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Faksimile im Insel Verlag

Título: Faksimile im Insel Verlag

Trabajo de Seminario , 2002 , 35 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: M.A. Peter Barkefeld (Autor)

Ciencia del libro
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Schöne und gut ausgestattete Bücher zu verlegen, ist ein Ziel, das in faksimilierten Ausgaben besondere Gestalt annimmt. In der vorliegenden Seminararbeit werden zwei Reproduktionen aus dem Insel Verlag analysiert, nämlich die buchkünstlerisch-literarische Zeitschrift „Die Insel“ und das Evangeliar Heinrichs des Löwen. Beide geben sich als Faksimiles aus.
Im ersten Teil dieser Arbeit wird die Definition des Begriffs „Faksimile“ problematisiert, indem die Anforderungen an die Vorlage geklärt werden. Dadurch kristallisieren sich Gründe heraus, die deutlich machen, daß die reproduzierte Ausgabe der „Insel“ ein Nachdruck ist.
Im zweiten Teil sollen zentrale Erkenntnisse, die aus der Bestimmung der Merkmale eines Faksimiles entstanden sind, in Verbindung mit der Faksimilierung des Evangeliars Heinrichs des Löwen gebracht werden. Dabei wird auch die technische Verfahrensweise berücksichtigt. Wie reproduziert der Insel Verlag den Evangeliencodex?
In einem gesonderten Kapitel soll die Rolle, welche die Faksimilierung in der Geschichte dieser Handschrift spielt, deutlich werden. Das Evangeliar ist für den Gottesdienst angefertigt worden, heute stellt es jedoch ein Objekt der Wissenschaft dar. Wie ist der Weg, der vom Herstellungszweck zum Wissenschaftszweck geführt hat, verlaufen?
Das Ziel dieser Arbeit besteht darin, Einsichten in die Probleme zu gewinnen, die Insel bei einer originalgetreuen Nachbildung zu lösen hat.
Beim Bearbeiten dieser Aufgabenstellung haben sich Herbert Douteils Aufsatz „Begriff und Aufgabe des »Faksimile«“ sowie der von Dietrich Kötzsche herausgegebene Kommentar zum Faksimile des Evangeliars Heinrichs des Löwen als besonders hilfreich erwiesen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Faksimile: Versuch einer Begriffsbestimmung

III. „Die Insel“ als Nachdruck

IV. Anforderungen an das Faksimile

V. Historischer Abriß über das Evangeliar Heinrichs des Löwen

VI. Die Faksimilierung des Evangeliars Heinrichs des Löwen

VII. Abschließende Bemerkungen

VIII. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit analysiert die verlegerische Praxis der Faksimilierung anhand zweier prominenter Beispiele aus dem Insel Verlag: der Zeitschrift „Die Insel“ und des Evangeliars Heinrichs des Löwen. Ziel ist es, den Begriff „Faksimile“ kritisch zu hinterfragen, die technischen und wissenschaftlichen Anforderungen an eine originalgetreue Reproduktion zu definieren und die Diskrepanz zwischen verlegerischem Marketing und wissenschaftlichem Anspruch aufzuzeigen.

  • Problematisierung und theoretische Begriffsbestimmung des Faksimiles.
  • Differenzierung zwischen dem wissenschaftlichen Faksimile und dem rein kommerziellen Nachdruck.
  • Analyse der technischen Verfahren (insb. Granolitho- und Folientransfertechnik) bei der Reproduktion kostbarer Handschriften.
  • Untersuchung des Spannungsfeldes zwischen privatem Sammlermarkt und öffentlichem Bibliotheksauftrag.

Auszug aus dem Buch

II. Faksimile: Versuch einer Begriffsbestimmung

Die Sprachwurzel des Begriffs Faksimiles bedeutet nicht Gleichartigkeit; sie enthält lediglich einen Imperativ: „fac simile – mach’ gleich“2.

Diese Aufforderung sagt zunächst einmal wenig aus. Was ist ein Faksimile? Bis dato gibt es keine eindeutige, allgemein anerkannte Antwort auf diese Frage.3

Herbert Douteil legt dar, was er unter einem Faksimile versteht. Hierbei handelt es sich weniger um eine Definition, sondern vielmehr um „eine schwer zu erfüllende Idealforderung – was aber den Wert dieser Festlegung keineswegs mindert“4:

Unter einem Faksimile verstehen wir die mechanische Reproduktion einer einzelnen geschriebenen oder gemalten Vorlage, die unter Einsatz aller technischen Mittel das Original in seiner inneren und äußeren Gestalt nachbildet, um es möglichst vollwertig zu ersetzen.5

Demgemäß liegt ein Faksimile nur dann vor, wenn seine Vorlage unikal ist und in ihrer Gesamtheit mit der bestmöglichen, technischen Reproduktionsmethode möglichst originalgetreu wiedergegeben wird.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Die Einleitung stellt die beiden zu untersuchenden Objekte vor und skizziert die wissenschaftliche Zielsetzung, die Definition des Faksimile-Begriffs kritisch zu hinterfragen.

