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Rückstellung im Rahmen der Rechnungslegung nach dem Handelsgesetzbuch. Eine Fallstudie zur Bilanzierung gemäß § 249 HGB

Titel: Rückstellung im Rahmen der Rechnungslegung nach dem Handelsgesetzbuch. Eine Fallstudie zur Bilanzierung gemäß § 249 HGB

Projektarbeit , 2021 , 27 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Elias Häffner (Autor:in)

Jura - Sonstiges
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende Arbeit ist eine Fallstudie zur Bilanzierung gemäß § 249 HGB und behandelt die Rückstellung im Rahmen der Rechnungslegung nach dem Handelsgesetzbuch anhand verschiedener Sachverhalte.

Die Relmiad AG mit Sitz im baden-württembergischen Stuttgart ist ein renommierter Automobilkonzern und Hersteller von Premiumfahrzeugen für Privat- und Geschäftskunden, welche sich stets durch ihre Leistungsstärke und Zuverlässigkeit auszeichnen und weltweit auf allen Absatzmärkten verkauft werden. Zusammen mit vielseitigen Dienstleistungen
im Automotive-Bereich stellt das im Jahr 1998 gegründete Unternehmen seinen Kunden unter dem Namen "Relmiad Automotive Solutions" ein Kaleidoskop an verschiedenen Angeboten zur Verfügung. Schon seit einigen Quartalen liegt der Fokus des Unternehmens auf Investitionen hinsichtlich der Elektrifizierung des eigenen Angebotsspektrums, um die wirtschaftliche Zukunft über die Erschließung neuer Wachstumspotentiale in der Elektromobilität sicherzustellen.

Für die Aufstellung des Einzelabschlusses der Relmiad AG nach HGB sind noch die im Abschnitt 2 aufgeführten Sachverhalte aus dem Geschäftsjahr 2020 hinsichtlich ihrer bilanziellen Abbildung im Jahresabschluss zu beurteilen. Das zwölfmonatige Geschäftsjahr der Relmiad AG endet am 31. März eines jeden Jahres. Neben den schematischen Buchungssätzen der einzelnen Vorfälle sind die mit der handelsrechtlichen Einschätzung korrespondierenden Paragraphen dabei unbedingt anzugeben und soweit nötig um eine Erläuterung zu ergänzen. Auf die vergleichende steuerrechtliche Darstellung sowie die Bilanzierung nach IFRS ist nur auszugsweise in kurzer Form einzugehen. Der durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre i.S.d. § 253 Abs. 2 S. 1 HGB betrage konstant 0,54% und die jährliche Kostensteigerung sei 2%.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Aufgabenstellung

3 Sachverhalte

3.1 Erster Sachverhalt – Großauftrag

3.2 Zweiter Sachverhalt – Modernisierungsoffensive

3.3 Dritter Sachverhalt – Anschlussgarantie

3.4 Vierter Sachverhalt – Patronatserklärung

3.5 Fünfter Sachverhalt – Steuernachzahlung

3.6 Sechster Sachverhalt – Im Namen des Volkes

3.7 Siebter Sachverhalt – Jahresabschluss

4 Lösung der Sachverhalte

4.1 Lösung des ersten Sachverhalts „Großauftrag“

4.2 Lösung des zweiten Sachverhalts „Modernisierungsoffensive“

4.3 Lösung des dritten Sachverhalts „Anschlussgarantie“

4.4 Lösung des vierten Sachverhalts „Patronatserklärung“

4.5 Lösung des fünften Sachverhalts „Steuernachzahlung“

4.6 Lösung des sechsten Sachverhalts „Im Namen des Volkes“

4.7 Lösung des siebten Sachverhalts „Jahresabschluss“

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Fallstudie hat das Ziel, die bilanzielle Abbildung verschiedener Geschäftsvorfälle der Relmiad AG gemäß den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) für das Geschäftsjahr 2020 zu beurteilen und die entsprechenden Buchungssätze sowie die zugrunde liegenden Paragraphen zu identifizieren.

  • Handelsrechtliche Behandlung von Drohverlustrückstellungen bei schwebenden Geschäften.
  • Bilanzielle Einordnung von Instandhaltungsrückstellungen und Modernisierungsaufwendungen.
  • Quantifizierung von ungewissen Verbindlichkeiten aus langfristigen Garantie- und Gewährleistungsverpflichtungen.
  • Beurteilung von Patronatserklärungen hinsichtlich ihrer Passivierungspflicht im Jahresabschluss.
  • Umgang mit Prozessrisiken und Steuernachzahlungen im Kontext der Rechnungslegung.

Auszug aus dem Buch

4.1 Lösung des ersten Sachverhalts „Großauftrag“

Hinsichtlich des betrieblich veranlassten Vertragsabschlusses mit der LHD Group über die Lieferung von 1.050 Fahrzeugen besteht seitens der Relmiad AG eine durch ein Veräußerungsgeschäft begründete vertragliche Verpflichtung zur Erbringung einer Sachleistung. Diese wurde bislang noch nicht erfüllt und befindet sich zum Bilanzstichtag mit 825 Lieferwagen in einem schwebenden Zustand. Durch die unerwartete, im Rahmen des Beschaffungsprozesses identifizierte Kostensteigerung droht dem Unternehmen bei Erfüllung des ausstehenden Verfügungsgeschäfts, d.h. die durch die Herstellung der Fahrzeuge herbeigeführte vertragliche Erfüllung, ein wirtschaftlicher Verlust. Nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung ist für die Relmiad AG zum Zeitpunkt des Bilanzstichtags ein negativer Erfolgsbeitrag absehbar. Dieser bemisst sich als Residualbetrag zwischen den Anschaffungs- und Herstellungskosten und dem vertraglichen Nettoabsatzpreis. Im vorliegenden Fall übersteigen die Selbstkosten den Bruttoverkaufspreis voraussichtlich um 8%, sodass die Verpflichtung hinreichend quantifizierbar ist. Mithin berechnet sich der Verpflichtungsüberschuss pro Fahrzeug wie folgt:

