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Die Kammermusik von Johannes Brahms

Das Klaviertrio Nr.1 op. 8 - Ein Werk mit zwei Geschichten

Title: Die Kammermusik von Johannes Brahms

Seminar Paper , 2008 , 20 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Marie-Christin Heene (Author)

Musicology - Miscellaneous
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Summary Excerpt Details

Das Klaviertrio Nr. 1 für Klavier, Violine und Violoncello in H-Dur op. 8 nimmt in Brahm's Schaffen einen besonderen Stellenwert ein. Zwischen 1853 und 1890 entstanden zwei verschiedene Fassungen.
Das Augenmerk dieser Arbeit liegt zunächst auf dem gattungsgeschichtlichen und biografischen Kontext der Erstfassung. Nur so kann man nachvollziehen, welche Bedeutung das Werk für Johannes Brahms selbst gehabt haben muss, so dass er es später noch einmal komplett überarbeitete und trotzdem beide Fassungen gleichberechtigt nebeneinander existieren ließ.
Ein kurzer Exkurs der Arbeit beschäftigt sich dann näher mit dem Verhältnis Brahms zur literarischen bzw. musikalischen Romantik mit besonderem Schwerpunkt auf die literarische Figur Johannes Kreisler von E.T.A. Hoffmann, die Brahms als Pseudonym für etliche Jugendwerke, auch des Klaviertrios Nr. 1 anstelle seines Namens voranstellte und die Frühfassung von der späten Version so entscheidend abgrenzt. Den Kern der Arbeit bilden dann die Analyse der Spätfassung und der Vergleich zur frühen Fassung. So kann man einzigartige Rückschlüsse auf die Entwicklung der Brahmsschen Kompositionsweise ziehen und das Verhältnis zum Alter Ego Kreisler aus der Sicht des reifen Brahms untersuchen.
Zum Schluss werden die wichtigsten Erkenntnisse dieser Arbeit zusammengefasst und auf die heute noch bestehende Problematik dieses Ausnahme-Werkes, besonders den Umgang mit beiden Fassungen, näher eingegangen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Gattungsgeschichtlicher und Biografischer Kontext der Erstfassung op. 8

1.1 Die Gattung Klaviertrio

1.2 Entstehungsgeschichte

1.3 Uraufführung und frühe Rezeption

2 Brahms (literarische) Jugendliebe: Johannes Kreisler

3 Analyse der Spätfassung op. 8

3.1 Entstehungsgeschichte der Spätfassung

3.2 Formanalytische Untersuchung

3.2.1 Erster Satz

3.2.2 Zweiter Satz

3.2.3 Dritter Satz

3.2.4 Vierter Satz

4 Vergleich zwischen Früh- und Spätfassung

5 Resümee

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die zwei existierenden Fassungen des Klaviertrios Nr. 1 op. 8 von Johannes Brahms. Ziel ist es, die gattungsgeschichtlichen Hintergründe zu beleuchten, die künstlerische Identität des jungen Brahms im Kontext der Figur Johannes Kreisler zu analysieren und die kompositionsgeschichtliche Entwicklung sowie die formalen Unterschiede zwischen der Früh- und Spätfassung herauszuarbeiten.

  • Biografischer Kontext und gattungsgeschichtliche Einordnung des Klaviertrios.
  • Die literarische Figur Johannes Kreisler als Pseudonym und ästhetischer Einfluss.
  • Detaillierte formanalytische Untersuchung der Spätfassung (1890).
  • Vergleichende Analyse der Revisionen zwischen der Fassung von 1854 und 1891.
  • Entwicklung von Brahms’ Kompositionsweise vom frühen zum reifen Meister.

Auszug aus dem Buch

Brahms (literarische) Jugendliebe: Johannes Kreisler

Brahms komponierte besonders nach Einfällen, die durch Lesen romantischer Literatur wie E.T.A. Hoffmann usw. entstanden. Das für Brahms’ künstlerische Identität und Bildung neben den Werke von Hoffmann besonders auch die Werke von Jean Paul, Novalis und Goethe von entscheidender Bedeutung waren, belegt u.a. die von ihm selbst angelegte poetisch-philosophische Anthologie mit dem Titel „Des jungen Kreislers Schatzkästlein“.

Außerdem versah er seine frühen Kompositionen häufig mit Pseudonymen. Kreisler jun. ist mit Sicherheit das Bekannteste, doch für den Verleger Alwin Cranz in Hamburg soll Brahms einige zweihändige und vierhändige Fantasien über Volksliedmelodien unter dem Pseudonym G.W. Marks angefertigt haben. Das Problem dieser Namensbildung ist aber noch nicht geklärt, da auch bei C.F. Peters, bei Hofmeister und bei Bote & Bock Werke unter G.W. Marks erschienen. Des Weiteren gibt es noch das Pseudonym Karl Würth, unter welchem er vor allem in den vierziger und frühen fünfziger Jahren des 19. Jahrhunderts Instrumentalmusik komponierte, wovon aber nichts erhalten blieb.

