Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Pädagogik - Sozialpädagogik

Psychoanalyse und Bildung. Annäherung an eine Verhältnisbestimmung

Titel: Psychoanalyse und Bildung. Annäherung an eine Verhältnisbestimmung

Hausarbeit , 2021 , 21 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Oskar Stranzenbach (Autor:in)

Pädagogik - Sozialpädagogik
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Arbeit soll erörtert werden, inwieweit sich Bildung und Psychoanalyse begrifflich und in ihrer Ausgestaltung ähneln sowie Unterschiede aufgezeigt werden, um so ein Verhältnis zwischen den beiden Disziplinen zu bilden und daraufhin weiterführende Aspekte aus diesem Verhältnis beleuchten zu können.

Es sei nur möglich eine transdisziplinäre Kompetenz zwischen Bildung und Psychoanalyse zu schaffen, wenn die lange Zeit undifferenzierte Diskussion um die Disziplinen an Aktualität gewinne. Dazu müssten zuerst intradisziplinär Rahmenbedingungen zu den häufig pluralistisch und inflationär verwendeten Begriffen Bildung und Psychoanalyse geschaffen werden. Da die Schaffung dieser Rahmenbedingungen den Rahmen dieser Ausarbeitung maßlos überschreiten würde und den Experten dieses Gebiets überlassen werde sollte, wird in den Kapiteln zwei und drei lediglich eine Einführung der beiden Disziplinen geliefert, wobei aufgrund der jeweiligen Komplexitäten selbst eine angemessene Einführung zu umfassend für den vorliegenden Korpus wäre.

Jedoch werden Auffassungen verschiedener Autoren vorgestellt, die sich explizit mit dem Verhältnis von Bildung und Psychoanalyse auseinandersetzen. Dabei werden vor allem Pazzini, Körner, Bittner und Rumpf berücksichtigt, da diese in den vergangenen Jahren vermehrt das besagte Verhältnis behandelten. Das vierte Kapitel wird folgend erörtern, inwieweit sich Bildung und Psychoanalyse in ihrer Ausgestaltung ähneln, um ein Verhältnis zwischen den beiden Disziplinen aufzuzeigen. Abschließend wird das fünfte Kapitel dem Fazit dienen, in dem die Ergebnisse der Analyse in Kapitel vier zusammengetragen und somit die Antwort der Forschungsfrage geliefert werden soll. Des Weiteren wird Raum zur Verfügung gestellt, um eventuell weiterführende Aspekte aus dem Verhältnis zu nennen, welche in weiteren Ausarbeitung beleuchtet werden könnten.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Bildung

3. Psychoanalyse

4. Transdisziplinäre Berührungspunkte

5. Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Das primäre Ziel dieser Arbeit ist es, das komplexe Verhältnis zwischen den Disziplinen Pädagogik und Psychoanalyse zu beleuchten und durch die Auseinandersetzung mit verschiedenen theoretischen Positionen gemeinsame Berührungspunkte sowie transdisziplinäre Schnittstellen herauszuarbeiten.

  • Grundlagendefinitionen der Begriffe Bildung und Psychoanalyse.
  • Analyse prominenter Fachpositionen (u.a. Pazzini, Körner, Bittner, Rumpf).
  • Untersuchung der Vereinbarkeit von pädagogischen und psychoanalytischen Praxen.
  • Herausarbeitung transdisziplinärer Überschneidungen und bestehender Diskursunterschiede.
  • Reflektion über die Rolle des Analytikers und die Relevanz für Bildungsprozesse.

Auszug aus dem Buch

2. Bildung

Schon seit mehr als 30 Jahren gehöre der Bildungsbegriff zu den am häufigst genutzten in der pädagogischen Fachsprache. Doch obwohl er stark frequentiert genutzt werde, besteht nach Bittner eine Fülle unterschiedlicher Bildungslehren, welche nur schwer miteinander zu verbinden sind (vgl. Bittner, 2011, S. 10). Da nach Rumpf jedoch jeder dazu verpflichtet ist eine Begriffsauslegung darzulegen, wenn Bildung genannt wird (vgl. Rumpf, 2015, S. 145), folgt nun eine Auseinandersetzung mit Auslegungen verschiedener Autoren aus dem Gebiet der Bildung in Verbindung mit Psychoanalyse. Dieses Kapitel soll ein grundlegendes Verständnis für den Begriff transferieren und die Komplexität sowie die Definitionsproblematik vermitteln. Die teils unterschiedlichen Annahmen zu Bildung werden allesamt respektiert und nicht gewertet, sie dienen als Grundlage einer Verhältnisbestimmung zu Psychoanalyse in Kapitel vier.

