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Marken- und Produktpiraterie im Ausland am Beispiel der VR China

Title: Marken- und Produktpiraterie im Ausland am Beispiel der VR China

Seminar Paper , 2007 , 34 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Nadine Kannwischer (Author)

Business economics - Law
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„Produktpiraterie ist das Verbrechen des 21. Jahrhunderts.“ So prophezeit es schon jetzt Manfred Gentz, Präsident der internationalen Handelskammer in Deutschland.
Als in den siebziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts erstmals in größeren Mengen so genannte „Piratenware“ auf den Markt gelang, handelte es sich vorwiegend um Nachbildungen von Luxusartikeln (wie z.B. Rolex-Uhren, Gucci-Anzüge oder Prada-Accessoires) und Marken renommierter internationaler Unternehmen (wie z.B. Adidas oder Nike).
Heute gilt Marken- und Produktpiraterie als eines der größten Probleme der Weltwirtschaft. Zu den gefälschten Waren zählen nicht mehr nur Luxusartikel. Gefälscht wird mittlerweile alles – vom Haarschneidegerät über Sportschuhe bis zum Zapfventil für Tankstellen. Dabei machen die Fälscher selbst vor sensiblen Produkten wie Arzneimitteln, Lebensmitteln oder elektronischen
Ersatzteilen nicht Halt, was oft unkalkulierbare Folgen für den Verwender nach sich zieht. Und längst haben die Fälscher auch ihre Hinterhöfe verlassen und wirken in der globalen Industrie mit.
Besondere Beachtung in dieser Thematik findet die Volksrepublik China. Gehandelt als aufstrebende Supermacht und neue Nummer Eins der Weltwirtschaft, wird oft vergessen, dass China bereits eines der führenden Länder der Welt geworden ist: China gilt als Weltmarktführer in der Herstellung von Produkt- und Markenimitationen. Ganze Regionen der Volksrepublik sind vollkommen auf die Produktion von gefälschten Waren ausgerichtet. Nach Experten-Schätzungen stammen rund 80 Prozent aller verkauften Fälschungen aus dem Reich der Mitte.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffsklärung

2.1 Der Produktbegriff

2.2 Der Markenbegriff

2.3. Der Pirateriebegriff

3. Wirtschaftliche Bedeutung der Piraterie

3.1 Folgen für die Konsumenten

3.2 Folgen für die Unternehmen

3.3 Folgen für die Volkswirtschaft

4. Rechtliche Schutzbestimmungen

4.1 Nationale Regelungen

4.1.1 Das Markenrecht

4.1.2 Das Urheberrecht

4.1.3 Das Patentrecht

4.1.4 Das Wettbewerbsrecht

4.2 Internationale Regelungen

4.3 Regelungen der Volksrepublik China

4.4 Ansprüche aus der Verletzung geistiger Eigentumsrechte

5. Rechtliche Maßnahmen zum Schutz gegen Piraterie aus China

5.1 Zivilrechtliche Maßnahmen

5.2 Strafrechtliche Maßnahmen

5.3 Behördliche Maßnahmen

6. Außerrechtliche Maßnahmen zur Prävention und Reaktion auf Piraterie

6.1 Betriebswirtschaftliche Maßnahmen

6.2 Technische Maßnahmen

7. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das globale Ausmaß der Marken- und Produktpiraterie mit besonderem Fokus auf die Volksrepublik China und analysiert, welche rechtlichen und betriebswirtschaftlichen Strategien Unternehmen zur Prävention und Verteidigung ihrer geistigen Eigentumsrechte zur Verfügung stehen.

  • Analyse der volkswirtschaftlichen und unternehmerischen Schäden durch Produktpiraterie.
  • Darstellung der nationalen und internationalen rechtlichen Schutzmechanismen.
  • Untersuchung spezifischer Herausforderungen beim Markenschutz in China.
  • Bewertung zivil- und strafrechtlicher sowie behördlicher Durchsetzungsmaßnahmen.
  • Erörterung betriebswirtschaftlicher und technischer Präventionsstrategien.

Auszug aus dem Buch

3.2 Folgen für die Unternehmen

Die Auswirkungen auf die Industrie nehmen enorme Ausmaße an. Zum Einen schlagen sie sich in Umsatzeinbußen nieder. Durch die billigeren Konkurrenzprodukte verlieren die Hersteller Teile ihres Umsatzes.

