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Inwieweit haben sich die Erziehungsvorstellungen im historischen Vergleich verändert?

Ein Vergleich zwischen den Erziehungsvorstellungen der 1950er-Jahre und des 21. Jahrhunderts anhand von Erziehungsratgebern

Título: Inwieweit haben sich die Erziehungsvorstellungen im historischen Vergleich verändert?

Proyecto de Trabajo , 2021 , 24 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Martin Michalski (Autor)

Pedagogía - General
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Welche Vorstellung von Erziehung werden in den Erziehungsratgebern des 21. Jahrhunderts überhaupt propagiert und inwieweit haben sich diese Erziehungsvorstellungen im historischen Vergleich, und zwar genauer gesagt im Vergleich zu den 1950er-Jahren verändert? Weisen diese beiden Zeitspannen komplett gegensätzliche Vorstellungen von Erziehung auf oder lassen sich doch Gemeinsamkeiten finden?

Um diese Frage beantworten zu können und die möglichen Veränderungen herauszuarbeiten, wird im ersten inhaltlichen Teil dieser Arbeit zunächst der Forschungsstand dargestellt, um zu schauen, welche wissenschaftlichen Ergebnisse und Tendenzen über die Erziehungsratgeberliteratur und die dort enthaltenen Erziehungsvorstellungen bereits erarbeitet wurden. In Anschluss daran wird Wahl des Forschungsgegenstands, also Erziehungsratgeber in Hinsicht auf die Forschungsfrage begründet. Im zweiten inhaltlichen Kapitel wird dann das methodische Vorgehen der Analyse, die in dieser Arbeit durchgeführt wird und darauf abzielt, die Erziehungsvorstellung der jeweiligen Zeiträume zu erarbeiten, erläutert und begründet.

Darauffolgend wird die Auswahl der Erziehungsratgeber, die hier untersucht werden, anhand bestimmter Auswahlkriterien dargelegt. Den Kern der Arbeit bildet dann die Ergebnisdarstellungen, in der die Ergebnisse aus der Analyse der Erziehungsratgeber präsentiert und vor dem Hintergrund des Forschungsstandes diskutiert werden. Bevor die Ergebnisse dann zusammenfassend diskutiert werden, findet im letzten inhaltlichen Teil dieser Arbeit noch einmal ein Praxistransfer statt, in dem anhand der Ergebnisse der Untersuchung mögliche Folgen und Maßnahmen für Professionalisierungsprozesse und für pädagogisches Handeln in der Schule bzw. in der Kinder- und Jugendhilfe erarbeitet werden.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Forschungsstand

2.1. Erziehungsratgeber als Forschungsgegenstand

3. Methodisches Vorgehen

3.1. Auswahl der Erziehungsratgeber

4. Ergebnisdarstellung

4.1. Erziehungsziel

4.2. Eltern-Kind-Beziehung

4.3. Bestrafung

4.4. Erziehungsstil

5. Transfer Praxis

5.1. Kommunikation zwischen Lehrpersonen und Schüler/-innen

5.2. Kindeswohlgefährdung

6. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den historischen Wandel von Erziehungsvorstellungen durch einen direkten Vergleich von Erziehungsratgebern aus den 1950er-Jahren und dem 21. Jahrhundert, um Gemeinsamkeiten und Diskrepanzen in erzieherischen Leitbildern und Methoden aufzuzeigen.

  • Historischer Vergleich von Erziehungsvorstellungen
  • Analyse von Erziehungsratgebern als Zeitzeugnisse
  • Untersuchung von Erziehungszielen und Erziehungsstilen
  • Wandel des Umgangs mit Disziplin und Bestrafung
  • Praxistransfer für pädagogisches Handeln in der Schule

Auszug aus dem Buch

4.2. Eltern-Kind-Beziehung

Unter Eltern-Kind-Beziehung wird im Kontext diese Arbeit bzw. Fragestellung die soziale und emotionale Beziehung zwischen den Eltern und dem eigenen Kind verstanden. Anhand der Analyse wurden die folgenden vier Subkategorien herausgearbeitet: Liebe und Zuwendung, Grenzen und Regeln, Machtverhältnis und Kommunikation. Dabei zeigt sich, dass in beiden Epochen eine liebvolle und wertschätzende Beziehung zwischen Eltern und Kindern propagiert wird.

Sowohl Wallenstein als auch Biddulph stellen deutlich klar, dass Liebe und gegenseitige Zuwendung ein essenzielles Element einer gesunden und guten Beziehung darstellen (vgl. Biddulph, 2008, S. 50, 88; Wallenstein, 1952, S. 79). Neben der elterlichen Liebe beschwört der Theologe auch die Geschwisterliebe, da für ihn „die Normalfamilie mit 4 bis 10 Kindern“ (Wallenstein, 1952, S. 59) das ideal versinnbildlicht. Damit widerspricht Wallenstein dem bürgerlichen Familienbild der 50er-Jahre (vgl. S. 10). Dagegen propagiert der Australier kein spezifisches Familienbild, sondern deutet vielmehr darauf hin, dass es gegenwärtig viele verschiedene Familienkonstellationen gibt (vgl. Biddulph, 2008, S. 135–151).

