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Praxeologie gegen Rational Action Theory. Über die Aktualität der Kritik Bourdieus am Rational Choice

Titre: Praxeologie gegen Rational Action Theory. Über die Aktualität der Kritik Bourdieus am Rational Choice

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2008 , 16 Pages , Note: 1,7

Autor:in: André Walter (Auteur)

Sociologie - Méthodologie et Méthodes
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Résumé Extrait Résumé des informations

Zeit seines Lebens rekurrierte Bourdieu bei der Darlegung seiner Handlungstheorie, der
Praxeologie, auf die philosophische Strömung des Utilitarismus und der daraus entstandenen
Handlungstheorie, Rational Choice oder Rational Action Theory genannt1. Im Focus dieser
Arbeit steht die Auseinandersetzung Bourdieus mit dem soziologischen Ansatz des Rational
Choice. Dabei soll explizit die Aktualität der Kritik von Bourdieu geprüft und kritisch
untersucht werden.
Zu Beginn wird Bourdieus Praxeologie in seinen Grundbegriffen wie Habitus, Feld, Kapital
und sozialer Raum dargestellt. Diese dienen als Grundlage seiner Kritik und zeigen
gleichzeitig, wie Bourdieu versucht, die methodischen Probleme und Grundlagen des Rational
Choice zu überwinden.
Des Weiteren werden die Grundideen und Grundzüge des Rational Choice dargelegt. Da
jedoch keine einheitliche Theorie existiert, sondern eine Vielzahl unterschiedlicher Ansätze,
wird im Rahmen dieser Arbeit Bezug auf das Fundament aller Rational Choiceansätze, wie
zum Beispiel den methodologischen Individualismus, genommen. Ferner können aufgrund
der Begrenztheit dieser Arbeit nicht alle Ansätze behandelt werden. Dennoch wird auf einige
Ansätze rekurriert, die versuchen, Bourdieus Kritik und Praxeologie zu entkräften.
Nach einer Darstellung beider Ansätze wird Bourdieus Kritik am Rational Choice einer
kritischen Prüfung unterzogen und auf seine Aktualität hin untersucht. Dabei soll
herausgestellt werden, ob die Kritik noch adäquat ist, oder ob die Theoretiker des Rational
Choice die Einwände entkräften und überwinden konnten.
Zum Schluss wird diskutiert, inwieweit Bourdieus Kritik gegen den heutigen Rational Choice
noch Bestand hat oder ob seine Kritik nicht mehr auf die heutigen Modelle Anwendung
finden kann. Es ist evident, dass neben Bourdieus Kritik weiter Vorbehalte gegen die Theorie
des Rational Choice bestehen. Jedoch soll geklärt werden, ob Bourdieus Kritik nicht sogar
weitergreifen könnte. Zudem können sich weitere Probleme ergeben, die im Rahmen dieser
Arbeit diskutiert werden.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Praxeologie Pierre Bourdieus

2.1 Habitus

2.2 Feld und Kapital

2.3 Sozialer Raum

3. Die Theorie des Rational Choice

3.1 Kern- und Zusatzannahmen der Rational Choice Theorie

3.2 Der individuelle Akteur am Beispiel demokratischer Prozesse

3.3 Der kollektive Akteur am Beispiel des Umweltschutzes

4. Bourdieus Kritik an der Theorie des Rational Choice

4.1 Kritik an den Kernannahmen des Rational Choice

4.2 Kritik an den philosophischen Grundlagen des Ration Choice

4.3 Kritik an dem Konzept des kollektiven Akteurs

4.4 Abschließende Betrachtungen der Kritik

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit setzt sich kritisch mit dem soziologischen Ansatz des Rational Choice auseinander, indem sie diesen den grundlegenden Konzepten der Praxeologie von Pierre Bourdieu gegenüberstellt. Das primäre Ziel ist es, die Aktualität und Reichweite von Bourdieus Kritik an den utilitaristischen Handlungstheorien zu prüfen und zu hinterfragen, ob moderne Rational-Choice-Modelle die vorgebrachten Einwände entkräften können.

  • Grundlagen der Praxeologie (Habitus, Feld, Kapital, Sozialer Raum)
  • Kernannahmen und Funktionsweise der Rational Choice Theorie
  • Übertragung ökonomischer Logik auf soziale und politische Handlungsfelder
  • Bourdieu-Kritik an methodologischem Individualismus und Nutzenmaximierung
  • Grenzen der Modellierung kollektiver Akteure

Auszug aus dem Buch

2.1 Habitus

Das Habituskonzept wurde von Bourdieu geschaffen, um den Antagonismus von Objektivismus und Subjektivismus zu überwinden. Ihn kennzeichnet, dass er weder das Individuum als bloßen Reflex objektiver Strukturen darstellt noch dass es, von allen Zwängen befreit, seine Handlungen vollzieht. Bei dem Habitus handelt es sich nach Bourdieu um ein „[…] System dauerhafter und übertragbarer Dispositionen, als strukturierende Strukturen […]“ sowie „[…] als Erzeugungs- und Ordnungsgrundlagen für Praktiken und Vorstellungen […]“. Habituelle Praktiken und Vorstellungen müssen vom Individuum nicht beherrscht werden und sind nicht bewusst auf Ziele angelegt. Diese habitualisierten Handlungen sind jedoch nicht durch Strukturen determiniert.

