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Tod, Trauer und Sterben in der Kindertageseinrichtung. Informationen und präventive Angebote

Título: Tod, Trauer und Sterben in der Kindertageseinrichtung. Informationen und präventive Angebote

Trabajo Escrito , 2019 , 18 Páginas , Calificación: 2,0

Autor:in: Johanna Elvers (Autor)

Pedagogía - Pedagogía en educación Pre-escolar
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Diese Hausarbeit befasst sich mit folgenden Fragestellungen. Die Erste beschäftigt sich mit der Notwendigkeit, Kinder schon frühzeitig mit dem Thema Trauer, Tod und Sterben in Berührung zu bringen. Die zweite Fragestellung sucht nach konkreten präventiven Beispielangeboten für die Kindertageseinrichtung.

Damit diese Fragestellungen sinnvoll beantwortet werden können, beginnt die Hausarbeit mit einem Einführungsteil. Dieser Teil befasst sich mit der Definition von Trauer, insbesondere mit der Definition und den Merkmalen von Kindertrauer, mit den Aufgaben von Trauer bei Kindern und Erwachsenen und den kindlichen Todesvorstellungen in den verschiedenen Altersstufen. Im darauffolgenden Teil wird zunächst allgemein beschrieben, in welchen (Alltags-)Situationen die Kinder in der Kindertageseinrichtung mit dem Thema Trauer, Tod und Sterben schon in Berührung kommen oder an welchen Stellen im Kita-Alltag das Thema gut aufgegriffen werden kann. Nachdem allgemeine Möglichkeiten dargelegt worden sind, beschreibt diese Hausarbeit noch drei konkrete Angebote zum Thema Trauer, Tod und Sterben, die innerhalb einer Kindertageseinrichtung durchgeführt werden können. Hierbei handelt es sich um lebensnahe Angebote, die teilweise auch religiöse Aspekte beinhalten.

Die Ansicht, dass Kinder zu jung sind, um den Tod zu verstehen, ist auch heutzutage noch weitverbreitet. Viele Erwachsene denken, dass Kinder sich noch nicht für Tod und Sterben interessieren oder es für sie einfach zu schwer zu verstehen ist. Jedoch wird dabei meistens vergessen, dass auch schon jüngere Kinder dem Trauergefühl oder den Ereignissen Tod und Sterben in ihrem Lebensalltag begegnen. In Medien, in der Familie, in der Gesellschaft oder in Kindertageseinrichtungen können die Kinder durch verschiedene Anlässe mit dem dennoch sehr oft tabuisierten Thema in Kontakt treten. Viele Erwachsene haben selber Angst vor dem Sterben und genau das verursacht eine Sprachlosigkeit im Zusammenhang mit dem Thema Tod.

Der Umgang mit Trauer, Tod und Sterben erweist sich als pädagogische Herausforderung. Doch es ist wichtig, schon die kleinsten Verlusterfahrungen mit den Kindern gemeinsam zu erleben und ihnen zu helfen, mit diesem Verlust umzugehen. Nur so können Kinder die Angst vor Trauer, Tod und Sterben verlieren und eigene Strategien im Umgang mit kleineren und größeren Verlusten einüben.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Was ist Trauer?

3. Die kindliche Trauer

4. Aufgaben der Trauer bei Kindern und Erwachsenen

5. Todesvorstellungen von Kindern

5.1 Säuglingsalter (0-1 Jahr)

5.2 Kleinkindalter (1-3 Jahre)

5.3 Kindergartenalter (3-6 Jahre)

5.4 Grundschulalter (ab 6 Jahre)

6. Kinder begegnen dem Thema Trauer, Tod und Sterben im Kita-Alltag

7. Beispiele für präventive Angebote mit Kindern

7.1 Die Schatzkiste

7.2 Der tote Vogel

7.3 Religiöse Angebote in der Osterzeit

8. Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die Notwendigkeit, Kinder bereits in frühen Jahren sensibel mit dem Tabuthema Tod und Sterben in Berührung zu bringen, und entwickelt hierzu konkrete, präventive Handlungsansätze für den Alltag in Kindertageseinrichtungen.

