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Kosten-Nutzen-Modell für den Einsatz von Smart Contracts bei ausgewählten Transaktionen. Kann eine Blockchain die beste Alternative sein?

Título: Kosten-Nutzen-Modell für den Einsatz von Smart Contracts bei ausgewählten Transaktionen. Kann eine Blockchain die beste Alternative sein?

Tesis de Máster , 2020 , 170 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Kristina Heizenreder (Autor)

Derecho - Derecho Civil - mercantil, de sociedades, comercial, de la competencia y económico
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Das Ziel dieser Arbeit ist, ein Kosten-Nutzen-Modell (KNM) zu erstellen, dass Nutzer dieses Modells verpflichtet, eine ganzheitliche Betrachtung vorzunehmen, bevor sie Smart Contracts einsetzen. Da Smart Contracts vor allem im Finanzsektor ein großes Einsatzpotenzial haben, konzentrieren sich die nachfolgenden Ausführungen dieser Arbeit ausschließlich auf diesen Bereich.

Eines der primären Ziele von Satoshi Nakamoto war es, mit der Inbetriebnahme der Blockchain, eine Technologie zu präsentieren, die das Vertrauen in zentrale Finanzinstitute infolge deren Eliminierung entbehrlich machen sollte. Schaffen sollte das die Blockchain-Technologie durch ihre Dezentralität und Unveränderbarkeit.

Doch die vorliegende Arbeit dreht sich nicht um die mögliche Revolutionierung des Finanzsystems, sondern um diejenige von herkömmlichen Verträgen und der herkömmlichen Vertragsausführung. Die Rede ist von Smart Contracts und ihrem Vordenker Nicholas Szabo. Szabo hatte bereits 1994 ähnliche Visionen wie Satoshi Nakamoto. Mit Smart Contracts wollte Nick Szabo ein computergestütztes Transaktionsprotokoll schaffen, das die automatisierte Ausführung von Vertragsbedingungen garantiert.

21 Jahre später, im Jahr 2015, scheint sich Nick Szabos Vision mit der Veröffentlichung der Ethereum-Blockchain und ihrer unbegrenzten Verarbeitungsmöglichkeiten zu erfüllen. Mittlerweile können die komplexesten Smart Contracts programmiert und ausgeführt werden. Doch noch immer scheint es keine Sicherheit zu geben, wie Smart Contracts und einige ihrer Komponenten rechtlich einzuordnen sind. So werden einzelne Fragestellungen bereits in Literatur und Praxis diskutiert. In die deutsche Rechtsordnung sind Smart Contracts allerdings noch nicht vollständig eingezogen.

Dennoch haben sich Smart Contracts in Konsortien, Unternehmen oder der Wissenschaft etabliert und zu einem regelrechten Hype entwickelt, vor allem in der Finanzindustrie, die vom disruptiven Charakter der Smart Contracts wohl am stärksten betroffen sein wird. Auffallend ist jedoch, dass nur ein Bruchteil der Pilotprojekte von Konsortien, Unternehmen uvm. auch produktiv realisiert und eingesetzt werden. Gründe dafür sind beispielsweise, dass Kosten und zeitlicher Aufwand unterschätzt werden oder die ausgewählten Prozesse für den Einsatz von Smart Contracts ungeeignet sind. Bei einigen Projekten fehlt sogar die Zielsetzung, welcher Nutzen mit dem Einsatz von Smart Contracts erreicht werden soll.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Forschungsstand und Problemstellung