Der Habitus dient als Vermittlungsinstanz zwischen Struktur und Praxis. Ihm ist es möglich, unendlich viele Praktiken hervorzubringen. Allerdings wird er durch die Bedingungen, denen er während seiner Entwicklung unterlag, begrenzt. Sie bringen bestimmte Gedanken-, Wahrnehmungs- und Handlungsstrukturen hervor. Dabei werden die bereits bestehenden Strukturen nicht mechanisch, sondern immer individuell internalisiert.

Da in der Gesellschaft, an der Bourdieu das Habituskonzept entwickelte, Ungleichheit herrscht, gibt es keinen universellen Habitus. Somit erlernt der Habitus nur ein Teil von Dispositionen, die benötigt werden, um in allen Bereichen der Gesellschaften zu bestehen. Deshalb wählt der Habitus Milieus, die ihm vorangepasst sind und in denen er sich reproduzieren kann. Dadurch schützt er sich vor Krisen und kritischen Befragungen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Darstellung der Zielsetzung der Arbeit, die sich mit der Auseinandersetzung zwischen Bourdieus Praxeologie und der Rational Choice Theorie beschäftigt.

2. Die Praxeologie Pierre Bourdieus: Erläuterung der zentralen Begriffe Habitus, Feld, Kapital und sozialer Raum als theoretische Grundlage für die spätere Kritik.

3. Die Theorie des Rational Choice: Darlegung der philosophischen Wurzeln und Kernannahmen der Rational Choice Theorie sowie deren Anwendung auf politische und kollektive Akteure.

4. Bourdieus Kritik an der Theorie des Rational Choice: Kritische Gegenüberstellung von Bourdieus Feld- und Habituskonzept mit den Nutzenmaximierungs-Modellen des Rational Choice.

5. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Aktualität von Bourdieus Kritik und Reflexion über die Grenzen der eigenen Untersuchung.

Schlüsselwörter

Bourdieu, Praxeologie, Rational Choice, Habitus, Feldtheorie, Kapital, methodologischer Individualismus, Nutzenmaximierung, Sozialer Raum, Handlungstheorie, Utilitarismus, kollektive Akteure, soziale Ungleichheit, kritische Theorie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen der Praxeologie von Pierre Bourdieu und der Rational Choice Theorie, insbesondere im Hinblick auf die Frage, ob Bourdieus Kritik an handlungstheoretischen Modellen auch heute noch Bestand hat.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Fokus stehen die theoretischen Grundbegriffe von Bourdieu, die Prinzipien des Rational Choice, die Rolle des Individuums und die Herausforderungen bei der Analyse kollektiven Handelns.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist eine kritische Prüfung der Aktualität von Bourdieus Einwänden gegen Rational-Choice-Ansätze sowie die Frage, ob diese Ansätze in der Lage sind, ihre theoretischen Defizite durch Weiterentwicklungen zu beheben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt einen theoretisch-vergleichenden Ansatz, bei dem verschiedene soziologische Handlungstheorien gegenübergestellt und anhand von Primär- und Sekundärliteratur kritisch analysiert werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Praxeologie, die theoretische Grundlegung von Rational Choice, die konkrete Kritik an Kernannahmen und Anwendungsbeispielen sowie eine abschließende Diskussion der Kritik.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe umfassen Bourdieu, Praxeologie, Habitus, Feld, Rational Choice, Nutzenmaximierung und methodologischer Individualismus.

Wie unterscheidet sich der Habitusbegriff von einem rationalen Kalkül?

Während beim rationalen Kalkül von einer bewussten Nutzenmaximierung ausgegangen wird, beschreibt der Habitus ein System internalisierter Dispositionen, die Handlungen leiten, ohne dass diese explizit auf bewusste Ziele ausgerichtet sein müssen.

Warum hält Bourdieu den Begriff des "Marktes" für das politische Feld für problematisch?

Bourdieu kritisiert, dass der Markt als selbstregulierende Einheit das Machtgefälle und die spezifischen Logiken (z.B. Interessen von Großunternehmen oder Parteien) ignoriert, weshalb er den Begriff des "ökonomischen Feldes" bevorzugt.

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Résumé des informations

Titre
Praxeologie gegen Rational Action Theory. Über die Aktualität der Kritik Bourdieus am Rational Choice
Université
http://www.uni-jena.de/  (Institut für Soziologie)
Cours
Einführung in die Praxistheorie Pierre Bourdieus
Note
1,7
Auteur
André Walter (Auteur)
Année de publication
2008
Pages
16
N° de catalogue
V117081
ISBN (ebook)
9783640194629
ISBN (Livre)
9783640194704
Langue
allemand
mots-clé
Praxeologie Rational Action Theory Aktualität Kritik Bourdieus Rational Choice Einführung Praxistheorie Pierre Bourdieus
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
André Walter (Auteur), 2008, Praxeologie gegen Rational Action Theory. Über die Aktualität der Kritik Bourdieus am Rational Choice, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/117081
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Extrait de  16  pages
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