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"Flow"-Erfahrungen im Sportunterricht. Möglichkeiten und Chancen aktiv forcierter "Flow"-Zustände in der Schule auf Grundlage der Untersuchungen von Mihály Csíkszentmihályi

Titre: "Flow"-Erfahrungen im Sportunterricht. Möglichkeiten und Chancen aktiv forcierter "Flow"-Zustände in der Schule auf Grundlage der Untersuchungen von Mihály Csíkszentmihályi

Dossier / Travail , 2020 , 14 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Christoph Niemann (Auteur)

Pédagogie - Psychologie pédagogique
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Was genau macht einen „Flow“ aus und wie kann man „Flow“-Zustände begünstigen? Kann man sie im schulischen Alltag aktiv forcieren? Wenn ja, welche Chancen ergeben sich für Schüler und Lehrer? Wenn nicht, warum nicht? Die vorliegende Arbeit setzt sich mit diesen Fragen auseinander und betrachtet die Möglichkeiten für den Unterricht am Beispiel des Sportunterrichts. Auf den ersten Blick birgt das Fach Sport auf der Grundlage der Untersuchungen von Mihály Csíkszentmihályi ein immenses Potential für Erprobungen und soll daher analysiert werden. Die Ergebnisse können dazu beitragen, den Sportunterricht in seiner grundlegenden Ausrichtung zu verändern und die gewonnenen Erkenntnisse und Erfahrungen mit dem „Flow“-Gefühl auf andere Bereiche des schulischen Lebens zu übertragen.

„Läuft bei dir“ – Das Jugendwort des Jahres 2014 dient in der Umgangssprache einiger Jugendlicher der neidfreien Anerkennung einer Leistung und pointiert den reibungs- und mühelosen Ablauf einer anspruchsvollen Aufgabe. „Laufen“ indiziert hier den Fluss einer Handlung, der ohne Stau oder Stocken zum Ziel führt. Dabei bezieht sich die Formulierung auf den „Flow“-Zustand, der in der Psychologie allgemein einen konzentrierten Schaffensrausch meint, in den man sich verliert. Der emeritierte Professor für Psychologie an der University of Chicago Mihály Csíkszentmihályi gilt als Schöpfer des „Flow“-Begriffs und als Koryphäe der Glücksforschung. In seinen Studien zum „Flow-Erleben“ untersucht er zahlreiche Lebensbereiche, um Merkmale, Voraussetzungen und Hindernisse des „Flow“-Zustandes zu erforschen.

Dabei fokussiert er sich unter anderem auf (Extrem-)Sportler , die durch ihre Tätigkeit in eine ekstatische, fast schon hypnotische Trance versinken und vollkommen in ihrer Aufgabe aufgehen. Seiner Auffassung nach bedarf es klarer Zielsetzungen, einer völligen Konzentration auf das Handeln, einer omnipräsenten Kontrolle über die Tätigkeit und einer Passung von Anforderung und Fähigkeit jenseits von Angst oder Langeweile in scheinbarer Mühelosigkeit, um ein „Flow“-Gefühl zu erlangen. Dieses Gefühl birgt ein großes Potential für die Konzentrations- und Leistungsfähigkeit eines Menschen und gilt als ein wichtiger Faktor für das Empfinden von Glück. Demnach ist es ein erstrebenswertes Ziel für ein zufriedenstellendes Leben und eine wünschenswerte Eigenschaft für Schüler und Lehrer im Schulunterricht.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretische Grundlagen und Begriffsdefinitionen

2.1 „Flow“

2.2 Motivation und Anreiz

2.3 Leistungsmotiv

3. „Flow-Erleben“ in der Schule

4. „Flow-Erleben“ im Sportunterricht

5. Resümee und Ausblick

6. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Potenzial von „Flow“-Erfahrungen für den schulischen Kontext, insbesondere im Fach Sport, um die Konzentrationsfähigkeit, Leistungsbereitschaft und das Wohlbefinden von Schülern zu steigern und pädagogische Handlungsmöglichkeiten aufzuzeigen.

  • Grundlagen des psychologischen „Flow“-Konzepts
  • Motivationale Hintergründe und Anreizstrukturen
  • Implementierung von „Flow“-Zuständen im Schulalltag
  • Besonderheiten und Chancen des „Flow“-Erlebens im Sportunterricht
  • Anforderungen an die Lehrperson als Lernbegleiter

Auszug aus dem Buch

2.1 „Flow“

Der Anglizismus „Flow“ (deutsch: „das Fließen, Strömen“) wurde in der Psychologie erstmals von Csíkszentmihályi verwendet und beschreibt einen mentalen Zustand absoluter Vertiefung, maximaler Konzentration auf einen Gegenstand und restlosen Aufgehens in einer Tätigkeit, die scheinbar automatisch abläuft und die erfahrende Person von ihrer Lebenswelt abkoppelt, sodass zeitliche und räumliche Einflüsse in die Peripherie abdriften. Der Zustand entwickelt sich in einem komplexen Geschehen zwischen Überforderung (Angst) und Unterforderung (Langeweile) und befähigt eine Person zu einem tranceähnlichen Fokus (Csíkszentmihályi, 2010).

Erstmals trat die „absorption“ – also das restlose Aufgehen in einer Tätigkeit – bei Woodworth (1918) auf, der sie in Alltagsbedingungen beobachtete. Das Phänomen des „Verweilen[s] in einem Zustand des glücklichen Unendlichkeitsgefühls“ (Scheuerl, 1979, S.31) wurde bereits 1959 in der Spieltheorie entdeckt, das jedoch eher als Grundlage für die Suchtforschung verwendet wird. Csíkszentmihályi spezifizierte als erster den besonderen Zustand des „Flows“ in seinen Forschungsprogrammen und gilt daher als Begründer der Flow-Theorie (Heckhausen, 2018).

