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Einstellungen gegenüber Ausländern bei Grundschulkindern - Eine empirische Untersuchung

Titre: Einstellungen gegenüber Ausländern bei Grundschulkindern - Eine empirische Untersuchung

Thèse de Bachelor , 2007 , 61 Pages , Note: 1,7

Autor:in: Anne-Kathrin Busé (Auteur)

Pédagogie - Sociologie pédagogique
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Résumé Extrait Résumé des informations

Bei dieser Arbeit geht es grob um die Frage, wie Grundschulkinder ihre ausländischen Mitmenschen wahrnehmen. Je früher man fremdenfeindliche Tendenzen beim Menschen aufdeckt, desto eher kann man etwas gegen sie unternehmen und vielleicht der Entwicklung einer tiefer sitzenden Fremdenfeindlichkeit und damit schlimmstenfalls verbundenen Gewalttaten vorbeugen. Berücksichtigt werden in dt. Studien zu fremdenfeindlichen Einstellungen in der Regel nur Menschen im Alter ab 14 J. Die Schwerpunktsetzung in der Literatur zu Fremdenfeindlichkeit liegt vor allem auf dem Jugendalter. Auffällig ist, dass die Betrachtung von Grundschulkindern in Literatur und Forschung allgemein zu kurz kommt. Nach Meinung der Autorin ist es sinnvoll, wenn man einem so zentralen Problem wie Fremdenfeindlichkeit begegnen will, so früh wie möglich anzusetzen mit den Untersuchungen. In der Literatur wir immer wieder die enge ursächliche Verbindung zwischen fremdenfeindlichen Einstellungen und diskriminierendem Verhalten betont. Fremdenfeindlichkeit beginnt nicht erst mit der Gewalttat, sondern auch fremdenfeindliche Einstellungen dürfen nicht unbeachtet bleiben. Dass bspw. Grundschulkinder kaum fremdenfeindliche Gewalttaten begehen, heißt nicht, dass sie nicht auch bereits Vorurteile haben. Auch sie haben es mit „kultureller Vielfalt“ zu tun. Meine persönlichen Erfahrungen bestätigen, dass auch Kinder andere schon als „anders“ und „Fremde“ zum Teil mit Furcht wahrnehmen. Wenn man auch aus Vorurteilen der Kinder gegenüber anderen nicht unbedingt automatisch auf spätere Gewalttaten schließen kann, so kann man diese Gefahr jedoch auch nicht ausschließen und sollte schon im Grundschulalter möglicherweise problematischen Entwicklungen entgegenwirken. Dazu ist es jedoch zunächst einmal nötig, die Einstellungen von Kindern gegenüber „Ausländern“ herauszufinden. Hierum geht es bei der empirischen Untersuchung zur beschriebenen Arbeit. In dieser Arbeit werden zunächst allgemeine Erkenntnisse und Erklärungsansätze zum Phänomen der Fremdenfeindlichkeit in Deutschland dargelegt und wichtige Begriffe geklärt. Da es sich bei Fremdenfeindlichkeit um ein recht schwer messbares Konstrukt handelt, wird zudem beschrieben, auf welchen Indikatoren und Verfahren die Ergebnisse des empirischen Teils der Arbeit beruhen und wie die Ergebnisse ausgewertet werden. Am Ende werden die Ergebnisse der Untersuchung dann zusammengefasst dargestellt und ausgewertet.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

