In diesem Referat wird die Entwicklung der Freiheitlichen Partei Österreichs (der FPÖ) aufgezeigt. Dabei werden die wesentlichen Programmpunkte der Partei sowie ihre wichtigsten Figuren vorgestellt. Es soll darüber hinaus die Diskussion angeregt werden, ob und inwiefern die Partei als rechtspopulistisch bezeichnet werden kann oder muss. Es ist neben der Ausarbeitung und dem Literaturverzeichnis auch ein Handout enthalten.
Inhaltsverzeichnis
Beginn der FPÖ
Die FPÖ unter Jörg Haider
Innerparteiliche Krise und Spaltung
Die FPÖ unter Heinz-Christian Strache
NR-Wahlergebnisse
WählerInnenprofil
Die FPÖ aktuell
FPÖ rechtspopulistisch, weil:
Deutschnationalismus/Österreichpatriotismus
Fremdenfeindlichkeit
Familienmodell und Straße
Antisemitismus und NS-Zeit
Anti-Globalisierung
Anti-EU
Fazit
Der Beginn der FPÖ und Jörg Haider
Die FPÖ unter Heinz-Christian Strache und aktuell
Rechtspopulismus der FPÖ
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit analysiert die historische Entwicklung der Freiheitlichen Partei Österreichs (FPÖ) von ihrer Gründung in der Nachkriegszeit bis hin zur Ära unter Heinz-Christian Strache. Dabei wird untersucht, inwieweit die FPÖ als rechtspopulistische Kraft einzuordnen ist und welche ideologischen sowie strategischen Merkmale ihre politische Positionierung prägen.
- Historische Transformation von der Kleinstpartei zur Regierungspartei
- Strategien des Rechtspopulismus wie Tabubrüche und Feindbildkonstruktionen
- Ideologische Kernthemen: Deutschnationalismus, Fremdenfeindlichkeit und EU-Skepsis
- Wandel des WählerInnenprofils und soziologische Einordnung
- Einfluss der Ibiza-Affäre auf die politische Stabilität und Parteiausrichtung
Auszug aus dem Buch
Deutschnationalismus/Österreichpatriotismus
Deutschnational: Prinzip des „volkstumsbezogenen Vaterlandsbegriffes“, der das „deutsche Vaterland unabhängig von staatlichen Grenzen“ definiert und Österreich mit einschließe. Die Idee einer eigenständigen österreichischen Nation wird dabei Deutlichkeit abgelehnt.
FPÖ bei Gründung mit Deutschnationalismus
Unter Haider in den 90ern durch Österreichpatriotismus ersetzt
Unter Strache zunächst Rückkehr zum deutschnationalen und völkischen Ansatz
Mittlerweile Zwischenweg:
Strache: „Als österreichischer Patriot bin ich ein Teil der deutschsprachigen Kultur, das ist ja kein Widerspruch. Wir Österreicher sprechen ja nicht zufällig Deutsch, das hat ja eine Historie und einen Hintergrund.“ (Der Standard Dezember 2018)
Zusammenfassung der Kapitel
Beginn der FPÖ: Beschreibt die Gründung der Partei durch ehemalige Nationalsozialisten und ihre Rolle als Kleinstpartei zwischen den Großparteien SPÖ und ÖVP.
Die FPÖ unter Jörg Haider: Analysiert den ideologischen Wandel hin zu einer rechtspopulistischen Partei und den Aufstieg unter Haiders Führung bis hin zur Regierungsbeteiligung ab 2000.
Innerparteiliche Krise und Spaltung: Beleuchtet die parteiinternen Konflikte, die Abspaltung des BZÖ und die Auswirkungen der internationalen Sanktionen.
Die FPÖ unter Heinz-Christian Strache: Dokumentiert die Neuausrichtung der Partei ab 2005 sowie das Erstarken bei Wahlen unter Straches Führung.
