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Analyse der Mitbestimmung im diametralen Mediendiskurs

Eine Untersuchung der Kommentare zum Thema Mitbestimmung bei der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ)“ und „die Tageszeitung (TAZ)“

Title: Analyse der Mitbestimmung im diametralen Mediendiskurs

Seminar Paper , 2006 , 82 Pages , Grade: 1.7

Autor:in: Raoul Weise (Author)

Sociology - Knowledge and Information
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„Die Mitbestimmung ist ein Phänomen, an dem man Eigenarten der deutschen Sozial-, Politik- und Wirtschaftsgeschichte erkennen kann, in ihrer hier zu Lande entwickelten Form ist sie ein deutsches Phänomen geblieben. Nach dem es in Publizistik, Politik und Wissenschaft lange still um die Mitbestimmung geworden war, ist das Thema seit den späten 1990er Jahren in die öffentliche Debatte zurückgekehrt, und zwar kontrovers (Kocka, 2006, 1).“ Diese Kontroverse zum Thema Mitbestimmung wird in dieser Hausarbeit aufgegriffen und analysiert. Die Frage, die dieser Hausarbeit zu Grunde liegt ist: „Wie wird mit dem Thema Mitbestimmung in den Kommentaren der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und der Tageszeitung umgegangen?“ Im Näheren handelt es sich hierbei um eine Analyse der Mitbestimmung im diametralen Mediendiskurs...

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definition des Begriffs Mitbestimmung

3. Das „Kommentariat“

3.1 Die besondere Rolle der Kommentatoren in der politischen Öffentlichkeit

3.2 Wie hoch ist die Dichte und Konzentration der Kommentatoren? Was sind die Zugansvorraussetzungen? Aus welcher sozialen Struktur setzt sich diese Elite zusammen?

3.3 Unterschiede zwischen FAZ und TAZ in Bezug auf das Kommentariat

4. Komparative Analyse der Kommentare über Mitbestimmung bei FAZ und TAZ

4.1 Wie häufig wird sich im Untersuchungszeitraum dazu geäußert und wie viele Kommentatoren beschäftigten sich mit dieser Thematik? Wie groß ist der Umfang der Kommentare zum Thema Mitbestimmung?

4.2 Welche Anlässe führten zu einem Kommentar? Wie positionieren sich die Kommentatoren

4.2.1 Wie positionieren sich die Kommentatoren zur Novellierung des Betriebsverfassungsgesetzes?

4.2.2 Wie positionieren sich die Kommentatoren zur Einführung neuer EU-Richtlinien?

4.2.3 Wie positionieren sich die Kommentatoren zur VW-Affäre?

4.2.4 Wie positionieren sich die Kommentatoren zum Fall SAP

4.2.5 Wie positionieren sich die Kommentatoren der FAZ zum Thema Globalisierung?

4.2.6 Wie positioniert sich der Kommentator der TAZ zum Thema Mitbestimmung im Allgemeinen?

4.3 Die Argumentationsstränge

4.4 Wie entwickelt sich das Thema im Zeitverlauf? Gehen FAZ und TAZ thematisch aufeinander ein?

4.5 Ist eine Wechselwirkung zwischen „Kommentariat“ und Politik erkennbar?

5. Fazit

Material

Frankfurter Allgemeine Zeitung

Die Tageszeitung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den diametralen Mediendiskurs zum Thema Mitbestimmung, indem sie die Kommentarspalten der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) und der Tageszeitung (TAZ) vergleicht, um zu analysieren, wie unterschiedlich diese Leitmedien politisch positionierte Meinungen zu arbeitsrechtlichen und unternehmenskulturellen Entwicklungen formulieren.

  • Vergleich des Medienspektrums und der redaktionellen Linien von FAZ und TAZ.
  • Analyse des "Kommentariats" hinsichtlich ihrer Rolle, sozialen Struktur und Machtposition.
  • Empirische Untersuchung der Kommentarfrequenz und Argumentationsmuster bei zentralen Ereignissen (Betriebsverfassungsgesetz-Novelle, EU-Richtlinien, VW-Affäre, Fall SAP).
  • Bewertung der Einflussnahme von Medienkommentaren auf politische Entscheidungsprozesse.

Auszug aus dem Buch

3.1 Die besondere Rolle der Kommentatoren in der politischen Öffentlichkeit

Öffentlichkeitstheoretisch gesehen sind Kommentatoren Sprecher, die im Konzert mit anderen gesellschaftlichen Akteuren, die öffentlich etwas sagen wollen, auftreten. Im Gegensatz zu anderen Sprechern haben sie aber ein entscheidendes Privileg. Sie produzieren nicht nur Themen und Meinungsäußerungen; sie können selber dafür sorgen, dass diese Themen und Meinungen tatsächlich öffentlich werden. Insofern „machen“ Kommentatoren „öffentliche“ Meinungen und speisen sie in die politische Auseinandersetzung ein.

Aufgrund dieses Privilegs sind Kommentatoren eine Gruppe von Sprechern, die eine besondere Machtposition in der politischen Öffentlichkeit einnehmen. Diese Machtposition ist insbesondere bei den Kommentatoren der überregionalen Qualitätsmedien folgenreich. Dafür gibt es mehrere Gründe: Die überregionalen Tageszeitungen produzieren Meinungen, die von der politischen Elite sehr genau wahrgenommen werden. Wenn man darüber hinaus den Status dieser Zeitungen als Leitmedien berücksichtigt, die über Prozesse der Koorientierung auch andere Medien beeinflussen, dann muss man davon ausgehen, dass das Urteil der Kommentatoren auch bei anderen Medien Resonanzen erzeugt und somit ein deutlich größeres als das unmittelbare Publikum der Leitmedien erreicht.

