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Psychokardiologie. Können Depressionen zu kardiologischen Erkrankungen führen?

Titre: Psychokardiologie. Können Depressionen zu kardiologischen Erkrankungen führen?

Thèse Scolaire , 2019 , 38 Pages , Note: 1

Autor:in: Anonym (Auteur)

Médecine - Zones frontalières médicaux et zones spéciales
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Résumé Extrait Résumé des informations

Ziel dieser Arbeit ist es darzulegen, ob die Depression zu kardiologischen Erkrankungen führen kann und welche Ursachen diesem Prozess zugrunde liegen. Es werden zunächst das Fachgebiet der Psychokardiologie sowie anschließend die Depression und die assoziierten kardiologischen Erkrankungen erklärt und nachfolgend die Interaktionen und deren Mechanismen beschrieben.

Schon im Jahr 1937 vermutete Benjamin Malzberg, ein Psychiater, der in New York (USA) arbeitete, einen Zusammenhang zwischen dem Auftreten von kardiovaskulären Erkrankungen und der Depression. Er berichtete über eine erhöhte Sterblichkeit aufgrund von Herz-Kreislauferkrankungen bei älteren Patienten, die zusätzlich an einer Depression erkrankt waren. Diesem Bericht wurde über viele Jahre wenig Interesse gewidmet und erst innerhalb der vergangenen 30 Jahre sind in Studien psychologische und soziale Faktoren (z.B. niedriger soziökonomischer Status, fehlende soziale Unterstützung, Stress, Depressivität, Angst und Feindseligkeit) als beeinflussend für den Verlauf von kardiologischen Erkrankungen untersucht worden. Dies hat zur Entstehung der Psychokardiologie geführt, dessen erster Lehrstuhl in Deutschland 2004 an der Universität Göttingen unter Prof. Dr. Hermann-Lingen eingerichtet wurde.

Neuere Untersuchungen bei Patienten mit einer Herz-Kreislauferkrankung konnten nachweisen, dass bei jenen Patienten eine Depression mit einer Häufigkeit von bis zu 40% vorhanden ist. Dies ist um das 3-fache häufiger als bei Gesunden ohne eine kardiologische Erkrankung. Anhand dieser Daten gilt es als gesichert, dass eine Depression durch das Vorhandensein organischer Herzerkrankungen verursacht werden kann. Von besonderem Interesse erscheint in diesem Zusammenhang, ob ein Patient mit einer Depression auch ein erhöhtes Risiko für eine kardiologische Erkrankung aufweist. Dies würde bedeuten, dass die Depression dann kein resultierender, sondern ein auslösender Faktor von kardiologischen Erkrankungen.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Vorwort

2. Einleitung

3. Die Psychokardiologie

4. Die Depression

5. Kardiologische Erkrankungen

6. Die Depression als Auslöser kardiologischer Erkrankungen

6.1 Selbstempfinden und Verhaltensweisen

6.2 Persönlichkeitsfaktoren

6.3 Hypothalamus-Hypophysen-Nebennierenrinden-Achse

6.4 Nervensystem – Parasympathikus und Sympathikus

6.5 Blutgerinnung und Gefäßfunktion

6.6 Immunsystem

7. Behandlungsmöglichkeiten

8. Zusammenfassung und Beurteilung der These

9. Anhang

9.1 Tabellen

9.2 Abbildungen

9.3 Protokoll des Experteninterviews

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die komplexen bidirektionalen Wechselwirkungen zwischen psychischen Erkrankungen, insbesondere der Depression, und verschiedenen kardiologischen Krankheitsbildern wie der koronaren Herzkrankheit, dem Myokardinfarkt und der Herzinsuffizienz.

  • Historische Entwicklung und Etablierung der Psychokardiologie.
  • Biologische Mechanismen (Stressachse, Nervensystem, Immunsystem) bei Depressionen.
  • Einfluss von Persönlichkeitsfaktoren wie der Typ-D-Persönlichkeit.
  • Methoden zur Früherkennung und Diagnostik von Depressionen im kardiologischen Kontext.
  • Behandlungsansätze und deren Auswirkungen auf kardiovaskuläre Risikofaktoren.

Auszug aus dem Buch

6. Die Depression als Auslöser kardiologischer Erkrankungen

Zwischen der Depression und der koronaren Herzerkrankung, dem Myokardinfarkt und der Herzinsuffizienz bestehen zahlreiche Wechselwirkungen, die sich nicht isoliert der Depression als auslösende oder resultierende Erkrankung zuordnen lassen. In den folgenden Abschnitten werden diejenigen Prozesse und Mechanismen erläutert, die bei Vorhandensein einer Depression ohne bisherige kardiologische Erkrankung einzeln oder in Kombination auslösend wirken.