NR-Wahlergebnisse: Zusammenfassung der relevanten Nationalratswahlergebnisse und der damit verbundenen politischen Konstellationen.
WählerInnenprofil: Charaktersiert die wachsende Wählerbasis, insbesondere innerhalb der männlichen Arbeiterschaft.
Die FPÖ aktuell: Behandelt die Zäsur durch die Ibiza-Affäre und die darauffolgende politische Neuaufstellung der Partei.
FPÖ rechtspopulistisch, weil:: Erläutert die wissenschaftliche Debatte um die Kategorisierung der Partei zwischen Rechtsextremismus und Rechtspopulismus.
Deutschnationalismus/Österreichpatriotismus: Diskutiert den Wandel des nationalen Identitätsverständnisses innerhalb der FPÖ.
Fremdenfeindlichkeit: Analysiert die migrationskritische Positionierung und die Verwendung populistischer Rhetorik gegen Ausländer.
Familienmodell und Straße: Untersucht das antifeministische Weltbild und das Agieren der Partei im öffentlichen Raum.
Antisemitismus und NS-Zeit: Beleuchtet das ambivalente Verhältnis der Partei zum Antisemitismus und zur nationalsozialistischen Vergangenheit.
Anti-Globalisierung: Beschreibt die Ablehnung globaler Strukturen als Mittel zur Identitätsstiftung.
Anti-EU: Analysiert die EU-kritische Haltung und die Forderungen nach nationaler Souveränität.
Schlüsselwörter
FPÖ, Rechtspopulismus, Jörg Haider, Heinz-Christian Strache, Deutschnationalismus, Fremdenfeindlichkeit, Nationalsozialismus, Ibiza-Affäre, Identitätspolitik, EU-Skepsis, Nationalratswahl, Österreichische Innenpolitik, Antisemitismus, Neue Rechte, Volkstum
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit bietet einen Überblick über die Geschichte, Ideologie und strategische Ausrichtung der Freiheitlichen Partei Österreichs (FPÖ) seit dem Jahr 2001.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die zentralen Themen umfassen Nationalismus, Fremdenfeindlichkeit, EU-Skepsis, Antisemitismus sowie die Transformation des Familienbildes und der Parteistrategie.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, die Entwicklung der FPÖ als einflussreiche rechtspopulistische Kraft zu dokumentieren und die Hintergründe ihres Wahlerfolgs und ihrer programmatischen Schwerpunkte zu analysieren.
Welche wissenschaftliche Methode liegt zugrunde?
Die Analyse basiert auf einer systematischen Auswertung politischer Ereignisse, Wahlergebnisse und der inhaltlichen Programmatik unter Einbeziehung relevanter sozialwissenschaftlicher Literatur.
Was wird im Hauptteil detailliert beleuchtet?
Der Hauptteil gliedert sich in historische Phasen (Haider-Ära, Strache-Ära) und thematische Schwerpunkte wie das Wählerprofil und die ideologische Verortung im rechtspopulistischen Spektrum.
Durch welche Schlagworte lässt sich die Arbeit am besten charakterisieren?
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Rechtspopulismus, FPÖ, Identitätspolitik, Rechtsruck und politische Transformation charakterisieren.
Welchen Einfluss hatte die Ibiza-Affäre auf die Partei?
Die Ibiza-Affäre führte 2019 zum Bruch der Regierungskoalition, zum Rücktritt der Parteispitze und zu einem signifikanten Verlust bei den darauffolgenden Nationalratswahlen.
Wie unterscheidet sich die FPÖ unter Haider von der unter Strache?
Während Haider die Partei in den 90er Jahren in Richtung Regierungsverantwortung öffnete, war die Ära Strache durch eine radikalere Systemkritik geprägt, die später erneut in eine Regierungsbeteiligung mündete.
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- Anonym (Author), 2021, Rechtsradikalismus in der FPÖ. Rechtspopuläre Strömungen seit 2001, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1167827