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Nackte Haut im Boulevard-TV - Sexualisierte Darstellung von Frauen in Boulevard-Magazinen des öffentlich-rechtlichen und privaten Fernsehens

Eine vergleichende Analyse

Titel: Nackte Haut im Boulevard-TV - Sexualisierte Darstellung von Frauen in Boulevard-Magazinen des öffentlich-rechtlichen und privaten Fernsehens

Bachelorarbeit , 2008 , 43 Seiten , Note: 1,5

Autor:in: Andreas Brüser (Autor:in)

Medien / Kommunikation - Public Relations, Werbung, Marketing, Social Media
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Sex ist präsent wie nie zuvor. Leicht oder nicht bekleidete Models lächeln lasziv von überformatigen Plakaten an Hauswänden und Litfasssäulen. Die Präsentation von völlig nackten Modellen ist inzwischen auch in der TV-Werbung längst gang und gäbe. Ebenfalls die Musikindustrie möchte in ihren Promotion-Clips kaum mehr auf die sexualisierte Darstellung (Darstellung auf visuell-sexueller Ebene) von Frauen verzichten. „Sex Sells“ ist bei Werbern und Marketiers zu einer beliebten wie Erfolg versprechenden Formel geworden.
Doch nicht nur Anzeigen und Werbespots „schmücken“ sich mit sexualisierten Bildern. Auch Medienredaktionen schwimmen auf der Sex-Welle mit: Morgen für Morgen zeigt das „Bild-Girl“ seine Reize auf gut drei Millionen neuer Titelseiten. Auch TV-Programmmagazine setzen auf einen vollbusigen Eyecatcher. Game-Shows werden von Nackten moderiert, und Dokumentationen berichten von Erotik-Messen und Pornofilm-Drehs. Derweil diskutiert das Fernsehpublikum die körperlichen Vor- und Nachteile der aktuellen Top-Model-Kandidatinnen. Sexualisierte Darstellungen von Frauen sind medial präsent – ob in finanzierten Werbeanzeigen oder redaktionellen Angeboten.
Die folgende Untersuchung soll feststellen, ob und in welcher Intensität sich solche Präsentationen in TV-Boulevard-Magazinen als Beispiel für ein massenattraktives redaktionelles Programmformat finden. Es soll verglichen werden, ob Häufigkeit und Intensität von sexualisierten Darstellungen innerhalb der Berichterstattung eines Magazins des öffentlich-rechtlichen und eines Magazins des privaten Fernsehens variieren.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Vorwort: Überall Sex

2 Theoretische Grundlagen

2.1 „Sex Sells“ – eine mediale Verkaufstaktik

2.2 Parallelen zum Fernsehinfotainment

2.3 Öffentlich-rechtliches vs. privates Fernsehen

3 Fragestellung und Hypothese

4 Stichprobe

4.1 Gesamtmenge

4.2 Stichprobe

4.3 Erhebungseinheit

5 Operationalisierung

5.1 Variablen

5.2 Merkmalsausprägungen

5.3 Kategoriesystem

5.3.1 Bildausschnitt

5.3.2 Sexualisierungsgrad

5.4 Punktesystem

5.4.1 Basis-Punktesystem A

5.4.2 Erweitertes Punktesystem B

5.4.3 Erweitertes Punktesystem C

5.4.4 Ausnahmefälle

5.4.5 Rechenbeispiele

5.5 Visualisierung

6. Ergebnisse

6.1 Ergebnisse: Brisant

6.1.1 Sendung vom 26. Mai 2008

6.1.2 Sendung vom 28. Mai 2008

6.1.3 Sendung vom 29. Mai 2008

6.1.4 Zusammenfassung

6.2 Ergebnisse: Taff

6.2.1 Sendung vom 3. Juni 2008

6.2.2 Sendung vom 9. Juni 2008

6.2.3 Sendung vom 10. Juni 2008

6.2.4 Zusammenfassung

6.3 Vergleich

7. Überprüfung der Hypothese

8. Interpretation

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht vergleichend die Häufigkeit und Intensität sexualisierter Darstellungen von Frauen in Boulevard-Magazinen des öffentlich-rechtlichen und privaten Fernsehens, um zu prüfen, ob ökonomische Zwänge zur Massenattraktivität bei privaten Sendern zu einer stärkeren Sexualisierung führen.

