Das Thema der Endometriose habe ich auserwählt, da ich auf einer gynäkologischen Abteilung arbeite und das Krankheitsbild beinahe täglich präsent ist.
Die Erkrankung, sowohl in der Medizin, als auch in der Bevölkerung, ist wenig bekannt, es vergehen durchschnittlich sieben Jahre im Leben der betroffenen Frauen, bevor die Krankheit den Namen Endometriose erhält. Doch damit sind das Leid und die Schmerzen nicht gebannt. Betroffene Frauen sind auch autonom gefordert, für sich Therapien zu suchen, die viel Geduld benötigen und manchmal nicht Ziel führend sind, da sie auf bestimmte Therapien nicht an-sprechen.
Auch eine gutartige Erkrankung kann die Lebensqualität in einem hohen Maß einschränken.
Meine Arbeit sehe ich in Beratung, Aufklärung und Information über Möglichkeiten der Therapieanwendungen, welche die Frauen für sich am besten nützen können, sowie einem respektvollen Umgang mit der Thematik.
In meiner Arbeit sehe ich die Möglichkeit zur Gesundheitsförderung, bezogen auf die Erkrankung der Endometriose im partizipatorischen sowie ganzheitlichen Ansatz und deren Methode.
Inhaltsverzeichnis
1. Inhaltsverzeichnis
2. Vorwort
3. Einleitung
4. Das Krankheitsbild der Endometriose
4.1. Symptome
5. Ätiologie
6. Behandlung der Endometriose
6.1. Schmerztherapie
6.2. Methoden zur symptomatischen Schmerzbehandlung
6.3. Physikalische Therapie
6.4. Bewegung bringt positive Sinneserfahrung
6.5. Massagen
7. Die klassische Homöopathie – Aktivierung körpereigener Kräfte
8. Pflanzentherapie oder Phytotherapie
9. QI Gong als Therapie
10. Visualisierung
11. Autogenes Training als Therapieansatz
12. Resümee
13. Literatur
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit widmet sich der komplexen Erkrankung Endometriose und untersucht Möglichkeiten der Gesundheitsförderung durch einen ganzheitlichen und partizipatorischen Ansatz. Ziel ist es, Betroffene über verschiedene Therapieoptionen aufzuklären und Wege aufzuzeigen, wie durch Lebensstiländerungen und komplementäre Verfahren die individuelle Lebensqualität trotz der chronischen Belastung verbessert werden kann.
- Krankheitsbild und Ätiologie der Endometriose
- Schmerztherapie und symptomatische Behandlungsmöglichkeiten
- Bedeutung von Ernährung, Bewegung und Körperwahrnehmung
- Komplementärmedizinische Ansätze wie Homöopathie, Phytotherapie und QI Gong
- Entspannungstechniken wie Autogenes Training und Visualisierung
Auszug aus dem Buch
4. Das Krankheitsbild der Endometriose
Die Schulmedizin definiert Endometriose als sichtbare Absiedelungen von Knötchen, Herden oder Geschwülsten, dem Gewebe der Gebärmutterschleimhaut ähnlich – jedoch außerhalb dieses Organs vorkommend (Feministisches Frauen Gesundheits Zentrum 2006, 12). Am häufigsten sind diese Herde im kleinen Becken, zum Beispiel an den Adnexen, den Haltebändern der Gebärmutter, dem tiefsten Punkt zwischen Gebärmutter und Dickdarm, dem so genannten Douglas-Raum, an der äußeren Oberfläche der Gebärmutter, deren Muskulatur und dem Bauchfell. Auch Organe wie Blase, Darm, Lunge und Haut können betroffen sein.
„Der Aufbau der Gebärmutterschleimhaut wird durch Östrogen und Progesteron gesteuert. Diese Hormone werden hauptsächlich in den Eierstöcken gebildet und sind auch in den Herden wirksam.“ (ebda.). Abhängig vom Monatszyklus baut sich das Gewebe der Endometrioseherde ähnlich der Gebärmutterschleimhaut auf und blutet in die Bauchhöhle ab, da es den Körper nicht verlassen kann (ebda.). Durch die Blutansammlung im Körper können Reizungen, Zysten und schmerzhafte Entzündungen entstehen, welche Narbenbildung zur Folge haben (ORF 2005, 10). Eine ungünstige Lokalisation der Endometrioseherde kann zu einer Ruptur und dadurch Streuung von Zellen im Körper führen. „Beginnen die Herde zu wuchern und wachsen in das umliegende Gewebe hinein, kommt es zu Knotenbildungen im Becken, …“, und dadurch kann es zu Lageveränderungen der Organe kommen (Feministisches Frauen Gesundheitszentrum 2006, 12).
Neueste Forschungen schließen auf eine komplexe Erkrankung (ebda.). „Das Wachstum von Endometrioseherden, die von Frau zu Frau individuelle Ausbreitungsgeschwindigkeit und auch mehr oder weniger spontan ausgeprägte Rückbildungsvorgänge haben, werden entscheidend von den Hormonen der Eierstöcke beeinflusst.“ (Keckstein 2005, 10). Neben dem Einfluss der Hormone durch die Eierstöcke sind auch die Blutgefäßversorgung, Vernarbungen, Abkapselungen, lokale Ernährungsbedingungen und das Immunsystem von Bedeutung für den Verlauf der Erkrankung und Erfolg der Behandlung (ebda.).
Zusammenfassung der Kapitel
Vorwort: Das Kapitel erläutert den pflegewissenschaftlichen Hintergrund der Salutogenese und betont die Bedeutung der Ressourcenorientierung in der pflegerischen Begleitung chronisch kranker Patienten.
