Durch eine sich wandelnde Gesellschaft und ein verändertes Konsumverhalten hat sich auch der Einzelhandel in den letzten Jahren stark gewandelt, was gravierende Folgen für Innenstädte haben kann. So wurde beispielsweise durch Shopping-Center auf der "Grünen Wiese" Kaufkraft aus den Innenstädten abgezogen, wodurch diese an Bedeutung verloren und in ihrer Struktur bedroht wurden. Galerien und Passagen können nur im städtischen Kontext entstehen und diesen, bei gelungener Planung, aufwerten und beleben.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Definition und Abgrenzung der Begrifflichkeiten
2.1 Die Passage
2.2 Die Galerie
2.3 Abgrenzung von Galerien und Passagen zum Shopping-Center
3. Zur Geschichte und Entwicklung von Galerien und Passagen
4. Äußere Rahmenbedingungen
4.1 Die Lage in der Stadt
4.2 Die Platzierung
4.3 Die innere Organisation
5. Verteilung von Galerien und Passagen nach deutschen Bundesländern und Städten
6. Galerien und Passagen im Zusammenhang mit der Stadtentwicklung
6.1 Passagen als Anzeichen für die innerstädtische Revitalisierung
6.2 Auswirkungen von Galerien und Passagen auf die Stadtzentren
7. Verdeutlichung anhand von Fallbeispielen
7.1 Die Neumarkt Galerie - Geschichtliches und Eckdaten
7.2 Probleme der alten Struktur und daraus resultierende aktuelle
7.3 Die Kö-Galerie in Düsseldorf als Positivbeispiel
8. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle von Galerien und Passagen als städtebauliche Instrumente im Kontext des sich wandelnden deutschen Einzelhandels. Das primäre Ziel ist es, die Auswirkungen dieser Einzelhandelsformen auf die Stadtentwicklung zu analysieren und aufzuzeigen, wie sie bei gelungener Planung zur Belebung und Aufwertung von Innenstädten beitragen können.
- Definition und Abgrenzung von Galerien, Passagen und Shopping-Centern.
- Analyse der geschichtlichen Entwicklung und der notwendigen Rahmenbedingungen für den Erfolg von Galerien.
- Untersuchung der Wechselwirkung zwischen Galerien/Passagen und innerstädtischer Revitalisierung.
- Vergleichende Fallstudien der Neumarkt Galerie in Köln und der Kö-Galerie in Düsseldorf.
- Bewertung von Erfolgsfaktoren für ein nachhaltiges Centermanagement.
Auszug aus dem Buch
4.2 Die Platzierung
Eine weitere wichtige Bedingung, beziehungsweise Vorraussetzung, einer Passage ist die Verkehrsfunktion. Im idealen Fall ist die Passage Kontaktglied zwischen zwei oder mehreren gleich stark frequentierten Straßen, wodurch sie einen Weg in einem vorgegebenen oder auch unfertigen Straßensystem bildet, welcher immer etwas verbinden, erschließen, abkürzen oder erleichtern muss. Die Anbindung an eine Fußgängerzone hat sich außerdem als besonderer Vorteil erwiesen. Je weniger diese Verbindungsfunktion erfüllt ist, desto ungewisser ist der Erfolg einer Passage. Es ergeben sich nach GEIST (1969: 31f) fünf verschiedene Platzierungsmöglichkeiten:
1. „ Die Passage verbindet eine Straße mit einem Gebäude oder einer anderen Straße. Sie kürzt ab und dient der Verkehrserleichterung zwischen zwei Punkten.
2. Die Passage setzt eine vorhandene Straße fort oder bildet das Verbindungsstück zwischen zwei aufeinander zulaufenden, aber bisher durch einen Baublock getrennten Straßen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik der Galerien und Passagen ein und erläutert deren Bedeutung für die Revitalisierung von Innenstädten angesichts eines sich verändernden Konsumverhaltens.
2. Definition und Abgrenzung der Begrifflichkeiten: Hier werden die Begriffe Passage und Galerie im Einzelhandelskontext definiert und von herkömmlichen Shopping-Centern abgegrenzt.
3. Zur Geschichte und Entwicklung von Galerien und Passagen: Dieses Kapitel gibt einen kurzen historischen Überblick und beschreibt die aktuelle Renaissance dieser Einzelhandelsformen.
4. Äußere Rahmenbedingungen: Es werden die essenziellen Voraussetzungen für den Erfolg von Galerien und Passagen dargelegt, insbesondere in Bezug auf Standort, Platzierung und Organisation.
5. Verteilung von Galerien und Passagen nach deutschen Bundesländern und Städten: Die Untersuchung zeigt die ungleiche regionale Verteilung der betrachteten Handelsformen in Deutschland auf.
6. Galerien und Passagen im Zusammenhang mit der Stadtentwicklung: Hier wird der Einfluss von Galerien auf die Stadtentwicklung analysiert, insbesondere deren Rolle bei der innerstädtischen Revitalisierung und Stadtsanierung.
7. Verdeutlichung anhand von Fallbeispielen: Anhand der Neumarkt Galerie in Köln und der Kö-Galerie in Düsseldorf werden Erfolgs- und Misserfolgsfaktoren praxisnah verdeutlicht.
8. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont die Bedeutung einer wohldurchdachten Planung für den positiven Beitrag von Galerien und Passagen zur Stadtentwicklung.
Schlüsselwörter
Galerien, Passagen, Einzelhandel, Stadtentwicklung, Innenstadt, Revitalisierung, Standortplanung, Neumarkt Galerie, Kö-Galerie, Stadtplanung, Konsumverhalten, Handelsagglomerationen, Immobilienmanagement, Stadtsanierung, Einzelhandelsform.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Hausarbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die Einzelhandelsform der Galerien und Passagen und deren spezifische Rolle bei der Aufwertung und Belebung deutscher Innenstädte.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Die Arbeit befasst sich mit der Definition dieser Handelsformen, ihrer historischen Einordnung, den erforderlichen Rahmenbedingungen für ihren Erfolg sowie ihrer Funktion innerhalb der Stadtentwicklung.
Was ist die zentrale Forschungsfrage?
Es wird untersucht, wie Galerien und Passagen zur Revitalisierung von Innenstädten beitragen können und welche planerischen Faktoren dabei entscheidend sind.
Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?
Die Autorin nutzt eine Literaturanalyse zur theoretischen Fundierung und ergänzt diese durch eine vergleichende Fallstudienanalyse zweier prominenter Projekte.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu Standort- und Platzierungsanforderungen sowie eine detaillierte Auseinandersetzung mit den Fallbeispielen aus Köln und Düsseldorf.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?
Wesentliche Begriffe sind innerstädtische Revitalisierung, Standortplanung, Branchenmix, Passantenfrequenz und Stadtgalerie.
Warum wird die Neumarkt Galerie in Köln als Fallbeispiel angeführt?
Sie dient als Beispiel für eine Galerie, die aufgrund von Planungsfehlern mit erheblichem Misserfolg zu kämpfen hatte und nun einer radikalen Revitalisierung unterzogen wird.
Was macht die Kö-Galerie in Düsseldorf zu einem Positivbeispiel?
Die Kö-Galerie gilt als Erfolgsprojekt, da sie sich durch eine hochwertige Architektur, eine gute Einbindung in das städtische Wegenetz und ein differenziertes Management nachhaltig etabliert hat.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2013, Galerien und Passagen. Aktuelle Prozesse im Einzelhandel und ihre Auswirkungen auf die Stadtentwicklung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1167670