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Deutsch als Zweitsprache - Sprachförderung thailändischer Migrantenkinder

Title: Deutsch als Zweitsprache - Sprachförderung thailändischer Migrantenkinder

Term Paper (Advanced seminar) , 2005 , 29 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Stephan Kilter (Author)

Didactics for the subject German - German as a Second Language
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Summary Excerpt Details

„Migration“, „Integration“, „Multi-Kulti-Idylle“ und „doppelte Halbsprachigkeit“: Wenig
andere Themen sind im Zusammenhang mit den letzten Pisa-Ergebnissen so sehr in den
Blickpunkt des öffentlichen Diskurses gerückt worden, wie das der Migration und den damit
verbundenen Problemen im Schulalltag und Unterricht. Auch wenn der Deutsch-Unterricht
davon keineswegs allein betroffen ist, so gilt gemeinhin die Verbesserung der sprachlichen
Kompetenzen dieser Schüler als ein erster Lösungsansatz auf dem Weg zu höherem
schulischen Erfolg und damit besserer gesellschaftlicher Integration. Die Notwendigkeit
besonderer Förderkonzepte und Lernstrategien ist jedoch nicht erst seit den Ergebnissen der
Pisa-Studie erkannt worden, sondern spielt schon seit längerer Zeit in der Deutschdidaktik
und besonders in deren Teildisziplin „Deutsch als Zweitsprache“ eine tragende Rolle.
Natürlich standen hierbei zunächst die Lernschwierigkeiten und Sprachprobleme der
Angehörigen großer Migrationskulturen im Mittelpunkt: in erster Linie türkisch-, arabischund
russisch-sprechender Kinder und Jugendlicher. Aber auch andere Kulturen des
europäischen Sprachraums finden sich meist hinlänglich thematisiert in der einschlägigen
Fachliteratur wieder, die asiatischen Sprachkulturen sind dagegen eher unterrepräsentiert.1
Vom Vietnamesischen einmal abgesehen, trifft dies ganz besonders auf die südostasiatischen
Sprachen zu, auch wenn an dieser Stelle ebenfalls erwähnt werden muss, dass diese schon
allein aufgrund der geringeren Migrationszahlen, nicht von primärer Bedeutung sind. Die
Schwierigkeiten, die Kinder dieser Sprachgemeinschaften haben, sich in und außerhalb des
Unterrichtsgeschehens zurechtzufinden, sind jedoch häufig kaum geringer als die ihrer
türkisch- und arabisch-stämmigen Mitschüler. In dieser Hausarbeit soll der Schwerpunkt auf
die Situation der thailändischen Migrantenkinder gelegt und veranschaulicht werden, vor
welchen sozial-, kulturell- und sprach-spezifischen Problemen diese Schülergruppe steht.

[...]

Excerpt


Gliederung

I. Einleitung

II. Deutsch als Zweitsprache

1. Grundlagen - Zum Migrationsbegriff

2. Theorien und Wege des Zweitspracherwerbs

3. „Deutsche Sprache –schwere Sprache“ – Problemfelder und Schwierigkeiten

III. Förderkonzepte und Strategien

1. Pädagogische und didaktische Prinzipien

2. Methodische Überlegungen

IV. Thailändische Migrantenkinder

1. Versuch einer Einordnung – soziale Herkunft

2. Kulturelle und strukturelle Besonderheiten

3 Kurze Einführung in das Thailändische

V. Praktischer Teil : Lernstrategien und Förderkonzepte

1. Unterrichtsgegenstand und Lernziele

2. Stellung der Stunde innerhalb der Unterrichtsreihe & Stundenverlauf

3. Methodische und didaktische Überlegungen

VI. Fazit und Schlusswort

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die spezifischen Herausforderungen thailändischer Migrantenkinder beim Erwerb der deutschen Sprache und entwickelt unter Berücksichtigung kultureller sowie struktureller Besonderheiten praxisnahe Förderkonzepte für den Deutschunterricht.

  • Integration und Sprachförderung bei Migrantenkindern
  • Vergleich der Sprachstrukturen (Thai vs. Deutsch)
  • Didaktische Strategien für den Deutsch-als-Zweitsprache-Unterricht
  • Soziale und kulturelle Hintergründe thailändischer Migranten
  • Praktische Umsetzung in einer Unterrichtsreihe

Auszug aus dem Buch

3 Kurze Einführung in das Thailändische

Das Thailändische zählt zur Gruppe der sino-tibetischen Sprachen. Dies bedeutet das bedeutungstragende Differenzierungen nicht wie in den meisten europäischen Sprachen üblich, durch grammatikalische Markierung der Wörter sondern über tonale Unterschiede erreicht werden. Ein Flexions- und Deklinationssystem ist dementsprechend ebenso wenig vorhanden wie Artikelverwendung. Dominierend sind kurze und lange, offene und geschlossene Silben, die für sich einzeln oder in Kombination mit anderen Silben sinnbildend sind.

