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Fraud in der gesetzlichen Jahresabschlussprüfung. Möglichkeiten und Grenzen der Aufdeckung

Título: Fraud in der gesetzlichen Jahresabschlussprüfung. Möglichkeiten und Grenzen der Aufdeckung

Tesis (Bachelor) , 2008 , 119 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Christian Schulz (Autor)

Economía de las empresas - Contabilidad e impuestos
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Eine Befragung zwischen Frühjahr 2005 und Frühjahr 2007 unter 1.166 deutschen Unternehmen aus allen Wirtschaftsbereichen kam zu einem ernüchternden Ergebnis: Knapp die Hälfte (49%) der befragten Gesellschaften wurde im Erhebungszeitraum Opfer von Korruption, Unterschlagung, Bilanzdelikten oder anderen Formen von Wirtschaftskriminalität. Der Gesamtschaden wird auf gut sechs Milliarden Euro geschätzt, was die Verluste von Privatpersonen noch nicht mit einbezieht. Aufgrund verschiedener, teilweise spektakulärer Betrugsfälle sind Verstöße verstärkt Gegenstand öffentlicher Diskussionen geworden. Als Beispiele für Deutschland seien hier nur Fälle wie Balsam/Procedo, Flowtex und Comroad genannt. In den USA wurden mit Enron und WorldCom Betrugsfälle von historischem Ausmaß bekannt, die nicht nur Auswirkungen für die unmittelbar geschädigten Aktionäre und Gläubiger, sondern auch für den gesamten Berufsstand der Wirtschaftsprüfer hatten.
Auch wenn diese Beispiele nur Einzelfälle darstellen, die aufgrund der Schadenshöhe und der Vielzahl der Geschädigten außerhalb der Unternehmen eine entsprechend große Öffentlichkeitswirkung entfalten, muss darauf hingewiesen werden, dass die Zahl der von Wirtschaftskriminalität betroffenen Unternehmen nicht nur hierzulande, sondern weltweit stetig ansteigt.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Relevanz