  • Psychologische Grundlagen der kindlichen Trauerentwicklung
  • Trauerphasen und Aufgaben der Trauerbewältigung
  • Altersgerechte Todesvorstellungen von Kleinkindern bis zum Grundschulalter
  • Integration von Abschiedsritualen in den Kita-Alltag
  • Praxisnahe pädagogische Konzepte und Angebote zur Trauerbegleitung

Auszug aus dem Buch

4. Aufgaben der Trauer bei Kindern und Erwachsenen

Der Psychologe William Worden hat 1982 vier wesentliche Aufgaben der Trauer definiert. Diese sind erstens die Realität anerkennen, zweitens den Abschiedsschmerz durchleben, drittens das verinnerlichen was war und viertens eine neue Identität entwickeln.

Das Ziel der ersten Aufgabe beschreibt die Trauer als Prozess der Anerkennung der Realität. Es ist sowohl für Kinder als auch für Erwachsene sehr wichtig zu begreifen, dass der Tod etwas Endgültiges ist20. Akzeptanz ist der erste Schritt der Verlustverarbeitung 21. Beschönigende Worte wie beispielsweise „einschlafen“ oder „weggehen“, verhindern die Realisierung der Wirklichkeit22. [...] das wirkliche Begreifen [der Endgültigkeit] reicht vom intellektuellen Verstehen bis zum seelischen Erfassen und dauert lange.“23

Die zweite Aufgabe der Trauer besteht darin den Abschiedsschmerz zu durchleben. Trauer verursacht seelischen und körperlichen Schmerz24. Hinterbliebene fühlen sich oft betrogen, verlassen, verraten oder im Stich gelassen. Sie lieben den Verstorbenen immer noch und geben Gefühle in die nicht mehr vorhandene Beziehung. Daher ist die Enttäuschung umso größer, dass diese Gefühlsausdrücke ins Leere gehen. Dieser Schmerz muss empfunden und zugelassen werden, damit der Verlust verarbeitet werden kann. Sobald der Mensch die anfängliche Gefühlslähmung überwunden hat, brechen aus ihm ganz unterschiedliche Emotionen hervor. Wut, Zorn, Trauer, Angst, Sehnsucht, Ohnmacht und Enttäuschung sind hierfür einige mögliche Beispiele. Diese Gefühlsausbrüche sind ein gesundes Zeichen dafür, dass die gesamte Kraft des Menschen nicht mehr gegen die eigenen Gefühle ankämpft. Die trauenden Menschen befinden sich in dieser Phase in einem emotionalen Chaos, sie fühlen sich innerlich zerrissen und befürchten „verrückt“ zu werden. Kinder können diese zwiespältigen Gefühle, im Gegensatz zu Erwachsenen, nicht kontrollieren und sind diesen somit schutzlos ausgeliefert. Aus diesem Grund kann es bei Kindern dazu führen, dass sie versuchen durch „aggressive“ Verhaltensweisen, wie Kratzen, Beißen und Schlagen, auf ihr inneres Ungleichgewicht und ihren Schmerz aufmerksam zu machen. Emotionen, wie Hass und Wut, können aber nicht nur bei Kindern eine Schutzreaktion gegen die großen Gefühle, wie Liebe und Sehnsucht, sein25.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit begründet die Relevanz einer frühen Auseinandersetzung mit Sterben und Tod und definiert die Zielsetzung zur Entwicklung präventiver Angebote in Kitas.

2. Was ist Trauer?: Dieses Kapitel beschreibt Trauer als lebensnotwendige, individuelle Reaktion auf Verlusterfahrungen, die ein breites Spektrum an Gefühlen und körperlichen Reaktionen umfasst.

3. Die kindliche Trauer: Hier wird erläutert, wie sich kindliche Trauer von der erwachsener unterscheidet und warum sie oft durch sprunghaftes Verhalten oder stellvertretende Ausdrucksformen gekennzeichnet ist.

