In der folgenden Literaturrecherche wird die Kausalitätsthese, ob Arbeitslosigkeit krank macht, näher beleuchtet.
In der heutigen Zeit war schon fast jeder mal arbeitslos, aufgrund verschiedener Gründe und Situationen. Sei es wegen Eigenkündigung, Arbeitgeberkündigung, Zeit zwischen Ausbildung und weiterführende Schule oder Studium oder einfach keine Lust auf Arbeiten. Ich habe dieses Thema gewählt, da ich durch ein neues Format im Fernsehen darauf aufmerksam geworden bin, wie leicht man in die Arbeitslosigkeit aufgrund einer Erkrankung rutschen kann und was die Erwerbslosigkeit, besonders über einen längeren Zeitraum, für Auswirkungen auf die Psyche haben kann.
Inhaltsverzeichnis
2 Zielsetzung der Literaturrecherche
3 Aufbau und Struktur der Literaturrecherche
4 Darstellung der Methode und der Ergebnisse
4.1 Recherche in Datenbanken
4.2 Darstellung der Ergebnisse
5 Resümee
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht auf Basis einer strukturierten Literaturrecherche, ob Arbeitslosigkeit als ursächlicher Faktor für die Entstehung psychischer Erkrankungen bei Erwerbslosen fungiert und welche gesundheitlichen Risiken damit einhergehen.
- Zusammenhang zwischen Arbeitslosigkeit und psychischer Gesundheit
- Kausalitätsthese: "Macht Arbeitslosigkeit krank?"
- Theoretische Ansätze zur psychischen Deprivation bei Arbeitsplatzverlust
- Einfluss von Stigmatisierung und finanzieller Belastung
- Rolle von Präventionsprogrammen zur psychosozialen Unterstützung
Auszug aus dem Buch
Zielsetzung der Literaturrecherche
„Die unbegrenzte Zeit die keine Struktur hat, wo nichts wirklich geschehen muss, die unbegrenzte Zeit ist nicht Freizeit, sie ist eine ungeheurere seelische Belastung, die den Menschen nur zeigt, dass sie nicht gebraucht werden, dass sie mit ihrer Zeit nichts tun können, das irgendeinen Wert hat, die die Menschen dazu zwingt, sich als Ausgestoßene von der gesamten Gesellschaft zu fühlen“ (Gündel u. a. 2014, S. 15, zit. nach Marie Jahoda 1983, o. S.).
Die Sozialpsychologin Marie Jahoda zeigt in dem oben genannten Zitat von 1983 schon auf, wie sie sich damals als Arbeitslose in der Gesellschaft gefühlt hat und weist darauf hin, wie unsere Gesellschaft die Arbeitslosen „ausgrenzt“ und als Minderheit behandelt.
Durch immer weiter steigende Arbeitslosenzahlen ist die Arbeitslosigkeit in den letzten Jahren in den Mittelpunkt wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Überlegungen gerückt. Nicht nur in Deutschland, sondern in ganz Europa ist die Arbeitslosigkeit zu einem wichtigen gesellschaftspolitischen Problem geworden (vgl. Egger u. a. 2006, o. S.).
Mit der Ausweitung des Niedriglohnsektor und der sozialen Gruppierungen die aufgrund ihrer Lebensumstände sozial abgestiegen bzw. von einem sozialen Abstieg bedroht sind, spaltet sich die jetzige Arbeitswelt in einen Bereich gut bezahlter und sicherer Arbeit und einem anderen Bereich mit unterfordernder und nicht-existenzsichernder Arbeit (vgl. Hardering 2017, o. S.).
Zusammenfassung der Kapitel
2 Zielsetzung der Literaturrecherche: Dieses Kapitel thematisiert die psychische Belastung durch den Verlust der Zeitstruktur und diskutiert die gesellschaftliche Ausgrenzung von Arbeitslosen anhand theoretischer Ansätze.
3 Aufbau und Struktur der Literaturrecherche: Hier wird der chronologische Aufbau der Arbeit erläutert und die persönliche Motivation der Verfasserin zur Auseinandersetzung mit den psychischen Folgen von Arbeitslosigkeit dargelegt.
4 Darstellung der Methode und der Ergebnisse: Dieses Kapitel definiert die Begriffe Arbeits- und Erwerbslosigkeit, beschreibt die methodische Vorgehensweise bei der Literatursuche und präsentiert den aktuellen Forschungsstand zu gesundheitlichen Folgen.
5 Resümee: Die Arbeit schließt mit der Erkenntnis, dass Arbeitslosigkeit nicht nur ökonomische Einbußen bedeutet, sondern massiv mit dem Verlust von Sinnhaftigkeit und psychischer Gesundheit korreliert.
Schlüsselwörter
Arbeitslosigkeit, Erwerbslosigkeit, psychische Erkrankungen, psychische Störung, psychische Deprivation, Arbeitsplatzverlust, Gesundheit, Kausalitätsthese, Stigmatisierung, Lebenszufriedenheit, Prävention, Langzeitarbeitslosigkeit, soziale Unterstützung, Wohlbefinden, Morbidität
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der wissenschaftlichen Untersuchung, ob ein kausaler Zusammenhang zwischen dem Zustand der Arbeitslosigkeit und dem Auftreten psychischer Erkrankungen besteht.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die zentralen Felder umfassen die Definition von Arbeitslosigkeit, die Auswirkungen von Arbeitsplatzverlust auf die Psyche, theoretische Erklärungsmodelle für Gesundheitsbelastungen sowie Möglichkeiten der Prävention.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, ob Erwerbslose durch die Arbeitslosigkeit psychisch erkranken und inwieweit die Arbeitslosigkeit als krankheitsfördernder Faktor agiert.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Es wurde eine strukturierte Literaturrecherche durchgeführt, bei der Datenbanken wie WISO, PUBMED NLM und Springer Link sowie Google Scholar genutzt wurden.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Definition der Begriffe, die Beschreibung der methodischen Recherche und die Darstellung der Ergebnisse zu gesundheitlichen Belastungen und theoretischen Deprivationskonzepten.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Arbeitslosigkeit, psychische Gesundheit, Stigmatisierung, Deprivation, Lebenszufriedenheit und Präventionsprogramme.
Welche psychischen Erkrankungen werden im Kontext der Langzeitarbeitslosigkeit besonders hervorgehoben?
Häufig genannte Erkrankungen sind Depressionen, Angststörungen sowie Vereinsamung, wobei die Lebenszufriedenheit mit zunehmender Dauer der Arbeitslosigkeit sinkt.
Welche Rolle spielt die soziale Unterstützung für betroffene Personen?
Die Literatur zeigt, dass soziale Unterstützung durch Partner, Familie und Freunde einen moderierenden Einfluss auf die negativen Auswirkungen der Arbeitslosigkeit ausübt.
- Arbeit zitieren
- Nina Forster (Autor:in), 2019, Fördert die Arbeitslosigkeit psychische Erkrankungen?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1165945