In dieser Arbeit wird der Frage nachgegangen, inwiefern die Schüler die Adventszeit noch als religiös wahrnehmen. Hinzu kam die Frage, ob das kurze Thematisieren im Religionsunterricht wirklich zu einer bewussteren Wahrnehmung führen kann. Ebenso interessant scheinen die Auswirkungen bei Schülern, die im Religionsunterricht während dieser Wochen ein ganz anders Thema behandeln als die Adventszeit. Diese Überlegungen führten zu folgender konkreter Fragestellung: Inwieweit schafft es der Religionsunterricht durch geplantes religiöses Lernen, dass die Schüler ihre Lebenswelt bewusst religiöser wahrnehmen?
In der vorliegenden Arbeit soll dieser Fragestellung nachgegangen werden, indem zunächst ein theoretischer Hintergrund gegeben wird. In diesem soll auf die Struktur des religiösen Lernens allgemein eingegangen werden. Anschließend wird ein Blick auf die heutige Zeit und auf die Folgen für den Religionsunterricht geworfen. Zuletzt soll ein kurzer Einblick in die religiöse Bedeutung der Adventszeit folgen. In einem weiteren Punkt wird die Fragestel-lung genauer erläutert und mögliche Hypothesen werden anlehnend an die Forschungsliteratur und den eigenen Beobachtungen aufgestellt.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Theoretischer Hintergrund
2.1 Religiöses Lernen
2.1.1 Lebenswelt
2.1.2 Religionsunterricht
2.2 Der Advent
3. Fragestellung und Hypothesen
4. Methode
4.1 Forschungsdesign und Material
4.2 Stichprobe
4.3 Durchführung
5. Ergebnisse und Diskussion
6. Reflexion
6.1 Methodische Reflexion
6.2 Theorie-Praxis-Reflexion
6.3 Persönliche Reflexion
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin zu untersuchen, inwieweit Religionsunterricht durch geplantes religiöses Lernen dazu beitragen kann, dass Schülerinnen und Schüler ihre Lebenswelt bewusst religiöser wahrnehmen. Die Forschungsfrage fokussiert sich dabei besonders auf die Adventszeit und deren Stellenwert im Vergleich zur alltäglichen Wahrnehmung der Lernenden.
- Struktur und Definition des religiösen Lernens
- Einfluss der Säkularisierung auf die Wahrnehmung religiöser Traditionen
- Untersuchung der Lebenswelt von Schülern in Bezug auf die Adventszeit
- Evaluierung der Auswirkungen unterrichtlicher Thematisierungen mittels Fragebogen
Auszug aus dem Buch
2.1 Religiöses Lernen
Der Begriff des religiösen Lernens lässt sich in eine Vielzahl unterschiedlicher Dimensionen unterteilen. Daher ist es wichtig, sich dem Begriff auf unterschiedliche Weise zu nähern. Zunächst einmal ist zu klären, wie der Prozess des Lernens zu definieren ist, da auch hier eine hohe Pluralität an Definitionen vorherrscht.
Eine gängige Auffassung ist, dass Lernen eine Veränderung des Verhaltens oder der Einstellung hervorruft und ein dauerhaftes Prozessergebnis auf Grund von Erfahrungen darstellt. Während die Veränderung des Verhaltens einer Person von außen sichtbar ist, lässt sich die Veränderung von persönlichen Überzeugungen und Einstellungen nur schwer von außen beobachten. Solche Lernprozesse vollziehen sich über einen längeren Zeitraum und müssen daher eine erkennbare Stabilität aufweisen. Der Grundstein dieser Definition des Lernens liegt bei den Erfahrungen. Jegliches Lernen geht von ihnen aus. Sie stellen dabei eine aktive Auseinandersetzung eines Individuums mit seiner Umwelt dar.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Dieses Kapitel erläutert die Motivation für das Projekt, basierend auf Beobachtungen im Praxissemester, und leitet die Forschungsfrage sowie den Aufbau der Arbeit her.
2. Theoretischer Hintergrund: Hier werden die Grundlagen des religiösen Lernens sowie die Bedeutung der Adventszeit wissenschaftlich fundiert und in den Kontext der modernen Gesellschaft eingeordnet.
3. Fragestellung und Hypothesen: Dieses Kapitel formuliert die zentrale Forschungsfrage präzise und stellt Vermutungen über den Ausgang der Untersuchung auf.
4. Methode: Hier wird das Forschungsdesign, die Zusammensetzung der Stichprobe (Experimental- und Kontrollgruppe) sowie die Durchführung der Unterrichtsreihe detailliert beschrieben.
5. Ergebnisse und Diskussion: In diesem Kapitel werden die erhobenen Daten analysiert, interpretativ gegenübergestellt und im Hinblick auf die Ausgangshypothesen bewertet.
6. Reflexion: Der letzte Teil dient der kritischen Auseinandersetzung mit der gewählten Methode, der Verknüpfung von Theorie und Praxis sowie der persönlichen Reflexion der angehenden Lehrkraft.
Schlüsselwörter
Religionsunterricht, religiöses Lernen, Adventszeit, Lebenswelt, Säkularisierung, empirische Untersuchung, Fragebogenmethode, Schülerorientierung, Traditionen, Korrelationsprinzip, christlicher Glaube, Jugendforschung, Unterrichtsqualität, Praxissemester, Wissenszuwachs.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht den Einfluss des Religionsunterrichts auf die religiöse Wahrnehmung von Schülern während der Adventszeit.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Die zentralen Felder umfassen die Theorie des religiösen Lernens, die Bedeutung der Adventszeit und deren Wahrnehmung durch Jugendliche in einer säkularen Gesellschaft.
Was ist die primäre Forschungsfrage?
Die Forschungsfrage lautet: Inwieweit schafft es der Religionsunterricht durch geplantes religiöses Lernen, dass Schüler ihre Lebenswelt bewusst religiöser wahrnehmen?
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Es wird eine Mischform aus qualitativer und quantitativer Untersuchung mittels eines standardisierten Fragebogens angewandt, der eine Experimental- und eine Kontrollgruppe vergleicht.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung, die methodische Konzeption der Untersuchung sowie die Auswertung und Diskussion der Ergebnisse.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?
Schlüsselbegriffe sind religiöses Lernen, Lebenswelt, Adventszeit, empirische Untersuchung, Religionsdidaktik und Korrelationsprinzip.
Warum wurde für die Untersuchung eine Experimental- und eine Kontrollgruppe gewählt?
Dies ermöglichte den Vergleich zwischen Schülern, die explizit im Unterricht an das Thema herangeführt wurden, und solchen, die keine unterrichtliche Auseinandersetzung damit hatten.
Welche Rolle spielt die Säkularisierung in der Argumentation des Autors?
Die Säkularisierung dient als Erklärungsmodell für den Rückgang religiöser Traditionen im Alltag und unterstreicht die neue Herausforderung für den Religionsunterricht.
Zu welchem Ergebnis kommt die Arbeit bezüglich der Reflexion?
Die Autorin reflektiert, dass der Fragebogen ein wertvolles, wenn auch kritisches Instrument ist, und betont die Notwendigkeit, Unterrichtsinhalte eng an die Lebenswelt der Schüler anzubinden.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2018, Die Adventszeit im Religionsunterricht und die Auswirkung auf die Lebenswelt der Schüler, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1167812