II. Faksimile: Versuch einer Begriffsbestimmung: Dieses Kapitel problematisiert den Begriff „Faksimile“ und arbeitet heraus, dass eine allgemeingültige, wissenschaftliche Definition aufgrund der "Idealforderung" der Gleichartigkeit schwer zu fassen ist.

III. „Die Insel“ als Nachdruck: Hier wird nachgewiesen, dass die Zeitschrift „Die Insel“ trotz ihrer Vermarktung als Faksimile-Ausgabe technisch gesehen lediglich einen Nachdruck darstellt, da die Vorlage kein Unikat ist.

IV. Anforderungen an das Faksimile: Dieses Kapitel definiert die zentralen Kriterien für ein echtes Faksimile, wie Vollständigkeit, Originalgröße, Materialähnlichkeit und die Bedeutung eines wissenschaftlichen Kommentarbandes.

V. Historischer Abriß über das Evangeliar Heinrichs des Löwen: Ein Abriss über Entstehung, Auftraggeber, liturgische Funktion und die wechselvolle Besitzergeschichte des Evangeliars bis zur Rückkehr nach Deutschland.

VI. Die Faksimilierung des Evangeliars Heinrichs des Löwen: Eine detaillierte Untersuchung der angewandten Reproduktionstechniken wie dem Granolithoverfahren und der Folientransfertechnik zur Nachbildung von Gold- und Silbereffekten.

VII. Abschließende Bemerkungen: Das Fazit fasst zusammen, dass die Synthese aus buchästhetischen Bestrebungen und technischer Perfektion das Evangeliar-Faksimile zu einem Vermittler kultureller Geschichte macht, während die „Insel“-Ausgabe eher einen eitlen Ästhetizismus zeugt.

VIII. Literaturverzeichnis: Ein umfassendes Verzeichnis der verwendeten Quellen und Forschungsliteratur.

Schlüsselwörter

Faksimile, Nachdruck, Evangeliar Heinrichs des Löwen, Insel Verlag, Reproduktionstechnik, Granolitho, Kodikologie, Buchkunst, Unikat, Pergament, Editionswissenschaft, Kommentarband, Buchgeschichte, Bibliophilie, Literaturwissenschaft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Analyse von Faksimile-Ausgaben des Insel Verlags, wobei der Fokus auf dem kritischen Vergleich zwischen wissenschaftlichen Ansprüchen und verlegerischer Praxis liegt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die theoretische Bestimmung des Begriffs Faksimile, die technische Umsetzung hochwertiger Reproduktionen sowie die sozio-ökonomischen Hintergründe des Marktes für Faksimiles.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es, Einsichten in die Probleme der originalgetreuen Nachbildung von historischen Handschriften zu gewinnen und zu klären, warum nicht jede Reproduktion als echtes Faksimile bezeichnet werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine komparative Analyse, die theoretische Definitionen aus der Fachliteratur mit den konkreten Beispielen (Zeitschrift „Die Insel“ und Evangeliar) sowie deren jeweiligen Herstellungsprozessen vergleicht.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden neben der Begriffsdefinition die konkreten Anforderungen an Faksimiles, die historische Genese des Evangeliars Heinrichs des Löwen sowie die hochkomplexen technischen Verfahren zu dessen Faksimilierung detailliert beleuchtet.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist insbesondere durch Begriffe wie Faksimile, Nachdruck, Reproduktionstechnik, Buchkunst, Kodikologie und den spezifischen Fall des Evangeliars Heinrichs des Löwen geprägt.

Warum wird die Zeitschrift „Die Insel“ kritisch als „Nachdruck“ bezeichnet?

Weil die Vorlage der Zeitschrift kein Unikat darstellt, sondern bereits ein vervielfältigtes Druckwerk war, was nach der engen Definition von Douteil den Status als Faksimile ausschließt.

Welche technische Innovation ist für die Faksimilierung des Evangeliars entscheidend?

Entscheidend ist hier das Granolithoverfahren, das eine rasterlose Druckqualität ermöglicht, kombiniert mit einer speziellen Folientransfertechnik zur originalgetreuen Nachbildung von Gold- und Silbereffekten.

Final del extracto de 35 páginas  - subir

Detalles

Título
Faksimile im Insel Verlag
Universidad
Johannes Gutenberg University Mainz  (Institut für Buchwissenschaft)
Curso
Faksimilierungen
Calificación
1,3
Autor
M.A. Peter Barkefeld (Autor)
Año de publicación
2002
Páginas
35
No. de catálogo
V116696
ISBN (Ebook)
9783640189311
ISBN (Libro)
9783640189533
Idioma
Alemán
Etiqueta
Faksimile Insel Verlag Faksimilierungen Nachdruck Buchwissenschaft Drucktechnik Medienwissenschaft
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
M.A. Peter Barkefeld (Autor), 2002, Faksimile im Insel Verlag, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/116696
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