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Mentale Verursachung. Positionen im 21. Jahrhundert

Wege der Entscheidungsfindung

Título: Mentale Verursachung. Positionen im 21. Jahrhundert

Tesis de Maestría , 2008 , 90 Páginas , Calificación: 1,8

Autor:in: M.A. phil. Susanne Müller (Autor)

Filosofía - Filosofía del siglo XX
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Wir sind Teil einer physischen Welt, erleben uns aber gleichzeitig als seelischgeistige Wesen mit Wahrnehmungen, Wünschen und Absichten. Diese aus einer scheinbar privilegierten Innenperspektive heraus wahrgenommenen Zustände nennt man mentale oder geistige Zustände. Mentale Zustände sind auf Dinge, Sachverhalte und Ereignisse gerichtet und haben einen Inhalt1: Sie sind intentional. Diese Intentionalität mentaler Zustände scheint physischen Zuständen nicht eigen zu sein: Steine, Herzen, Bäume oder Atome haben keine Wünsche, Absichten, Wahrnehmungen oder Gedanken, die sich auf bestimmte Dinge beziehen. Mit unserem Gefühl bzw. der starken Intuition, körperliche von mentalen Zuständen unterscheiden zu können, haben wir einen guten Grund zu folgender Annahme:

(1) Mentale Zustände scheinen prinzipiell anderer Art zu sein, als physische Zustände.
Wir bewegen uns in dieser physischen Welt und interagieren mit ihr in einer unendlich mannigfaltigen Art und Weise. Als Teil dieser Welt sind wir von ihr abhängig, insofern wir atmen, essen und in ihr leben. Doch wir nehmen auch verändernd auf diese Welt Einfluss, formen sie nach unseren Vorstellungen. Was wir erleben, ist folglich eine reichhaltige, wechselseitige kausale Beziehung von mentalen und physischen Zuständen. Mentale Zustände sind oft unmittelbar körperlich beobachtbar: wenn ich aufgrund einer Erinnerung lächle oder vor Schmerz schreie. Mentale Ereignisse können unmittelbar Ursache unseres Verhaltens sein und motiviert so eine weitere Annahme:

(2) Mentale Zustände beeinflussen unser Verhalten und physische Zustände rufen, unter anderem, bewusste Erlebnisse hervor.

Diese beiden Annahmen werden uns täglich bestätigt und sind daher für uns selbstverständlich. Die Naturwissenschaften zeichnen nun, unterstützt von empirischen Belegen, ein ganz anderes Bild. Sie konfrontieren unser Selbstverständnis mit folgender These:

(3) Menschliches Verhalten ist ein gehirngesteuertes, kausal lückenloses physisches Geschehen. Die Welt und damit der Mensch als Teil von ihr sei kausal komplett geschlossen. Welches physische Ereignis in der Welt wir auch betrachten, wir werden immer auf ein weiteres physisches Ereignis als Ursache stoßen und niemals den Bereich des Physischen verlassen müssen. Für mentale oder nicht-physische Ursachen ist in dieser Kette kein Platz.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Problem- und Fragestellung

1.2 Material

1.3 Ablauf

2 Mentale Verursachung

2.1 Was ist mental/physisch? Zum Begriff des Mentalen.

2.2 Interaktion zwischen mentalen und physischen Zuständen

3 Argumente des Materialismus

3.1 Grundannahmen des Materialismus

3.2 Identitätstheorien

3.2.1 Psychophysische Identitätstheorie

3.2.2 Einwände gegen die Identitätstheorie

3.3 Funktionalismus

3.3.1 Psycho-funktionale Identitätstheorie

3.3.2 Einwände gegen den Funktionalismus

3.4 Quälende Qualia

3.5 Fazit: Nicht-reduktiver Materialismus

4 Sprachanalytische Argumente

4.1 Das Argument zur Kategorienverwechslung

4.2 Dualismus der Vokabulare

4.3 Zuschreibungen und soziale Konstruktion

4.4 Fazit

5 Die Entscheidung

5.1 Voraussetzungen objektiver Theorien

5.2 Leistungsfähigkeit von Theorien

5.3 Fazit

6 Schluss

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das zentrale Problem der mentalen Verursachung im Kontext materialistischer und sprachanalytischer Theorien. Ziel ist es, die Gründe für die Stagnation in dieser philosophischen Debatte zu identifizieren, anstatt eine neue Lösung zu propagieren, und aufzuzeigen, wie unterschiedliche Theorien durch Konventionen in der wissenschaftlichen Gemeinschaft etabliert werden.

  • Mentale Verursachung und das Leib-Seele-Problem
  • Materialistische Theorien (Identitätstheorie, Funktionalismus)
  • Sprachanalytische Argumente und soziale Konstruktion
  • Methodologische Voraussetzungen wissenschaftlicher Theorien
  • Wissenschaftskritische Analyse der Debatte

Auszug aus dem Buch

1.1 Problem- und Fragestellung

Wir sind Teil einer physischen Welt, erleben uns aber gleichzeitig als seelisch geistige Wesen mit Wahrnehmungen, Wünschen und Absichten. Diese aus einer scheinbar privilegierten Innenperspektive heraus wahrgenommenen Zustände nennt man mentale oder geistige Zustände. Mentale Zustände sind auf Dinge, Sachverhalte und Ereignisse gerichtet und haben einen Inhalt: Sie sind intentional. Diese Intentionalität mentaler Zustände scheint physischen Zuständen nicht eigen zu sein: Steine, Herzen, Bäume oder Atome haben keine Wünsche, Absichten, Wahrnehmungen oder Gedanken, die sich auf bestimmte Dinge beziehen. Mit unserem Gefühl bzw. der starken Intuition, körperliche von mentalen Zuständen unterscheiden zu können, haben wir einen guten Grund zu folgender Annahme:

(1) Mentale Zustände scheinen prinzipiell anderer Art zu sein, als physische Zustände.

