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Das Sozialversicherungssystem in den Ländern des "Bismarck- und Beveridgetyps" und die Zukunft des deutschen Sozialstaats

Título: Das Sozialversicherungssystem in den Ländern des "Bismarck- und Beveridgetyps" und die Zukunft des deutschen Sozialstaats

Trabajo Universitario , 2004 , 30 Páginas , Calificación: 1

Autor:in: Jochen Becker (Autor)

Política - Sistema político de Alemania
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In Europa haben sich seit dem 19. Jahrhundert zwei unterschiedliche „Typen“ der Sozialver-sicherung herausgebildet. Ihr Ursprung geht auf zwei unterschiedliche Philosophien zurück, von denen nahezu alle west- und nordeuropäischen Länder geprägt sind. In der vorliegenden Studienarbeit möchte ich mich an einigen Leitfragen orientieren, um an den beiden Beispielen Deutschland, auf dessen Sozialsystem in der Darstellung ein Schwerpunkt gelegt werden soll, und Großbritannien diese beiden „Systemphilosophien“ kurz zu charakterisieren. Dabei möchte ich folgende Fragen in den Vordergrund rücken: Was sind soziale Rechte und auf welche Weise werden sie politisch realisiert? Welche Elemente charakterisieren das bismarcksche System sozialer Sicherheit, welche das System des „Beveridge-Typs“? Worin unterscheiden sie sich? Inwieweit befindet sich der deutsche Sozialstaat in der Krise? Wie sehen neue Konzepte aus?
Mit dem letzten Abschnitt werde ich mich schließlich intensiver auseinandersetzen, da mir die Frage nach der Zukunft des Sozialstaats grundlegend erscheint.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Soziale Rechte und Sozialpolitik - Definitionen

2. Das System sozialer Sicherheit in Deutschland

2.1. Der Begriff Sozialstaat und der Begriff Freiheit

2.2 Einflüsse im Bereich der Entwicklung des deutschen „Sicherungssystems“

2.2.1 Die „soziale Frage“ in der römisch-katholischen Soziallehre

2.2.2 Bürgerliche Sozialreform und Sozialwissenschaft

2.3 Die Entwicklung der Sozialversicherung in Deutschland

3. Die Sozialversicherung in Großbritannien

4. Ein Vergleich der Sozialsysteme des „Bismarck-“ und „Beveridgetyps“

4.1 Sozialpolitik und Existenzminimum in englischer und deutscher Tradition

4.2 Zwei unterschiedliche Philosophien: Bismarck versus Beveridge

4.3 Die Wirkung des Beveridge-Plans außerhalb Großbritanniens

5. Sozial- und wohlfahrtsstaatliche Typisierungen

6. Kritik am allgemeinen Konzept des Sozial- und Wohlfahrtsstaats

7. Der deutsche Sozialstaat in der Krise?

7.1 Neue Herausforderungen

7.2 Probleme des sozialen Sicherungssystems

8. Die Zukunft des deutschen Sozialstaats – Unterschiedliche Konzepte

Kommentar

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert die Unterschiede zwischen dem deutschen Sozialversicherungssystem nach Bismarck-Typ und dem britischen Modell nach Beveridge-Typ. Ziel ist es, die jeweilige Systemphilosophie zu charakterisieren, die aktuelle Krise des deutschen Sozialstaats zu beleuchten und verschiedene Reformkonzepte auf ihre Zukunftsfähigkeit hin zu prüfen.

  • Charakterisierung der Sozialsysteme des Bismarck- und Beveridge-Typs
  • Analyse der sozialen Rechte und ihrer politischen Realisierung
  • Identifikation der Problemfelder des deutschen Sozialstaats
  • Diskussion von Zukunftsmodellen wie der Bürgerrente oder dem Legitimationsgeld
  • Vergleich wohlfahrtsstaatlicher Typisierungen in Europa

Auszug aus dem Buch

4.2 Zwei unterschiedliche Philosophien: Bismarck versus Beveridge

Das von Bismarck geprägte Sicherungssystem in Deutschland (zu diesem Typ gehören die kontinental-europäischen Länder) wird von der Sozialstaatsforschung als konservativ-korporatistisch und paternalistisch charakterisiert. Im „Bismarck-Typ“ sind nach dem Kausalitätsprinzip („im Sinne dieses Prinzips wird Hilfe geleistet, weil eine bestimmte Lebenslage vorliegt. Kindergeld wird gezahlt, weil jemand Kinder aufzieht“) Sozialversicherungsleistungen durch die Beiträge aus dem Erwerbseinkommen begründet. Dabei zahlen abhängig Beschäftigte und ihre Arbeitsgeber je nach Gehaltshöhe paritätisch in die Versicherung ein, um im Versicherungsfall dem Einkommensstatus entsprechende Leistungen zu bekommen (Äquivalenzsystem). Einen anderen Ansatz verfolgt das in den Beveridge-Ländern (GB, skandinavische Länder...) angewandte Finalprinzip. Dieses Prinzip ist an der Vermeidung oder Beseitigung von Notlagen als grundlegendes Menschenrecht orientiert (und richtet sich auf das gewünschte Ergebnis (...). Dieses Ergebnis könnte sein, dass jedem Gesellschaftsmitglied die Grundchance auf eine Existenz in Gesundheit, Leistungsfähigkeit und Einkommenssicherheit vermittelt wird).