1.2 Zielsetzung

1.3 Aufbau der Arbeit

2 Die gesetzliche Jahresabschlussprüfung

2.1 Die Erwartungslücke

2.2 Normative Rahmenbedingungen der Jahresabschlussprüfung

3 Was ist Fraud?

3.1 Unrichtigkeiten und Verstöße – Definition und Abgrenzung

3.1.1 Unrichtigkeiten – Error

3.1.2 Verstöße – Fraud

3.2 Auswirkungen von Fraud

3.2.1 Direkte und indirekte Vermögensschäden

3.2.2 Nachhaltige Vertrauensschäden

3.2.3 Auswirkungen von Fraud auf die Rechnungslegung

3.2.4 Auswirkungen auf die Abschlussprüfung

3.3 Systematisierung der Motive für Fraud

3.3.1 Das Fraud Triangle

3.3.1.1 Anreiz/Druck

3.3.1.2 Gelegenheit

3.3.1.3 Einstellung

3.3.2 Der Fraud Diamond

3.3.3 Fraud aus altruistischen Gründen

4 Die Verantwortung des Abschlussprüfers für die Aufdeckung von Fraud

4.1 Gesetzliche Bestimmungen in Deutschland

4.2 Konkretisierung der gesetzlichen Bestimmungen durch berufsständische Verlautbarungen

4.2.1 Verlautbarungen der Wirtschaftsprüferkammer

4.2.2 Verlautbarungen des Instituts der Wirtschaftsprüfer

4.2.2.1 Bindungswirkung der Verlautbarungen des IDW

4.2.2.2 Entwicklung des IDW PS 210

4.2.2.3 Inhalt des IDW PS 210 „Zur Aufdeckung von Unregelmäßigkeiten im Rahmen der Abschlussprüfung“

4.2.2.3.1 Neuerungen

4.2.2.3.2 Verantwortung

4.2.2.3.3 Prüfungsplanung und Besprechung im Prüfungsteam

4.2.2.3.4 Prüfungshandlungen zur Risikoerfassung

4.2.2.3.5 Beurteilung der Risiken

4.2.2.3.6 Reaktion auf bedeutsame Risiken

4.2.2.3.7 Würdigung der Prüfungsnachweise

4.2.2.3.8 Maßnahmen bei vermuteten oder aufgedeckten Verstößen

4.2.2.3.9 Kommunikation und Dokumentation

4.2.3 Internationale Verlautbarungen und ihr Einfluss auf die Entwicklung in Deutschland

4.3 Grenzen der Aufdeckbarkeit von Verstößen im Rahmen der Jahresabschlussprüfung

5 Die Verantwortung der Unternehmensleitung für die Vermeidung und Aufdeckung von Fraud

5.1 Die Verantwortung der gesetzlichen Vertreter

5.2 Die Verantwortung des Aufsichtsorgans

6 Maßnahmen des Abschlussprüfers zur Aufdeckung von Fraud im Rahmen der risikoorientierten Abschlussprüfung

6.1 Grundsätzliches zum Prüfungsprozess

6.2 Die Risikokomponenten

6.3 Die Risikofaktoren – Red Flags

6.4 Methoden zur Abschätzung des Risikos der Existenz von Fraud

6.4.1 Grundlegende Prüfungshandlungen

6.4.2 Checklisten

6.4.3 Analytische Prüfungshandlungen

6.4.4 Expertensysteme

6.5 Systemprüfung als Methode zur Konkretisierung von Prüfungsschwerpunkten

6.5.1 Prüfung des internen Überwachungssystems

6.5.2 Prüfung des EDV-Systems

6.6 Bestimmung des nötigen Prüfungsumfangs und Verfahren für die Auswahl von Stichproben

6.7 Die Prüfungsdurchführung im Hinblick auf die Aufdeckung von Verstößen

6.8 Exkurs – Anti-Fraud-Maßnahmen auf betrieblicher Ebene

7 Schlussbetrachtung: Zusammenfassung und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit befasst sich mit den Möglichkeiten und Grenzen des Abschlussprüfers bei der Aufdeckung von Fraud im Kontext der gesetzlichen Jahresabschlussprüfung. Ziel ist es, die Diskrepanz zwischen den Erwartungen der Abschlussadressaten und den tatsächlichen gesetzlichen sowie berufsständischen Anforderungen zu beleuchten und den risikoorientierten Prüfungsprozess als Instrument zur Detektion und Prävention darzustellen.

  • Die Erwartungslücke zwischen Abschlussprüfung und Öffentlichkeit
  • Systematisierung und Definition von Fraud (Unrichtigkeiten vs. Verstöße)
  • Die Verantwortung von Management und Aufsichtsorganen für Fraud-Prävention
  • Methoden der risikoorientierten Prüfung zur Identifikation von Fraud-Risiken
  • Einsatz von Instrumenten wie Checklisten, analytischen Verfahren und Expertensystemen

Auszug aus dem Buch

3.3.1 Das Fraud Triangle

Cressey befasste sich mit den Ursachen für Fraud in Unternehmen. Ergebnis seiner Überlegungen war ein sog. „Kriminalitätsrisiko-Modell“, heute besser bekannt als Fraud Triangle. Das Betrugs-Dreieck ist der wohl bekannteste Analyseansatz für fraudulente Handlungen in Unternehmen und soll die drei wesentlichen Entstehungsgründe von Wirtschaftskriminalität transparent verdeutlichen.

Die Schlüsselfaktoren Anreiz/Druck, Gelegenheit und Einstellung werden von den drei Seiten des Fraud Triangles repräsentiert und stehen in einem interaktiven, dynamischen Verhältnis zueinander. Im Folgenden werden die drei Seiten dieses metaphorischen Dreiecks näher betrachtet.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Beschreibt die Relevanz des Themas aufgrund zunehmender Wirtschaftskriminalität und definiert die Zielsetzung sowie den Aufbau der Arbeit.

2 Die gesetzliche Jahresabschlussprüfung: Analysiert die normative Basis der Abschlussprüfung und thematisiert die Diskrepanz zwischen öffentlicher Wahrnehmung und gesetzlichem Auftrag.

3 Was ist Fraud?: Entwickelt eine präzise Begriffsabgrenzung zwischen Unrichtigkeiten (Error) und Verstößen (Fraud) und systematisiert Motive sowie Auswirkungen.

4 Die Verantwortung des Abschlussprüfers für die Aufdeckung von Fraud: Erläutert die gesetzlichen Anforderungen und die Konkretisierung durch IDW-Standards, insbesondere den risikoorientierten Prüfungsansatz.