0 Einleitung

1 Theoretischer Hintergrund: Fremdenfeindlichkeit in Deutschland

1.1 Begriffliche Abgrenzungen

1.1.1 Rechtsextremismus

1.1.2 Rassismus

1.1.3 Ausländerfeindlichkeit

1.1.4 Fremdenfeindlichkeit

1.1.5 Fazit: Welcher Begriff soll hier verwendet werden?

1.2 Allgemeine Erkenntnisse zum Problem „Fremdenfeindlichkeit“

1.2.1 Ausmaß von „Fremdenfeindlichkeit“ in Deutschland

1.2.2 „Fremdenfeindlichkeit“ als Problem der Mitte

1.3 Erklärungsansätze für das Phänomen der Fremdenfeindlichkeit

1.3.1 Persönlichkeitsspezifische und andere individuelle psychologische Faktoren als Ursache von Fremdenfeindlichkeit

1.3.2 Nationalbewusstsein als Ausgangspunkt von Fremdenfeindlichkeit

1.3.3 Fremdenfeindlichkeit als Folge gesellschaftlicher Entwicklungen

1.3.4 Interessenskonflikte als Ursache von Fremdenfeindlichkeit

2 Einstellungen gegenüber Ausländern bei Grundschulkindern

3 Methodische Herangehensweise der empirischen Untersuchung

3.1 Die Datenerhebung

3.2 Der Fragebogen

3.2.1 Aufbau des Fragebogens

3.2.2 Indikatoren für fremdenfeindliche Einstellungen

3.2.3 Wer ist mit „Ausländer“ gemeint?

3.2.4 Auswertung des Fragebogens

3.3 Die Untersuchungspopulation und das Untersuchungsfeld

4 Darstellung der Ergebnisse der Befragung

4.1 Ablauf der Befragung

4.2 Gesamtüberblick über die Ergebnisse der Erhebung

4.3 Fremdenfeindliche Einstellungen innerhalb der Klasse

4.4 Betrachtung einzelner Merkmale

4.4.1 Index „Fremdenfeindlichkeit“ und Geschlecht

4.4.2 Index „Fremdenfeindlichkeit“ und Migrationshintergrund

4.4.3 Index „Fremdenfeindlichkeit“ und Beschäftigungssituation der Eltern

4.4.4 Index „Fremdenfeindlichkeit“ und Freundschaften mit Ausländern

5 Schlussgedanken

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, die Forschungslücke bezüglich der Einstellungen von Grundschulkindern gegenüber ausländischen Mitmenschen zu schließen und zu untersuchen, ob bereits in diesem Alter fremdenfeindliche Tendenzen existieren sowie welche sozio-demographischen Faktoren diese beeinflussen.

  • Empirische Untersuchung von Einstellungen gegenüber Ausländern bei Kindern im Grundschulalter.
  • Analyse theoretischer Hintergründe und Ursachen von Fremdenfeindlichkeit in Deutschland.
  • Überprüfung von Einflussfaktoren wie Geschlecht, Migrationshintergrund, Beschäftigung der Eltern und soziale Kontakte.
  • Diskussion pädagogischer Konsequenzen für die interkulturelle Erziehung in der Grundschule.

Auszug aus dem Buch

1.1 Begriffliche Abgrenzungen

In der Literatur zu den Themen Fremdenfeindlichkeit und Rechtsextremismus besteht eine Vielzahl an verwendeten Begriffen für ein und dasselbe Phänomen. Häufig wird kritisiert, dass dabei die einzelnen Autoren ihre verwendeten Begriffe nicht eindeutig definieren (vgl. u.a. Butterwegge, S. 9-13; Kleinert, S. 12-15). Um in diesem Zusammenhang also ein wenig begriffliche Klarheit für die vorliegende Arbeit zu schaffen, wird im folgenden der Begriff „Fremdenfeindlichkeit“ näher erläutert und begrifflich abgegrenzt von verwandten Begriffen wie „Ausländerfeindlichkeit“, „Rassismus“ und „Rechtsextremismus“, die in der Literatur oftmals synonym verwendet bzw. nicht sauber getrennt werden (vgl. Decker/Brähler, S. 11; Kleinert, S. 82-86 ; Butterwegge, S. 15).

Als „rechtsextrem“ werden Bestrebungen, Personen und Organisationen bezeichnet, die meist unter Androhung bzw. Anwendung von Gewalt „versuchen, demokratische Grundrechte einzuschränken bzw. abzuschaffen, in der Regel sozial benachteiligte, sich aufgrund phänotypischer Merkmale wie Hautfarbe, Körperbau oder Haarbeschaffenheit, der Herkunft, weltanschaulichen, religiösen oder sexuellen Orientierung nach unterscheidbare, von der ‚Standardnorm’ abweichende Minderheiten auszugrenzen, auszuweisen oder – im Extremfall – auszurotten und jene Kräfte zu schwächen bzw. auszuschalten, die sich für deren Integration, das Ziel der gesellschaftlichen Emanzipation und Maßnahmen demokratischer Partizipation einsetzen“ (Butterwegge, S. 27). Rechtsextreme lehnen Prinzipien wie Freiheit und Gleichheit für alle Menschen ab (vgl. Wahl, S. 10). Der Wert eines Menschen wird an die ethnische Zugehörigkeit gebunden (vgl. Kleinert, S. 97-98).

Zusammenfassung der Kapitel

0 Einleitung: Die Einleitung stellt die Motivation dar, das bisher in der Forschung kaum berücksichtigte Grundschulalter hinsichtlich fremdenfeindlicher Tendenzen zu untersuchen.

