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Verschwörungstheorien und Fake News im Unterricht

Medienpädagogische Grundlagen und Beispiele

Titel: Verschwörungstheorien und Fake News im Unterricht

Masterarbeit , 2021 , 77 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Katharina Becker (Autor:in)

Didaktik - Allgemeine Didaktik, Erziehungsziele, Methoden
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Arbeit geht es um die Themen Verschwörungstheorien und Fake News und die Frage, ob sie im schulischen Unterricht thematisiert werden sollten oder nicht. Was sind Verschwörungstheorien und Fake News überhaupt? Wie lassen sie sich erkennen? Welche Gefahren und Risiken bringen sie mit sich? Bestehen Gefahren oder Risiken? Ist es notwendig, diese zu kennen und sich genauer damit zu beschäftigen? Falls ja, in welchem Umfang sollte man sich mit den Themen beschäftigen? Gehören die Themen in den Unterricht? Was hat denn überhaupt die Schule damit zu tun?

Im ersten Teil der Arbeit werden die Kategorien Verschwörungstheorien und Fake News vorgestellt. Anschließend folgt der Blick in die Vergangenheit. Handelt es sich bei Verschwörungstheorien und Fake News um neue Erscheinungen oder gibt es diese Phänomene schon länger?

Der zweite Teil konzentriert sich auf den Bereich Schule und Bildung. Hier soll anhand der theoretischen Erkenntnisse des ersten Teils untersucht werden, ob und inwiefern die Themen Verschwörungstheorien und Fake News in der Schule behandelt werden sollten. Abschließend werden neben medienpädagogischen Grundlagen verschiedene Beispiele präsentiert, mit welchen Methoden die Themen im Unterricht besprochen werden können. Doch auch hier stellt sich die Frage, sind die Themen wirklich so wichtig, dass sie in der Schule behandelt werden müssen?

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Verschwörungstheorien

2.1. Was sind Verschwörungstheorien?

2.2. Aufbau und Struktur der Textsorte

3. Fake News

3.1. Was sind Fake News?

3.2. Aufbau und Struktur der Textsorte

4. Entstehung und Verbreitung von Verschwörungstheorien und Fake News im Wandel der Zeit

4.1. Welche Rolle spielen Mensch und Medium bei der Verbreitung?

4.2. Die Protokolle der Weisen von Zion

5. Wieso sollten digitale Medien in den schulischen Unterricht integriert werden?

5.1. Medienpädagogik – Medienbildung, Mediendidaktik und Medienkompetenz

5.2. Die besondere Bedeutung der sozialen Medien

6. Verschwörungstheorien und Fake News als Thema in der Schule?!

6.1. Mediennutzung von Kindern und Jugendlichen

6.2. Wie kann im Unterricht gehandelt werden, damit Schülerinnen und Schüler lernen, die von Verschwörungstheorien und Fake News ausgehende Gefahr zu erkennen?

6.3. Anregungen und Beispiele für die Thematisierung der Themen Verschwörungstheorien und Fake News im Unterricht

7. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die medienpädagogische Relevanz von Verschwörungstheorien und Fake News im schulischen Unterricht, mit dem primären Ziel, Strategien zur Vermittlung von Medienkompetenz zu entwickeln, um Schülerinnen und Schüler zu einem kritischen und mündigen Umgang mit digitalen Informationen zu befähigen.

  • Grundlagen von Verschwörungstheorien und deren manipulative Mechanismen
  • Strukturen, Verbreitung und psychologische Hintergründe von Fake News
  • Die historische Dimension der Desinformation am Beispiel der "Protokolle der Weisen von Zion"
  • Medienpädagogische Konzepte und Methoden zur Thematisierung dieser Phänomene im Unterricht

Auszug aus dem Buch

2.1. Was sind Verschwörungstheorien?

„Verschwörungstheorien behaupten, dass eine im Geheimen operierende Gruppe, nämlich die Verschwörer, aus niederen Beweggründen versucht, eine Institution, ein Land oder gar die ganze Welt zu kontrollieren oder zu zerstören.“ Im englischsprachigen Raum wird eine Verschwörungstheorie als conspiracy theory bezeichnet. Diese Bezeichnung stammt von dem lateinischen Verb conspirare, das mit „übereinstimmen“ oder „zusammenwirken“ übersetzt werden kann.

Im Bereich der Forschung wird der Begriff Verschwörungstheorie als Pejorativ, also als ein implizit ablehnender Begriff, verwendet. Ob der Begriff im Sprachgebrauch jemals eine neutrale Bedeutung hatte, lässt sich nicht genau sagen. Belegen lässt sich jedoch, dass der Terminus Verschwörungstheorie mindestens seit dem 19. Jahrhundert negativ belegt ist.

