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Erziehung, demokratische Gesellschaft und Erfahrung in Hinblick auf John Deweys Erziehungstheorie

Titel: Erziehung, demokratische Gesellschaft und Erfahrung in Hinblick auf John Deweys Erziehungstheorie

Seminararbeit , 2008 , 23 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Rebecca Borger (Autor:in)

Pädagogik - Wissenschaftstheorie, Anthropologie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit einem der einflussreichsten Pädagogen im 20. Jahrhundert: John Dewey. Als Philosoph und Pädagoge der Demokratie und Vertreter des Pragmatismus sind Deweys Ideen fest im amerikanischen Erziehungsdenken verwurzelt. Thematisiert werden Deweys Fragen nach der Bedeutung der Erziehung in der demokratischen Gesellschaft und der Erfahrungsbegriff in seiner Definition von Erziehung, wobei sein Werk „Demokratie und Erziehung“ hier die Grundlage ist. Ein kleiner Überblick über sein Leben und Wirken, die historischen Bedingungen und die gesellschaftlichen Umwälzungen in Amerika sowie über die reformpädagogischen Entwicklungen ist unumgänglich, da sie Deweys pädagogische Fragestellungen maßgeblich beeinflussten.
Dewey wird in Deutschland als Philosoph weniger beachtet denn als Reformpädagoge. Erst in den letzten Jahren sind einige seiner philosophischen Schriften publiziert worden. Seine Erziehungstheorie hingegen wird hier im Grundschulunterricht berücksichtigt. Vor allem beeinflusst sie die Vermittlung von Sachthemen im Sachunterricht in Abhängigkeit von den kindlichen Entwicklungsphasen.
Die Reformpädagogik, die Ende des 19. Jahrhunderts und zu Beginn des 20. Jahrhunderts stattfand, ist geprägt durch zahlreiche einzelne Bewegungen verschiedener Nationalitäten. Der nationale Austausch konnte besonders durch die New Education Fellowship gefördert werden, denn durch sie wurde der internationale Erfahrungsaustausch in breitem Umfang erst ermöglicht und intensiviert. Die Reformpädagogen waren sich zu diesem Zeitpunkt einig, dass sich das Schulsystem verändern musste und setzten sich damit auseinander. Vor allem setzten sie sich für eine kindgerechte Schule ein, um so selbstständige Menschen zu erziehen und dadurch einen Beitrag zur Bildung einer neuen demokratischen Gesellschaft zu leisten.

[...]

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einführung

I. Historischer Kontext:

Amerika im Umbruch in den zwanziger Jahren

II. Reformpädagogik zu Beginn des 20. Jahrhunderts in Deutschland

III. Leben und Wirken

Kindheit und Jugend

Studienzeit, Tätigkeit als Lehrer und Professor

Die Projektmethode heute

IV. Deweys Erziehungstheorie in Bezug auf die demokratische Gesellschaft

Erziehung zwischen Individuum und Gesellschaft

Zweideutigkeit des Begriffs „Gesellschaft“

Das demokratische Ideal

Erziehung als Einführung in Kultur und Gesellschaft

Zusammenfassende Aspekte

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Erziehungskonzept von John Dewey vor dem Hintergrund seiner philosophischen und pädagogischen Ansätze zur Stärkung einer demokratischen Gesellschaft. Das zentrale Forschungsanliegen besteht darin, die Bedeutung von Erfahrung und Interaktion im Erziehungsprozess zu verdeutlichen sowie die Wechselwirkung zwischen dem Individuum und dem gesellschaftlichen Kontext aufzuzeigen.

  • Historische Rahmenbedingungen und gesellschaftlicher Umbruch in den USA der 1920er Jahre
  • Entwicklung und Grundzüge der Reformpädagogik in Deutschland
  • Biografische Analyse von John Deweys Leben und akademischem Werdegang
  • Deweys Erziehungstheorie im Kontext demokratischer Gesellschaftsideale
  • Die Funktion von Erziehung als Einführung in Kultur und Gesellschaft

Auszug aus dem Buch

Das demokratische Ideal

Eine demokratische Gesellschaft ist durch die beiden oben genannten Kriterien gekennzeichnet. Die zahlreichen und vielfältigen Interessen sowie deren reger Austausch fördern die Bildung von sozialen Beziehungen. Zudem ermöglichen die freie Wechselwirkung zwischen verschiedenen sozialen Gruppen und die ständige Neuanpassung an aktuelle Situationen sowohl Fortschritt als auch Toleranz bezüglich weiterer Gruppen. Diese beiden Kriterien kennzeichnen die demokratische Gesellschaft.

Das Ideal der Demokratie ist also einerseits das Erkennen von der Verbundenheit der Individuen in einer gemeinsamen Erfahrungswelt durch gemeinsames Handeln. Andererseits gibt es gleichzeitig ein Denken und Handeln, das sich besonders in der wissenschaftlichen Denkweise als schöpferisch und sozial wirksam durchsetzte. Das bedeutet, dass die Voraussetzung von Technik und Industrie laut Dewey zur Bedingung der Wiederherstellung des Gemeinschaftslebens, der Öffentlichkeit und der Demokratie wird. Demnach ermöglichen die Erforschungen der Geisteswissenschaften die Erkenntnis des demokratischen Ideals. Durch die Umsetzung in der Erziehung der Menschen zum wissenschaftlichen Ethos in unserem technischen Zeitalter bewirkt idealerweise, dass die Menschen über das moralische Bewusstsein und die Intelligenz verfügt, um im Sinne einer demokratischen Gesellschaft beispielsweise das Internet, das Medium überhaupt, anzuwenden. Dies sollte im Sinne von Kommunikation über wissenschaftliche Ergebnisse der Geisteswissenschaften, die zu gemeinsamen Überzeugungen führt, welche gemeinsame Handlungen hervorbringen.