6.1 Selbstempfinden und Verhaltensweisen

Tritt eine Depression auf, ändern sich auch das Verhalten und der Lebensstil der Betroffenen. Die depressionstypische Verhaltensänderung ist durch eine starke Passivität und die Abnahme der Aktivität am täglichen Leben charakterisiert. Das Spektrum der beschriebenen Verhaltensänderungen ist groß. Ein Teil der Betroffenen erlebt ihren Alltag lustlos und ohne inneren Antrieb, jede Freude am Leben scheint verlorengegangen zu sein und die eigene Lage wird als hoffnungslos betrachtet. Andere fühlen sich innerlich leer und gefühllos, unfähig auf freudige oder bedrückende Ereignisse normal zu reagieren. Das Interesse an sozialen Beziehungen zu Freunden und der Familie geht verloren und wird nicht gepflegt. Das Resultat ist die soziale Isolation und Minderung des Selbstwertgefühles. Typisch ist, dass sich die Betroffenen zu allem zwingen müssen. Dies betrifft zu Beginn nur aufwändige und besonders ungeliebte Tätigkeiten, im Verlauf jedoch auch einfache, eigentlich alltägliche Aufgaben, wie zum Beispiel Nahrungsaufnahme und Hygiene. (31,32,40) Das Verhalten wird passiv, es existieren keine Lebensziele mehr und berufliche Tätigkeiten werden vernachlässigt. Diese Prozesse unterhalten und verstärken sich gegenseitig, eine Spirale, die ohne Hilfe kaum zu korrigieren ist. Für die Betroffenen resultiert aus medizinischer Sicht ein ungesunder Lebensstil. Die genannten Veränderungen, ein Bewegungsmangel, hoher Nikotin- und Alkoholkonsum sowie Schlafstörungen sind Verhaltensweisen, die über einen langen Zeitraum (Jahre) zu Adipositas (Fettleibigkeit), Atherosklerose, Diabetes mellitus und Hypertonus (Bluthochdruck) führen. Sie wiederum sind klassische Risikofaktoren für die Entwicklung von Herz-Kreislauferkrankungen. (17,31,40)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Vorwort: Erläuterung des methodischen Aufbaus der Arbeit als Übersichtsarbeit und Hinweise zur Literaturrecherche sowie dem Experteninterview.

2. Einleitung: Vorstellung des Fachgebiets Psychokardiologie und der zentralen Forschungsfrage zum Zusammenhang zwischen Depression und Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

3. Die Psychokardiologie: Definition des interdisziplinären Fachgebiets als Schnittstelle von Kardiologie, Psychosomatik und Psychologie.

4. Die Depression: Beschreibung der Symptomatik, Diagnosekriterien und biologischen Grundlagen sowie der genetischen Veranlagung der Depression.

5. Kardiologische Erkrankungen: Erläuterung der Pathophysiologie von koronarer Herzerkrankung, Myokardinfarkt und Herzinsuffizienz.

6. Die Depression als Auslöser kardiologischer Erkrankungen: Analyse der Mechanismen, wie Verhaltensänderungen, Stressachsen-Fehlregulationen und immunologische Prozesse zu Herzerkrankungen führen.

7. Behandlungsmöglichkeiten: Darstellung der therapeutischen Ansätze, unterteilt in psychologische Betreuung und medikamentöse Therapie mit Antidepressiva.

8. Zusammenfassung und Beurteilung der These: Synthese der Ergebnisse und kritische Würdigung der Möglichkeiten zur Prävention durch die Behandlung von Depressionen.

9. Anhang: Bereitstellung ergänzender Tabellen, Abbildungen und des Protokolls des Experteninterviews.

Schlüsselwörter

Psychokardiologie, Depression, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, koronare Herzerkrankung, Myokardinfarkt, Herzinsuffizienz, Stressreaktion, Hypothalamus-Hypophysen-Nebennierenrinden-Achse, autonomes Nervensystem, Herzfrequenzvariabilität, Typ-D-Persönlichkeit, Entzündungsreaktion, Atherosklerose, Antidepressiva, Prävention.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Facharbeit beleuchtet die wissenschaftlichen Zusammenhänge zwischen depressiven Erkrankungen und organischen Herz-Kreislauf-Leiden.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themen umfassen die Entstehung psychisch bedingter Stressreaktionen, deren Auswirkungen auf kardiovaskuläre Funktionen und die therapeutischen Möglichkeiten zur Behandlung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die Klärung, ob Depressionen als auslösende Faktoren für kardiologische Erkrankungen fungieren und welche pathophysiologischen Prozesse dabei eine Rolle spielen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer internetbasierten Literaturrecherche in medizinischen Datenbanken sowie auf einem Experteninterview mit einer Fachärztin für Kardiologie.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert biologische Mechanismen wie die Stressachse, Fehlregulationen des vegetativen Nervensystems, Veränderungen der Blutgerinnung und Entzündungsprozesse im Gefäßsystem.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Psychokardiologie, Depression, koronare Herzerkrankung, Stressreaktion, autonome Dysbalance und Atherosklerose.

Was ist die „Typ-D-Persönlichkeit“ im Kontext dieser Arbeit?

Dies ist ein Persönlichkeitsmuster, das durch negative Affektivität und soziale Hemmung gekennzeichnet ist und das Risiko für kardiovaskuläre Komplikationen bei Stress erhöht.

Welche Bedeutung hat das Tako-Tsubo-Kardiomyopathie-Syndrom?

Es dient als klinisches Fallbeispiel dafür, wie massiver emotionaler Stress direkt zu herzinfarktähnlichen Symptomen und einer vorübergehenden Funktionsstörung des Herzmuskels führen kann.

Kann eine Depression die Gefäßfunktion beeinflussen?

Ja, laut der Arbeit können anhaltende Entzündungsreaktionen durch eine Depression das Endothel der Gefäße schädigen und somit die Entstehung von Atherosklerose fördern.

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Résumé des informations

Titre
Psychokardiologie. Können Depressionen zu kardiologischen Erkrankungen führen?
Note
1
Auteur
Anonym (Auteur)
Année de publication
2019
Pages
38
N° de catalogue
V1170877
ISBN (PDF)
9783346679284
Langue
allemand
mots-clé
psychokardiologie können depressionen erkrankungen
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Anonym (Auteur), 2019, Psychokardiologie. Können Depressionen zu kardiologischen Erkrankungen führen?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1170877
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Extrait de  38  pages
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