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Videojournalismus im Ballungsraumfernsehen und seine spezifische Umsetzung bei NRW.TV

Title: Videojournalismus im Ballungsraumfernsehen und seine spezifische Umsetzung bei NRW.TV

Seminar Paper , 2006 , 29 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Felix Johan Tölle (Author)

Communications - Movies and Television
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Videojournalismus wird euphorisch als das neue Fernsehen oder „die digitale Revolution“
gepriesen. Fernsehen von Jedermann für Jedermann. Videojournalisten, wie sie heutzutage
besonders im modernen Ballungsraumfernsehen eingesetzt werden, kann man als TVAllrounder
bezeichnen. Sie vereinen alle gewöhnlichen TV-Produktionsstufen in ihrem
persönlichen Arbeitsablauf. Wo in der Regel professionell geschulte Redakteure, Kameraleute
und Cutter zum Einsatz kommen, führt der Videojournalist (VJ) alle Tätigkeiten eigenhändig
durch. Bedingt durch zunehmend preiswertere Videokameras und professionelle
Schnittsoftware für gewöhnliche Heimcomputer sind somit TV-Produktionen einladend
günstig geworden. Das klingt einerseits nach Kosteneinsparung und Rationalisierung,
andererseits aber auch nach einem hohen Arbeitsaufwand für den Einzelnen.
Flexibilität, Eigeninitiative und Kreativität sind unabdingbare Eigenschaften des jungen,
erfolgreichen Medienmenschen. Ist also der Jungredakteur gefragt, der sich nur noch auf sich
selbst verlässt, das komplette Handwerkzeug bereits mitbringt und in Eigenregie Fernsehen
machen soll? Mit kritischem Blick könnte man so etwas als Wunschdenken abtun, ein nicht
zu unterschätzender Faktor in der TV-Branche ist schließlich die Erfahrung.
Das Thema Videojournalismus ist höchst ambivalent. Der Deutsche Journalisten-Verband
(DJV) befürchten durch den Einsatz von VJs einen starken Qualitätsverlust in der regionalen
Nachrichtenberichterstattung. Ob sich eine derartige Einsparung von Fachpersonal auszahlt
und gleichzeitig zu neuen Impulsen führt, muss genauer betrachtet werden.
In dieser Arbeit soll skizziert werden, welche Chancen VJ-Praktiken im
Ballungsraumfernsehen und speziell beim jungen Sender NRW.TV hat, um dessen
Senderprofil zu beeinflussen und zu stärken. Im zweiten Kapitel wird ein Überblick über den
Begriff des Ballungsraumfernsehens vermittelt und der Sender NRW.TV im Profil dargestellt.
Wichtigste Quellen waren hier die Diplomarbeit von ANDRÉ WIEGAND über
Wirtschaftsoptimierung bei regionalen und lokalen Fernsehsendern und eine Infobroschüre
des Senders NRW.TV.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1.Einleitung

2. Ballungsraumfernsehen und NRW.TV als neue Alternative

2.1. Ballungsraumfernsehen und seine Besonderheiten

2.2. Profil von NRW.TV als neuer Ballungsraumsender

3. Was ist Videojournalismus

3.1. Die Entwicklung des Berufsbilds in Deutschland

3.1.1. Die Begriffe „Videojournalist“ und „Videoreporter“

3.1.2. Technische Rahmenbedingungen

3.1.2.1. Kamera

3.1.2.2. Schnittsysteme

3.1.3. Technik bei NRW.TV

3.1.4. Redaktionskapazitäten bei „Guten Abend NRW“

3.2. Handwerk Videojournalismus

3.2.1. Recherche und Themenfindung

3.2.2. Dreh

3.2.2.1. Kamerabeherrschung

3.2.2. Ton

3.2.2.3. Interviewführung

3.2.3. Schnitt

3.3. Videojournalismus in der Kritik

4. Videojournalismus in der Praxis

4.1. Videojournalismus im Ballungsraum- und Regionalfernsehen

4.2. Ansätze des Videojournalismus in der Produktion der Sendung „Guten Abend NRW“

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den Einsatz von Videojournalisten (VJs) im Ballungsraumfernsehen und analysiert deren Einfluss auf das Senderprofil des regionalen Senders NRW.TV. Dabei wird der Frage nachgegangen, inwieweit VJ-Praktiken eine Chance zur Stärkung der regionalen Berichterstattung bieten und wie sich der technologische Wandel auf die Produktionsweise auswirkt.

  • Grundlagen und Besonderheiten des modernen Ballungsraumfernsehens.
  • Entwicklung des Berufsbilds des Videojournalisten in Deutschland.
  • Technische Rahmenbedingungen und handwerkliche Anforderungen an VJs.
  • Kritische Betrachtung der VJ-Methode aus journalistischer und ökonomischer Sicht.
  • Praktische Umsetzung und Potenzial von VJ-Strukturen bei NRW.TV.

Auszug aus dem Buch

3.1. Die Entwicklung des Berufsbilds in Deutschland

Der US-Amerikaner MICHAEL ROSENBLUM, einer der bekanntesten VJs und VJ-Ausbilder weltweit, hat in einem Interview die Zukunft des konservativen Fernsehjournalismus wie folgt auf den Punkt gebracht: „Wenn die Leute von ARD und ZDF glauben, sie müssten große Teams in die Welt schicken um Geschichten zu erzählen, werden sie sterben.“ ROSENBLUM ist der Meinung, der Schritt zum Videojournalismus sei für einen modernen Fernsehsender unumgänglich. Videojournalismus steht für Flexibilität, ökonomisches Produzieren und nicht zuletzt für Modernisierung alter Strukturen, wie ROSENBLUMS Zitat verdeutlicht.

