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Kompetenzentwicklung in Öffentlichen Bibliotheken durch interdisziplinäre Kooperation

Kritische Analyse am Beispiel der Zusammenarbeit des Landesbibliothekszentrums Rheinland-Pfalz mit medien+bildung.com

Title: Kompetenzentwicklung in Öffentlichen Bibliotheken durch interdisziplinäre Kooperation

Master's Thesis , 2021 , 98 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Norbert Sprung (Author)

Library Science, Information- / Documentation Science
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In den vergangenen zehn Jahren ist in Öffentlichen Bibliotheken der Bedarf für fachlich betreute medienpädagogische Angebote stetig angestiegen. Dementsprechend werden offene Personalstellen in Öffentlichen Bibliotheken immer häufiger mit Medienpädagogen besetzt. Dieser Weg ist aber wegen fehlender Personalstellen nur in wenigen Bibliotheken möglich.
Es stellt sich daher die Frage, ob die Mitarbeiter in Öffentlichen Bibliotheken durch interdisziplinäre Kooperation nachhaltig und langfristig Kompetenzen im Bereich der Medienbildung entwickeln und dadurch eigene Angebote aufbauen können. Dieser Frage wird in der vorliegenden Arbeit nachgegangen.

Zunächst wird die Medienkompetenzförderung als Kernaufgabe der bibliothekarischen Arbeit näher betrachtet. Dabei wird auch auf die Rolle Öffentlicher Bibliotheken als außerschulischer Bildungspartner eingegangen. Im Hinblick auf die wesentliche Bedeutung dieser Kooperationsarbeit für die medienpädagogischen Angebote in Öffentlichen Bibliotheken, werden auch in der anschließenden Untersuchung Bezüge zum Bildungsbereich aufgezeigt. Im Anschluss an die Beschreibung dieser Ausgangssituation wird die Sprach- und Leseförderung näher betrachtet, um zu verdeutlichen, warum diese eine Basis für medienpädagogische Aktivitäten in Öffentlichen Bibliotheken darstellt. Als Grundlage für die Untersuchung der Kooperationsarbeit werden nachfolgend die Begrifflichkeiten der Kompetenzen, der Medienkompetenz und der Medienbildung erörtert und in den fachlichen Kontext eingeordnet.

Anschließend folgt die Beschreibung und Untersuchung des Projekts Leseförderung und Medienbildung mit Tablets, welches zwischen 2018 und 2019 vom Landesbibliothekszentrum Rheinland-Pfalz gemeinsam mit medien+bildung.com gGmbH, Lernwerkstatt Rheinland-Pfalz und einer Projektgruppe aus elf Öffentlichen Bibliotheken durchgeführt worden ist. Zum Abschluss werden weitere Effekte durch die Fortsetzung der interdisziplinären Kooperation dargestellt, darunter auch die Stärkung der Rolle der Bibliotheken als außerschulischer Bildungspartner. In einem zusammenfassenden Fazit wird die künftige Perspektive für die medienpädagogische Arbeit, anhand der Planung für weitere Kooperationen, als mögliche Vision skizziert.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Ausgangssituation