4. Aufgaben der Trauer bei Kindern und Erwachsenen: Auf Basis von William Worden werden vier zentrale Aufgaben der Trauerbewältigung erläutert, die den Weg von der Anerkennung der Realität bis zur Identitätsfindung beschreiben.

5. Todesvorstellungen von Kindern: Das Kapitel differenziert die kognitive Auseinandersetzung mit dem Tod nach Altersstufen, vom Säuglingsalter bis zum Grundschulalter.

6. Kinder begegnen dem Thema Trauer, Tod und Sterben im Kita-Alltag: Der Fokus liegt auf der Integration von Ritualen und der Nutzung von Medien wie Bilderbüchern, um das Thema im pädagogischen Alltag präsent zu halten.

7. Beispiele für präventive Angebote mit Kindern: Es werden konkrete Praxisbeispiele vorgestellt, darunter die „Schatzkiste“, die Arbeit mit einem toten Tier und religiöse Impulse in der Osterzeit.

8. Fazit: Die Arbeit schließt mit der Erkenntnis, dass Trauer ein natürlicher Teil des Lebens ist und Kitas einen geschützten Rahmen für diese Erfahrung bieten sollten.

Schlüsselwörter

Kindertageseinrichtung, Kindliche Trauer, Trauerbegleitung, Verlustbewältigung, Todesvorstellungen, Abschiedsrituale, Prävention, Pädagogik, Emotionale Kompetenz, Sterben und Tod, Lebenszyklus, Bildungsauftrag, Kindheitsentwicklung, Bewältigungsstrategien, Trauerphasen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit der pädagogischen Relevanz, Kinder in Kindertageseinrichtungen behutsam an die Themen Sterben, Tod und Trauer heranzuführen.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Schwerpunkte liegen auf dem Verständnis kindlicher Trauer, der psychologischen Entwicklung von Todeskonzepten und der praktischen Implementierung von Trauerarbeit im Kita-Alltag.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, Möglichkeiten und präventive Angebote aufzuzeigen, wie pädagogische Fachkräfte Kinder beim Umgang mit Abschied und Verlust unterstützen können.

Welche methodische Vorgehensweise wurde gewählt?

Die Arbeit basiert auf einer wissenschaftlichen Literaturanalyse und der Ableitung konkreter, kindgerechter Handlungsempfehlungen für die Praxis.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Neben theoretischen Grundlagen zur Trauer und den Entwicklungsstufen von Todesvorstellungen bei Kindern stellt der Hauptteil konkrete Projekte wie die „Schatzkiste“ oder religiöse Angebote vor.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit?

Begriffe wie Trauerbegleitung, Kindheitspädagogik, Verlustbewältigung, Abschiedsrituale und emotionale Entwicklung sind zentral.

Wie unterscheidet sich die Trauer von Kindern von der von Erwachsenen?

Kinder trauern oft in Schüben und zeigen dies durch Spiel oder aggressive Verhaltensweisen, anstatt über lange Zeiträume konstant in einem Trauerzustand zu verharren.

Warum ist das Beispiel „Der tote Vogel“ in der Arbeit enthalten?

Es dient als praxisnahes Beispiel dafür, wie spontane Begegnungen mit dem Tod in der Natur genutzt werden können, um Kindern erste abstrakte Konzepte des Sterbens kindgerecht zu erklären.

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Detalles

Título
Tod, Trauer und Sterben in der Kindertageseinrichtung. Informationen und präventive Angebote
Universidad
University of Osnabrück
Calificación
2,0
Autor
Johanna Elvers (Autor)
Año de publicación
2019
Páginas
18
No. de catálogo
V1167106
ISBN (PDF)
9783346590695
ISBN (Libro)
9783346590701
Idioma
Alemán
Etiqueta
trauer sterben kindertageseinrichtung informationen angebote
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Johanna Elvers (Autor), 2019, Tod, Trauer und Sterben in der Kindertageseinrichtung. Informationen und präventive Angebote, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1167106
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