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Corporate Governance - Zur Theorie der Corporate Governance

Title: Corporate Governance - Zur Theorie der Corporate Governance

Research Paper (undergraduate) , 2008 , 34 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Emanuel Zimmermann (Author)

Business economics - Business Ethics, Corporate Ethics
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„Die Akte Siemens – Innenansicht eines korrupten Konzerns“. So titelte
„Der Spiegel“ in seiner Ausgabe vom 14. April 2008 und setzte sich
damit mit den jüngsten Anschuldigungen gegen die Siemens AG
auseinander. Diese Form von Missmanagement und
Unternehmensschieflage, wie sie in dem Artikel beschrieben wird, ist
jedoch weder ein Einzelfall noch eine Entwicklung der letzten Monate.
So sind die Qualität der Unternehmensführung und deren wirksame
Überwachung bereits seit einigen Jahren in der Diskussion. Besonders
in den USA und in Europa entbrannte die Debatte auf Grund
zahlreicher öffentlichkeitswirksamer Fälle von Unternehmenszusammenbrüchen
wie beispielsweise die von Flowtex, Holzmann,
Enron oder Worldcom und erlangte somit einen bislang noch nicht
dagewesenen Stellenwert.
Neben den beschriebenen Fällen von Missmanagement tragen aber
auch die Globalisierung der Wirtschaft und die Liberalisierung der
Kapitalmärkte, und der dadurch verbundene Zugang zu einem größeren
Kreis von Kapitalgebern, zu der Forderung nach transparenten und
effizienten Formen der Unternehmensführung bei. Es ist davon
auszugehen, dass die Kosten der Refinanzierung zunehmend an die
Corporate Governance Struktur eines Unternehmens gekoppelt sind, da
besonders Banken und institutionelle Investoren ein besonderes
Augenmerk auf diese legen.
Die Skandale sowie die Internationalisierung sorgten maßgeblich dafür,
dass Corporate Governance nicht, ein der „Scientific Community“ vorbehaltenes, Spezialthema blieb, sondern vielmehr seit nunmehr
über einem Jahrzehnt aus der Diskussion über gesellschaftsrechtliche
und betriebswirtschaftliche Fragestellungen kaum mehr wegzudenken
ist. Darüber hinaus zählt es zu einem der meistbesprochenen
Managementthemen.
Auf Grund der Brisanz des Themas werden im Rahmen dieser Arbeit
die Grundlagen der Corporate Governance zusammengefasst und
erläutert. Darüber hinaus soll ein Einblick in die deutsche Entwicklung
gewährt und auf die Fragestellung, welche Auswirkung eine gute
Corporate Governance auf den Wert eines Unternehmens hat,
eingegangen werden.

[...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffliche Abgrenzung

3. Theorie der Corporate Governance

3.1 Vertragsnetzwerke als theoretische Ausgangsbasis

3.1.1 Shareholder-Konzept

3.1.2 Stakeholder-Konzept

3.2 Gestaltungsfelder und Instrumente der deutschen Corporate Governance

3.2.1 Strukturen, Prozesse und Personen

3.2.2 Transparenz

3.2.3 Kontrolle

4. Umsetzungsebenen

5. Deutscher Corporate Governance Kodex

5.1 Grundlagen

5.2 Regulierungsinhalte

5.3 Akzeptanz des Deutschen Corporate Governance Kodex

6. Auswirkungen von Corporate Governance auf den Unternehmenswert

7. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Grundlagen der Corporate Governance, beleuchtet die deutsche Entwicklung in diesem Bereich und analysiert die Forschungsfrage, welchen Einfluss eine gute Corporate Governance auf den Unternehmenswert ausübt.

  • Theoretische Fundierung durch Vertragsnetzwerke (Shareholder- vs. Stakeholder-Ansatz)
  • Gestaltungsfelder und Instrumente der Unternehmensführung (Strukturen, Transparenz, Kontrolle)
  • Analyse des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK)
  • Empirische Untersuchung zur Akzeptanz des Kodex in der deutschen Unternehmenslandschaft
  • Zusammenhang zwischen Corporate Governance und Unternehmenswert sowie Kapitalkosten

Auszug aus dem Buch

3.1.2 Stakeholder-Konzept

Im Gegensatz zum oben beschriebenen klassischen Shareholder-Konzept bezieht das Stakeholder-Konzept auch die Belange weiterer Bezugsgruppen, wie die Arbeitnehmer, die Lieferanten, die Kunden, die Fremdkapitalgeber, die Allgemeinheit und das Management mit ein. Die Idee des Shareholder-Konzepts, dass nur Aktionäre unvollständigen Verträgen ausgesetzt sind, ist nicht realitätskonform. Es darf nicht übersehen werden, dass neben dem aktionärstypischen Risiko, welches auf Grund der nicht festgelegten Höhe des Renditeanspruchs zweifelsohne in besonderem Maß gegeben ist, auch andere Stakeholder der Gefahr ausgesetzt sind, dass sie zur Wertschöpfung des Unternehmens beigetragen haben und sich dieser Beitrag nicht im erwarteten Maße auszahlt. So können viele Einzelne Bezugsgruppen unvollständige Verträge zu ihren Gunsten und zu Ungunsten anderer Gruppen ausnutzen. Beispielsweise ist an die Reduzierung von Kreditlinien durch Fremdkapitalgeber zu denken, die dies „zur Unzeit“ tun und somit das Unternehmen in eine Schieflage bringen können. Damit ist es augenscheinlich, dass eine Verkürzung der Governance Problematik auf zwei Bezugsgruppen nicht zielführend ist.

Es wird in der Literatur kein einheitlicher Korb an Bezugsgruppen genannt. Jedoch erscheint es sinnvoll den Kreis der Stakeholder aus den genannten sieben Gruppen zu bilden. Dies begründet sich in den unternehmenstheoretischen Zusammenhängen, welche von der Unvollständigkeit von Verträgen ausgeht. Demzufolge sind in den Kreis alle Gruppen einzubeziehen, die auf Grund dieser Verträge ein ökonomisches Interesse an dem Unternehmen haben. Aus dieser Sichtweise heraus sind dies alles Akteure, die in gesetzlich determinierten oder wirtschaftlich deutbaren Beziehungen zum Unternehmen stehen. Die genannten Stakeholder können ohne Frage Risiken aus unvollständigen Verträgen ausgesetzt sein. Grundsätzlich kann jedoch davon ausgegangen werden, dass das Risiko jeder einzelnen Bezugsgruppe mit der Spezialisierung des Unternehmens zunimmt (Going-Concern-Prinzip vs. Liquidationswert). Darüber hinaus können sich die Interessen und Risiken, sowie deren Gewichtung mit der Zeit verändern, da sie an konjunkturelle Gegebenheiten und Machtpositionen gebunden sind.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung thematisiert die zunehmende Relevanz von Corporate Governance aufgrund internationaler Unternehmensskandale und der Globalisierung.

2. Begriffliche Abgrenzung: Dieses Kapitel definiert Corporate Governance als Ordnungsrahmen für die Unternehmensführung und grenzt ihn vom deutschen Begriff der Unternehmensverfassung ab.

3. Theorie der Corporate Governance: Hier werden die theoretischen Grundlagen durch Vertragsnetzwerke erörtert und die Konzepte des Shareholder- und Stakeholder-Ansatzes einander gegenübergestellt.

4. Umsetzungsebenen: Das Kapitel differenziert zwischen der gesetzlichen Ebene und der untergesetzlichen Ebene des „Soft Law“ bei der Implementierung von Governance-Regelungen.

5. Deutscher Corporate Governance Kodex: Es wird die Entstehungsgeschichte, die Struktur der Regelungen und die empirische Akzeptanz des DCGK in der Praxis beleuchtet.

6. Auswirkungen von Corporate Governance auf den Unternehmenswert: Dieses Kapitel analysiert den ökonomischen Zusammenhang zwischen der Einhaltung von Governance-Standards und dem Unternehmenswert sowie den Kapitalkosten.

7. Fazit: Das Fazit fasst die Notwendigkeit von Governance-Strukturen zusammen und identifiziert weiteren Forschungsbedarf hinsichtlich des Einflusses auf den Unternehmenserfolg.

Schlüsselwörter

Corporate Governance, Unternehmensführung, Deutscher Corporate Governance Kodex, DCGK, Shareholder-Konzept, Stakeholder-Konzept, Unternehmenswert, Transparenz, Kontrolle, Vertragsnetzwerke, Risikomanagement, Kapitalmarkt, Unternehmensverfassung, Selbstregulierung, Compliance

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Corporate Governance als Ordnungsrahmen für die Leitung und Überwachung von Unternehmen, insbesondere vor dem Hintergrund aktueller Entwicklungen in Deutschland.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die theoretische Abgrenzung von Shareholder- und Stakeholder-Konzepten, die Instrumente guter Unternehmensführung und die Analyse des Deutschen Corporate Governance Kodex.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, Grundlagen der Corporate Governance zu vermitteln und zu untersuchen, welchen konkreten Einfluss eine gute Governance-Struktur auf den Wert eines Unternehmens hat.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich primär auf eine Literaturanalyse sowie die Auswertung bestehender empirischer Studien zur Akzeptanz und Marktrelevanz des Deutschen Corporate Governance Kodex.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die theoretischen Fundamente, die Gestaltungsfelder wie Transparenz und Kontrolle, die Umsetzungsebenen sowie eine detaillierte Auseinandersetzung mit dem Deutschen Corporate Governance Kodex und dessen empirischer Bedeutung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Corporate Governance, DCGK, Unternehmensführung, Shareholder-Value, Stakeholder-Ansatz, Transparenz, Kontrolle und Kapitalkosten.

Welche Rolle spielen die "Muss-" und "Soll-Vorschriften" im Kodex?

Sie unterscheiden den Grad der rechtlichen Bindungswirkung: Während "Muss-Vorschriften" gesetzlich verpflichtend sind, müssen Unternehmen bei "Soll-Vorschriften" nach dem Comply-or-Explain-Prinzip Rechenschaft über die Anwendung ablegen.

Wie bewertet der Autor die empirischen Studien zur Kodex-Akzeptanz?

Der Autor stellt fest, dass zwar eine breite formale Akzeptanz durch die Unternehmen besteht, diese aber nicht zwangsläufig Rückschlüsse auf eine qualitativ hochwertige Umsetzung im internen Handeln zulässt.

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Details

Title
Corporate Governance - Zur Theorie der Corporate Governance
College
University of Applied Sciences Hof
Course
Unternehmensbewertung
Grade
1,0
Author
Emanuel Zimmermann (Author)
Publication Year
2008
Pages
34
Catalog Number
V116943
ISBN (eBook)
9783640192809
ISBN (Book)
9783640192922
Language
German
Tags
Corporate Governance Theorie Corporate Governance Unternehmensbewertung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Emanuel Zimmermann (Author), 2008, Corporate Governance - Zur Theorie der Corporate Governance, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/116943
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