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Mehr politische Partizipation durch das Internet?

Das Demokratisierungspotential eines neuen Mediums auf dem Prüfstand

Title: Mehr politische Partizipation durch das Internet?

Term Paper , 2007 , 18 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Anna Mölle (Author)

Communications - Media and Politics, Politic Communications
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In dieser Arbeit soll nun der Frage nachgegangen werden, inwieweit sich die Internetnutzung auf die politische Partizipation auswirkt. Im Mittelpunkt steht hierbei das Individuum (die Mirkoebene) und nicht etwa die Ebene der politischen Organisationen (Mesoebene) oder die Ebene der politischen Systeme (Makroebene). Es wird zunächst ein kurzer Überblick über den Forschungsstand gegeben, um die Schwerpunkte der Diskussion über die Auswirkungen des Internets auf die Politik aufzuzeigen. Hierbei findet zunächst eine Einordnung der in der Diskussion häufig gebrauchten Schlagworte E-Democacy und E-Government statt, daraufhin wird kurz auf die drei oben erwähnten Ebenen eingegangen, um dann zu den drei verschiedenen Positionen in der Diskussion überzuleiten, den Pessimisten, Optimisten und Neutralisten. Diesen drei Positionen werden drei unterschiedliche Thesen in Bezug auf die Auswirkungen der Internetnutzung zugeordnet, die Reinforcementthese, die Mobilisierungsthese und die Indifferenzthese. Da die so gefürchtete Digitale Spaltung der Gesellschaft im Zusammenhang mit der politischen Partizipation eine große Rolle einnimmt, soll auch auf diese These in einem nächsten Schritt eingegangen werden und ihre Relevanz für das Thema dieser Arbeit deutlich gemacht werden.
Im zweiten großen Abschnitt werden die aufgeführten Thesen empirisch überprüft. Hierzu wird zunächst auf Grundlage der Ergebnisse der aktuellsten ARD/ZDF-Online-Studie ein Überblick über die Internetnutzung im allgemeinen gegeben, um darüber Klarheit zu schaffen, wie groß die Gruppe der Offliner bzw. der Onliner überhaupt ist, und wodurch sich diese bei-den Gruppen unterscheiden. Danach wird mithilfe zweier Studien, die Mirko Marr in Bezug auf das Thema politische Informiertheit und digitale Spaltung überprüft hat und im weiteren mithilfe einer Studie von Martin Emmer, Markus Seifert und Gerhard Vowe zum Thema Internet und politische Kommunikation, geprüft, inwiefern sich die optimistischen, pessimistischen oder neutralistischen Erwartungen durch die empirischen Belege stützen lassen, inwieweit die Internetnutzung also eine Auswirkung auf die politische Partizipation hat und man von einem Demokratisierungspotential des Internets sprechen kann.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Überblick über den Forschungsstand

2.1 E-Government und E-Democracy

2.2 Mikro-, Meso- und Makroebene

2.3 Pessimisten, Optimisten und Neutralisten

2.4 Mobilisierung-, Reinforcement- und Indifferenzthese

3. Digitale Spaltung

3.1 Definition

3.2 Relevanz der digitalen Spaltung für die Demokratisierungsfunktion des Internets

4. Empirische Befunde

4.1 Die ARD/ZDF-Online-Studie

4.1.1 Methode und Untersuchungsdesign

4.1.2 Ergebnisse der ARD/ZDF-Online-Studie 2006

4.2 Mirko Marr

4.2.1 Datengrundlage

4.2.2 Ergebnisse

4.3 Emmer/Seifert/Vowe

4.3.1 Datengrundlage und Ziel der Studie

4.3.1 Datengrundlage und Ziel der Studie

5. Zusammenfassung und Schlussfolgerung

6. Bibliografie

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht das Demokratisierungspotenzial des Internets mit Fokus auf die politische Partizipation des Individuums. Dabei wird analysiert, ob das Medium tatsächlich zur Einbindung politikferner Schichten beiträgt oder lediglich bestehende politische Aktivitäten verstärkt.

  • Analyse des Forschungsstandes zu E-Democracy und E-Government.
  • Untersuchung der Relevanz der "digitalen Spaltung" für die politische Teilhabe.
  • Empirische Überprüfung von Mobilisierungs-, Reinforcement- und Indifferenzthesen.
  • Vergleich der Internetnutzung von Onlinern und Offlinern anhand aktueller Studien.
  • Bewertung des Einflusses von Online-Medien auf die politische Informiertheit.

Auszug aus dem Buch

2.4 Mobilisierung-, Reinforcement- und Indifferenzthese

Diesen drei Positionen lassen sich drei verschiedene Thesen zuordnen. In der Mobilisierungsthese findet die optimistische Sichtweise ihren Ausdruck, dass sich zum einen Bürger mit Internetanschluss häufiger und intensiver an politischen Prozessen beteiligen, als diejenigen, die über keinen Anschluss verfügen und zum anderen, dass das Internet Teile der Bürgerschaft in die politische Willensbildung mit einzubeziehen in der Lage ist, die über andere Kanäle nicht mehr erreichbar sind. (Vgl. Emmer/Seifert/Vowe 2006: 176)

Im Gegensatz hierzu steht die Reinforcementthese, die im Sinne der pessimistischen Sichtweise eine Verstärkung bestehender politischer Strukturen und Motivationen postuliert (vgl. Hoecker 2006: 290).

