Stationäre Computer und Laptops sind aus dem heutigen Alltag nicht mehr wegzudenken. Beinahe alle Prozesse in einem Unternehmen werden heute von Computern unterstützt. Es obliegt dabei einer speziellen Gruppe von Mitarbeitern diese Computer und die Infrastruktur am Laufen zu halten. Diese Administratoren sind dabei auch für die Versorgung der Rechner mit der nötigen Software verantwortlich. Sobald ein zu verwaltendes Netzwerk von Computern eine gewisse Größe erreicht hat, wird die Installation der Rechner schnell zur Qual. Während es bei ein paar PCs noch kein großes Problem darstellt ’mal eben’ diese und jene Anwendung zu installieren, wird dies bei größeren Netzwerken zu einer Mammutaufgabe. Allzu schnell sind die Adminstratioren nur noch dabei von PC zu PC laufen und per Hand die nötige Software zu installieren.
Zielsetzung dieser Diplomarbeit ist es, Methoden Verfahren und Tools der Softwareverteilung vorzustellen. Wie der Titel vermuten lässt, soll dabei neben den theoretischen Grundlagen auch die Praxis nicht zu kurz kommen. Die theoretischen und praktischen Ausführungen erheben dabei nicht den Anspruch auf Vollständigkeit. Die Arbeit möchte dabei die folgende Frage beantworten:
Wie kriege ich die Installation von Anwendungen und Rechnern über das Netzwerk automatisiert und was muss ich dafür tun und beachten?
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Zielsetzung
1.2 Aufbau der Diplomarbeit
2 Grundlagen
2.1 Die IT-Infrastructure Library - ITIL
2.1.1 Service-Support
2.1.2 Service-Delivery
2.1.3 ITIL und Softwareverteilung
2.2 Client- und Softwaremanagement
2.3 Der Software-Lebenszyklus
2.4 Arten der Softwareverteilung
2.5 Softwareverteilung als fortlaufender Prozess
3 Installationsverfahren und Paketierung
3.1 Allgemeine Überlegungen
3.2 Anforderungen an eine Paketierungsumgebung
3.3 Manuelle Installation
3.4 Unattended Setup
3.4.1 Ermittlung des Installertyps
3.4.2 Windows Installer
3.4.2.1 Features
3.4.2.2 Transforms erstellen
3.4.2.3 Bedeutung von MSI Paketen für Softwareverteilung
3.4.2.4 Fazit Windows Installer
3.4.3 INNO Installer
3.4.4 Nullsoft Scriptable Install System
3.4.5 InstallShield
3.4.6 WISE Installer
3.4.7 Fazit Unattended Setup
3.5 Skriptgesteuerte Installation
3.5.1 Skriptsprachen für Windows
3.5.2 Beispiel: Skriptgesteuerte Installation mit AutoIt
3.5.3 Fazit Skriptgesteuerte Installation
3.6 Snapshot Verfahren
3.6.1 Repacketierung mit WinInstall LE
3.6.2 Fazit Snapshotverfahren
4 Systeminstallation am Beispiel von Windows XP
4.1 Installationsquelle vorbereiten
4.1.1 Integration eines Service Pack
4.1.2 Sicherheitsupdates integrieren
4.1.3 Treiber und weitere Anwendungen integrieren
4.1.3.1 Treiber integrieren
4.1.3.2 Anwendungen integrieren
4.1.4 Antwordatei erstellen
4.1.5 Tool-Tip nLite
4.2 Remote Installation Services
4.3 Systeminstallation im Netzwerk mit PXE
4.4 Imaging zur Betriebssysteminstallation
4.4.1 Die Windows SID Problematik
4.4.2 Fazit Imaging
5 Verteilung
5.1 Grundsätzliche Varianten der Softwareverteilung
5.1.1 Pull Prinzip
5.1.2 Push Prinzip
5.1.3 Thin Client Betrieb
5.2 Softwareverteilung mittels Netzwerkfreigabe
5.3 Softwareverteilung mittels Windows Gruppenrichtlinien
5.4 Softwareverteilung mit Hilfe spezieller Software
6 Integrierte Softwaremanagementlösungen
6.1 Open PC Server Integration (Opsi)
6.2 Microsoft Systems Management Server
6.3 Baramundi
6.4 enteo NetInstall
6.5 Fazit
7 Weitere Aspekte des Softwaremanagements
7.1 Inventarisierung
7.2 Lizenzmanagement
7.3 Patch und Update Management
7.3.1 Windows Server Update Services
7.4 Fernwartung
8 Softwareverteilung unter Windows Vista
8.1 Windows Vista Systeminstallation
8.2 Änderungen an Windows Vista
9 Schlussbetrachtung und Fazit
9.1 Schlussbetrachtung
9.2 Fazit
Zielsetzung & Themen
Diese Diplomarbeit zielt darauf ab, dem Administrator effiziente Methoden, Verfahren und Werkzeuge vorzustellen, um die Softwareverteilung sowie die Installation von Betriebssystemen in größeren Unternehmensnetzwerken erfolgreich zu automatisieren. Die zentrale Forschungsfrage lautet, wie der gesamte Prozess der Anwendungs- und Betriebssysteminstallation über das Netzwerk automatisiert werden kann und welche Aspekte dabei zwingend zu beachten sind.
