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Fundamentale Methoden der Unternehmensbewertung und ihre Grenzen

Title: Fundamentale Methoden der Unternehmensbewertung und ihre Grenzen

Seminar Paper , 2006 , 24 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Diplom-Kaufmann Marco Scheffler (Author)

Business economics - Banking, Stock Exchanges, Insurance, Accounting
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„Im Rahmen einer Unternehmensbewertung wird einem wirtschaftlichen Ganzen (…) eine numerische Größe(nornung) zugewiesen, die aus der Perspektive des Bewertungszeitpunkts den Nutzen dieses wirtschaftlichen Ganzen repräsentiert.“
Das Gebiet der Unternehmensbewertung ist auf Grund veränderter Anforderungen der letzten Jahrzehnte, durch eine Vielzahl unterschiedlicher Methoden gekennzeichnet. Während bis in die sechziger Jahre des 20. Jahrhunderts die objektive Unternehmensbewertung dominierte, wonach der Wert einer Unternehmung objektiv bestimmbar und damit unabhängig vom Zweck der Bewertung und den Interessen des Investors war, hat sich ab der Mitte der sechziger Jahre die subjektive Unternehmensbewertung in Theorie und Praxis durchgesetzt. Danach hat das Unternehmen einen eigenen spezifischen Wert, der nur durch individuelles Werteempfinden erklärbar ist. Mit der Weiterentwicklung Mitte der siebziger Jahre zur funktionalen Unternehmensbewertung, wonach das Unternehmen nicht nur für jeden Bewertungsinteressenten einen spezifischen Wert hat, sondern auch für ein und dasselbe Subjekt je nach Aufgabenstellung einen unterschiedlichen Wert haben kann, wurde die Zweckabhängigkeit zum zentralen Prinzip der Unternehmensbewertung.
Weitere veränderte Anforderungen ergeben sich aus der zunehmenden Globalisierung der Märkte und damit verbundenen Unternehmenszusammenschlüssen, der Nachfolgersuche, der besonders in Deutschland aus Altergründen ausscheidenden Unternehmer und dem Börsengang von Unternehmen. Altbundeskanzler Helmut Schmidt äußerte einmal treffend: „Da werden Unternehmen im Handumdrehen gekauft und verkauft, als handelt sich es um Gebrauchtwagen.“
Ausgehend von den Anlässen und Funktionen der Unternehmensbewertung in Kapitel 2, wird ein Überblick über die Methoden der Unternehmensbewertung im Kapitel 3 geschaffen, wobei die in der Praxis angewandten Methoden nicht vernachlässigt werden. Ein weiteres Hauptanliegen dieser Arbeit wird in Kapitel 4 die Grenzen der vorgestellten Methoden aufzuzeigen. Das Schlusskapitel gibt einen Ausblick auf mögliche zukünftige Entwicklungen der Unternehmensbewertung und eine Auseinandersetzung des Autors mit den Erkenntnissen der Arbeit.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einführung

2 Anlässe und Funktionen der Unternehmensbewertung

3 Methoden der Unternehmensbewertung

3.1 Bestandsorientierte Ansätze

3.1.1 Substanzwertverfahren

3.1.2 Liquidationswertverfahren

3.2 Flussorientierte Ansätze

3.2.1 Ertragswertverfahren

3.2.2 Discounted-Cash-Flow-Ansätze

3.3 Kombinative Ansätze

3.3.1 Mittelwertverfahren

3.3.2 Übergewinnverfahren

3.3.3 Economic-Value-Added-Ansatz

3.4 Relative Ansätze

3.4.1 Vergleichbare Transaktionen

3.4.2 Marktwert- und Leistungsvergleiche (Market Multiples, Multiplikatoren)

4 Grenzen der Unternehmensbewertung

4.1 Grenzen der bestandsorientierten Ansätze

4.2 Grenzen der flussorientierten Ansätze

4.3 Grenzen der kombinativen und relativen Ansätze

5 Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit setzt sich mit den theoretischen Grundlagen der Unternehmensbewertung auseinander, indem sie eine Vielzahl existierender Bewertungsverfahren systematisiert und deren zentrale Grenzen kritisch beleuchtet. Ziel ist es, dem Leser einen fundierten Überblick über die Einsetzbarkeit und die methodischen Schwächen der verschiedenen Ansätze zu vermitteln.

  • Systematik der Bewertungsanlässe und -funktionen
  • Kategorisierung von Bewertungsverfahren (bestands-, fluss-, kombinative und relative Ansätze)
  • Analyse der Grenzen bei der Wertermittlung
  • Diskussion der Herausforderungen bei Unternehmen der "New Economy"
  • Zukunftstrends und Dynamisierung der Unternehmensbewertung

