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Das Oberschlesische Industriegebiet

Arbeitgeber und Umweltlast zugleich

Title: Das Oberschlesische Industriegebiet

Seminar Paper , 2006 , 18 Pages , Grade: 1

Autor:in: Marie John (Author)

Geography / Earth Science - Regional Geography
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Summary Excerpt Details

Auf der Grundlage der Land –und Waldwirtschaft wäre Oberschlesien nicht zu einem
Industrierevier gewachsen. Die tragende Rolle spielte hierbei die große Fülle an
Bodenschätzen, die gefördert und exportiert wurden.
Die Fragestellung in dieser Arbeit lautet, welche Probleme eine so immense Förderung mit
sich bringt und auf welche Lebewesen und Lebensvorgänge sie Einfluss hat. Dabei soll auch
die fortschreitende positive Entwicklung im Revier nicht außer Acht gelassen werden. „Ein breites Band von Steinkohlevorkommen zieht sich von Schottland über Mittel- und
Südengland in das nordfranzösisch- belgische Revier und von dort über das Saarland und
Ruhrgebiet nach Oberschlesien bis in das Donezkbecken.“ (Fischer 2000, S. 80)
In dieser Arbeit liegt das Hauptaugenmerk auf dem Oberschlesischen Industriegebiet.
Es wird als das „bedeutendste Industriegebiet Ostmitteleuropas“ bezeichnet oder auch als das
„Ruhrgebiet des Ostens“ (Fuchs 1985, S.159)
Das Oberschlesische Industriegebiet befindet sich im Süden Polens, der Mittelpunkt des
Industriegebiets ist die Stadt Kattowitz\ Katowice. Der altindustrielle Raum stellt das Zentrum
der polnischen Industrie dar und ist etwas doppelt so groß wie das Saarland.
(Oberschlesisches Industrierevier 1994, S. 45)

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Topographische Einordnung

3. Entwicklungsgeschichte der GOP

4. Siedlungssituation der GOP

4.1 Allgemeine Feststellungen

4.2 Gründe für die schnellere Entwicklung einiger Gebiete

4.3 Besiedlungsprogramme

4.4 Heutige Daten

5. Anthropogene Einflüsse auf die Umwelt

5.1 Veränderungen der Oberflächenform

5.2 Veränderung der Gewässer

5.3 Veränderung des Klimas

5.4 Veränderung der Luft

5.5 Ursachensuche

5.6 Erste Lösungsansätze

6. Einflüsse auf den Menschen

7. Lösungsansätze führen zu einem fortschreitenden Strukturwandel

7.1 Straßenbauprogramm

7.2 Ausländische Investoren im Revier

8. Fazit

8.1 Autorenfazit aus wissenschaftlicher Literatur

8.2 Persönliches Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die historische Entwicklung und die daraus resultierenden ökologischen Belastungen sowie die sozialen Auswirkungen des Oberschlesischen Industriegebiets (GOP) mit dem Ziel, den Transformationsprozess hin zu einer modernen Wirtschaftsstruktur zu beleuchten.

  • Historische industrielle Entwicklung von Oberschlesien
  • Anthropogene Umweltveränderungen und deren Ursachen
  • Soziale und gesundheitliche Folgen der Umweltbelastung für die Bevölkerung
  • Strukturwandel, Infrastrukturentwicklung und ausländische Investitionen
  • Zukünftige Perspektiven in einem europäischen Kontext

Auszug aus dem Buch

5.4 Veränderungen der Luft

„Durch die Lage von Swietochlowice im zentralen Teil der GOP ist eine erhebliche Luftverschmutzung zu beobachten. Die Verschmutzung ist die Summe der Schadstoffkonzentration, die aus dem zentralen und westlichen Teil des Ballungsgebietes sowie aus den Emissionsquellen der Stadt selbst stammen. Die jährliche Staubemission aus dem Stadtgebiet betrugen [sic!] im Jahr 1990 1023 Tonnen, die Gasemission 2385 Tonnen. Die Hauptsubstanzen der Verschmutzung sind Schwefeloxid, Stickstoffoxide, Blei, Formaldehyd, Phenol, Fluorwasserstoff, Ammoniak, Zyklohexan und Cadium. Alle diese Substanzen überschreiten um ein Vielfaches die zulässige Maximalkonzentration und sind somit sehr gefährlich, vor allem für die Stadtbevölkerung in der Nähe der Emittenten. [...]

Um die Auswirkungen der Luftverschmutzung in Swietochlowice zu begrenzen, wurden Schutzzonen um belastende Betriebe und die Lager der Produktionsabfälle vorgeschlagen. In vielen Fällen sind es Lager für Substanzen, die gesundheitsschädlich sind. Für sie betragen die Schutzzonen 100 bis 300 Meter in Abhängigkeit von der Art der gelagerten Substanzen und der Zeitdauer der Lagerung. [...] Bei der Analyse der Schutzgebiete muss man feststellen, dass fast das gesamte Stadtgebiet in Schutzzonen mit unterschiedlichem Gefahrenpotential bezüglich der Schädlichkeit der Industriebetriebe und Lager von Produktionsabfällen für Menschen und Umwelt eingeteilt werden müsste. Es scheint aber in den nächsten Jahren unmöglich, die Emission auf die zulässigen Grenzkonzentrationen zu senken.“ (Czaja 1997 a, S. 399)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung umreißt die industrielle Bedeutung Oberschlesiens und stellt die Forschungsfrage nach den ökologischen Folgen der Rohstoffförderung sowie der gleichzeitigen wirtschaftlichen Entwicklung.

