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Repräsentation und Konstitution sozialer Strukturen - die Rolle der Sprache bei Pierre Bourdieu

Title: Repräsentation und Konstitution sozialer Strukturen - die Rolle der Sprache bei Pierre Bourdieu

Seminar Paper , 2002 , 16 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Hans Kalt (Author)

Sociology - Social System and Social Structure
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Die Arbeit zeigt den Zusammenhang von Bourdieus Habitus-, Kapitaltheorie und der Rolle der Sprache für die Konstitution sozialer Strukturen. Dabei wird ebenfalls die Bedeutung der Bourdieuschen Theorie für die Erklärung unterschiedlicher Bildungschancen reflektiert. Bourdieus Theorie gilt als eine der prominentesten zur Erklärung sozialer Ungleichheit.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Vorbemerkung

2. Sprache als Kapital

2. 1. Das Objekt „ Sprache“

2. 2. Der Kapitalbegriff Bourdieus

3. Die Ökonomie des sprachlichen Tauschs

3. 1. Die ökonomische Funktion des Sprechens

3. 2. Der Zusammenhang von Sprache, Bildung und Sozialstruktur

4. Sprache und symbolische Macht

4. 1. Die Theorie der Sprechakte

4. 2. Repräsentation und Konstitution der Sozialstruktur

5. Schlussbemerkung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den sprachsoziologischen Ansatz von Pierre Bourdieu, um dessen Bedeutung für das Verständnis sozialer Strukturen, die Kapital- und Habituskonzepte sowie die performative Kraft sprachlicher Äußerungen aufzuzeigen.

  • Verortung des Bourdieuschen Ansatzes in der Sprachsoziologie
  • Analyse von Sprache als kulturellem Kapital und dessen Auswirkungen auf Bildungschancen
  • Untersuchung der Ökonomie des sprachlichen Tauschs und der Rolle des Marktes
  • Erklärung der symbolischen Macht und der performativen Aspekte von Sprache
  • Reflexion über Repräsentation und Konstitution der sozialen Wirklichkeit durch Sprache

Auszug aus dem Buch

4. 2. Repräsentation und Konstitution der Sozialstruktur

Bourdieus These von der Präsenz der Sozialstruktur in der Struktur der Verteilung des Sprachkapitals wurde bereits erläutert, ebenso die strukturreproduzierenden Mechanismen, die sich im Zusammenhang mit den Bildungsinstitutionen und den weiteren Kapitalformen aufzeigen lassen. Unter Berücksichtigung der „ neukantianischen Theorie“ lässt sich die Funktion der Sprache noch in anderer Hinsicht grundlegend fassen, nämlich als erkenntnistheoretisches Medium ( vgl. auch 2. 1. erster Teil ). Bourdieu beschreibt jenes Phänomen wie folgt:

„ Über die Strukturierung der Wahrnehmung, die die sozialen Akteure von der sozialen Welt haben , trägt das Benennen zur Strukturierung dieser Welt selbst bei, und zwar um so grundlegender , je allgemeiner es anerkannt [ Hervorhebung R. B. ], das heißt autorisiert ist.“

Bourdieu geht also von der schon seit Schleiermacher und Humboldt bekannten „ Macht der Sprache“ als wirklichkeitstrukturierendes Moment aus und verbindet jene Einsicht mit seiner Theorie der symbolischen Macht, der Macht der Anerkenntnis. Die analytische Fruchtbarkeit dieses Inbeziehungsetzens der Macht der Sprache und symbolischer Macht ( der Sprecher ) besteht in der Möglichkeit, die Zusammenhänge von Interessen einer bestimmten Bevölkerungsschicht mit der Art einer ( anerkannten ) sprachlichen Strukturierung der ( sozialen ) Welt zu beleuchten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Vorbemerkung: Die Einleitung steckt den Rahmen der Arbeit ab und definiert die drei zentralen Untersuchungsaspekte: die sprachsoziologische Einordnung, die Kapital- und Habitusbegriffe sowie die Performativität von Sprache.