Auszug aus dem Buch

3.1.2 Liquidationswertverfahren

Bei der Wertermittlung mit dem Liquidationsverfahren wird von einer Zerschlagung unter Zeitdruck oder von einer Liquidation des Unternehmens ausgegangen. Der Liquidationswert wird aber auch als die absolute Preisuntergrenze eines Unternehmens bezeichnet, da er der bei Liquidation erzielbaren Summe aller Einzelveräußerungspreise der Vermögensgüter abzüglich der Schulden und der Abwicklungskosten (z.B. Altlastenbeseitigung, Sozialplan) entspricht. Im Vorfeld ist dabei zu prüfen, ob einzelne Betriebseinheiten veräußert werden können, die einen Preis erzielen, der über dem Einzelverkaufspreis liegt. In der Zukunft erzielbare Liquidationserlöse einzelner Gegenstände sind auf den Bewertungsstichtag abzudiskontieren. Aufgrund der zu schätzenden Faktoren Zerschlagungsintensität und Zerschlagungsgeschwindigkeit, kann der Liquidationswert erheblich differieren. Die Zerschlagungsintensität gibt dabei den Grad an, inwieweit Kombinationen von Gegenständen ungeteilt verkauft werden können. Da der Liquidationswert die Wertuntergrenze eines Unternehmens darstellt, ist die Weiterführung des Unternehmens ökonomisch nicht mehr sinnvoll, wenn der Liquidationswert höher ist als sein Fortführungswert.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einführung: Hinführung zum Thema der Unternehmensbewertung und Darstellung des Wandels von objektiven zu zweckabhängigen Bewertungsansätzen.

2 Anlässe und Funktionen der Unternehmensbewertung: Analyse der verschiedenen Bewertungssituationen wie Kauf/Verkauf, Börsengänge oder Sanierungen und deren Zuordnung zu spezifischen Bewertungsfunktionen.

3 Methoden der Unternehmensbewertung: Detaillierte Darstellung der vier Hauptkategorien von Bewertungsverfahren, inklusive bestands-, fluss-, kombinativer und relativer Ansätze.

4 Grenzen der Unternehmensbewertung: Kritische Untersuchung der methodischen Schwächen bei der Anwendung der vorgestellten Verfahren, insbesondere im Kontext dynamischer Märkte und der "New Economy".

5 Fazit und Ausblick: Zusammenfassende Einschätzung der Zukunft der Unternehmensbewertung mit Fokus auf eine stärkere Dynamisierung und Berücksichtigung neuer Standards.

Schlüsselwörter

Unternehmensbewertung, Substanzwertverfahren, Liquidationswertverfahren, Ertragswertverfahren, Discounted-Cash-Flow, WACC, Economic-Value-Added, Multiplikatoren, Marktwert, Finanzkennzahlen, Unternehmenswert, New Economy, Kapitalisierung, Bewertungsanlässe, Methodenvergleich

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den fundamentalen Methoden der Unternehmensbewertung und untersucht deren praktische Anwendung sowie die ihnen innewohnenden Grenzen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Arbeit gliedert sich in die Systematik der Bewertungsmethoden (unterteilt in bestands-, fluss-, kombinative und relative Ansätze) sowie die kritische Reflexion dieser Methoden bei der Wertermittlung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, eine systematische Übersicht über Bewertungsverfahren zu geben und die Grenzen dieser Verfahren aufzuzeigen, um ein besseres Verständnis für die Komplexität und Subjektivität der Unternehmensbewertung zu schaffen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse bestehender betriebswirtschaftlicher Standards, Verfahren und kritischer Diskussionen aus der Finanzwissenschaft.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden detailliert die verschiedenen Bewertungsverfahren vorgestellt, von Substanz- und Ertragswertverfahren bis hin zu komplexen DCF-Modellen und relativen Bewertungsansätzen wie Multiplikatoren.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit wird vor allem durch Begriffe wie Unternehmensbewertung, Substanzwert, DCF, Marktwert, Economic-Value-Added und die kritische Analyse methodischer Grenzen charakterisiert.

Warum spielt die Unterscheidung zwischen Wert und Preis eine Rolle?

Der Autor betont, dass der methodisch ermittelte "Wert" eines Unternehmens lediglich eine Schätzung auf Basis betriebswirtschaftlicher Kriterien darstellt, während der "Preis" durch Marktdaten und Verhandlungen bestimmt wird und erheblich vom Wert abweichen kann.

Wie unterscheidet sich der Economic-Value-Added-Ansatz von anderen Verfahren?

Der EVA-Ansatz konzentriert sich auf die interne Steuerung und zeigt den Mehrwert eines Unternehmens als Differenz zwischen der Rendite des investierten Kapitals und den gewogenen Kapitalkosten auf.

Warum stoßen herkömmliche Verfahren bei der "New Economy" an ihre Grenzen?

Bei jungen Unternehmen fehlen häufig verlässliche Vergangenheitsdaten (wie Gewinne oder Umsatzhistorie) und neue Geschäftsmodelle machen Vergleiche mit bestehenden Branchenstrukturen schwierig, was eine präzise Prognose erschwert.

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Details

Title
Fundamentale Methoden der Unternehmensbewertung und ihre Grenzen
College
University of Rostock
Grade
1,7
Author
Diplom-Kaufmann Marco Scheffler (Author)
Publication Year
2006
Pages
24
Catalog Number
V117164
ISBN (eBook)
9783640194513
ISBN (Book)
9783640194568
Language
German
Tags
Fundamentale Methoden Unternehmensbewertung Grenzen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Diplom-Kaufmann Marco Scheffler (Author), 2006, Fundamentale Methoden der Unternehmensbewertung und ihre Grenzen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/117164
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