1.2 Zielsetzung und Erkenntnisinteresse

1.3 Methodiken

1.3.1 Literaturarbeit

1.3.2 Experteninterviews

1.4 Aufbau der Arbeit

2 Grundlagen

2.1 Blockchain-Technologie

2.1.1 Begriffsdefinition

2.1.2 Distributed-Ledger-Technologie

2.1.3 Funktionsweise einer Blockchain

2.1.4 Typologie

2.2 Smart Contracts

2.2.1 Begriffsdefinition

2.2.2 Funktionsweise eines Smart Contracts in Ethereum

2.3 Fazit

3 Potenzial und Grenzen von Smart Contracts

3.1 Anwendungspotenzial von Smart Contracts

3.1.1 Wertpapierabwicklung

3.1.2 Kreditvergabe

3.1.3 Weitere Anwendungspotenziale

3.2 Technische Grenzen der Blockchain-Technologie

3.2.1 Leistungsfähigkeit und Skalierbarkeit

3.2.2 Anbindung der Blockchain an IT-Systeme

3.2.3 Off-Chain-Daten und Sicherheit in der Blockchain

3.2.4 Fehlender Standard

3.2.5 Lösungsvorschlag

3.3 Rechtliche Grenzen von Smart Contracts

3.3.1 Vertragsschluss mit Smart Contracts

3.3.2 Vertragsabwicklung mit Smart Contracts

3.4 Fazit

4 Kosten-Nutzen-Modell (KNM)

4.1 Anforderungen an das Kosten-Nutzen-Modell

4.2 Nutzung des Kosten-Nutzen-Modells

4.2.1 Definition des Problems

4.2.2 Auswahl von Alternativen

4.2.3 Erstellung eines Zielsystems

4.2.4 Gliederung und Gewichtung der Kriterien

4.2.5 Bewertung der Alternativen

4.2.6 Nutzenbewertung

4.2.7 Sensitivitätsanalyse

4.3 Kritische Würdigung des Modells

5 Zusammenfassung

5.1 Ergebnisse der Arbeit

5.2 Grenzen der Arbeit

5.3 Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit verfolgt das Ziel, ein Kosten-Nutzen-Modell (KNM) zu entwickeln, welches Anwender dazu verpflichtet, eine ganzheitliche Analyse vor der Implementierung von Smart Contracts durchzuführen, um Fehlinvestitionen zu vermeiden und eine fundierte Entscheidungsbasis im Finanzsektor zu schaffen.

  • Grundlagen der Blockchain-Technologie und Smart Contracts
  • Anwendungsgebiete von Smart Contracts im Finanzsektor
  • Technische und rechtliche Grenzen beim Einsatz der Blockchain-Technologie
  • Entwicklung und Anwendung eines Kosten-Nutzen-Modells
  • Empirische Untersuchung mittels Experteninterviews

Auszug aus dem Buch

3.1.1 Wertpapierabwicklung

Die nachfolgenden Prozessschritte sind eine vereinfachte Darstellung der Abwicklung verbriefter (Vermögens-)Rechte und können abhängig von der Art des Wertpapiers, der Verwahrart, der Kontenart u. v. m. variieren.

Der Prozess der Wertpapierabwicklung lässt sich grob in Ordner, Clearing, Settlement und die Nebentätigkeiten unterteilen. Auch wenn der Prozess zunächst übersichtlich scheint, müssen zahlreiche Intermediäre nicht nur effektiv zusammenarbeiten, sondern benötigen auch viel Vertrauen.

Bei einer Order handelt es sich um die Beauftragung, ein Wertpapier zu kaufen bzw. zu verkaufen. Der Kunde kann die Order dabei entweder online oder über einen Kundenberater an seine Bank A weitergeben. Bank A leitet sodann diese Order über einen Broker, eine zentrale (Transaktions-)Bank oder an eine Clearingstelle weiter, die sodann eine (Transaktions-)Bank einschaltet. Allein für den Orderprozess kann es so unter Umständen vorkommen, dass mehrere Intermediäre eingeschaltet werden müssen. Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass die vollständige Wertpapierabwicklung durchschnittlich zwischen zwei und drei Tagen dauern kann.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die historische Entwicklung von Blockchain und Smart Contracts ein und begründet die Relevanz der Arbeit durch die Beobachtung, dass viele Blockchain-Projekte aufgrund mangelnder Zielsetzung oder ganzheitlicher Planung scheitern.

2 Grundlagen: Das Kapitel definiert grundlegende Begriffe der Blockchain-Technologie sowie Smart Contracts und erläutert ihre technische Funktionsweise innerhalb des Ethereum-Netzwerks.

3 Potenzial und Grenzen von Smart Contracts: Hier werden Anwendungsfelder wie die Wertpapierabwicklung und Kreditvergabe analysiert, gefolgt von einer kritischen Betrachtung der technischen und rechtlichen Grenzen von Smart Contracts.