1 Theoretischer Hintergrund: Fremdenfeindlichkeit in Deutschland: Dieses Kapitel klärt die zentralen Begriffe, beleuchtet das Ausmaß des Phänomens und diskutiert verschiedene wissenschaftliche Erklärungsansätze für Fremdenfeindlichkeit.

2 Einstellungen gegenüber Ausländern bei Grundschulkindern: Hier wird die Relevanz des Themas für Grundschulkinder begründet und die konkrete wissenschaftliche Fragestellung der Arbeit formuliert.

3 Methodische Herangehensweise der empirischen Untersuchung: Das Kapitel beschreibt das quantitative Untersuchungsdesign, die Konzeption des Fragebogens sowie die Zielgruppe und die Durchführung der Befragung.

4 Darstellung der Ergebnisse der Befragung: Dieses Kapitel präsentiert und interpretiert die Ergebnisse der empirischen Studie, differenziert nach verschiedenen Merkmalen wie Geschlecht, Herkunft und sozialem Umfeld.

5 Schlussgedanken: Das abschließende Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen und leitet daraus pädagogische Konsequenzen für die interkulturelle Arbeit in der Grundschule ab.

Schlüsselwörter

Fremdenfeindlichkeit, Grundschulkinder, Rassismus, Rechtsextremismus, Ausländerfeindlichkeit, Empirische Untersuchung, Fragebogen, interkulturelle Erziehung, Vorurteile, Diskriminierung, Migrationshintergrund, Sozialisation, Einstellungen, pädagogische Konsequenzen, kulturelle Vielfalt.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Bachelorarbeit beschäftigt sich mit den Einstellungen von Kindern im Grundschulalter gegenüber Ausländern und untersucht, ob bereits bei dieser Altersgruppe fremdenfeindliche Tendenzen vorhanden sind.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Arbeit behandelt die theoretischen Hintergründe von Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Rechtsextremismus, die methodische Erhebung empirischer Daten sowie die Analyse von Einflussfaktoren auf kindliche Einstellungsbildung.

Was ist das primäre Ziel der Studie?

Das primäre Ziel ist es, die bestehende Lücke in der Forschung zu schließen, da das Grundschulalter bisher kaum bei der Untersuchung von fremdenfeindlichen Einstellungen berücksichtigt wurde.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wurde ein quantitatives Untersuchungsdesign gewählt, das auf einer standardisierten schriftlichen Gruppenbefragung basiert, um die Einstellungen der Kinder messbar zu machen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Auseinandersetzung mit dem Phänomen Fremdenfeindlichkeit, die methodische Vorgehensweise bei der Befragung sowie die detaillierte Darstellung und Auswertung der erhobenen Daten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den zentralen Begriffen gehören Fremdenfeindlichkeit, Grundschulkinder, interkulturelle Erziehung, Diskriminierung, Vorurteile und Migrationshintergrund.

Wie wurde der Grad der Fremdenfeindlichkeit bei den Kindern gemessen?

Die Autorin hat einen fünfstufigen Index „Fremdenfeindlichkeit“ konstruiert, der auf der Bewertung verschiedener Aussagen durch die Kinder basiert.

Welchen Einfluss haben Freundschaften zu Ausländern auf das Ergebnis?

Die Ergebnisse zeigen, dass Kinder, die persönliche Kontakte und Freundschaften zu Ausländern haben, dazu tendieren, weniger fremdenfeindlich eingestellt zu sein.

Bestätigen die Ergebnisse die Annahme, dass Fremdenfeindlichkeit erst im Jugendalter entsteht?

Nein, die Untersuchung zeigt, dass Kinder bereits im Grundschulalter Vorurteile gegenüber „Fremden“ entwickeln, auch wenn sie keine Gewalttaten begehen.

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Résumé des informations

Titre
Einstellungen gegenüber Ausländern bei Grundschulkindern - Eine empirische Untersuchung
Université
Humboldt-University of Berlin  (Erziehungswissenschaften (Abteilung Grundschulpädagogik))
Cours
Modul: Bachelorarbeit
Note
1,7
Auteur
Anne-Kathrin Busé (Auteur)
Année de publication
2007
Pages
61
N° de catalogue
V117298
ISBN (ebook)
9783640199334
ISBN (Livre)
9783640205257
Langue
allemand
mots-clé
Einstellungen Ausländern Grundschulkindern Eine Untersuchung Modul Bachelorarbeit
Sécurité des produits
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Citation du texte
Anne-Kathrin Busé (Auteur), 2007, Einstellungen gegenüber Ausländern bei Grundschulkindern - Eine empirische Untersuchung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/117298
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Extrait de  61  pages
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