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Die Öffnung der Mauer: ein historischer Irrtum oder gewollt herbei geführt?

Die Interpretation der Ereignisse aus Sicht der wissenschaftlichen Fachliteratur und aus Sicht Günter Schabowskis

Titre: Die Öffnung der Mauer: ein historischer Irrtum oder gewollt herbei geführt?

Dossier / Travail , 2007 , 40 Pages , Note: 1,3

Autor:in: B.A. Katja Wüllner (Auteur)

Histoire de l'Europe - Nouvelle Histoire, Union européenne
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In der nachfolgen Arbeit sollen zunächst die gesellschaftlichen und politischen Wandlungen in den Ostblockstaaten der 1980er Jahre dargestellt werden, um auf Grundlage dieser Rahmenbedingungen die Entwicklungen in der DDR am Ende der 1980er Jahre zu erläutern, die zum Mauerfall am 9. November 1989 führten. Dies erscheint notwendig, um die im Anschluss daran folgenden Interpretationen des Mauerfalls in der wissenschaftlichen Literatur und der ehemaligen SED-Führungsspitze, am ausgewählten Beispiel Günter Schabowski, gegenüberstellen zu können. Ein Resümee soll die Arbeit abschließen, die auf Grund der gebotenen Kürze nicht alle Aspekte der Maueröffnung mit einbeziehen kann und die Beschreibung und Beurteilung der Ereignisse mit dem 10. November 1989 abschließen, auch wenn dies als eigentlich unzulässige Verkürzung des Bildwinkels erscheint.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Die politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen im Ostblock der 1980er Jahre

2.1 Die Volksrepublik Polen

2.2 Die Volksrepublik Ungarn

3 Die politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen in der DDR am Ende der 1980er Jahre

4 Der Mauerfall

5 Sichtweisen auf den Mauerfall

5.1 Die Sicht Günter Schabowskis auf den Mauerfall

5.2 Die wissenschaftliche Interpretation des Mauerfalls

6 Resümee

7 Literaturverzeichnis

8 Anhang

9 Biografien

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die Hintergründe und den Ablauf der Maueröffnung am 9. November 1989. Ziel ist es, die Diskrepanz zwischen der wissenschaftlichen Interpretation der Ereignisse und der subjektiven Darstellung durch den ehemaligen SED-Funktionär Günter Schabowski herauszuarbeiten und zu analysieren, ob es sich um einen historischen Irrtum oder ein gewollt herbeigeführtes Ereignis handelte.

  • Politische Wandlungsprozesse im Ostblock der 1980er Jahre
  • Entwicklung der gesellschaftlichen und politischen Krise in der DDR
  • Analyse der Rolle Günter Schabowskis beim Mauerfall
  • Wissenschaftliche Debatten zur Unvermeidbarkeit oder Planbarkeit der Grenzöffnung

Auszug aus dem Buch

5.1 Die Sicht Günter Schabowskis auf den Mauerfall

„Ich war Mitglieds des Politbüros der SED.“ Diese programmatische Aussage findet sich auf den ersten Seiten des im April 1991 erschienen Buches „Der Absturz“ von Günter Schabowski. Wenn er fortfährt und auf die Frage, wie er sich jetzt fühle antwortet: „Vor allem fühle ich mich schuldig. Schuldig, obwohl das Scheitern des sozialistischen Experiments in der DDR vorprogrammiert war. Zu lange habe ich Zweifel an unserer messianischen Anmaßung abprallen lassen […] Ich habe mit zu verantworten, daß die sozialistische Vision von Humanität und Gerechtigkeit, die diese Welt braucht, in Verruf gekommen ist.“ wird der Grundkonflikt des Buches deutlich. Auf der einen Seite versucht Schabowski sich von der DDR und ihren Zielen zu distanzieren, wenn er z.B. davon spricht, dass „das Scheitern des sozialistischen Experiments in der DDR vorprogrammiert war.“ Auf der anderen Seite ist der Autor, aber so von dem sozialistischen Gedanken geprägt, dass er seine persönliche Schuld darin sieht, „daß die sozialistische Vision von Humanität und Gerechtigkeit“ ihr Ansehen verloren habe.

Dieser Bruch im Denken Schabowskis wird auch bei seiner Interpretation der Ereignisse, die zum Mauerfall führten und des Mauerfalls selbst, deutlich. In dem Kapitel „Das Ende mißt 40 Tage“, das die Zeit vom 19. Oktober bis zum 3. Dezember 1989 umfasst, bekennt er, dass nach der Absetzung Erich Honeckers die neuen Machthaber nicht gelernt hatten sich selbst zu reflektieren. Damit hätten sie sich selbst in das Dilemma gebracht, dass sie sich zwar zu etwas Neuen verpflichtet gefühlt hätte, aber auf die alten Strukturen zurückgriffen. Schabowski schreibt, dass die Bürger der DDR nach einem zügigen Bruch mit dem alten Regime verlangten, aber dass die Menschen, trotz der Dialogversuche der neuen Machthaber, die Geschwindigkeit der Veränderungen nicht befriedigen konnte.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Thematik der Maueröffnung ein und formuliert die Forschungsfrage, welche die Diskrepanz zwischen der wissenschaftlichen Sicht und der Perspektive von Günter Schabowski beleuchtet.

2 Die politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen im Ostblock der 1980er Jahre: Dieses Kapitel beschreibt die Reformpolitik Gorbatschows und deren Auswirkungen auf Polen und Ungarn, welche den Handlungsspielraum der DDR nachhaltig beeinflussten.