4 Kosten-Nutzen-Modell (KNM): In diesem Kapitel wird ein KNM nach dem Vorbild der Nutzwertanalyse entwickelt, um Unternehmen bei der ganzheitlichen Bewertung von Smart-Contract-Projekten zu unterstützen.

5 Zusammenfassung: Die Zusammenfassung bündelt die zentralen Ergebnisse der Arbeit, reflektiert deren Grenzen und gibt einen Ausblick auf die zukünftige Notwendigkeit von Standards.

Schlüsselwörter

Blockchain, Smart Contracts, Kosten-Nutzen-Modell, Finanzsektor, Ethereum, Distributed-Ledger-Technologie, Nutzwertanalyse, Digitalisierung, Prozessoptimierung, Transaktionsabwicklung, Rechtliche Rahmenbedingungen, IT-Infrastruktur, Experteninterviews.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert den Einsatz von Smart Contracts im Finanzsektor und entwickelt ein Kosten-Nutzen-Modell, um eine ganzheitliche Entscheidungsfindung für Unternehmen zu ermöglichen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit behandelt die technologischen Grundlagen der Blockchain, die Potenziale von Smart Contracts in Finanzprozessen, die bestehenden technischen und rechtlichen Barrieren sowie die strukturierte Analyse von Kosten und Nutzen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel ist die Erstellung eines Kosten-Nutzen-Modells (KNM), das Anwender zwingt, vor der Implementierung von Smart Contracts eine ganzheitliche Betrachtung der Prozesse und Rahmenbedingungen vorzunehmen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es wurde eine Kombination aus einer umfassenden Literaturanalyse und qualitativen Experteninterviews angewendet, um Insiderwissen und praktische Erfahrungen in die Modellbildung einfließen zu lassen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die technologischen Grundlagen, eine Analyse von Anwendungspotenzialen im Finanzwesen, die Erörterung technischer und rechtlicher Grenzen sowie die detaillierte Vorstellung und Nutzung des entwickelten Kosten-Nutzen-Modells.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Schlagworte sind Blockchain, Smart Contracts, Kosten-Nutzen-Modell, Finanzsektor, Ethereum, Nutzwertanalyse und Prozessoptimierung.

Wie bewerten die Experten den Einsatz von Smart Contracts?

Die Experten betrachten Smart Contracts als nützliches Werkzeug, insbesondere zur Automatisierung und Risikominimierung, mahnen jedoch zur Vorsicht bei der Prozessauswahl und betonen die Notwendigkeit technischer und rechtlicher Standards.

Warum ist eine ganzheitliche Betrachtung vor der Einführung von Smart Contracts wichtig?

Viele Blockchain-Projekte scheitern, weil Kosten, Aufwand und die Eignung der Prozesse unterschätzt werden oder die strategische Zielsetzung fehlt; das Modell hilft, diese Schwachstellen im Vorfeld zu identifizieren.

Sind Smart Contracts juristisch wirksame Verträge?

Nach ausführlicher Analyse kommt die Arbeit zu dem Schluss, dass Smart Contracts aus technischer Sicht zwar automatisierte Protokolle sind, sie aber im Einzelfall bei entsprechender rechtlicher Gestaltung als Grundlage für wirksame Verträge dienen können.

Final del extracto de 170 páginas  - subir

Detalles

Título
Kosten-Nutzen-Modell für den Einsatz von Smart Contracts bei ausgewählten Transaktionen. Kann eine Blockchain die beste Alternative sein?
Universidad
University of Applied Sciences Constanze
Calificación
1,3
Autor
Kristina Heizenreder (Autor)
Año de publicación
2020
Páginas
170
No. de catálogo
V1167853
ISBN (Ebook)
9783346589408
ISBN (Libro)
9783346589415
Idioma
Alemán
Etiqueta
Blockchain Smart Contract Kosten-Nutzen-Modell Transaktionen Ethereum Kreditvergabe Wertpapiertransaktionen
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Kristina Heizenreder (Autor), 2020, Kosten-Nutzen-Modell für den Einsatz von Smart Contracts bei ausgewählten Transaktionen. Kann eine Blockchain die beste Alternative sein?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1167853
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