Um verstehen zu können, wie sich die Verschwörungstheorien zu dem entwickelt haben, was sie heute sind, muss zunächst zwischen vormodernen und modernen Verschwörungstheorien unterschieden werden. Kennzeichnend für vormoderne Verschwörungstheorien ist die Assoziation mit dem Glauben an den Teufel und Hexen. In der Epoche der Aufklärung, insbesondere während der Französischen Revolution 1789, kam es zu einem Umbruch dieses Denkens. Dieser Umbruch kann als der Beginn der modernen Verschwörungstheorien angesehen werden, die sich von da an nicht mehr auf den Teufelsglauben bezogen, sondern verweltlichte Verschwörungsszenarien entwarfen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Vorstellung der Relevanz von Verschwörungstheorien und Fake News in der heutigen digitalen Gesellschaft und Begründung der Forschungsfrage für den schulischen Kontext.

2. Verschwörungstheorien: Definition des Begriffs sowie Analyse der psychologischen Mechanismen, historischen Entwicklung und typischen Strukturen von Verschwörungserzählungen.

3. Fake News: Erläuterung der Merkmale und Intentionen von Falschinformationen sowie Untersuchung der Verbreitungswege und psychologischen Effekte.

4. Entstehung und Verbreitung von Verschwörungstheorien und Fake News im Wandel der Zeit: Historische Betrachtung der Manipulationstechniken und Analyse der Rolle digitaler Technologien bei der heutigen Verbreitung, ergänzt durch das Beispiel der "Protokolle der Weisen von Zion".

5. Wieso sollten digitale Medien in den schulischen Unterricht integriert werden?: Diskussion über die Notwendigkeit der Medienbildung zur Vorbereitung auf eine digitalisierte Lebenswelt und die Rolle von Medien im Sozialisationsprozess.

6. Verschwörungstheorien und Fake News als Thema in der Schule?!: Konkrete Auseinandersetzung mit den Herausforderungen für Lehrkräfte sowie methodische Vorschläge zur praktischen Vermittlung von Medienkompetenz und Quellenkritik.

7. Fazit: Zusammenfassende Einschätzung der Notwendigkeit einer präventiven Aufklärung in Schulen zur Stärkung der gesellschaftlichen Resilienz gegenüber Manipulation.

Schlüsselwörter

Verschwörungstheorien, Fake News, Medienpädagogik, Medienkompetenz, Digitalisierung, Manipulation, Desinformation, Quellenkritik, Schule, Sozialisation, Internet, Filterblase, Social Bots, Antisemitismus, Narrativ.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Mechanismen hinter Verschwörungstheorien und Fake News und untersucht, wie diese im schulischen Unterricht thematisiert werden sollten, um Jugendliche für mediale Manipulationen zu sensibilisieren.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentrale Themen sind die psychologischen und historischen Grundlagen von Verschwörungstheorien, die Verbreitungsdynamik von Fake News durch digitale Algorithmen sowie die Förderung von Medienkompetenz in der Schule.

Welches primäre Ziel verfolgt die Autorin?

Das Hauptziel ist es, einen theoretischen und praktischen Rahmen für Lehrkräfte zu bieten, damit diese Schülerinnen und Schüler zu mündigen, medienkritischen Internetnutzern erziehen können.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und greift auf psychologische Theorien zur Medienwirkung sowie auf medienpädagogische Konzepte für den Unterricht zurück.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung in die Definition und Struktur beider Phänomene sowie eine praxisorientierte Diskussion über die Integration dieser Themen in den Unterrichtsalltag.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Desinformation, Medienkompetenz, soziale Medien, psychologische Mechanismen und medienpädagogische Didaktik charakterisiert.

Welche besondere Rolle spielen "Social Bots" bei der Verbreitung von Desinformation?

Social Bots simulieren menschliches Verhalten in sozialen Netzwerken, um Stimmung zu beeinflussen, Reichweiten zu erhöhen und somit die Verbreitung von Fake News und Verschwörungstheorien effizient zu forcieren.

Was ist das pädagogische Konzept der "Fakten gegen Fantasien"?

Es ist ein methodischer Ansatz für den Unterricht, bei dem Lehrkräfte statt direkter Konfrontation gezielt faktenbasierte Gegenerzählungen einsetzen, um verschwörungstheoretische Denkmuster bei Schülerinnen und Schülern aufzubrechen.

Ende der Leseprobe aus 77 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Verschwörungstheorien und Fake News im Unterricht
Untertitel
Medienpädagogische Grundlagen und Beispiele
Hochschule
Universität Paderborn
Note
1,0
Autor
Katharina Becker (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
77
Katalognummer
V1168572
ISBN (eBook)
9783346574558
ISBN (Buch)
9783346574565
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Fake News Verschwörungstheorien Unterricht Schule
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Katharina Becker (Autor:in), 2021, Verschwörungstheorien und Fake News im Unterricht, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1168572
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  77  Seiten
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