5 Die Verantwortung der Unternehmensleitung für die Vermeidung und Aufdeckung von Fraud: Betrachtet die Primärverantwortung des Managements und des Aufsichtsorgans für ein funktionierendes Überwachungssystem.

6 Maßnahmen des Abschlussprüfers zur Aufdeckung von Fraud im Rahmen der risikoorientierten Abschlussprüfung: Detaillierte Darstellung der Prüfungsmethoden wie Risikoerfassung, analytische Prüfungshandlungen und Systemprüfungen.

7 Schlussbetrachtung: Zusammenfassung und Ausblick: Führt die gewonnenen Erkenntnisse zusammen und diskutiert die Grenzen der Aufdeckbarkeit sowie die Bedeutung zukünftiger Verbesserungen.

Schlüsselwörter

Jahresabschlussprüfung, Wirtschaftskriminalität, Fraud, Erwartungslücke, Abschlussprüfer, Risikoorientierte Prüfung, IDW PS 210, Fraud Triangle, Fraud Diamond, Internes Kontrollsystem, Bilanzmanipulation, Prävention, Aufdeckung, Corporate Governance, Abschlussadressaten

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Möglichkeiten und Grenzen des Abschlussprüfers bei der Aufdeckung von fraudulente Handlungen während der gesetzlichen Jahresabschlussprüfung in Deutschland.

Welche Themenfelder stehen im Zentrum?

Zentrale Themen sind die Abgrenzung von Fehlern und Fraud, die Erwartungslücke zwischen Öffentlichkeit und Prüfer, die Verantwortung der Unternehmensleitung sowie spezifische Prüfmethoden.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Abschlussprüfer durch einen risikoorientierten Ansatz gezielter auf die Gefahr von Bilanzbetrug und anderen Unregelmäßigkeiten reagieren können.

Welche wissenschaftliche Methodik wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse nationaler und internationaler Normen, Gesetze (HGB, AktG) und berufsständischer Verlautbarungen des IDW.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Definition von Fraud, dem risikoorientierten Prüfungsprozess, der Rolle des internen Kontrollsystems und speziellen Methoden zur Risikoabschätzung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Fraud, Wirtschaftskriminalität, Abschlussprüfung, Risikoerfassung, Corporate Governance und die Erwartungslücke.

Wie unterscheidet der Autor zwischen Unrichtigkeiten und Verstößen?

Unrichtigkeiten (Error) sind unbeabsichtigte Fehler im Rechnungswesen, während Verstöße (Fraud) bewusste Handlungen mit Vorsatz darstellen.

Was bedeutet der "Fraud Diamond" im Vergleich zum klassischen "Fraud Triangle"?

Der Fraud Diamond erweitert das klassische Modell um die Komponente "Fähigkeit" (technische Kompetenz und Machtposition), die es dem Täter ermöglicht, Kontrollen zu umgehen.

Welchen Stellenwert haben IDW-Verlautbarungen für die Prüfungspraxis?

Obwohl sie privatrechtlich sind, besitzen sie eine hohe faktische Bindungswirkung für den Berufsstand der Wirtschaftsprüfer bei der Beurteilung der ordnungsgemäßen Prüfung.

Wie bewertet der Autor die Rolle des Aufsichtsrats?

Der Aufsichtsrat trägt eine wesentliche Verantwortung für die Überwachung der Geschäftsführung und muss sicherstellen, dass wirksame Kontrollsysteme zur Fraud-Prävention existieren.

Final del extracto de 119 páginas  - subir

Detalles

Título
Fraud in der gesetzlichen Jahresabschlussprüfung. Möglichkeiten und Grenzen der Aufdeckung
Universidad
Kiel University of Applied Sciences  (Institut für Rechnungswesen und Revision)
Calificación
1,3
Autor
Christian Schulz (Autor)
Año de publicación
2008
Páginas
119
No. de catálogo
V116908
ISBN (Ebook)
9783640189113
ISBN (Libro)
9783640189199
Idioma
Alemán
Etiqueta
Möglichkeiten Grenzen Aufdeckung Fraud Rahmen Jahresabschlussprüfung
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Christian Schulz (Autor), 2008, Fraud in der gesetzlichen Jahresabschlussprüfung. Möglichkeiten und Grenzen der Aufdeckung, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/116908
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