Einleitung: Es wird die persönliche Motivation der Autorin dargelegt, Frauen mit Endometriose durch Information und einen ganzheitlichen Gesundheitsansatz bei der Selbstbestimmung zu unterstützen.
Das Krankheitsbild der Endometriose: Dieses Kapitel definiert die medizinischen Grundlagen der Erkrankung, die verschiedenen Formen und die aktuellen diagnostischen Klassifikationssysteme.
Symptome: Es werden die vielfältigen physischen und psychischen Beschwerden beschrieben, die mit Endometriose einhergehen und den Alltag der Betroffenen stark beeinflussen können.
Ätiologie: Hier werden verschiedene wissenschaftliche Theorien zur Entstehung der Endometriose sowie der Einfluss von Umweltfaktoren und Ernährung diskutiert.
Behandlung der Endometriose: Das Kapitel beschreibt den schulmedizinischen Standardansatz, bestehend aus operativen Eingriffen und hormoneller Therapie.
Schmerztherapie: Es wird auf die psychologische und physiologische Komponente chronischer Schmerzen eingegangen und das Stufenschema der WHO zur Schmerzbehandlung erläutert.
Methoden zur symptomatischen Schmerzbehandlung: Das Kapitel plädiert für einen interdisziplinären Ansatz aus Schulmedizin und Komplementärmedizin zur Verbesserung der Lebensqualität.
Physikalische Therapie: Es werden verschiedene unterstützende Anwendungen wie Wärme- und Kältebehandlungen vorgestellt, die zur Linderung beitragen können.
Bewegung bringt positive Sinneserfahrung: Hier wird aufgezeigt, wie moderater Sport und Krankengymnastik das Befinden verbessern und den Heilungsprozess unterstützen können.
Massagen: Dieses Kapitel erläutert die Wirkung von speziellen Massagetechniken und Aromatherapie auf die körperliche Entspannung und das Schmerzempfinden.
Die klassische Homöopathie – Aktivierung körpereigener Kräfte: Es wird kurz auf den ganzheitlichen Ansatz der Homöopathie bei der Behandlung des Patienten eingegangen.
Pflanzentherapie oder Phytotherapie: Das Kapitel beschreibt die vier Säulen der pflanzlichen Behandlung und die regulierende Wirkung von Kräutern auf den Hormonhaushalt.
QI Gong als Therapie: Hier wird der Zusammenhang zwischen Qi-Fluss, Disharmonie und körperlichen Symptomen aus Sicht der Traditionellen Chinesischen Medizin dargestellt.
Visualisierung: Es wird die Methode „Wildwuchs“ vorgestellt, bei der durch Tiefenentspannung ein bewussterer Umgang mit der eigenen Körpersprache erlernt wird.
Autogenes Training als Therapieansatz: Dieses Kapitel erklärt die Technik des Autogenen Trainings und wie sie zur Entspannung und Schmerzbewältigung eingesetzt werden kann.
Resümee: Die Autorin fasst ihre Erkenntnisse zusammen und unterstreicht die Notwendigkeit eines interdisziplinären Teams für eine individuelle Patientenbetreuung.
Schlüsselwörter
Endometriose, Gesundheitsförderung, Salutogenese, Schmerztherapie, Komplementärmedizin, Ernährung, Physikalische Therapie, Körperwahrnehmung, Phytotherapie, QI Gong, Autogenes Training, Lebensqualität, Ganzheitlichkeit, Selbsthilfe, Frauengesundheit.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt Endometriose als komplexe chronische Erkrankung und untersucht Möglichkeiten, wie Frauen durch einen ganzheitlichen Gesundheitsansatz ihre Lebensqualität verbessern können.
Welche Themenfelder stehen im Mittelpunkt?
Die zentralen Themen sind das medizinische Krankheitsbild, die Schmerzbewältigung, die Bedeutung der Ernährung, Bewegung sowie verschiedene komplementärmedizinische und entspannungstherapeutische Ansätze.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Das Ziel ist die Aufklärung über Beratungsmöglichkeiten und Therapieoptionen jenseits der reinen Schulmedizin, um Betroffene zur Selbstverantwortung und aktiven Gesundheitsförderung zu befähigen.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und der Verknüpfung von pflegewissenschaftlichen Konzepten der Salutogenese mit medizinischen und komplementärmedizinischen Erkenntnissen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil analysiert das Krankheitsbild, beleuchtet ätiologische Theorien und stellt ein breites Spektrum an komplementären Therapiemethoden von Massagen bis hin zu Entspannungstechniken vor.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Endometriose, Gesundheitsförderung, Salutogenese, Schmerztherapie, Ganzheitlichkeit und Selbstbestimmung.
Welche Rolle spielen Ernährung und Lebensstil bei der Endometriose?
Laut der Arbeit kann eine Umstellung auf nährstoffreiche Ernährung und regelmäßige Bewegung entzündliche Prozesse im Körper reduzieren und das allgemeine Wohlbefinden sowie die Stressresistenz fördern.
Wie kann das Autogene Training bei Endometriose helfen?
Es dient der Tiefenentspannung von Körper und Psyche. Spezielle Formeln können helfen, Verspannungen im Unterleib zu lösen und so zu einer Linderung in schmerzfreien Zeiten beitragen.
- Citation du texte
- Akademische Gesundheitsbildnerin Anneliese Winkler (Auteur), 2007, Endometriose als komplexe Erkrankung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/117161