Die Kommentatoren der jeweiligen Tageszeitungen besitzen also ein hohes Maß an Macht über die öffentliche Meinungsbildung. Hieraus erwächst die Frage, ob sich diese Öffentlichkeitselite aus einer Handvoll Vordenkern der Nation zusammensetzt oder ob es sich um einen vergleichsweise offenen Kreis von Redakteuren handelt, die jeweils gelegentlich kommentieren. Simultan stellt sich dabei die Frage, wie dieser Personenkreis sozial-strukturell einteilen lässt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in das Forschungsthema ein und definiert den Vergleich der Mitbestimmungsdebatte in FAZ und TAZ als Kern der Untersuchung.

2. Definition des Begriffs Mitbestimmung: Dieses Kapitel erläutert die verschiedenen Formen der Mitarbeiterbeteiligung und grenzt die gesetzliche Mitbestimmung als Untersuchungsgegenstand ab.

3. Das „Kommentariat“: Das Kapitel analysiert die Berufsgruppe der Kommentatoren, ihre Rolle als Öffentlichkeitselite und die Faktoren, die den Zugang zu dieser Rolle bestimmen.

4. Komparative Analyse der Kommentare über Mitbestimmung bei FAZ und TAZ: Im Hauptteil werden die Kommentare beider Zeitungen anhand konkreter Anlässe wie Gesetzesnovellen oder Wirtschaftsskandale komparativ gegenübergestellt und argumentativ ausgewertet.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bestätigt die diametral entgegengesetzten Positionen der beiden Zeitungen entsprechend ihrer politischen Ausrichtung.

Schlüsselwörter

Mitbestimmung, Betriebsverfassungsgesetz, Frankfurter Allgemeine Zeitung, TAZ, Kommentariat, Öffentlichkeitselite, Arbeitsbeziehungen, politische Kommunikation, Betriebsrat, Unternehmensmitbestimmung, Medienanalyse, Wirtschaftspädagogik, soziale Marktwirtschaft, Mediendiskurs, Partizipation

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht, wie das Thema Mitbestimmung in den Kommentaren der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) und der Tageszeitung (TAZ) im Zeitraum von 1996 bis 2006 verhandelt wurde.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Mittelpunkt?

Zentrale Themenfelder sind die Novellierung des Betriebsverfassungsgesetzes, die Einführung neuer EU-Richtlinien, die VW-Korruptionsaffäre sowie der Fall SAP im Kontext der betrieblichen Mitbestimmung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die unterschiedlichen Argumentationsstränge und die "redaktionelle Linie" der beiden Zeitungen im diametralen Mediendiskurs aufzudecken und zu vergleichen.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Es handelt sich um eine komparative Analyse, bei der publizierte Leitartikel systematisch nach Kriterien wie Kommentaranlass, Positionierung und Argumentationslogik ausgewertet wurden.

Was wird im umfangreichen Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung zum "Kommentariat" sowie eine detaillierte, ereignisbezogene Analyse der Kommentare beider Zeitungen zu den genannten wirtschaftspolitischen Anlässen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Mitbestimmung, Betriebsverfassungsgesetz, Mediendiskurs, Öffentlichkeitselite und das Links-Rechts-Spektrum der deutschen Presselandschaft charakterisiert.

Welche spezifischen Unterschiede zeigen sich zwischen FAZ und TAZ bei der Kommentierung?

Während die FAZ eine kritische Haltung gegenüber der Mitbestimmung einnimmt und diese als Standortnachteil wertet, befürwortet die TAZ eine Ausweitung und prozessbegleitende Stärkung der Mitbestimmungsrechte.

Wie bewerten die Autoren die Wechselwirkung zwischen Kommentariat und Politik?

Die Autoren kommen zu dem Schluss, dass im Beobachtungszeitraum kein unmittelbarer Einfluss der Zeitungen auf den Gesetzgebungsprozess erkennbar war; politische Entscheidungen folgten oft nicht den Forderungen der untersuchten Kommentare.

Welche Rolle spielt die VW-Affäre in der Analyse?

Die VW-Affäre dient als Fallbeispiel, anhand dessen die Kommentatoren beider Zeitungen ihre grundsätzliche Haltung zum deutschen Mitbestimmungssystem sowie zur Frage von Kontrollmechanismen in Aufsichtsräten verdeutlichen konnten.

Welche Schlussfolgerung ziehen die Autoren bezüglich des "Kommentariats"?

Es wird festgestellt, dass das Kommentariat eine geschlossene, einflussreiche Elite darstellt, wobei die FAZ auf einen kleinen Stamm bewährter Autoren setzt, während die TAZ eine größere Rotation bei den Kommentatoren zeigt.

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Details

Title
Analyse der Mitbestimmung im diametralen Mediendiskurs
Subtitle
Eine Untersuchung der Kommentare zum Thema Mitbestimmung bei der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ)“ und „die Tageszeitung (TAZ)“
College
http://www.uni-jena.de/  (Lehrstuhl für Arbeits- , Industrie- und Wirtschaftssoziologie)
Course
Unternehmenskultur und Mitbestimmung
Grade
1.7
Author
Raoul Weise (Author)
Publication Year
2006
Pages
82
Catalog Number
V117127
ISBN (eBook)
9783640207848
ISBN (Book)
9783640526444
Language
German
Tags
Analyse Mitbestimmung Mediendiskurs Unternehmenskultur Mitbestimmung taz F.A.Z. die tageszeitung Frankfurter Allgemeine Zeitung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Raoul Weise (Author), 2006, Analyse der Mitbestimmung im diametralen Mediendiskurs, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/117127
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