
2.1 Arteriosklerose
2.2 KHK (Koronare Herzkrankheit)
2.3 Herzinfarkt
2.4 Herzinsuffizienz
2.5 Risikofaktoren
2.6 Prävention
3 Kardiologische Rehabilitation
3.1.1 Phasen
3.1.2 Bewegungs- und Sporttherapie
4 Reflektion
4.1 Theoriestunde
4.2 Praxisstunde
4.3 Gesamtseminar
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit gibt einen Überblick über die Krankheitsbilder KHK, Herzinfarkt und Herzinsuffizienz und untersucht die präventiven sowie rehabilitativen Potentiale von körperlicher Aktivität und Sport.
- Krankheitsverlauf und Pathophysiologie von Arteriosklerose, KHK und Herzinfarkt
- Stadien und Klassifikationen der Herzinsuffizienz
- Bedeutung von Risikofaktoren und Lebensstiländerungen
- Phasen der kardiologischen Rehabilitation
- Durchführung von Bewegungs- und Sporttherapie in der ambulanten Herzgruppe
Auszug aus dem Buch
2.1 Arteriosklerose
Unter Arteriosklerose versteht man eine krankhafte Veränderung der Arterienwand (vgl. Elferink, 2014, S. 24) Dabei ist in erster Linie die innerste Schicht der Gefäßwand (Intima) betroffen (vgl. Wahrburg & Assmann, 2004, S. 391). Bindegewebswucherungen, intra- und extrazelluläre Einlagerungen (Plaques) von Cholesterin, Fettsäuren und Kalk sowie Akkumulation von Kollagen und Proteoglykanen führen zu einer Verhärtung und Verdickung der Gefäße, die einhergeht mit Verengungen und Elastizitätsverlusten, was sich durch eine vermehrte Steifigkeit der Gefäße bemerkbar macht (vgl. Menne, 2007, S. 209). Die Arterienveränderung kann herdförmig auftreten, sie kann die ganze Gefäßwand konzentrisch einbeziehen (konzentrische Stenose) oder nur Teilbereiche betreffen (exzentrische Stenose) (vgl. Graf, Predel & Rost, 2005, S. 144).
Die Arteriosklerose kommt regional vor und betrifft vorwiegend die Aorta, die Karotiden, die Koronararterien, die Nierenarterien sowie die Becken- und Beingefäße (vgl. Elferink, 2014, S. 24; Gämperli, Husmann, Luft, Steffel & Lüscher, 2014, S. 58). Abhängig davon, welche Gefäße betroffen sind, kann es zu folgenden Krankheitsbildern kommen:
Koronare Herzkrankheit,
Periphere arterielle Verschlusskrankheit,
Arteriosklerotische Aneurysmen,
Akute arterielle Verschlüsse von z.B. Bauch- oder Beinarterien,
Ischämischer Schlaganfall (vgl. Schoppmeyer, 2007, S.3).
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung stellt Herz-Kreislauf-Erkrankungen als Haupttodesursache in Deutschland dar und definiert das Ziel, die Möglichkeiten von Bewegung und Sport in der Prävention und Rehabilitation aufzuzeigen.
2 Herzkrankheiten: Dieses Kapitel erläutert die physiologischen Grundlagen und Entstehungsmechanismen von Arteriosklerose, KHK, Herzinfarkt und Herzinsuffizienz sowie deren Risikofaktoren und Präventionsmöglichkeiten.
3 Kardiologische Rehabilitation: Hier werden die Phasen der Rehabilitation und die spezifische Bedeutung der Bewegungs- und Sporttherapie für die ambulante Nachsorge beschrieben.
4 Reflektion: Der Autor reflektiert seine Erfahrungen bei der Durchführung einer theoretischen Präsentation sowie einer praktischen Übungsstunde im Seminarverlauf.
Schlüsselwörter
KHK, Herzinfarkt, Herzinsuffizienz, Arteriosklerose, Kardiologische Rehabilitation, Sporttherapie, Prävention, Herzgruppe, Bewegungsökonomie, Risikofaktoren, kardiovaskuläre Erkrankungen, Myokardinfarkt, körperliche Leistungsfähigkeit.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die medizinischen Hintergründe von koronaren Herzkrankheiten und deren Rehabilitation durch sporttherapeutische Maßnahmen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind Pathophysiologie von Herzerkrankungen, Risikofaktoren, Präventionsstrategien und die Struktur kardiologischer Rehabilitationsprogramme.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, einen Überblick über die Krankheitsbilder KHK, Herzinfarkt und Herzinsuffizienz zu geben und die Rolle von Sport und Bewegung bei deren Prävention und Rehabilitation darzustellen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine theoretische Ausarbeitung auf Basis der Literaturanalyse von Fachbüchern, medizinischen Fachzeitschriften und Leitlinien.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die medizinische Erläuterung der Herzkrankheiten und die praktische Darstellung der kardiologischen Rehabilitation in Herzgruppen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind KHK, Herzinfarkt, Sporttherapie, Prävention, kardiovaskuläre Erkrankungen und kardiologische Rehabilitation.
Was besagt die NYHA-Klassifikation?
Die NYHA-Klassifikation ist ein medizinisches System, das die Schweregrade der Herzinsuffizienz anhand der körperlichen Leistungsfähigkeit des Patienten in vier Stadien einteilt.
Warum ist das Ausdauertraining ein zentrales Element?
Ausdauertraining verbessert die Herz-Kreislauf-Funktion, steigert die Belastbarkeit und gilt als effiziente Methode zur Risikominimierung bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
Welche Herausforderungen nennt der Autor bei der Praxisstunde?
Der Autor nennt Schwierigkeiten bei der Gruppendynamik, fehlende Differenzierungsmöglichkeiten an den Stationen sowie logistische Probleme bei der Betreuung der Übungsgruppen.
- Citar trabajo
- Eray Erdem (Autor), 2019, Präventionsmöglichkeiten von Herzkrankheiten durch Bewegung, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1165659