„Die Internetnutzung könnte zu größerer Distanz zum politischen System führen, zu Ignoranz, Misstrauen und/oder zur „Abkehr“, d.h. zu einer Abnahme politischer Aktivität [...]. Nach dieser Hypothese müssten diejenigen, die das Internet nutzen, sich z.B. seltener an Wahlen beteiligen und weniger demonstrieren, dies aber auch nicht durch politische Online-Aktivitäten ausgleichen.“ (Emmer/Seifert/Vowe 2006: 176f.)

Der Standpunkt der sogenannten Neutralisten spiegelt sich in der Indifferenzhypothese, sozusagen einer Art Nullhypothese, die besagt, dass das Internet keinerlei Einfluss auf die politischen Aktivitäten der Bürger habe. Hierbei wird also ein Ausbleiben jeglicher Wirkung vermutet. (Vgl. Emmer/Seifert/Vowe 2006: 177)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Fragestellung ein, inwieweit das Internet als Medium politische Partizipation fördert und definiert den Fokus auf die Mikroebene des Individuums.

2. Überblick über den Forschungsstand: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen, einschließlich der Konzepte E-Democracy und E-Government sowie der Debatte zwischen Optimisten, Pessimisten und Neutralisten.

3. Digitale Spaltung: Hier wird der Begriff der digitalen Spaltung definiert und dessen Relevanz für die Demokratisierungsfunktion des Internets kritisch beleuchtet.

4. Empirische Befunde: Dieses Kapitel präsentiert und vergleicht diverse empirische Studien, um die theoretischen Thesen zur politischen Internetnutzung anhand von Daten zu evaluieren.

5. Zusammenfassung und Schlussfolgerung: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und kommt zu dem Schluss, dass ein pauschales Demokratisierungspotenzial nicht empirisch belegt werden kann.

6. Bibliografie: Auflistung aller verwendeten Quellen und Literaturhinweise.

Schlüsselwörter

Internet, politische Partizipation, Demokratisierung, E-Democracy, E-Government, digitale Spaltung, Mobilisierungsthese, Reinforcementthese, Indifferenzthese, Online-Studie, politische Kommunikation, Wissenskluft, Internetnutzung, Medienwirkung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Frage, inwieweit das Internet das Potenzial hat, die politische Teilhabe der Bürger zu stärken und demokratische Prozesse zu fördern.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind das Demokratisierungspotenzial des Internets, die digitale Spaltung der Gesellschaft sowie die empirische Überprüfung der Auswirkungen von Internetnutzung auf das politische Verhalten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu klären, ob das Internet die politische Partizipation tatsächlich erhöht (Mobilisierung) oder ob es lediglich bereits aktive Nutzer in ihren Verhaltensweisen bestärkt (Reinforcement).

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin stützt sich auf eine Literaturanalyse sowie den Vergleich und die Auswertung bereits existierender, repräsentativer empirischer Studien zu diesem Themenbereich.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Überblick über den Forschungsstand, eine Diskussion zur digitalen Spaltung und eine empirische Prüfung der Thesen anhand ausgewählter Studien.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Politische Partizipation, E-Democracy, digitale Spaltung, Mobilisierungsthese, Reinforcementthese und Internetnutzung.

Welche Rolle spielt die Mikroebene in der Untersuchung?

Die Arbeit konzentriert sich explizit auf das Individuum (Mikroebene), um zu verstehen, wie sich die Internetnutzung direkt auf die politischen Aktivitäten einzelner Bürger auswirkt.

Wie bewertet die Arbeit die Mobilisierungsthese?

Die Ergebnisse der untersuchten Studien deuten darauf hin, dass die Mobilisierungsthese im Bereich der Informationssuche teilweise unterstützt wird, jedoch keine signifikante Auswirkung auf aktive politische Teilhabe im engeren Sinne zeigt.

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Details

Title
Mehr politische Partizipation durch das Internet?
Subtitle
Das Demokratisierungspotential eines neuen Mediums auf dem Prüfstand
College
University of Münster
Course
Alternative Online-Medien. Netzöffentlichkeit und digitale Demokratie.
Grade
1,3
Author
Anna Mölle (Author)
Publication Year
2007
Pages
18
Catalog Number
V116626
ISBN (eBook)
9783640184774
ISBN (Book)
9783640184927
Language
German
Tags
Mehr Partizipation Internet Alternative Online-Medien Netzöffentlichkeit Demokratie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anna Mölle (Author), 2007, Mehr politische Partizipation durch das Internet?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/116626
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