(23.205 x 1,08) – (23.205 / 1,19) = 5.561,40€

Gemäß § 249 Abs. 1 S. 1 HGB besteht im vorliegenden Fall ein Passivierungsgebot für eine Rückstellung für drohende Verluste aus schwebendem Geschäft, welche nach § 253 Abs. 1 S. 2 HGB mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag zu bilanzieren ist. Die von der Relmiad AG gegenüber der LHD Group eingegangene vertragliche Verpflichtung kann dem Grunde nach als gewiss, jedoch im Hinblick auf die Höhe als ungewiss eingestuft werden, was sie von einer Verbindlichkeit unterscheidet. Eine Abschreibung von bereits hergestellten Fahrzeugen kommt mangels Disponibilität des Vorratsvermögens nicht in Betracht. Die Höhe der Rückstellung bemisst sich nach dem Verpflichtungsüberschuss der am Bilanzstichtag noch ausstehenden Fahrzeuge und beträgt somit für das schwebende Geschäft mit der LHD Group:

825 x 5.561,40€ = 4.588.155€

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Vorstellung der Relmiad AG als Automobilkonzern und Darlegung des aktuellen Schwerpunkts auf Elektromobilität.

2 Aufgabenstellung: Definition der Anforderungen an die bilanzielle Beurteilung der Sachverhalte für den Einzelabschluss 2020 nach HGB.

3 Sachverhalte: Detaillierte Beschreibung von sieben geschäftlichen Vorfällen, die eine bilanzielle Prüfung erfordern.

4 Lösung der Sachverhalte: Fachliche Analyse und buchhalterische Herleitung der Passivierungen und Rückstellungen für die genannten sieben Sachverhalte.

Schlüsselwörter

Handelsgesetzbuch, HGB, Rückstellungen, Jahresabschluss, Einzelabschluss, Drohverlustrückstellung, Instandhaltung, Gewährleistung, Patronatserklärung, Prozessrisiken, Steuernachzahlung, Rechnungslegung, Bewertung, Verbindlichkeiten, Bilanzstichtag.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Fallstudie grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die handelsrechtliche Behandlung komplexer Geschäftsvorfälle der Relmiad AG im Kontext des Jahresabschlusses 2020.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Schwerpunkte liegen auf der Bildung von Rückstellungen für ungewisse Verbindlichkeiten, drohende Verluste aus schwebenden Geschäften sowie der Bilanzierung von Instandhaltungs- und Garantieaufwendungen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die präzise bilanzielle Beurteilung der Sachverhalte nach HGB, die Ermittlung der notwendigen Erfüllungsbeträge und die Darstellung der entsprechenden Buchungssätze.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine fallstudienbasierte Analyse angewandt, bei der spezifische betriebswirtschaftliche Sachverhalte durch Anwendung handelsrechtlicher Normen (HGB) sowie steuerrechtlicher und internationaler Standards (IFRS) gelöst werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden sieben spezifische Fallbeispiele – vom Großauftrag bis zur Aufbewahrungspflicht von Unterlagen – detailliert analysiert und deren buchhalterische Konsequenzen hergeleitet.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören HGB, Rückstellungen, Drohverlust, Gewährleistung, Patronatserklärung, Bilanzierung und Rechnungslegung.

Wie wird die Patronatserklärung in der Fallstudie bewertet?

Sie wird als „harte“ Patronatserklärung mit rechtlicher Bindungswirkung eingestuft, jedoch mangels unmittelbarer Inanspruchnahme nicht als Rückstellung passiviert, sondern als Eventualverbindlichkeit im Anhang ausgewiesen.

Wie werden die Prozessrisiken in den USA bilanziell erfasst?

Aufgrund der hohen Wahrscheinlichkeit einer wirtschaftlichen Belastung wird eine Rückstellung für ungewisse Verbindlichkeiten nach § 249 Abs. 1 S. 1 HGB gebildet, basierend auf einer kumulativen Schätzung der Bußgelder und Schadensersatzforderungen.

Ende der Leseprobe aus 27 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Rückstellung im Rahmen der Rechnungslegung nach dem Handelsgesetzbuch. Eine Fallstudie zur Bilanzierung gemäß § 249 HGB
Hochschule
Hochschule Heilbronn Technik Wirtschaft Informatik
Note
1,0
Autor
Elias Häffner (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
27
Katalognummer
V1168332
ISBN (PDF)
9783346585059
ISBN (Buch)
9783346585066
Sprache
Deutsch
Schlagworte
HGB Rückstellungen Fallstudie § 249 HGB Aufwandsrückstellung Drohverlustrückstellung Unterlassene Instandhaltung Belastete Verträge Rechnungslegung Passivierung Passiva Gewährleistungsrückstellung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Elias Häffner (Autor:in), 2021, Rückstellung im Rahmen der Rechnungslegung nach dem Handelsgesetzbuch. Eine Fallstudie zur Bilanzierung gemäß § 249 HGB, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1168332
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Leseprobe aus  27  Seiten
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