In diesen Programmen führte er eine qualitative Forschung anhand von Interviews mit Felskletterern, Tänzern, Chirurgen und Schachspielern durch und beschrieb elementare Erlebnis- und Bedingungskomponenten des „Flow-Erlebens“ (Zusammengefasst nach Csíkszentmihályi, 1975; Rheinberg & Vollmeyer, 2019):

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in das „Flow“-Konzept ein, erläutert dessen Relevanz für den Schulunterricht und stellt die Forschungsfragen bezüglich der Anwendbarkeit im schulischen Alltag sowie im Sportunterricht.

2. Theoretische Grundlagen und Begriffsdefinitionen: Dieses Kapitel definiert den psychologischen Flow-Begriff sowie die damit verknüpften Konzepte von Motivation, Anreizen und dem Leistungsmotiv.

3. „Flow-Erleben“ in der Schule: Es werden pädagogische Rahmenbedingungen und Lernarrangements diskutiert, die Flow-Zustände im Schulunterricht fördern können, sowie die Rolle der Lehrkraft als Lernbegleiter beleuchtet.

4. „Flow-Erleben“ im Sportunterricht: Dieses Kapitel analysiert das spezifische Lernsetting des Sportunterrichts und dessen Eignung als Raum für Flow-Erfahrungen durch spielerische Elemente und offene Handlungsstrukturen.

5. Resümee und Ausblick: Die Arbeit schließt mit einer Bewertung der Chancen und Hürden bei der aktiven Forcierung von Flow-Erfahrungen in der Schule und im Sport.

6. Literaturverzeichnis: Hier werden sämtliche in der Arbeit verwendeten Quellen aufgeführt.

Schlüsselwörter

Flow-Erleben, Sportunterricht, Motivation, Anreiz, Leistungsmotiv, Schulpädagogik, Konzentration, Lernprozess, Selbstregulation, Leistungsfähigkeit, Wohlbefinden, Flow-Theorie, Pädagogische Diagnostik, Handlungsanforderungen, Lernbegleiter

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht das psychologische Phänomen des „Flow“-Erlebens und analysiert dessen Potenzial als lernförderlicher Zustand für Schüler im schulischen Kontext und im Sportunterricht.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zentrale Themen sind die psychologischen Grundlagen der Flow-Theorie, motivationale Aspekte, Anforderungen an eine schülerorientierte Unterrichtsgestaltung sowie die Besonderheiten des Sportunterrichts.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Das Ziel ist es, Möglichkeiten aufzuzeigen, wie Flow-Zustände im Unterricht gezielt begünstigt werden können, um die Konzentrationsfähigkeit und Freude am Lernen bei Schülern zu steigern.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer fundierten Literaturanalyse basiert und psychologische Konzepte auf pädagogische Praxisbeispiele überträgt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung der Begriffe Flow und Motivation, die Diskussion von Rahmenbedingungen für Flow in der Schule sowie eine spezifische Übertragung dieser Erkenntnisse auf den Sportunterricht.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Flow-Erleben, Motivation, Sportunterricht, Leistungsfähigkeit, Lernbegleitung und Anforderungs-Fähigkeits-Passung.

Warum wird gerade der Sportunterricht für Flow-Erfahrungen als besonders geeignet hervorgehoben?

Der Sportunterricht bietet aufgrund seines spielerischen Charakters, der räumlichen Struktur und der oft direkten Rückmeldung auf Handlungen günstige Bedingungen für intrinsische Motivation und Flow-Erfahrungen.

Welche Rolle spielt die Lehrkraft bei der Entstehung von Flow im Unterricht?

Die Lehrkraft agiert als Lernbegleiter, der störungsarme Rahmenbedingungen schafft, Wahlmöglichkeiten bietet und die Aufgaben an die individuelle Anforderungs-Fähigkeits-Passung der Schüler anpasst.

Ist Flow in jedem Schulfach gleichermaßen zu erreichen?

Die Arbeit deutet darauf hin, dass die Möglichkeiten je nach Fach variieren, wobei vor allem Fächer mit klar strukturierten, aber anspruchsvollen und tätigkeitszentrierten Aufgaben ein hohes Potenzial bieten.

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Résumé des informations

Titre
"Flow"-Erfahrungen im Sportunterricht. Möglichkeiten und Chancen aktiv forcierter "Flow"-Zustände in der Schule auf Grundlage der Untersuchungen von Mihály Csíkszentmihályi
Université
University of Münster  (Institut für Erziehungswissenschaft)
Cours
Pädagogische Diagnostik im Kontext der Begabungsförderung und des selbstregulierten forschenden Lernens
Note
1,0
Auteur
Christoph Niemann (Auteur)
Année de publication
2020
Pages
14
N° de catalogue
V1168761
ISBN (PDF)
9783346592118
ISBN (Livre)
9783346592125
Langue
allemand
mots-clé
flow sportunterricht möglichkeiten chancen schule grundlage untersuchungen mihály csíkszentmihályi
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Christoph Niemann (Auteur), 2020, "Flow"-Erfahrungen im Sportunterricht. Möglichkeiten und Chancen aktiv forcierter "Flow"-Zustände in der Schule auf Grundlage der Untersuchungen von Mihály Csíkszentmihályi, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1168761
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Extrait de  14  pages
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