Neben Liebe und Zuwendung sollen Eltern aber auch Grenzen und Regeln setzten. Als Beispiel benennt Wallenstein die Hausordnung, die den Alltag im Haus regelt und die Kinder „mit selbstverständlicher Gewalt zu Selbstbeherrschung auf mancherlei Gebieten“ (Wallenstein, 1952, S. 77–78) zwingt. Dagegen unterscheidet der dänische Familientherapeut zwischen generellen Grenzen, also allgemeingültigen Normen der Gesellschaft und persönlichen Grenzen, die vor allem von den Eltern, aber auch von Kindern ausgehen und zu respektieren sind. Jedoch sei wichtig, dass man diese Grenzen bzw. Regeln auch reflektiere und nicht inflationär gebrauche (vgl. Juul, 2011, S. 24–32).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung legt den Grundstein der Untersuchung, indem sie die Relevanz von Erziehungsratgebern im Wandel der Zeit darstellt und die Forschungsfrage zum Vergleich der 1950er-Jahre mit dem 21. Jahrhundert präzisiert.

2. Forschungsstand: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die bestehende Fachliteratur und theoretische Ansätze, die Erziehungsratgeber als historische Quellen und Träger von Erziehungsvorstellungen identifizieren.

3. Methodisches Vorgehen: Hier wird die inhaltlich strukturierende Inhaltsanalyse nach Kuckartz als methodisches Instrument eingeführt und die Auswahl sowie Codierung der untersuchten Ratgeber detailliert begründet.

4. Ergebnisdarstellung: Das Kapitel präsentiert die zentralen Befunde zur Entwicklung von Erziehungszielen, zur Eltern-Kind-Beziehung, zum Umgang mit Bestrafung und zu den präferierten Erziehungsstilen in den beiden betrachteten Epochen.

5. Transfer Praxis: Dieses Kapitel überträgt die gewonnenen Erkenntnisse auf den schulischen Alltag, insbesondere im Hinblick auf eine respektvolle Kommunikation zwischen Lehrkräften und Schülern sowie den Umgang mit Kindeswohlgefährdung.

6. Zusammenfassung: Die Arbeit schließt mit einer Synthese der Ergebnisse, die den Wandel von autoritären Strukturen hin zu demokratischen, entwicklungsfördernden Erziehungsmodellen unterstreicht.

Schlüsselwörter

Erziehungsratgeber, 1950er-Jahre, 21. Jahrhundert, Erziehungsvorstellungen, Eltern-Kind-Beziehung, Erziehungsstil, Bestrafung, Körperstrafen, Inhaltsanalyse, pädagogisches Handeln, Kommunikation, Kindeswohlgefährdung, Erziehungsziel, Wertewandel, Familienbild

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit dem historischen Wandel von Erziehungsvorstellungen, indem sie Empfehlungen aus Erziehungsratgebern der 1950er-Jahre mit solchen aus dem 21. Jahrhundert vergleicht.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Themen sind Erziehungsziele, die Gestaltung der Eltern-Kind-Beziehung, der Umgang mit Bestrafung und die Kategorisierung von Erziehungsstilen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Veränderungen in der Erziehungspraxis und den zugrunde liegenden Werten zu erfassen und Gemeinsamkeiten sowie Unterschiede zwischen den beiden Epochen aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt die inhaltlich strukturierende Inhaltsanalyse nach Udo Kuckartz, um das Material systematisch zu codieren und auszuwerten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der detaillierten Ergebnisdarstellung und diskutiert anschließend, wie die Ergebnisse auf das professionelle Handeln in Schule und Kinder- und Jugendhilfe transferiert werden können.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Erziehungsratgeber, historischer Vergleich, Erziehungsstil, autoritäre Erziehung, demokratische Erziehung, Kommunikation und Kindeswohlgefährdung.

Welche Rolle spielt die Bestrafung im Vergleich der Epochen?

Während in den 1950er-Jahren körperliche Bestrafung als legitimes Mittel galt, wird sie in den untersuchten Ratgebern des 21. Jahrhunderts entschieden abgelehnt und durch kommunikative Ansätze ersetzt.

Wie unterscheidet sich das Familienbild zwischen den beiden Zeitabschnitten?

Die 1950er-Jahre propagierten die traditionelle Kleinfamilie mit klarer Rollenverteilung, während im 21. Jahrhundert eine Pluralisierung von Lebensformen und Familienmodellen im Fokus steht.

Warum ist der Praxistransfer für Lehrpersonen relevant?

Lehrkräfte fungieren als Vorbilder; das Verständnis über den Wandel erzieherischer Konzepte hilft ihnen, ein wertschätzendes Unterrichtsklima zu schaffen und bei Kindeswohlgefährdung korrekt zu handeln.

Final del extracto de 24 páginas  - subir

Detalles

Título
Inwieweit haben sich die Erziehungsvorstellungen im historischen Vergleich verändert?
Subtítulo
Ein Vergleich zwischen den Erziehungsvorstellungen der 1950er-Jahre und des 21. Jahrhunderts anhand von Erziehungsratgebern
Universidad
University of Duisburg-Essen
Calificación
1,0
Autor
Martin Michalski (Autor)
Año de publicación
2021
Páginas
24
No. de catálogo
V1168231
ISBN (PDF)
9783346577801
ISBN (Libro)
9783346577818
Idioma
Alemán
Etiqueta
inwieweit erziehungsvorstellungen vergleich jahrhunderts erziehungsratgebern
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Martin Michalski (Autor), 2021, Inwieweit haben sich die Erziehungsvorstellungen im historischen Vergleich verändert?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1168231
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