2.1 Die Volksrepublik Polen: Der Text skizziert die Entwicklung der Solidarność-Bewegung und den schleichenden Machtverlust der kommunistischen Führung bis hin zum Regierungswechsel.

2.2 Die Volksrepublik Ungarn: Hier wird der Prozess der Grenzöffnung an der österreichischen Grenze sowie der Reformkurs der ungarischen Regierung analysiert.

3 Die politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen in der DDR am Ende der 1980er Jahre: Das Kapitel behandelt den zunehmenden Druck auf das SED-Regime, die gescheiterten Kommunalwahlen und die wachsende Massenflucht.

4 Der Mauerfall: Detaillierte Darstellung der Pressekonferenz Schabowskis und des unerwarteten Durchbruchs an den Grenzübergängen in der Nacht zum 10. November 1989.

5 Sichtweisen auf den Mauerfall: Ein Vergleich zwischen den subjektiven Erinnerungen beteiligter Akteure und den objektiven Analysen der Fachliteratur.

5.1 Die Sicht Günter Schabowskis auf den Mauerfall: Analyse der persönlichen Rechtfertigung Schabowskis in seinem Werk „Der Absturz“.

5.2 Die wissenschaftliche Interpretation des Mauerfalls: Kritische Auseinandersetzung mit verschiedenen geschichtswissenschaftlichen Thesen zum Mauerfall.

6 Resümee: Zusammenfassende Bewertung der Forschungsfrage und Einordnung der Bedeutung individueller Zeitzeugendarstellungen in der historischen Forschung.

7 Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Primär- und Sekundärquellen.

8 Anhang: Dokumentation von Bildmaterial und Originaltexten zu den Ereignissen.

9 Biografien: Kurzbiografien der zentralen Akteure Michail Gorbatschow, Erich Honecker und Günter Schabowski.

Schlüsselwörter

Mauerfall, DDR, Günter Schabowski, SED, Wende 1989, Perestroika, Glasnost, Egon Krenz, Deutsche Einheit, Geschichte, Politbüro, Friedliche Revolution, Zeitzeugen, Reisegesetz, Ostblock

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Ereignisse um den Fall der Berliner Mauer im November 1989 und vergleicht dabei die Sichtweise der ehemaligen SED-Führungsspitze, repräsentiert durch Günter Schabowski, mit der wissenschaftlichen Aufarbeitung durch Historiker.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit behandelt die politischen Reformbewegungen im Ostblock, die zunehmende gesellschaftliche Destabilisierung der DDR sowie die Kontroverse um die Planbarkeit oder den Zufallscharakter der Maueröffnung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, zu analysieren, wie politische Akteure ihre historische Verantwortung bewerten und inwiefern sich diese subjektiven Erzählungen von wissenschaftlich objektivierten Analysen unterscheiden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine historische Quellenanalyse. Die Arbeit stützt sich auf die Auswertung von Fachliteratur, zeitgenössischen Dokumenten und autobiografischen Werken der beteiligten Akteure.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die Entwicklungen in den Bruderstaaten des Ostblocks und der DDR beschrieben, gefolgt von der Analyse des 9. Novembers 1989. Zudem wird die Interpretationsdebatte anhand der Werke von Schabowski, Stolle, Reuth, Bönte und Hertle vertieft.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Mauerfall, SED, Perestroika, DDR, Günter Schabowski, Egon Krenz sowie die historische Auseinandersetzung mit der Friedlichen Revolution.

Wie bewertet Schabowski in „Der Absturz“ sein eigenes Handeln?

Schabowski stilisiert sich teilweise als Reformer, räumt jedoch moralische Schuld am Scheitern des sozialistischen Experiments ein, während er gleichzeitig versucht, sich von den rigiden alten Machtstrukturen der SED abzugrenzen.

Welche Rolle spielt Egon Krenz laut der Fachliteratur beim Mauerfall?

Die Literatur analysiert häufig Krenz' machtpolitisches Kalkül und vermutet, dass er versuchte, die Situation durch das Reisegesetz zu kontrollieren, dabei jedoch die Eigendynamik der Bevölkerung und den Zusammenbruch der bürokratischen Abläufe unterschätzte.

Warum wird der Begriff „historischer Irrtum“ im Zusammenhang mit dem Mauerfall diskutiert?

Der Begriff hinterfragt, ob die Öffnung der Grenze aufgrund einer bewussten Entscheidung oder als unbeabsichtigte Folge von Fehlern in der Kommunikation während der Pressekonferenz Schabowskis geschah.

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Résumé des informations

Titre
Die Öffnung der Mauer: ein historischer Irrtum oder gewollt herbei geführt?
Sous-titre
Die Interpretation der Ereignisse aus Sicht der wissenschaftlichen Fachliteratur und aus Sicht Günter Schabowskis
Université
Technical University of Darmstadt  (Institut für Geschichte)
Cours
Seminar
Note
1,3
Auteur
B.A. Katja Wüllner (Auteur)
Année de publication
2007
Pages
40
N° de catalogue
V117069
ISBN (ebook)
9783640193141
ISBN (Livre)
9783640813216
Langue
allemand
mots-clé
Mauer Irrtum Seminar
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
B.A. Katja Wüllner (Auteur), 2007, Die Öffnung der Mauer: ein historischer Irrtum oder gewollt herbei geführt?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/117069
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Extrait de  40  pages
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