Wir bewegen uns in dieser physischen Welt und interagieren mit ihr in einer unendlich mannigfaltigen Art und Weise. Als Teil dieser Welt sind wir von ihr abhängig, insofern wir atmen, essen und in ihr leben. Doch wir nehmen auch verändernd auf diese Welt Einfluss, formen sie nach unseren Vorstellungen. Was wir erleben, ist folglich eine reichhaltige, wechselseitige kausale Beziehung von mentalen und physischen Zuständen. Mentale Zustände sind oft unmittelbar körperlich beobachtbar: wenn ich aufgrund einer Erinnerung lächle oder vor Schmerz schreie. Mentale Ereignisse können unmittelbar Ursache unseres Verhaltens sein und motiviert so eine weitere Annahme:

(2) Mentale Zustände beeinflussen unser Verhalten und physische Zustände rufen, unter anderem, bewusste Erlebnisse hervor.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Einführung in die Problemstellung der mentalen Verursachung und das Ziel der Untersuchung.

2 Mentale Verursachung: Begriffliche Klärung von mentalen und physischen Zuständen sowie deren Interaktion.

3 Argumente des Materialismus: Darstellung und kritische Auseinandersetzung mit Identitätstheorien, Funktionalismus und der Rolle von Qualia.

4 Sprachanalytische Argumente: Untersuchung der Problematik aus sprachphilosophischer Sicht, inklusive Kategorienverwechslung und sozialer Konstruktion.

5 Die Entscheidung: Wissenschaftstheoretische Analyse der Entscheidungsfindung zwischen konkurrierenden Theorien.

6 Schluss: Zusammenfassung der Ergebnisse und Reflexion über die Unentscheidbarkeit der Debatte.

Schlüsselwörter

Mentale Verursachung, Leib-Seele-Problem, Materialismus, Identitätstheorie, Funktionalismus, Qualia, Sprachphilosophie, Kategorienverwechslung, Sozialer Konstruktionismus, Wissenschaftstheorie, Mentale Zustände, Physische Zustände, Intentionalität, Kausalität, Erkenntnistheorie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt das klassische Problem der mentalen Verursachung, also die Frage, wie mentale Zustände physische Handlungen verursachen können, obwohl die physikalische Welt als kausal geschlossen gilt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Untersuchung deckt materialistische Theorien (wie die Identitätstheorie und den Funktionalismus) sowie sprachanalytische Ansätze ab und analysiert deren Verhältnis zueinander.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die Gründe für die anhaltende Stagnation und Unentscheidbarkeit in der Debatte um mentale Verursachung zu identifizieren, statt selbst eine weitere Lösung zu fordern.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit nutzt eine metatheoretische und wissenschaftstheoretische Herangehensweise, um die philosophische Debatte zu analysieren und deren Voraussetzungen zu hinterfragen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Auseinandersetzung mit materialistischen Argumenten (Kapitel 3) und sprachanalytischen Alternativen (Kapitel 4).

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Mentale Verursachung, Materialismus, Qualia, Sprachanalytik, Kategorienverwechslung und Sozialer Konstruktionismus.

Wie bewertet die Autorin die Identitätstheorie?

Die Autorin stellt dar, dass die Identitätstheorie zwar einen plausiblen, eleganten Lösungsweg vorschlägt, aber aufgrund verschiedener Einwände, etwa durch Saul Kripke oder das Problem der Multirealisierbarkeit, heute als gescheitert gilt.

Welche Rolle spielt der "Soziale Konstruktionismus" in der Analyse?

Er dient als Werkzeug, um zu erklären, warum wissenschaftliche Theorien durch Konventionen und soziale Prozesse innerhalb der Forschungsgemeinschaft etabliert werden, anstatt sich allein durch ihre objektive Nähe zur Wirklichkeit zu legitimieren.

Final del extracto de 90 páginas  - subir

Detalles

Título
Mentale Verursachung. Positionen im 21. Jahrhundert
Subtítulo
Wege der Entscheidungsfindung
Universidad
Free University of Berlin  (Institut für Philosophie)
Calificación
1,8
Autor
M.A. phil. Susanne Müller (Autor)
Año de publicación
2008
Páginas
90
No. de catálogo
V117068
ISBN (Ebook)
9783640189427
ISBN (Libro)
9783640189625
Idioma
Alemán
Etiqueta
Mentale Verursachung Positionen Jahrhundert
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
M.A. phil. Susanne Müller (Autor), 2008, Mentale Verursachung. Positionen im 21. Jahrhundert, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/117068
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Extracto de  90  Páginas
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