2.1 Sprach- und Leseförderung als Ausgangspunkt für Medienpädagogik in Öffentlichen Bibliotheken

2.1.1 Sprach- und Leseförderung in Rheinland-Pfalz

2.1.2 Von der digitalen Sprach- und Leseförderung zur Medienkompetenzförderung

2.2 Begriffsklärung – Medienkompetenz, Medienpädagogik und Medienbildung

2.2.1 Kompetenzen

2.2.2 Medienpädagogik und Medienkompetenz

2.2.3 Medienbildung

3. Interdisziplinäre Kooperation in Rheinland-Pfalz

3.1 Die Landesbüchereistelle im Landesbibliothekszentrum Rheinland-Pfalz

3.2 medien+bildung.com gGmbH – Lernwerkstatt Rheinland-Pfalz

3.3 Vorüberlegungen für die Kooperation und Projektarbeit

3.4 Kompetenzen in der Projektarbeit mit Öffentlichen Bibliotheken

4. Das Projekt „Leseförderung und Medienbildung mit Tablets“

4.1 Projektaufbau und Struktur

4.1.1 Projektziele

4.1.2 Auswahl der Projektgruppe

4.1.3 Aufgaben und Rollen der Projektbeteiligten

4.1.4 Technische Ausstattung und Infrastruktur

4.2 Projektdurchführung

4.2.1 Projekttreffen, Workshops und Praxisveranstaltungen

4.2.2 Methoden, Konzepte und Kompetenzen

4.3 Projektabschluss, Auswertung und Ergebnisse

4.3.1 Das Methodenheft und ergänzende Angebote des LBZ

4.3.2 Erfahrungsberichte und weitere Aktivitäten der Teilnehmer

4.3.3 Ergebnisse der Projektevaluierung

5. Fortführung der Kooperation

5.1 Die modulare Fortbildungsreihe „Medienbildung für Bibliotheken“

5.2 Das Projekt „Medienkomp@ss RLP in Bibliotheken“

6. Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, ob Mitarbeiter in Öffentlichen Bibliotheken durch interdisziplinäre Kooperation mit Medienpädagogen nachhaltig Medienkompetenz entwickeln und eigene Angebote etablieren können, um Bibliotheken als außerschulische Bildungspartner zu stärken.

  • Entwicklung medienpädagogischer Kompetenzen durch interdisziplinäre Kooperation.
  • Analyse des Projekts "Leseförderung und Medienbildung mit Tablets".
  • Integration digitaler Medien in die Sprach- und Leseförderung.
  • Rolle der Bibliothek als außerschulischer Bildungspartner und Lernort.
  • Praxisorientierte Modellkonzepte und deren Transfer in Bibliotheken.

Auszug aus dem Buch

2.1.1 Sprach- und Leseförderung in Rheinland-Pfalz

Das Land Rheinland-Pfalz ist ein Flächenland mit ca. 4,1 Millionen Einwohnern. Es ist überwiegend von einer ländlichen Struktur geprägt. Von den 12 Kreisfreien Städten im Land haben nur 5 Städte eine Größe von mehr als 100.000 Einwohnern. Dieser Schwerpunkt im ländlichen Raum bei wenigen Ballungsgebieten, spiegelt sich auch in der Struktur der Bibliothekslandschaft wieder. Von 554 kommunalen und kirchlichen Öffentlichen Bibliotheken werden 68 hauptamtlich geleitet. Die übrigen 486 Bibliotheken werden ehren- oder nebenamtlich und von überwiegend nicht fachlich ausgebildetem Personal betrieben. Dies entspricht einem Anteil von knapp 88 Prozent ehren- und nebenamtlich geleiteter Bibliotheken.

In Rheinland-Pfalz wurden, ebenfalls in Reaktion auf die Ergebnisse der ersten PISA-Studie, neue Initiativen und Entwicklungen im Bereich der außerschulischen Sprach- und Leseförderung angestoßen. Bereits im Jahr 2001, kurz nach Veröffentlichung der Studienergebnisse, wurde vom damaligen Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung, Forschung und Kultur (heute Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur) die Kampagne Leselust in Rheinland-Pfalz initiiert.

Die Kampagne verfolgte das Ziel, landesweite Maßnahmen zur außerschulischen Leseförderung zu entwickeln und zu bündeln. Um zu prüfen, welche Maßnahmen dies sein könnten, wurden im Jahr 2003 verschiedene Institutionen aus dem Bereich der Leseförderung und Literaturvermittlung zu einem Treffen eingeladen. Zugleich wurden im Jahr 2003 erstmalig Mittel für die Förderung außerschulischer Lesefördermaßnahmen in Höhe von 50.000,- Euro bereitgestellt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung thematisiert den steigenden Bedarf an medienpädagogischen Angeboten in Öffentlichen Bibliotheken bei gleichzeitig begrenzten Personalressourcen und stellt die Forschungsfrage nach der Wirksamkeit interdisziplinärer Kooperationen zur Kompetenzentwicklung.

2. Ausgangssituation: Dieses Kapitel erläutert die Professionalisierung der Bibliotheken im Bereich der Lese- und Medienkompetenzförderung nach PISA und die zunehmende Relevanz der Mediatisierung für die tägliche Arbeit.

3. Interdisziplinäre Kooperation in Rheinland-Pfalz: Hier werden das Landesbibliothekszentrum Rheinland-Pfalz (LBZ) und der Partner medien+bildung.com als Akteure vorgestellt und die Notwendigkeit ihrer Zusammenarbeit für die Projektentwicklung dargelegt.