Zum Anderen wirken sich die Imitationen negativ auf die Marktanteile der Produzenten aus. Kauften die Verbraucher bisher noch beim Hersteller, erwerben sie dieselben Waren nun günstiger bei der (illegal agierenden) Konkurrenz. Allerdings werden die Fälschungen den Qualitätsanforderungen größtenteils nicht gerecht, so dass die Hersteller der Originalware für die oft auch noch schlechten Nachahmungen der Fälscher verantwortlich gemacht werden und mit jedem unzufriedenen Kunden einen wachsenden Imageschaden davontragen. Des Weiteren steht der Originalhersteller in einer solchen Situation in der Pflicht, nachzuweisen, dass es sich bei der reklamierten Ware um ein gefälschtes Produkt handelt, um nicht unrechtmäßig die Verantwortung für die Gewährleistungs- und Produkthaftungsansprüche der Kunden übernehmen zu müssen. Außerdem findet durch jede Nachahmung eine Verwässerung der Marke statt. Somit geht die Exklusivität der Marke verloren. Insbesondere im klassischen Bereich der Produktpiraterie, d.h. bei Luxusartikeln wie Designerkleidung, Handtaschen, Sonnenbrillen, Accessoires, Uhren und Schmuck ist dieser Aspekt wohl der wirtschaftlich bedeutendste.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die globale Relevanz der Produktpiraterie und hebt die Rolle Chinas als Weltmarktführer bei Markenimitationen hervor.

2. Begriffsklärung: Dieses Kapitel definiert die zentralen Begriffe Produkt, Marke und Piraterie, um eine präzise Grundlage für die weitere Analyse zu schaffen.

3. Wirtschaftliche Bedeutung der Piraterie: Es werden die negativen Auswirkungen von Fälschungen auf Konsumenten, Unternehmen und die gesamte Volkswirtschaft detailliert dargestellt.

4. Rechtliche Schutzbestimmungen: Das Kapitel erläutert die verschiedenen nationalen und internationalen Gesetze zum Schutz des geistigen Eigentums, einschließlich Marken-, Urheber- und Patentrecht.

5. Rechtliche Maßnahmen zum Schutz gegen Piraterie aus China: Hier werden Möglichkeiten zur rechtlichen Durchsetzung gegen Piraterie, wie zivilrechtliche Ansprüche und behördliche Beschlagnahmeverfahren, erörtert.

6. Außerrechtliche Maßnahmen zur Prävention und Reaktion auf Piraterie: Dieses Kapitel stellt betriebswirtschaftliche und technische Lösungsansätze vor, um Piraterie präventiv entgegenzuwirken.

7. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont die Notwendigkeit, Piraterie direkt in den Produktionsländern stärker zu bekämpfen.

Schlüsselwörter

Produktpiraterie, Markenpiraterie, VR China, geistiges Eigentum, Markenrecht, Urheberrecht, Patentrecht, Wettbewerbsrecht, Fälschungen, Plagiate, Wirtschaftsverbrechen, Schutzmaßnahmen, Supply Chain, Technologischer Schutz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Problematik der Marken- und Produktpiraterie mit einem speziellen Fokus auf China als Hauptproduzent von Imitationen sowie die rechtlichen und unternehmerischen Verteidigungsmöglichkeiten.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen umfassen die Definition von Produktpiraterie, deren ökonomische Folgen, die rechtliche Rahmensituation und konkrete Gegenmaßnahmen für Unternehmen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Ziel ist es, den Status quo der Piraterie in China zu skizzieren und daraus effektive Strategien zur Sicherung geistigen Eigentums abzuleiten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse relevanter Gesetzestexte, Abkommen und betriebswirtschaftlicher Fachliteratur zum Thema Produktpiraterie.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden sowohl die volkswirtschaftlichen Auswirkungen als auch die detaillierten rechtlichen Handhabungsmöglichkeiten (zivil-, straf- und behördlich) sowie betriebswirtschaftliche Präventionsstrategien behandelt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Produktpiraterie, Schutz geistigen Eigentums, Markenrecht und Präventionsstrategien charakterisiert.

Warum ist die rechtliche Durchsetzung gegen chinesische Piraten so schwierig?

Laut der Arbeit ist die Durchsetzung aufgrund der historischen konfuzianischen/kollektivistischen Sichtweise auf geistiges Eigentum in China und der schieren Masse an Fälschern eine Herausforderung, die selbst WTO-Beitritte nur langsam verbessern.

Welche Rolle spielen technische Maßnahmen bei der Prävention?

Technische Maßnahmen, unterteilt in offene (sichtbare) und verdeckte Technologien, dienen als wichtige Barrieren für Fälscher, um die Echtheit eines Produkts zweifelsfrei nachzuweisen.

Warum sind zivilrechtliche Maßnahmen oft unzureichend?

Zivilrechtliche Maßnahmen haben oft keine ausreichend abschreckende Wirkung auf professionelle Produktpiraten, weshalb in schwerwiegenden Fällen auch strafrechtliche Schritte notwendig werden können.

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Details

Title
Marken- und Produktpiraterie im Ausland am Beispiel der VR China
College
Kiel University of Applied Sciences
Course
Wettbewerbsrecht
Grade
1,0
Author
Nadine Kannwischer (Author)
Publication Year
2007
Pages
34
Catalog Number
V116583
ISBN (eBook)
9783640186730
ISBN (Book)
9783640191888
Language
German
Tags
Marken- Produktpiraterie Ausland Beispiel China Wettbewerbsrecht
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Nadine Kannwischer (Author), 2007, Marken- und Produktpiraterie im Ausland am Beispiel der VR China, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/116583
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