In den 1850er Jahren signierte Brahms seine Musikautographen mit besonderer Vorliebe mit dem Namen von E.T.A. Hoffmanns literarischem Charakter, den Kapellmeister Johannes Kreisler. Dies ist sicherlich sowohl Ausdruck eines letzten Bedenkens mit eigenen Kompositionen in die Öffentlichkeit zu treten als auch die Vorliebe für das Spielen mit Masken und Anspielungen. Natürlich kann man es aber auch als Hinweis des Komponisten sehen, der sich als Künstler mit der Epoche der Romantik identifiziert, insbesondere mit den literarischen Künstlerfiguren der deutschen Romantik.

Zusammenfassung der Kapitel

Gattungsgeschichtlicher und Biografischer Kontext der Erstfassung op. 8: Untersuchung der historischen Etablierung des Klaviertrios und des spezifischen Entstehungskontextes unter dem Einfluss von Robert Schumann.

Brahms (literarische) Jugendliebe: Johannes Kreisler: Analyse der Identifikation von Brahms mit der literarischen Figur Kreislers und der Verwendung von Pseudonymen in der Frühzeit.

Analyse der Spätfassung op. 8: Detaillierte Betrachtung der Entstehungsgründe für die Revision im Jahr 1889 sowie formanalytische Darstellung der vier Sätze.

Vergleich zwischen Früh- und Spätfassung: Gegenüberstellung der strukturellen, harmonischen und inhaltlichen Änderungen, die Brahms bei der Überarbeitung des Werkes vorgenommen hat.

Resümee: Reflexion über die Bedeutung der zwei Fassungen und die künstlerische Reifeentwicklung von Brahms.

Schlüsselwörter

Johannes Brahms, Klaviertrio op. 8, Kammermusik, Erstfassung, Spätfassung, Johannes Kreisler, E.T.A. Hoffmann, Formanalyse, Musikgeschichte, Kompositionsweise, Revision, Romantik, Clara Schumann, Sonatensatzform, Musikalische Entwicklung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Klaviertrio Nr. 1 op. 8 von Johannes Brahms und beleuchtet dessen zwei völlig unterschiedliche Fassungen aus den Jahren 1854 und 1891.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Arbeit fokussiert sich auf die Musikgeschichte, die musikalische Ästhetik des jungen Brahms, die Bedeutung literarischer Einflüsse sowie die formanalytische Gegenüberstellung von Werkfassungen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, den Transformationsprozess des Werkes und des Komponisten selbst aufzuzeigen, indem die Unterschiede zwischen dem ungestümen Frühwerk und der reifen Spätfassung explizit herausgearbeitet werden.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewandt?

Es handelt sich um eine historisch-musikwissenschaftliche Analyse, die Korrespondenzstudien, literarische Kontextualisierung und formanalytische Methoden (z.B. Sonatensatzform) kombiniert.

Was steht im Hauptteil der Untersuchung im Zentrum?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Analyse der Spätfassung sowie einen direkten Vergleich mit der Erstfassung, unter besonderer Berücksichtigung der von Brahms vorgenommenen Kürzungen und Umgestaltungen.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit am besten charakterisieren?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Brahms, Klaviertrio, Kreisler-Pseudonym, Musikästhetik und formale Revision definiert.

Warum spielt die Figur des Johannes Kreisler in der Arbeit eine so große Rolle?

Kreisler dient als Schlüssel zum Verständnis des frühen Brahms, der sich mit dieser romantischen Künstlerfigur identifizierte, was sowohl sein Pseudonym als auch seine kompositorische Ästhetik jener Zeit maßgeblich prägte.

Wie unterscheidet sich die Spätfassung formal von der Erstfassung?

Die Spätfassung ist kompakter, harmonisch geschlossener und vermeidet die abrupten Kontraste der Frühfassung, wobei Brahms unter anderem explizite Zitate wie Schuberts "Am Meer" entfernte.

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Details

Title
Die Kammermusik von Johannes Brahms
Subtitle
Das Klaviertrio Nr.1 op. 8 - Ein Werk mit zwei Geschichten
College
University of Leipzig  (Institut für Musikwissenschaft)
Course
Die Kammermusik von Johannes Brahms
Grade
1,0
Author
Marie-Christin Heene (Author)
Publication Year
2008
Pages
20
Catalog Number
V117256
ISBN (eBook)
9783640196838
ISBN (Book)
9783640205196
Language
German
Tags
op. 8 Johannes Brahms Kreisler E.T.A. Hoffmann Kammermusik Klaviertrio
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Marie-Christin Heene (Author), 2008, Die Kammermusik von Johannes Brahms, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/117256
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