  • Mediale Nutzung des "Sex-Sells"-Prinzips
  • Einfluss von Infotainment auf die Programmgestaltung
  • Vergleich zwischen öffentlich-rechtlichem und privatem Rundfunk
  • Methodik der Inhaltsanalyse zur Erfassung von Sexualisierung
  • Bewertung der Auswirkungen auf das mediale Frauenbild

Auszug aus dem Buch

2.1 „Sex Sells“ – eine mediale Verkaufstaktik

Mediawerbung als klassisches Marketinginstrument dient der Verbreitung werblicher Botschaften unter dem Gesichtspunkt kognitiver, affektiver und konativer Werbeziele. Als kognitive Ziele sind informationelle Ziele, etwa die Generierung von Publikumswissen über Produkte und Dienstleistungen anzusehen, affektive Ziele streben nach der Implementierung positiver emotionaler Assoziationen mit Produkten und Dienstleistungen. Konative – handlungsbezogene – Ziele fordern eine Kaufreaktion des Publikums. Werbeziele sind im Übrigen auch in Bezug auf eine zu erzielende Zustimmung für Personen sowie Unterstützungsbereitschaft und Wertpräferenzbildung für Botschaften zu sehen.

Vor dem Hintergrund einer Erklärung der „Sex-Sells-Verkaufstaktik“ spielen vor allem die affektiven Ziele der Werbung eine Rolle. Thomas Burzler und Rainer Rohstock beschreiben eine verkaufsfördernde Wirkung von sexualisierten Darstellungen in der Werbung, die auf Erkenntnisse der Lernpsychologie zurückzuführen sei: „Ein Thema, also auch ein Produktname oder eine Marke, prägt sich besser in das Gedächtnis ein, wenn es in einem emotional erregenden Kontext vermittelt und somit nicht nur betrachtet, sondern richtiggehend erlebt wird. Dass Sex und alle darauf abzielenden Informationen zu den stärksten Auslösern emotionaler Erregung zählen, ist unumstritten.“ Allerdings sind für die Erörterung des Sex-Sells-Phänomens noch weitere Thesen von Belang:

Werbung koppelt Botschaften an kulturelle Muster, vereinzelt kulturelle Erscheinungs- und Darstellungsformen und entkontextualisiert sie. Demnach wird (auch) der Mensch „typologisiert und reduziert auf weniges. Klischees und Stereotypen in der Menschendarstellung sind die Folge.“

Unter Einbeziehung der beschriebenen theoretischen Grundlagen betrachtet Jutta Velte sexualisierte Darstellungen von Frauen in der Werbung als ein Konstrukt von „Objekthaftigkeit“, das sich unter anderem in sexuellen Anzüglichkeiten ausdrücke. Sexualisierte Darstellungen setzten „die erotische Attraktivität der Frauen mit den Vorzügen eines Produkts gleich“.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Vorwort: Überall Sex: Der Autor führt in die Allgegenwart sexualisierter Darstellungen in Medien ein und formuliert das Ziel, die Häufigkeit und Intensität dieser Präsentationen in Boulevard-Magazinen des öffentlich-rechtlichen und privaten Fernsehens zu vergleichen.

2 Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel erläutert das "Sex-Sells"-Prinzip als affektives Marketinginstrument, stellt Parallelen zum TV-Infotainment her und differenziert zwischen den Finanzierungs- und Programmaufträgen von öffentlich-rechtlichen und privaten Sendern.

3 Fragestellung und Hypothese: Hier wird die Forschungsfrage konkretisiert und die Hypothese aufgestellt, dass das Boulevard-Magazin des privaten Senders signifikant mehr und intensivere sexualisierte Darstellungen enthält als das öffentlich-rechtliche Gegenstück.

4 Stichprobe: Der Autor definiert die untersuchten Formate ("Brisant" und "Taff"), erläutert die Auswahl der Stichprobe aus den Sendungen von 2008 und legt die Erhebungseinheit der Analyse fest.

5 Operationalisierung: In diesem Kapitel wird das methodische Kategoriesystem entwickelt, das Bildausschnitte und den Sexualisierungsgrad definiert sowie mittels verschiedener Punktesysteme eine messbare Auswertung ermöglicht.

6. Ergebnisse: Die gesammelten Daten werden für die Sendungen beider Magazine einzeln analysiert, tabellarisch aufbereitet, grafisch visualisiert und zusammengefasst.