Das Berufsbild des Videojournalisten ist geprägt von der Idee des unabhängigen, eigenständigen Redakteurs. Durch den flexiblen Einsatz der Kamera durch den Journalisten, entsteht ein neuer Handlungsspielraum in der Fernsehberichterstattung. Der Redakteur kann unmittelbar am Geschehen teilnehmen. Die Grundlage für diesen Umschwung, der vor etwa fünf Jahren begonnen hat, ist die Digital Video-Technologie (DV). Nun ist die DV Technologie schon um einiges älter als 5 Jahre, besonders im Amateursektor erfreut sie sich seit langem großer Beliebtheit. Mittlerweile sind günstige DV-Camcorder sogar beim Lebensmitteldiscounter erhältlich. Sie finden unvermindert Verwendung im Hobby-Filmer Bereich auf Grund ihrer umgänglichen Bedienung. Die DV-Technologie jedoch hat sich in den letzten Jahren insgesamt qualitativ und technisch als so ausgereift erwiesen, dass die neuesten Kameras zur Fernsehproduktion eingesetzt werden können.

Zusammenfassung der Kapitel

1.Einleitung: Einführung in das Thema Videojournalismus als "digitale Revolution" im TV-Bereich und Darlegung der Zielsetzung der Arbeit bezüglich des Senders NRW.TV.

2. Ballungsraumfernsehen und NRW.TV als neue Alternative: Definition von Ballungsräumen und Vorstellung des Senders NRW.TV sowie dessen Positionierung und Strategie.

3. Was ist Videojournalismus: Analyse des Berufsbildes, der technischen Voraussetzungen, des Handwerks (Recherche, Dreh, Schnitt) sowie der Kritik am VJ-Modell.

4. Videojournalismus in der Praxis: Betrachtung der VJ-Einsätze im Regionalfernsehen und Untersuchung konkreter Ansätze bei der Sendung "Guten Abend NRW".

5. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Entwicklung des Videojournalismus und dessen Rolle als künftiger Ansporn für klassische Fernsehberufe.

Schlüsselwörter

Videojournalismus, Ballungsraumfernsehen, NRW.TV, Digital Video, Journalismus, Medienkonvergenz, TV-Produktion, Videoreporter, regionale Berichterstattung, Sendung Guten Abend NRW, Medientechnik, Berufsbild, crossmedial, Nachrichtenmagazin, redaktionelle Effizienz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Entwicklung und Etablierung des Videojournalismus innerhalb des modernen Ballungsraumfernsehens, mit einem besonderen Fokus auf die praktische Umsetzung beim Sender NRW.TV.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die Definition von Ballungsräumen, das Berufsbild des Videojournalisten, technische Anforderungen an die DV-Technik, handwerkliche Dreh- und Schnittmethoden sowie die kritische Debatte um journalistische Qualität.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Chancen und Potenziale von Videojournalisten-Praktiken im Ballungsraumfernsehen zu skizzieren und zu bewerten, inwieweit diese das Senderprofil von NRW.TV beeinflussen und stärken können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse, der Auswertung von Branchenberichten und Fachartikeln sowie der Untersuchung der spezifischen Produktionsstrukturen des Senders NRW.TV.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung des Videojournalismus, die technische Ausstattung (Kamera/Schnitt), das journalistische Handwerk und eine praktische Analyse des Senders NRW.TV unter Berücksichtigung von Kritikpunkten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Videojournalismus, NRW.TV, Ballungsraumfernsehen, Medienkonvergenz, regionale Berichterstattung und Digital Video-Technologie.

Inwiefern unterscheidet sich die Arbeit von NRW.TV von einer rein "reinen" Videojournalismus-Praxis?

Der Sender nutzt aufgrund seiner technischen Historie noch Betacam-Equipment und arbeitet mit einer Struktur, die den klassischen redaktionellen Betrieb mit VJ-Elementen kombiniert, was der Autor als "semi-videojournalistische Praxis" bezeichnet.

Welche Rolle spielen die kritischen Einwände des DJV?

Der Deutsche Journalisten-Verband warnt vor Qualitätsverlusten durch den Wegfall arbeitsteiliger Produktion (Reporter/Kameramann/Cutter) und fordert, den Einsatz von Videojournalisten auf tagesaktuelle Themen zu begrenzen, um den Standard zu halten.

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Details

Title
Videojournalismus im Ballungsraumfernsehen und seine spezifische Umsetzung bei NRW.TV
College
FHM University of Applied Sciences
Course
SIP II (Studium in der Praxis II)
Grade
2,3
Author
Felix Johan Tölle (Author)
Publication Year
2006
Pages
29
Catalog Number
V117024
ISBN (eBook)
9783640194261
ISBN (Book)
9783640612772
Language
German
Tags
Videojournalismus Ballungsraumfernsehen VJ NRW.TV Kamera Journalismus Regionalfernsehen TV
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Felix Johan Tölle (Author), 2006, Videojournalismus im Ballungsraumfernsehen und seine spezifische Umsetzung bei NRW.TV, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/117024
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