- Theoretische Grundlagen des ITIL-basierten Client- und Softwaremanagements.
- Detaillierte Analyse verschiedener Installationsverfahren wie Unattended Setup, skriptgesteuerte Installation und Snapshot-Verfahren.
- Praktische Implementierung am Beispiel von Windows XP unter Einbeziehung von Automatisierungstools.
- Evaluierung integrierter Softwaremanagementlösungen sowie weiterer Aspekte wie Inventarisierung, Patch-Management und Lizenzmanagement.
- Ausblick auf die Neuerungen und Herausforderungen bei der Softwareverteilung unter Windows Vista.
Auszug aus dem Buch
3.4 Unattended Setup
Das Unattended Setup ist ein weit verbreitetes Verfahren zur Installation. Dieses Verfahren ermöglicht eine unbeaufsichtigte, weil automatisierte, Installation von Software und Betriebssystemen.
Es gibt mehre Möglichkeiten dem Installationsprogramm die benötigten Parameter mitzugeben. Die Parameter können dem Installationsprogramm beim Aufruf per Kommandozeile übergeben werden. Leider unterscheiden sich die Installtionsprogramme hierbei jedoch erheblich.
Seltener ist die Möglichkeit, die Parameter in einer Antwortdatei zu hinterlegen. Dieses Verfahren wird gerne bei Betriebsysteminstallationen verwendet. Antwortdateien liefern dabei meist erheblich mehr Optionen für die Konfiguration eines Programms.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Beschreibt die Herausforderungen der administrativen Softwareverteilung und definiert das Ziel der Arbeit, Methoden zur Automatisierung zu untersuchen.
2 Grundlagen: Erläutert ITIL-Rahmenbedingungen, das Client-Management und den Software-Lebenszyklus als theoretisches Fundament.
3 Installationsverfahren und Paketierung: Detaillierte Darstellung technischer Methoden zur Softwareinstallation, inklusive Unattended Setup, Skripting und Snapshot-Verfahren.
4 Systeminstallation am Beispiel von Windows XP: Praktische Anleitung zur Vorbereitung und automatisierten Verteilung von Windows XP-Installationen über das Netzwerk.
5 Verteilung: Analysiert verschiedene Verteilungsprinzipien wie Push, Pull und den Einsatz von Gruppenrichtlinien.
6 Integrierte Softwaremanagementlösungen: Stellt verschiedene Markt-Lösungen wie Opsi, SMS, Baramundi und NetInstall vor.
7 Weitere Aspekte des Softwaremanagements: Behandelt ergänzende Administrationsbereiche wie Inventarisierung, Lizenzmanagement und Patch-Management.
8 Softwareverteilung unter Windows Vista: Diskutiert spezifische Neuerungen, das Image-based Setup und Sicherheitsänderungen im Kontext von Vista.
9 Schlussbetrachtung und Fazit: Fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die zukünftige Bedeutung automatisierter Verteilungslösungen.
Schlüsselwörter
Softwareverteilung, Systeminstallation, ITIL, Unattended Setup, Paketierung, MSI, Repaketierung, Imaging, Windows XP, Windows Vista, Automatisierung, Client Management, Netzwerk, Gruppenrichtlinien, Softwaremanagementlösungen
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Diplomarbeit grundlegend?
Die Arbeit befasst sich mit der Automatisierung der Softwareverteilung und Betriebssysteminstallation in Unternehmensnetzwerken, um manuelle, fehleranfällige Prozesse für Administratoren zu optimieren.
Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?
Neben den theoretischen ITIL-Grundlagen stehen praktische Installationsverfahren, Paketierungstechniken, die Verteilung per Netzwerk sowie integrierte Managementlösungen im Vordergrund.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist die Beantwortung der Frage, wie die Installation von Anwendungen und Betriebssystemen über das Netzwerk vollständig automatisiert werden kann.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewandt?
Die Arbeit nutzt einen praxisorientierten Ansatz, der theoretische Rahmenwerke mit konkreten technischen Implementierungen und Fallbeispielen kombiniert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in Installationsverfahren, praxisnahe Anwendungsbeispiele unter Windows XP und Vista sowie die Evaluierung verschiedener Softwaremanagement-Tools.
Welche Begriffe charakterisieren diese Arbeit am besten?
Automatisierung, Software-Lebenszyklus, MSI-Paketierung, Deployment und Client-Infrastruktur.
Welche Rolle spielt der Windows Installer (MSI) in diesem Kontext?
Der Windows Installer gilt als Standardformat für die automatisierte Installation unter Windows, da er regelbasiert arbeitet und flexible Anpassungen per Transform-Dateien erlaubt.
Warum wird das Snapshot-Verfahren bei der Paketierung eingesetzt?
Es dient dazu, die Änderungen einer Installation durch einen Vergleich des Systems vor und nach dem Setup zu erfassen, um daraus ein automatisierbares Paket zu generieren.
Welche Besonderheiten bringt die Softwareverteilung unter Windows Vista mit sich?
Windows Vista führte das Image-based Setup (IBS) sowie strengere Sicherheitskonzepte wie die Benutzerkontensteuerung (UAC) ein, die angepasste Installationsstrategien erfordern.
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- Christian Wimmer (Autor), 2008, Softwareverteilung und Systeminstallation. Methoden, Verfahren und Tools, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/117061