Auf diesem Wege entstand im universalistischen System nach Beveridge eine steuerfinanzierte Volksversicherung. Dieses System der Staatsbürgerversorgung gewährt im Idealfall allen Menschen ökonomische und soziale Sicherheit, ohne vom ökonomischen oder beruflichen Status der jeweiligen Person abhängig zu sein. Durch die sogenannte Einheitsversicherung verringern die Sozialleistungen durch intensive Umverteilung wirtschaftlich oder gesellschaftlich erzeugte Ungleichheit. Im Rahmen dessen wird zum einen ein großer Teil der Sozialausgaben direkt über Steuern finanziert, zum andern existieren staatlich organisierte Sozialdienstleistungen wie z.B. der NationalHealthService (NHS) in Großbritannien.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Einführung in die Systemunterschiede zwischen Bismarck- und Beveridge-Modell und Darlegung der Leitfragen der Arbeit.

1. Soziale Rechte und Sozialpolitik - Definitionen: Theoretische Auseinandersetzung mit dem Begriff der sozialen Rechte als Teilhaberechte und Instrumente zur Inklusion.

2. Das System sozialer Sicherheit in Deutschland: Darstellung der historischen Entwicklung, geprägt durch die Soziallehre und staatliche Reformen von oben.

3. Die Sozialversicherung in Großbritannien: Analyse des Beveridge-Plans und dessen Fokus auf Vollbeschäftigung und staatlicher Grundsicherung.

4. Ein Vergleich der Sozialsysteme des „Bismarck-“ und „Beveridgetyps“: Gegenüberstellung der Philosophien, insbesondere des Versicherungsprinzips versus dem Finalprinzip der Volksversicherung.

5. Sozial- und wohlfahrtsstaatliche Typisierungen: Einordnung verschiedener interventionistischer Staatsmodelle im europäischen Kontext.

6. Kritik am allgemeinen Konzept des Sozial- und Wohlfahrtsstaats: Diskussion liberaler Einwände bezüglich Arbeitsanreizen, Schwarzarbeit und bürokratischer Ineffizienz.

7. Der deutsche Sozialstaat in der Krise?: Untersuchung der strukturellen Herausforderungen wie Globalisierung, Demografie und veränderter Erwerbsarbeit.

8. Die Zukunft des deutschen Sozialstaats – Unterschiedliche Konzepte: Ausblick auf Reformansätze wie die Bürgerrente oder das Legitimationsgeld.

Kommentar: Persönliche Einschätzung des Autors zur Notwendigkeit der Entlastung des Faktors Arbeit zur Sicherung des Sozialstaats.

Schlüsselwörter

Sozialstaat, Sozialversicherung, Bismarck-Typ, Beveridge-Typ, soziale Rechte, Arbeitsmarkt, Reform, Finanzierbarkeit, Lohnnebenkosten, demografischer Wandel, Vollbeschäftigung, Bürgerrente, Umverteilung, soziale Sicherung, Wohlfahrtsstaat.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Entwicklung und die Unterschiede zwischen dem deutschen Bismarck-System und dem britischen Beveridge-System sozialer Sicherung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen historische Einflüsse, die philosophischen Unterschiede in der Sozialpolitik, die aktuelle Krise des deutschen Sozialstaats und mögliche Zukunftskonzepte.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, zu klären, wie die beiden Systeme funktionieren, worin sie sich unterscheiden, inwieweit der deutsche Sozialstaat gefährdet ist und welche neuen Konzepte zur Sicherung bestehen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und dem Vergleich historischer und systemtheoretischer Ansätze der Sozialstaatsforschung.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die historische Entwicklung in Deutschland und Großbritannien, den direkten Systemvergleich, wohlfahrtsstaatliche Typisierungen und eine tiefgehende Analyse der aktuellen Herausforderungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Sozialstaat, Bismarck-Typ, Beveridge-Typ, soziale Sicherung, Reformkonzepte, Lohnnebenkosten und demografischer Wandel.

Was unterscheidet das Äquivalenzsystem vom Finalprinzip?

Das Äquivalenzsystem (Bismarck) knüpft Leistungen an vorherige Beitragszahlungen aus dem Erwerbseinkommen, während das Finalprinzip (Beveridge) Notlagen als grundlegendes Menschenrecht betrachtet und steuerfinanzierte Mindeststandards gewährt.

Welche Rolle spielt die Demografie für die Zukunftsfähigkeit des Systems?

Der demografische Wandel führt zu einem schrumpfenden Erwerbspersonenpotenzial, was die Beitragsfinanzierung unter Druck setzt und Forderungen nach neuen Modellen wie der steuerfinanzierten Bürgerrente laut werden lässt.

Was ist das Legitimationsgeld nach Burkhard Wehner?

Es handelt sich um einen staatlichen Einkommenstransfer, der unabhängig von der Marktlage an alle Arbeitskräfte gezahlt werden soll, um Vollbeschäftigung zu fördern und Einkommensgerechtigkeit zu erreichen.

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Detalles

Título
Das Sozialversicherungssystem in den Ländern des "Bismarck- und Beveridgetyps" und die Zukunft des deutschen Sozialstaats
Universidad
Justus-Liebig-University Giessen  (Institut für Politikwissenschaft)
Curso
Hauptseminar - Die Krise des Sozialstaats
Calificación
1
Autor
Jochen Becker (Autor)
Año de publicación
2004
Páginas
30
No. de catálogo
V116835
ISBN (Ebook)
9783640187324
ISBN (Libro)
9783640188765
Idioma
Alemán
Etiqueta
Sozialversicherungssystem Ländern Bismarck- Beveridgetyps Zukunft Sozialstaats Hauptseminar Krise Sozialstaats
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Jochen Becker (Autor), 2004, Das Sozialversicherungssystem in den Ländern des "Bismarck- und Beveridgetyps" und die Zukunft des deutschen Sozialstaats, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/116835
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