4. Das Projekt „Leseförderung und Medienbildung mit Tablets“: Das Kapitel beschreibt detailliert den Aufbau, die Durchführung und die Auswertung des Modellprojekts, das Tablets als Instrument der Lese- und Medienbildung in Bibliotheken einführte.

5. Fortführung der Kooperation: Die Fortführung wird durch die Implementierung einer modularen Fortbildungsreihe sowie das Folgeprojekt "Medienkomp@ss RLP in Bibliotheken" aufgezeigt, um die nachhaltige Wirkung der Kooperation zu sichern.

6. Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die positiven Ergebnisse der Projektarbeit zusammen, betont die Notwendigkeit kontinuierlicher Unterstützung und skizziert eine Vision für die medienpädagogische Arbeit in kleinen Bibliotheken.

Schlüsselwörter

Bibliotheken, Medienkompetenz, Leseförderung, Medienbildung, Interdisziplinarität, Kooperation, Rheinland-Pfalz, Medienpädagogik, Tablet, Sprachförderung, Digitale Bildung, Bibliothekspädagogik, Wissenstransfer, Modellprojekt, Multiplikatoren.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Masterarbeit?

Die Arbeit untersucht, wie Mitarbeiter in Öffentlichen Bibliotheken durch eine interdisziplinäre Kooperation mit einem Medienpädagogik-Partner ihre fachlichen Kompetenzen erweitern können, um langfristig eigenständige medienpädagogische Angebote anzubieten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Leseförderung in Bibliotheken, die Entwicklung von Medienkompetenz, der Einsatz digitaler Endgeräte (Tablets) im Bildungsbereich sowie die Vernetzung mit Partnern wie Schulen und Kitas.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Beantwortung der Forschungsfrage, ob durch die Kooperation zwischen dem Landesbibliothekszentrum Rheinland-Pfalz (LBZ) und der Organisation medien+bildung.com ein nachhaltiger Wissenstransfer und eine erfolgreiche Kompetenzentwicklung bei den Bibliotheksmitarbeitern stattgefunden hat.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer kritischen Analyse eines Modellprojekts sowie einer Evaluierung mittels Online-Umfrage unter den teilnehmenden Bibliotheken, um die Wirksamkeit der medienpädagogischen Interventionen zu prüfen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung (Begriffsdefinitionen), die Vorstellung der Akteure, die detaillierte Beschreibung des Projekts "Leseförderung und Medienbildung mit Tablets" und dessen Fortführung in weiteren Projekten.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Medienkompetenz, Bibliotheksentwicklung, Sprachförderung, digitale Teilhabe, interdisziplinäre Zusammenarbeit und Transferstrategien charakterisiert.

Was war die größte technische Hürde im Projekt?

Die größte Herausforderung bestand in der Geräteverwaltung und Logistik der Tablets, insbesondere in der datenschutzkonformen Einrichtung sowie der technischen Unterstützung für die Bibliotheken, die zuvor keine Erfahrung mit der Administration mobiler Endgeräte hatten.

Warum spielt der "Medienkomp@ss RLP" eine so wichtige Rolle?

Er dient als offizielles Instrument des Bildungsministeriums zur Dokumentation von Medienkompetenz. Die Kopplung der Bibliothekskonzepte an diesen Rahmen ermöglicht es den Bibliotheken, ihre Angebote passgenau und legitimiert als Partner für Schulen zu positionieren.

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Details

Title
Kompetenzentwicklung in Öffentlichen Bibliotheken durch interdisziplinäre Kooperation
Subtitle
Kritische Analyse am Beispiel der Zusammenarbeit des Landesbibliothekszentrums Rheinland-Pfalz mit medien+bildung.com
College
University of Kaiserslautern
Grade
2,3
Author
Norbert Sprung (Author)
Publication Year
2021
Pages
98
Catalog Number
V1171140
ISBN (PDF)
9783346588692
ISBN (Book)
9783346588708
Language
German
Tags
Öffentliche Bibliothek Medienpädagogik Medienbildung Kooperation
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Norbert Sprung (Author), 2021, Kompetenzentwicklung in Öffentlichen Bibliotheken durch interdisziplinäre Kooperation, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1171140
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