Die Erziehung zum demokratischen Menschen bedeutet das Erstreben im sozialen Leben nach Fortschritt und Neuanpassung in Wechselwirkung verschiedener Interessen. Das stärkste Interesse einer Gesellschaft ist die „planmäßige Erziehung“. Hier lehnt die demokratische Regierung autoritäre Erziehungsmethoden ab. Sie setzt eher eine „freiwillige Bereitschaft zur Unterordnung“ aus Interesse an der Gemeinschaft voraus. Die Demokratie ist aber nicht nur eine Regierungsform sondern in erster Linie eine Lebensform. Zunächst soll die Demokratie als Form des Zusammenlebens, der gemeinsamen Erfahrungen und Unternehmungen aufgefasst werden. Die Interaktion mit anderen Individuen und verschiedenen Gruppen bewirkt, dass Erziehung nicht isoliert stattfindet. Hier wird vor allem die Tragweite des eigenen Handelns durch andere reflektiert und der Umgang mit der solchen.

Zusammenfassung der Kapitel

Einführung: Die Arbeit führt in die Bedeutung John Deweys als Pädagoge und Philosoph ein und verortet seine Theorie im Kontext der Reformpädagogik und der demokratischen Gesellschaft.

I. Historischer Kontext:: Dieses Kapitel beleuchtet die gesellschaftspolitischen Umwälzungen in den USA der zwanziger Jahre, die als Hintergrund für Deweys Wirken dienen.

II. Reformpädagogik zu Beginn des 20. Jahrhunderts in Deutschland: Es werden die verschiedenen Strömungen der deutschen Reformpädagogik dargestellt, die die Suche nach einem kindgerechten Schulsystem prägten.

III. Leben und Wirken: Dieses Kapitel liefert eine biografische Übersicht zu John Dewey und thematisiert zudem die moderne Anwendung der Projektmethode.

IV. Deweys Erziehungstheorie in Bezug auf die demokratische Gesellschaft: Der Hauptteil analysiert das Verhältnis von Individuum und Gesellschaft, definiert demokratische Ideale und beschreibt Erziehung als kulturellen Einführungsprozess.

Schlüsselwörter

John Dewey, Reformpädagogik, Demokratie, Erziehungstheorie, Pragmatismus, Gesellschaft, Individuum, Projektmethode, Soziale Interaktion, Kultur, Bildung, Gemeinschaft, Demokratisches Ideal, Erziehungswissenschaft, Erfahrung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Seminararbeit untersucht das pädagogische Denken von John Dewey und dessen Relevanz für die Erziehung in einer demokratisch verfassten Gesellschaft.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Arbeit behandelt den historischen Kontext von Deweys Zeit, die Einflüsse der Reformpädagogik, die Biografie des Philosophen sowie die theoretische Verknüpfung von Erziehung, Demokratie und gesellschaftlicher Teilhabe.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, Deweys Erziehungstheorie auf ihre demokratiefördernde Wirkung hin zu untersuchen und zu erörtern, wie Erziehung zur Stabilität und Weiterentwicklung einer modernen Gesellschaft beitragen kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Analyse von Fachliteratur, insbesondere von Deweys Werk „Demokratie und Erziehung“, um pädagogische Konzepte auf aktuelle gesellschaftliche Fragestellungen anzuwenden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der detaillierten Analyse von Deweys Erziehungstheorie, wobei er das Spannungsfeld zwischen individueller Freiheit und gesellschaftlicher Anpassung sowie das demokratische Ideal beleuchtet.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen John Dewey, Demokratie, Erziehungstheorie, Reformpädagogik, gesellschaftliche Teilhabe und Projektmethode.

Warum legt Dewey so viel Wert auf die „Projektmethode“?

Die Projektmethode gilt bei Dewey als Instrument, um lebensnahes, handlungsorientiertes Lernen zu fördern, das Selbstständigkeit und soziale Verantwortung innerhalb einer demokratischen Gemeinschaft stärkt.

Wie unterscheidet sich Deweys Verständnis von Gesellschaft von anderen Ansätzen?

Dewey betrachtet Gesellschaft nicht als starre Einheit, sondern als ein dynamisches Gebilde aus verschiedenen Gruppen, deren Austausch und gemeinsame Interessen für den demokratischen Fortschritt essenziell sind.

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Details

Titel
Erziehung, demokratische Gesellschaft und Erfahrung in Hinblick auf John Deweys Erziehungstheorie
Hochschule
Universität Koblenz-Landau  (Institut für Erzihungswissenschaften)
Veranstaltung
Seminar: Demokratie und Erziehung
Note
1,3
Autor
Rebecca Borger (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2008
Seiten
23
Katalognummer
V116932
ISBN (eBook)
9783640192588
ISBN (Buch)
9783640192694
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Erziehung Gesellschaft Erfahrung Hinblick John Deweys Erziehungstheorie Seminar Demokratie Erziehung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Rebecca Borger (Autor:in), 2008, Erziehung, demokratische Gesellschaft und Erfahrung in Hinblick auf John Deweys Erziehungstheorie, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/116932
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Leseprobe aus  23  Seiten
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