Auf phonetischer und Buchstaben-Ebene ist zu bemerken, dass schon aufgrund der tonalen Unterschiede Vokalkombinationen überwiegen, mehrere nachfolgende Konsonantenverbindungen dagegen ohne Vokaleinschub kaum gesprochen werden können. Konsonanten im Auslaut werden sogar häufig verschluckt. Das „Zäpfchen-R“ kommt ebenso wenig vor, wie „ich-“ und „ach-Laute“ oder die stimmlose Assimilation wie bei „ts“ in Zahn. Die Vokale „ä“ und „ü“ sind geläufig, „ö“ dagegen nicht; „ng“ im Anlaut kommt bei einigen Worten vor.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Relevanz der Sprachförderung von Migrantenkindern im schulischen Kontext und identifiziert thailändische Schüler als in der Fachliteratur oft unterrepräsentierte Gruppe.

II. Deutsch als Zweitsprache: Dieses Kapitel erörtert theoretische Grundlagen des Zweitspracherwerbs, verschiedene Migrationsgruppen und die spezifischen grammatikalischen Herausforderungen beim Erlernen der deutschen Sprache.

III. Förderkonzepte und Strategien: Es werden allgemeine pädagogische und didaktische Prinzipien vorgestellt, die für den DaZ-Unterricht sowie für die gezielte Förderung von Sprachkompetenzen grundlegend sind.

IV. Thailändische Migrantenkinder: Der Fokus liegt hier auf der sozialen Einordnung, kulturellen Besonderheiten sowie einer linguistischen Analyse des Thailändischen im Vergleich zum Deutschen.

V. Praktischer Teil : Lernstrategien und Förderkonzepte: Dieses Kapitel überträgt die theoretischen Erkenntnisse in eine konkrete Unterrichtseinheit zum Thema Bilderbeschreibung und Textproduktion.

VI. Fazit und Schlusswort: Die Arbeit fasst die Ergebnisse zusammen und reflektiert kritisch die Herausforderungen bei der Umsetzung der Konzepte aufgrund begrenzter Literatur und spezifischer kultureller Bedingungen.

Schlüsselwörter

Deutsch als Zweitsprache, DaZ, Thailändische Migrantenkinder, Sprachförderung, Interkulturelle Pädagogik, Zweitspracherwerb, Didaktik, Integrationsförderung, Sprachvergleich, Unterrichtsplanung, Bildungsberatung, Sprachkompetenz, Wortschatzarbeit, Grammatikerwerb, Migrationshintergrund.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den speziellen sprachlichen und kulturellen Herausforderungen, denen thailändische Kinder bei ihrer Integration in das deutsche Schulsystem begegnen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Felder umfassen den Zweitspracherwerb, die Besonderheiten der thailändischen Sprache im Kontrast zum Deutschen sowie die Entwicklung didaktischer Förderstrategien.

Welches ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, Lehrkräften praktische Ansätze und Hintergrundwissen zu vermitteln, um thailändische Migrantenkinder im Deutschunterricht gezielter zu fördern.

Welche wissenschaftliche Methodik wurde primär angewendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Aufarbeitung der Grundlagen des Zweitspracherwerbs in Kombination mit einem linguistischen Sprachvergleich und der exemplarischen Planung einer Unterrichtsstunde.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Aspekte zum DaZ-Erwerb, eine soziokulturelle Analyse der thailändischen Zielgruppe und eine praktische Umsetzung in Form eines Unterrichtsentwurfs.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Typische Begriffe sind Deutsch als Zweitsprache, Thailändische Migrantenkinder, Sprachförderung, Interkulturelle Pädagogik und Didaktik.

Wie unterscheidet sich die thailändische Sprache grammatikalisch vom Deutschen?

Das Thailändische besitzt kein Flexions- und Deklinationssystem, keine Artikel und nutzt tonale Unterschiede zur Bedeutungserfassung, was den Erwerb des Deutschen mit seinen komplexen Strukturen erschwert.

Welchen Stellenwert nimmt die "Interlanguage-Hypothese" im Kontext der Arbeit ein?

Sie dient als theoretische Grundlage, um zu verstehen, wie Lernende Merkmale ihrer Erst- und Zweitsprache vermischen, um eine eigene, entwicklungsabhängige Zwischensprache zu bilden.

Warum ist die Förderung der thailändischen Kinder im Unterricht laut Autor besonders anspruchsvoll?

Neben der sprachlichen Distanz zum Deutschen erschweren kulturelle Prägungen, wie etwa die Zurückhaltung bei Kritik oder das Fehlen eines Diskussionsverständnisses, die Integration in den Unterricht.

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Details

Title
Deutsch als Zweitsprache - Sprachförderung thailändischer Migrantenkinder
College
Technical University of Berlin  (Fachdidaktik Deutsch)
Course
HS Deutschdidaktik in Theorie und Praxis
Grade
1,0
Author
Stephan Kilter (Author)
Publication Year
2005
Pages
29
Catalog Number
V116630
ISBN (eBook)
9783640185207
ISBN (Book)
9783640185627
Language
German
Tags
Deutsch Zweitsprache Sprachförderung Migrantenkinder Deutschdidaktik Theorie Praxis
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Stephan Kilter (Author), 2005, Deutsch als Zweitsprache - Sprachförderung thailändischer Migrantenkinder, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/116630
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