2. Topographische Einordnung: Dieses Kapitel verortet das Oberschlesische Industriegebiet als bedeutendsten industriellen Schwerpunkt Ostmitteleuropas innerhalb der europäischen Steinkohleregionen.

3. Entwicklungsgeschichte der GOP: Es wird die rasante Entwicklung der Montanindustrie ab dem 19. Jahrhundert sowie die politische und wirtschaftliche Konsolidierung des GOP im 20. Jahrhundert dargestellt.

4. Siedlungssituation der GOP: Dieses Kapitel analysiert den Zusammenhang zwischen der industriellen Ansiedlung, der Arbeitsmigration und dem Entstehen von städtischen Strukturen im Revier.

5. Anthropogene Einflüsse auf die Umwelt: Hier werden die massiven Eingriffe des Menschen in Relief, Gewässer, Klima und Luft sowie erste ökologische Lösungsansätze thematisiert.

6. Einflüsse auf den Menschen: Es werden die gesundheitlichen Langzeitfolgen der Umweltbelastungen, wie etwa chronische Erkrankungen und eine verminderte Lebenserwartung der Bevölkerung, beschrieben.

7. Lösungsansätze führen zu einem fortschreitenden Strukturwandel: Das Kapitel behandelt den notwendigen wirtschaftlichen Wandel durch Infrastrukturmaßnahmen und die Ansiedlung internationaler Investoren.

8. Fazit: Die Autorin resümiert die Notwendigkeit internationaler Solidarität und betont die Notwendigkeit eines gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Umdenkens für die Zukunft der Region.

Schlüsselwörter

Oberschlesien, Industriegebiet, GOP, Steinkohle, Umweltschutz, Luftverschmutzung, Strukturwandel, Schwerindustrie, Gesundheitsfolgen, Altlasten, Bergbau, Transformation, Wirtschaftsentwicklung, Umweltbelastung, Katowice

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit primär?

Die Arbeit analysiert die historische und wirtschaftliche Entwicklung des Oberschlesischen Industriegebiets (GOP) sowie dessen gravierende Auswirkungen auf Mensch und Umwelt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Themen umfassen die Bergbaugeschichte, anthropogene Umweltveränderungen, soziale Auswirkungen auf die Gesundheit der Bevölkerung und den aktuellen wirtschaftlichen Strukturwandel.

Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie das Oberschlesische Industriegebiet mit der Doppelbelastung durch industrielle Altlasten und dem notwendigen ökonomischen Transformationsprozess umgeht.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Autorin nutzt eine fundierte Literaturanalyse, um historische Daten, ökologische Studien und aktuelle Entwicklungen im Strukturwandel zusammenzuführen und kritisch zu bewerten.

Was wird schwerpunktmäßig im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich detailliert mit der Siedlungsentwicklung, den konkreten Umwelteinflüssen auf Geologie und Atmosphäre sowie den gesundheitlichen Konsequenzen für die Anwohner.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Werk?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Oberschlesien, GOP, Schwerindustrie, Umweltbelastung, Strukturwandel und Transformation.

Welche konkreten gesundheitlichen Risiken für die Bevölkerung im GOP werden genannt?

Die Arbeit verweist auf eine erhöhte Krebsrate, Haltungsschäden durch Bleibelastung sowie eine überdurchschnittliche Säuglingssterblichkeit aufgrund der massiven Umweltbelastung.

Wie wird das "Ecocoal"-Verfahren in der Arbeit eingeordnet?

Es wird als ein wichtiger erster Lösungsansatz unter dem Aspekt der Umweltverbesserung durch die Technische Hochschule Gliwice zur raucharmen Wärmeerzeugung hervorgehoben.

Welche Bedeutung kommt der Ansiedlung von Unternehmen wie Opel für die Region zu?

Die Ansiedlung wird als positives Beispiel für den Strukturwandel und als Chance zur wirtschaftlichen Erholung durch die Schaffung neuer Arbeitsplätze und die Nutzung von Sonderzonen-Steuervorteilen bewertet.

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Details

Title
Das Oberschlesische Industriegebiet
Subtitle
Arbeitgeber und Umweltlast zugleich
College
University of Würzburg
Course
Einführungsseminar Anthropogeographie
Grade
1
Author
Marie John (Author)
Publication Year
2006
Pages
18
Catalog Number
V116772
ISBN (eBook)
9783640190881
ISBN (Book)
9783640190935
Language
German
Tags
Oberschlesische Industriegebiet Einführungsseminar Anthropogeographie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Marie John (Author), 2006, Das Oberschlesische Industriegebiet, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/116772
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