2. Sprache als Kapital: In diesem Kapitel wird das Verständnis von Sprache als kulturellem Kapital im Kontext der Bourdieuschen Kapitaltheorie erarbeitet.

3. Die Ökonomie des sprachlichen Tauschs: Das Kapitel erläutert die ökonomische Funktion des Sprechens und den Zusammenhang zwischen Sprachstil, sozialem Status und Bildungserfolg.

4. Sprache und symbolische Macht: Der Hauptteil vertieft die Sprechakttheorie und untersucht, wie Sprache durch Repräsentation und Konstitution die soziale Wirklichkeit formt.

5. Schlussbemerkung: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und reflektiert die deterministischen Züge von Bourdieus Theorie sowie die Rolle der Intellektuellen.

Schlüsselwörter

Pierre Bourdieu, Sprachsoziologie, Kapital, Habitus, symbolische Macht, Sprechakt, Repräsentation, Konstitution, Sozialstruktur, sprachlicher Tausch, Bildungssoziologie, Performativität, Distinktion, Sprachkapital, kulturelles Kapital.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit dem sprachsoziologischen Ansatz von Pierre Bourdieu und wie Sprache zur Repräsentation und Konstitution sozialer Strukturen beiträgt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die Kapitaltheorie, die soziale Ungleichheit, die ökonomische Logik des Sprechens sowie den Zusammenhang von Sprache und Macht.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, den Ansatz Bourdieus hinsichtlich seiner Bedeutung für die soziale Wirklichkeit, die Kapitalverteilung und die performative Kraft der Sprache zu analysieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Analyse und wissenschaftliche Aufarbeitung der Literatur, um die Konzepte Bourdieus in Bezug auf Sprache und soziale Strukturen kritisch zu durchleuchten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die ökonomische Theorie des sprachlichen Tauschs und die Theorie der symbolischen Macht inklusive der Sprechakttheorie.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Begriffe wie Habitus, symbolische Macht, Sprachkapital und soziale Reproduktion stehen im Zentrum der Untersuchung.

Warum ist das Bildungssystem laut der Arbeit zentral für Bourdieu?

Das Bildungssystem fungiert als Reproduktionsmechanismus für soziale Unterschiede, da es den Zugang zu kulturellem Kapital und damit zu legitimen Sprachstilen steuert.

Was bedeutet der Begriff „symbolische Macht“ bei Bourdieu?

Symbolische Macht ist die Macht der Anerkenntnis, bei der bestimmte Ausdrucksweisen oder Wahrnehmungsschemata als legitim und autorisiert akzeptiert werden.

Wie unterscheidet sich Bourdieus Sprachtheorie von der reinen Linguistik?

Bourdieu integriert den sozialen Kontext, die Position der Sprecher in der Sozialstruktur und den spezifischen Markt, auf dem Sprache getauscht wird.

Was ist das „Mysterium des Ministeriums“?

Dieser Begriff verweist auf die Bedingungen des Glückens performativer Aussagen, die erst durch die Analyse der sozialen Machtverhältnisse nachvollziehbar werden.

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Details

Title
Repräsentation und Konstitution sozialer Strukturen - die Rolle der Sprache bei Pierre Bourdieu
College
Friedrich-Alexander University Erlangen-Nuremberg  (Institut für Soziologie)
Course
Proseminar: Zivilisation und Kultur
Grade
1,3
Author
Hans Kalt (Author)
Publication Year
2002
Pages
16
Catalog Number
V117333
ISBN (eBook)
9783640197934
ISBN (Book)
9783640198030
Language
German
Tags
Repräsentation Konstitution Strukturen Rolle Sprache Pierre Bourdieu Proseminar Zivilisation Kultur kulturelles Kapital Ungleichheit soziale Ungleichheit Bildung Habitus soziologische Theorie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Hans Kalt (Author), 2002, Repräsentation und Konstitution sozialer Strukturen - die Rolle der Sprache bei Pierre Bourdieu, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/117333
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