Der Begriff Bildung ist nach Karl-Josef Pazzini ein außergewöhnlicher (vgl. Pazzini, 2015a, S. 19). Pazzini ist ein berühmter Philosoph, Erziehungswissenschaftler, Mathematiker und Kunstpädagoge, der als Psychoanalytiker in Berlin und Hamburg tätig ist (vgl. ebd., S. 2). Im Vergleich zu den Begriffen Erziehung, Lernen oder Lehren sei Bildung nicht lediglich auf das Feld der Pädagogik beschränkt. Die Bedeutung des Begriffs habe in anderen Kulturen und Sprachen kein passendes Äquivalent, wodurch regelmäßig Übersetzungsschwierigkeiten entständen. Doch auch in der deutschen Sprache sei die Bedeutung des Begriffs Bildung nicht konsensuell festgelegt (vgl. ebd., S. 19). Aufgrund dieser Problematik ist es im Rahmen dieser Auseinandersetzung interessant die Herkunft und die anfängliche Bedeutung von Bildung zu klären. Pazzini zieht zur Annäherung der Begriffsbedeutung lateinisch-römisch-christliche Traditionen heran, nach denen Bildung als formatio verstanden werden kann. Auch der französische Psychoanalytiker Jacques Lacan verwendet formation als Interpretation für den deutschen Begriff. Ebenfalls könne das lateinische eruditio als Übersetzung für Bildung gelten, was Gelehrsamkeit oder Belesenheit bedeutet.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik ein, definiert das Ziel der Arbeit und erläutert die Relevanz der Auseinandersetzung mit den Schnittstellen von Psychoanalyse und Bildung.

2. Bildung: Das Kapitel widmet sich der vielschichtigen Begriffsbestimmung von Bildung und stellt die theoretischen Ansätze maßgeblicher Autoren dar.

3. Psychoanalyse: In diesem Teil werden verschiedene Auffassungen und Methoden der Psychoanalyse vorgestellt, um das notwendige Fundament für einen transdisziplinären Vergleich zu schaffen.

4. Transdisziplinäre Berührungspunkte: Das Kapitel exploriert die Schnittmengen sowie theoretischen Spannungsfelder zwischen pädagogischer und psychoanalytischer Praxis.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Analyseergebnisse zusammen und gibt einen Ausblick auf die Bedeutung des transdisziplinären Dialogs für die weitere Forschung.

Schlüsselwörter

Bildung, Psychoanalyse, Psychoanalytische Pädagogik, Transdisziplinarität, Bildungstheorie, Erziehung, Subjektivität, Intersubjektivität, Lebenslauf, Operationalisierung, Unbewusstes, Therapeutische Praxis, Bildungsbegriff, Verhältnisbestimmung, Reflexivität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das wechselseitige Verhältnis von Bildung und Psychoanalyse und versucht, gemeinsame theoretische Berührungspunkte sowie praktische Schnittstellen zwischen beiden Disziplinen zu identifizieren.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Kernpunkte umfassen die Begriffskritik von „Bildung“ und „Psychoanalyse“, die Analyse von interdisziplinären Diskursen sowie die Untersuchung von psychoanalytischen Konzepten innerhalb pädagogischer Kontexte.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, durch eine fundierte Auseinandersetzung mit der Fachliteratur eine Verhältnisbestimmung zwischen Bildung und Psychoanalyse vorzunehmen und die Aufmerksamkeit für diesen transdisziplinären Diskurs zu erhöhen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse und einer kritischen Auseinandersetzung mit verschiedenen wissenschaftlichen Fachpositionen, um eine heterogene Übersicht der Thematik zu gewinnen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die Begriffe Bildung und Psychoanalyse anhand zentraler Autoren (u.a. Pazzini, Körner, Bittner, Rumpf) eingeführt, um anschließend deren transdisziplinäre Überschneidungen und Widersprüche zu analysieren.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Bildungstheorie, Psychoanalytische Pädagogik, Intersubjektivität, therapeutische Praxis und Transdisziplinarität.

Wie bewerten die Autoren die Operationalisierung von Bildung?

Einige Autoren, wie etwa Körner, kritisieren, dass Bildung unter dem gesellschaftlichen Druck der Operationalisierbarkeit leidet und zunehmend auf messbare, schulische Ziele reduziert wird, was dem eigentlichen Bildungsgedanken widerspricht.

Was unterscheidet das Verständnis von Rumpf und Körner bezüglich der Rolle des Analytikers?

Während Körner betont, dass eine wohlwollende Begleitung ohne direkte Steuerung ausreicht, favorisiert Rumpf einen aktiven Beitrag des Analytikers als Intersubjektivität stiftendes Element innerhalb des therapeutischen Prozesses.

Ende der Leseprobe aus 21 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Psychoanalyse und Bildung. Annäherung an eine Verhältnisbestimmung
Hochschule
Universität Siegen
Veranstaltung
Psychoanalyse und Pädagogik
Note
1,0
Autor
Oskar Stranzenbach (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
21
Katalognummer
V1167095
ISBN (PDF)
9783346575876
ISBN (Buch)
9783346575883
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Psychoanalyse Bildung Pädagogik Verhältnisbestimmung Soziale Arbeit Transdisziplinär Berührungspunkte
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Oskar Stranzenbach (Autor:in), 2021, Psychoanalyse und Bildung. Annäherung an eine Verhältnisbestimmung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1167095
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  21  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum