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Warum versucht Russland sein Machtinteresse im Nahen-Osten und in Lateinamerika auszubauen?

Titel: Warum versucht Russland sein Machtinteresse im Nahen-Osten und in Lateinamerika auszubauen?

Hausarbeit , 2021 , 19 Seiten , Note: 3,0

Autor:in: Deni Yücel (Autor:in)

Politik - Sonstige Themen zur Internationalen Politik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In der vorliegenden Arbeit wird der militärische Einsatz Russlands in Syrien und in Venezuela als vergleichende Fallstudien für die geopolitischen Trends Russlands untersucht. Es werden zwei Forschungsfragen behandelt: Warum versucht Russland sein Machtinteresse im Nahen-Osten und in Lateinamerika auszubauen? Ob und inwieweit repräsentiert Russlands Vorgehen ein breites Muster der russischen Außenpolitik weit entfernt von seinen Grenzen? Bereits Joachim Diec (2019) ging in seiner Studie dieser Frage anhand des Krim-Beispiels nach. In diesem Beitrag sollen die sieben Trends Diecs (2019) als unabhängige Variablen übernommen werden, um vor allem die erste Frage beantworten zu können. Die Machtinteressen Russlands werden durch die folgenden sieben Trends erklärt: Erstens: „The vision of Great Russia in a multipolar world order“, Zweitens: „Neo-Eurasianism“, Drittens: „The insular theory“, Viertens: „military geopolitics“, Fünftens: „Political Geographers“, Sechstens: “The `Russian World` Concept“ und Siebtens: „The Geoeconomists“. Die Forschungsfrage für diese Arbeit lautet demnach: Hatten die sieben Merkmale Einfluss auf das militärische Eingreifen Russlands in Syrien und Venezuela?

In Syrien begann 2011 ein Volksaufstand gegen die Herrschaft des al-Assad-Regimes. Der daraus entstandene syrische Krieg ist seitdem durch mehrere Phasen gegangen. Durch den entstandenen Krieg verwickelten sich kontinuierlich auch ausländische Mächte in die Geschehnisse im Land – so auch Russland mit seiner offiziellen Intervention in 2015.

Auch in Venezuela spitzt sich die politische, wirtschaftliche und soziale Krise seit Beginn des Jahres 2019 zu. Seitdem bröckelt die Unterstützung für das Maduro-Regime. Sowohl der Präsident Syriens Baschar Al-Assad als auch der venezolanische Außenminister Jorge Arreaza machten in einer Pressekonferenz die Ähnlichkeiten der Ereignisse der zwei eigentlich so unterschiedlichen Länder aufmerksam: Der venezolanische Konflikt entwickelt sich gleich wie der Syrische zu einer Internationalen Auseinandersetzung: Während sich die USA klar auf den Seiten der Opposition positioniert haben, unterstützt Russland die Regierung Venezuelas. 2020 erklärte der russische Außenminister Sergej Lawrow in einer Pressekonferenz, dass Russland und Venezuela eine engere militär-technische Zusammenarbeit vereinbart hätten.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Methodisches Vorgehen

3. Analyse der Trends

3.1 Analyse geopolitischer Trends Russlands anhand der Militärintervention in Syrien

3.1.1 „The vision of Great Russia in a multipolar world order“

3.1.2 „Neo-Eurasianism“

3.1.3 „The insular theory“

3.1.4 „Military geopolitics“

3.1.5 „Political Geographers“

3.1.6 „The ‚Russian World‘ Concept“

3.1.7 „The Geoeconomists“

3.2 Analyse geopolitischer Trends Russlands anhand der Militärintervention in Venezuela

3.2.1 „The vision of Great Russia in a multipolar world order“

3.2.2 „Neo-Eurasianism“

3.2.3 „The insular theory“

3.2.4 „Military geopolitics“

3.2.5 „Political Geographers“

3.2.6 „The ‚Russian World‘ Concept“

3.2.7 „The Geoeconomists“

4. Ergebnis

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht vergleichend die militärischen Interventionen Russlands in Syrien und Venezuela als Fallstudien, um die zugrunde liegenden geopolitischen Trends und Machtinteressen des russischen Staates in diesen Regionen zu identifizieren und zu erklären.

  • Geopolitische Ambitionen Russlands im Nahen Osten und Lateinamerika
  • Analyse russischer Außenpolitik anhand von sieben spezifischen geopolitischen Trends
  • Vergleichende Fallstudienmethodik zur Untersuchung russischer Machtinteressen
  • Die Rolle von Ideologien wie dem Neo-Eurasianismus und dem „Russian World“ Konzept
  • Wirtschafts- und machtpolitische Faktoren wie Erdölressourcen und militärische Stützpunkte

Auszug aus dem Buch

3.1.1 „The vision of Great Russia in a multipolar world order“

Die Außenpolitik von Russland muss nach Ende des Kalten Krieges im besonderen Maßstab in Hinblick auf die Außenpolitik der USA und die des Westens gesehen werden. Die Gefahr einer direkten Konfrontation und eines Krieges zwischen den zwei Ländern Russland und USA scheint zwar 1990 eher gering, dennoch stehen sie sich als Rivalen gegenüber. In den letzten Jahren bekommt China immer mehr Einfluss auf die Weltpolitik, in Bereichen der Wirtschaft, wie auch des Militärs. Nach Diec (2019) gibt es in Russland die Vision einer mulitpolaren Weltordnung, in welcher die Machtverhältnisse auf der Erde ausgeglichen sind. Die Machtverhältnisse haben sich in der Tat seit Ende des Kalten Krieges verändert, Chinas aufstrebende Rolle ist bemerkenswert und auch die EU hat nicht unbedeutenden Einfluss. Ob daraus wirklich eine multipolare Weltordnung in Zukunft entsteht bleibt abzuwarten. Zum jetzigen Zeitpunkt ist festzustellen, dass sich weiterhin eine kleine Anzahl von Staaten gegenüber und es kommt immer mehr zu Staatenbündnissen, wie z.B. die EU, als Weltordnung bestehend aus Einzelstaaten. Des Weiteren werden auch die Armeen überstaatlich organisiert, wie z.B. die NATO. In der NATO zeigt sich die militärische Zusammenarbeit der USA mit der EU.

Stellt man nun die Frage nach russischer und US-amerikanischer Außenpolitik, so ist der Nahe Osten eines der Gebiete, in dem sich das Gegenüberstehen der zwei Mächte besonders deutlich manifestiert. Die Gründe dafür sind vielschichtig, historisch bedingt und haben sowohl geostrategische wie auch wirtschaftliche Bedeutung. Der Irak-Krieg 2003 steht sinnbildlich dafür, wie die USA einen Krieg führt, um in dem Land einen Machtwechsel durchzusetzen. Der Irak-Krieg hat die USA ohne UN-Mandat geführt. Der Anlass des Krieges, die Behauptung, es hätte im Irak Massenvernichtungswaffen gegeben, konnte nicht bewiesen werden. Der Irak-Krieg wird an dieser Stelle angeführt, weil die USA im Nachbarland Syrien die Kurden unterstützt, die Gegner des Assad-Regimes. Die USA haben folglich auch in Syrien das Interesse eines Machtwechsels zugunsten des Westens.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Konfliktkontexte in Syrien und Venezuela ein und formuliert die Forschungsfrage bezüglich der geopolitischen Einflussfaktoren Russlands.

2. Methodisches Vorgehen: Dieses Kapitel erläutert die Wahl des vergleichenden Fallstudiendesigns und begründet die methodische Vorgehensweise zur Analyse der russischen Außenpolitik.

3. Analyse der Trends: Hier werden die sieben geopolitischen Trends von Diec auf die Fälle Syrien und Venezuela angewendet, um die jeweiligen russischen Interessen und Strategien detailliert zu untersuchen.

4. Ergebnis: Das Ergebniskapitel fasst die Erkenntnisse der Analyse zusammen und stellt diese übersichtlich in einer Tabelle dar, um die Forschungsfrage zu beantworten.

5. Fazit: Das Fazit ordnet die Ergebnisse in den größeren Kontext einer multipolaren Weltordnung ein und reflektiert Russlands Rolle und Machtansprüche als strategischer Akteur.

Schlüsselwörter

Russland, Syrien, Venezuela, Geopolitik, Außenpolitik, Militärintervention, Multipolarität, Neo-Eurasianismus, Machtinteressen, Fallstudie, Ressourcen, Weltordnung, USA, Sicherheitspolitik, Interventionismus.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die geopolitischen Interessen Russlands und die Hintergründe seiner Militärinterventionen, wobei die Länder Syrien und Venezuela als vergleichende Fallstudien dienen.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Fokus?

Zentrale Themen sind die russische Außenpolitik, die Dynamik von Machtinteressen in einer multipolaren Weltordnung sowie die strategische Bedeutung von Regionen wie dem Nahen Osten und Lateinamerika für Russland.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es zu ergründen, inwieweit sieben spezifische geopolitische Trends nach Diec (2019) den militärischen Einsatz Russlands in den beiden untersuchten Ländern erklären können.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es wird eine vergleichende Fallstudienmethode (Comparative Analysis) angewendet, um Parallelen und Unterschiede im russischen Handeln systematisch zu erfassen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Analyse der geopolitischen Trends für Syrien und Venezuela, wobei Aspekte wie Ideologien, militärische Geostrategie und wirtschaftliche Interessen beleuchtet werden.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Analyse?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Neo-Eurasianismus, "Russian World" Konzept, militärische Geopolitik und geökonomische Interessen.

Wie bewertet die Arbeit die Rolle Russlands im Syrienkonflikt?

Russland wird als zentraler Akteur dargestellt, der das Assad-Regime stützt, um seine militärische Präsenz im Mittelmeerraum zu sichern und seinen Einfluss als Großmacht zu behaupten.

Welche Rolle spielen Ressourcen wie Erdöl in der Analyse?

Ressourcen werden als entscheidender Faktor für die wirtschaftliche Macht und Stabilität der analysierten Länder sowie als Motiv für das strategische Interesse externer Akteure wie Russland und den USA hervorgehoben.

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Warum versucht Russland sein Machtinteresse im Nahen-Osten und in Lateinamerika auszubauen?
Hochschule
Ruhr-Universität Bochum
Note
3,0
Autor
Deni Yücel (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
19
Katalognummer
V1169536
ISBN (PDF)
9783346586308
ISBN (Buch)
9783346586315
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Russland Syrien vergleichende Politik geopolitik machtinteresse
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Deni Yücel (Autor:in), 2021, Warum versucht Russland sein Machtinteresse im Nahen-Osten und in Lateinamerika auszubauen?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1169536
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Leseprobe aus  19  Seiten
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