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Eisen – Blei – Kupfer: Der Metallbergbau in Germanien in römischer Zeit

Title: Eisen – Blei – Kupfer: Der Metallbergbau in Germanien in römischer Zeit

Seminar Paper , 2006 , 12 Pages

Autor:in: Christiane Müller (Author)

World History - Early and Ancient History
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[...] Dennoch sind Zeugnisse über den Bergbau aus römischer Zeit rar. Es gibt kaum schriftliche Quellen. Zudem wurden die meisten Abbaustätten, die uns heute noch Auskunft geben könnten, auch in späterer Zeit weiter genutzt, so dass es dadurch zur Zerstörung oder Überlagerung der Überreste aus römischer Zeit kam. Auch ist es schwer, reelle Angaben über die damaligen Produktionsmengen zu machen. Eventuell vorhandene Schlackenreste, aus denen man Schlüsse ziehen könnte, wurden in späterer Zeit oftmals nochmals verhüttet, da man dank modernerer Technologien besser in der Lage war, auch aus diesen Abfällen noch Gewinn zu erzielen.
Abgebaut wurden hauptsächlich Eisen, Blei, Kupfer, Silber und Zink als Galmei. Die Erzvorkommen fanden sich hauptsächlich in den Mittelgebirgsregionen von Eifel, Hohen Venn, Siebengebirge und Westerwald sowie den Übergangszonen zum Tiefland. Die meisten Vorkommen wurden dabei in der bis in die römische Zeit hinein kaum besiedelten Eifel nachgewiesen. Für die in der Nähe eines Abbauplatzes befindlichen villa rustica ist dabei davon auszugehen, dass auf ihnen nicht nur Landwirtschaft betrieben wurde, sondern dass sie daneben auch als Spezialbetriebe fungierten, in denen die jeweiligen Bodenvorkommen bearbeitet bzw. für den Weitertransport vorbereitet wurden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Der Metallbergbau in Germanien in römischer Zeit

1. Eisen

2. Blei

3. Kupfer

4. weitere Metalle

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung und Praxis des Metallbergbaus in den germanischen Provinzen während der römischen Kaiserzeit, wobei die Ausbeutung von Bodenschätzen als zentraler Faktor für die wirtschaftliche Entwicklung und die militärische Versorgung der Region beleuchtet wird.

  • Wirtschaftliche Bedeutung der regionalen Rohstoffnutzung für die römische Verwaltung.
  • Methoden des Abbaus und der Verhüttung von Eisen, Blei und Kupfer.
  • Die Rolle keltischer Bergbautraditionen als Grundlage für römische Aktivitäten.
  • Siedlungsgeschichtliche Aspekte im Zusammenhang mit industriellen Abbauzentren.
  • Die Schwierigkeiten archäologischer Rekonstruktion aufgrund späterer Überlagerungen.

Auszug aus dem Buch

Der Metallbergbau in Germanien in römischer Zeit

Von Bedeutung für die wirtschaftliche Entwicklung Germaniens in römischer Zeit war sicher auch die Ausbeutung der vorhandenen Bodenschätze. „Generell ist seit Beginn der Stationierung mannschaftsstarker Truppenverbände von einem hohen Bedarf vor allem an Eisen und Blei auszugehen. Allein um die militärische Logistik von aufwendigen Ferntransporten zu entlasten, dürfte es im Interesse der verantwortlichen Befehlshaber gewesen sein, wenn möglichst rasch die Nutzung regionaler Rohstoffe einsetzte.“

Dazu kommt, dass die Ausnutzung heimischer Rohstoffe die einzelnen Provinzen nicht nur unabhängig von Einfuhren machte; durch den Abbau und die Weiterverarbeitung wurde auch die weitere wirtschaftliche Entwicklung positiv beeinflusst, „da sich außer den Tätigkeiten in Zusammenhang mit Abbau und Verhüttung zahlreiche neue Erwerbsmöglichkeiten im Dienstleistungs- und Kleingewerbe durch Transport, Verarbeitung und Handel ergaben.“

Vor den Römern betrieben bereits die Kelten Bergbau. Sie galten als großes Bergbauvolk und so verwundert es nicht, dass etliche Begriffe des Bergbauwesens von ihnen geprägt worden sind, wie z.B. „isarno“ (= Eisen), „scagadt“ (= Schacht), „mina“ (Mine) oder „clocca“ (= Glocke). Sie verfügten über einen für die damalige Zeit bergbautechnisch hohen Standart. Ihr Siedlungsgebiet und ihre Bergbaukenntnisse bildeten u.a. die Grundlage der Waffenindustrie der römischen Weltmacht. Archäologische Zeugnisse aus dieser Zeit finden sich jedoch nur spärlich.