6.3 Vergleich: Die Analyseergebnisse von "Brisant" und "Taff" werden einander gegenübergestellt, wobei die unterschiedliche Sendezeit durch eine Berechnung der Darstellungen pro Minute (DpM) vergleichbar gemacht wird.

7. Überprüfung der Hypothese: Die aufgestellte Hypothese wird bestätigt, da die Analyse eine deutlich höhere Quantität und Intensität sexualisierter Darstellungen im privaten Fernsehen belegt.

8. Interpretation: Der Autor reflektiert kritisch über die moralischen Implikationen der sexuellen Objektisierung von Frauen durch die "Sex-Sells-Industrie" und warnt vor der Wirkung dieser medialen Konstrukte auf die junge Zielgruppe.

Schlüsselwörter

Boulevard-Magazin, Sexualisierung, Fernsehen, Sex Sells, Infotainment, Medienethik, Frauenbild, Inhaltsanalyse, Öffentlich-rechtlicher Rundfunk, Privatsender, Quoten, Objektisierung, Bildausschnitt, Medienrezeption, Medienkritik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelor Thesis grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, ob und in welchem Ausmaß Frauen in Boulevard-Magazinen des deutschen Fernsehens durch visuelle Darstellungsweisen sexualisiert werden.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Themen umfassen die Anwendung des "Sex-Sells"-Prinzips im Fernsehen, den Vergleich zwischen öffentlich-rechtlichen und privaten Sendeanstalten sowie die medienethische Reflexion über die Objektisierung von Frauen.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Das Ziel ist es festzustellen, ob das Boulevard-Magazin eines privaten TV-Senders mehr und intensivere sexualisierte Darstellungen von Frauen beinhaltet als ein vergleichbares Magazin des öffentlich-rechtlichen Rundfunks.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Der Autor führt eine quantitative Inhaltsanalyse durch, für die er ein spezifisches Kategoriesystem und ein Punktesystem zur Bewertung der Sexualisierungsintensität entwickelte.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung, die methodische Operationalisierung, die Darstellung der Einzelergebnisse der untersuchten Sendungen sowie den abschließenden direkten Vergleich der beiden Formate.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Boulevard-Magazin, Sexualisierung, Sex Sells, Privatsender, öffentlich-rechtlicher Rundfunk, Inhaltsanalyse und Objektisierung.

Wie wurde der Begriff "Sexualisierung" für die Studie definiert?

Sexualisierung wird als eine Darstellungsweise verstanden, die visuell-erotische Aspekte durch die gezielte Hervorhebung weiblicher Körperbereiche wie Brüste, Schoß, Oberschenkel oder Gesäß betont.

Zu welcher Schlussfolgerung kommt der Autor nach der Hypothesenüberprüfung?

Die Hypothese wurde bestätigt: Das untersuchte private Boulevard-Magazin weist eine signifikant höhere Anzahl und eine stärkere Intensität sexualisierter Darstellungen auf als das öffentlich-rechtliche Magazin.

Welche Bedenken äußert der Autor hinsichtlich der gesellschaftlichen Wirkung?

Der Autor warnt davor, dass die mediale Objekthaftigkeit der Frau das junge Zielpublikum beeinflusst und ein reaktionäres Frauenbild fördern könnte, das Emanzipationserfolge in Gefahr bringt.

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Details

Titel
Nackte Haut im Boulevard-TV - Sexualisierte Darstellung von Frauen in Boulevard-Magazinen des öffentlich-rechtlichen und privaten Fernsehens
Untertitel
Eine vergleichende Analyse
Hochschule
Westfälische Hochschule Gelsenkirchen, Bocholt, Recklinghausen  (Institut für Journalismus & Public Relations)
Note
1,5
Autor
Andreas Brüser (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2008
Seiten
43
Katalognummer
V116846
ISBN (eBook)
9783640187362
ISBN (Buch)
9783640188796
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Nackte Haut Boulevard-TV Sexualisierte Darstellung Frauen Boulevard-Magazinen Fernsehens
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Andreas Brüser (Autor:in), 2008, Nackte Haut im Boulevard-TV - Sexualisierte Darstellung von Frauen in Boulevard-Magazinen des öffentlich-rechtlichen und privaten Fernsehens, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/116846
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Leseprobe aus  43  Seiten
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