Zusammenfassung der Kapitel

Der Metallbergbau in Germanien in römischer Zeit: Einleitende Betrachtung der ökonomischen Notwendigkeit der Rohstoffgewinnung und der Kontinuität keltischer Bergbautechniken in der Römerzeit.

1. Eisen: Analyse der massiven Eisenerzgewinnung, der obertägigen Abbauverfahren sowie der Entstehung spezialisierter Industriebezirke in den Mittelgebirgsregionen.

2. Blei: Untersuchung der weit verbreiteten Bleigewinnung, die teilweise den Bedarf der Provinzen deckte, sowie der wirtschaftlichen Bedeutung der Handelswege für Bleibarren.

3. Kupfer: Beschreibung der eher spärlichen archäologischen Nachweise für Kupferbergbau und der spezifischen Nutzung von Azurit-Mineralien in Regionen wie dem Emilianusstollen.

4. weitere Metalle: Zusammenfassung über den Abbau von Edelmetallen wie Silber sowie den begrenzten Abbau von Zinkerzen wie Galmei zur Herstellung von Messing.

Schlüsselwörter

Bergbau, Römische Kaiserzeit, Germanien, Eisenerz, Blei, Kupfer, Metallverarbeitung, Verhüttung, Rohstoffgewinnung, Siedlungsgeschichte, Archäologie, Montanwesen, Galmei, Wirtschaftsstrukturen, Antike.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Gewinnung und Verarbeitung von Metallen in den germanischen Provinzen während der römischen Herrschaft.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Zentrum stehen die wirtschaftlichen Strukturen, die Methoden der Rohstoffgewinnung sowie die logistische Bedeutung der regionalen Metallvorkommen für die römische Armee.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, den Einfluss des Bergbaus auf die regionale Wirtschaftsentwicklung und die Siedlungsstruktur im römischen Germanien nachzuzeichnen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Autorin stützt sich auf eine Auswertung archäologischer Befunde, historischer Quellen und wissenschaftlicher Fachliteratur zur Wirtschaftsgeschichte.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der Metalle Eisen, Blei und Kupfer sowie weiterer Bodenschätze und analysiert deren Abbauorte und Verarbeitungstechniken.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören Bergbau, römische Kaiserzeit, Eisenerz, Blei, Kupfer, Verhüttung und antike Wirtschaftsstrukturen.

Welche Rolle spielten die Kelten beim römischen Bergbau?

Die Kelten gelten als Pioniere des Bergbaus in der Region; viele Fachbegriffe und technische Grundlagen wurden von ihnen übernommen und von den Römern weiterentwickelt.

Warum sind archäologische Nachweise für den Bergbau oft rar?

Viele der antiken Abbaustätten wurden in späteren Epochen erneut genutzt, wodurch die ursprünglichen römischen Überreste zerstört oder überlagert wurden.

Was macht den Emilianusstollen bei Wallerfangen so besonders?

Er gilt als Glücksfall, da die römischen Werkzeugspuren nicht durch spätere Aktivitäten überformt wurden und eine Inschrift eine direkte Zuordnung zu einem Bergwerksbetreiber erlaubt.

Wozu wurde das Zinkerz Galmei in römischer Zeit verwendet?

Es wurde vor allem in der Region Aachen-Stolberg abgebaut und zur Herstellung der Legierung Messing genutzt.

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Details

Title
Eisen – Blei – Kupfer: Der Metallbergbau in Germanien in römischer Zeit
College
University of Koblenz-Landau  (Institut für Geschichte)
Course
Übung: Die Rheinlande in römischer Zeit
Author
Christiane Müller (Author)
Publication Year
2006
Pages
12
Catalog Number
V117130
ISBN (eBook)
9783640191741
ISBN (Book)
9783656280910
Language
German
Tags
Eisen Blei Kupfer Metallbergbau Germanien Rheinlande
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christiane Müller (Author), 2006, Eisen – Blei – Kupfer: Der Metallbergbau in Germanien in römischer Zeit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/117130
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